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An den Moderator
27. Mai 2019
13:07
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Fanny
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Ja, wir haben es kapiert, Sie können Ihre Schallplatte allmählich aus dem Dauermodus zurückstellen. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über eine derart absurde linke Paranoia wirklich nur lachen. Im Übrigen hat auch mich hat das gestrige Wahlergebnis kein bisschen erstaunt, denn die alte Strategie der Rechten (In Wahrheit sind wir die armen, ausgegrenzten Opfer, denen alles Mögliche völlig zu Unrecht in die Schuhe geschoben wird) hat sich wie immer glänzend bewährt. Und bei dem erbärmlichen Bild, das die Opposition zur Zeit abgibt - der Misstrauensantrag gegen Kurz ist wohl das Dümmste und Kontraproduktivste, das ihnen in dieser Situation einfallen konnte - wundert es mich im Gegenteil, dass sie nicht noch mehr Prozentpunkte verloren haben.

Ansonsten bitte ich um Aufklärung, warum Ihre mit immer größerer Verbissenheit ventilierte linke Verschwörungstheorie natürlich nie und niemmer fragwürdig und vor allem BEWIESEN ist.

lg Fanny

27. Mai 2019
12:28
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Amfortas
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7. Mai 2019
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Es war vorherzusehen, dass die schwindende Minderheit, die in Österreich mit einer türkis-blauen Regierung ihre Probleme hat, nun jene Mittel in der Politik gutheißen würden, die sie in anderen Fällen als höchst bedenklich bezeichnet. Seit Jahren empören sich vor allem linke Journalisten und Wähler im deutschsprachigen Raum darüber, dass Russland womöglich in den Wahlkampf um Donald Trump involviert war. Selbstverständlich nützt man diese Gerüchte, um gleich gegen zwei Gegner der Linken zu wettern: gegen den alten kapitalistischen Klassenfeind der USA, in denen ein weißer, reicher und republikanischer Präsident, der illegale Zuwanderung NICHT als Bereicherung bezeichnet (also der Albtraum aller Linken) regiert; und gegen jenen ehemaligen KGB-Offizier in Russland, der sich so ganz von der sozialistischen Ideologie losgesagt hat, aber deren Methoden offenbar bis heute beibehalten hat. Diese bis heute nicht bewiesene und immer fragwürdigere Verschwörungstheorie wird nun also seit Jahren ausgeschlachtet, um gegen nicht-linke Regierungen zu wettern.

Wenn jedoch in Österreich eine bisher nicht identifizierbare Organisation, in der vorbestrafte Kriminelle mitwirken, in Kooperation mit linken Zeitungen eine demokratisch legitimierte Regierung zu Fall bringt, heiligt der Zweck plötzlich die Mittel. Dabei wird offenbar nicht zu Ende gedacht, was es denn hieße, wenn in Zukunft mit solchen Methoden Wahlen manipuliert werden. Was kommt dann wohl als nächstes und würde das das internationale Ansehen Österreichs nicht weit stärker schädigen als die Inhalte, die Strache und Gudenus in dem Video äußerten?

Wir können nicht eine saubere Politik fordern und gleichzeitig dreckige Methoden gutheißen, wenn sie unserem politischen Gegner schaden. Von einer "Rechtsgüterabwägung" zu faseln, wie Günther Wallraff das gemacht hat, ist Unfug, denn eine solche kommt nur bei rechtfertigenden Notständen oder Notwehr zur Anwendung. Wer solche Methoden dennoch gutheißt, outet sich als ein politischer Radikaler, dem an Rechtsstaatlichkeit weniger liegt als an der Macht der eigenen Fraktion.

Der Schuss ging jedenfalls nach hinten los, wie das Wahlergebnis gestern zeigte. Die linken Parteien in Österreich könnten den aufgelegten Elfmeter nicht verwandeln. Warum wohl? Weil die Österreicher nicht so dumm sind, sich durch solche Schmutzkübelkampagnen von ihrer politischen Haltung abbringen zu lassen. Die illegale Massenzuwanderung, Verschuldung, Verblödung unserer Jugend durch linkssozialistische Bildungsexperimente liegen der Bevölkerung weit stärker im Magen, als man links glauben will. Und das wird sich auch in Zukunft im Wahlverhalten zeigen - mögen linke Gruppierungen auch noch so auf kriminelle Methoden setzen.

25. Mai 2019
22:36
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UwePaul
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28. Februar 2018
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dalmont,

Wollte er den Teilnehmer lächerlich machen, so ging der Schuss nach hinten los

das wollte der sicherlich, *, die der hat, geht es immer nach hinten los. Aber jeder blamiert sich so schlecht er kann, schlechter, wie der kann das keiner hier

* Anmerkung des Moderators: Beleidigend, daher gelöscht.

25. Mai 2019
20:23
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 471
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28. Februar 2018
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dalmot, Sie haben einen wesentlichen Aspekt ausser Acht gelassen: das Video (natürlich völlig inakzeptabel was da zu sehen und zu hören ist  !!!) wurde von Leuten gemacht, deren " Reputation" nicht nur zweifelhaft ist, die teilweise wegen sehr unerfreulicher Delikte vorbestraft sind. Sollen die Medien sich solcher Leute bedienen?

Der Datenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg hat in einem Interview darauf hingewiesen, dass Medien, die Kenntnis von solchen Vorgängen haben, darüber natürlich berichten müssen, das Verbreiten des Videos aber datenschutzrechtlich nicht in Ordnung ist.  Darum geht es mir.

Ich fürchte, dass bei unklarem Umgang mit zutreffenden oder falschen "Beweismitteln" ziemlich viel Unheil angerichtet werden kann. Ich denke da auch an den Gesamtvorgang Kachelmann: nichts übrig geblieben von den Vorwürfen, die Karriere aber zerstört.

Die Ahndung von Rechtsbrüchen und staatsschädlichen Handlungen überlass ich doch immer noch lieber den dafür vorgesehenen staatlichen Institutionen.

25. Mai 2019
19:59
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dalmont
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28. Januar 2019
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Mme Lohnengrin,

Sie haben Recht, die Medien sind nicht die Polizei, sie berichten und beschreiben möglichst exakt, das was ist und gewesen ist (dieser Meinung war am Donnerstag übrigens auch Hugo Portisch). Nach genauester und intensivster Recherche, die im gegenständlichen Fall sogar zur Überprüfung durch eines der renommiertesten Forschungsinstitute führte.

Für diese genaue und nachvollziehbare Recherchearbeit sind die Medien (auch der ORF), die diese Ibiza-Sache dargestellt haben, bekannt und geschätzt.

Weniger bei vielen meiner Landsleute, die beziehen ihre Informationen lieber aus dem Boulevard, der durch vieles auffällig geworden ist, nur nicht durch genaue Recherchearbeit.

Die Staatsanwaltschaften zu informieren, denke ich, ist nicht Aufgabe der Medien, sie werden selbstständig tätig, wenn sie erfahren, was war und ist.

Die Justiz hat ohnedies Initiativen ergriffen, sie arbeitet schon.

Was soll also das ganze Gemosere?

 

Und zu Michta, der sich den Namen Semjon Kotko nicht merken kann. Wollte er den Teilnehmer lächerlich machen, so ging der Schuss nach hinten los. Es liegt wohl an ihm selbst und es gibt Methoden, seine Gedächtnisleistung zu steigern: Sudokus lösen, oder auswendig lernen: Gedichte, oder in seinem Fall besser, das „Kommunistische Manifest“; das wäre für ihn ein ganz hervorragendes Training.

25. Mai 2019
17:57
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Michta
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6. März 2018
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Natürlich liegt es mir - im Sinne des Moderators - fern, irgendjemand beleidigen zu wollen.

Im Zweifelsfalle hoffe ich, daß

auch hier die "Unschuldsvermutung"  gilt,!     ( Nicht nur bei kriminellen.....)

25. Mai 2019
17:52
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Michta
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Forumsbeiträge: 171
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6. März 2018
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Danke  Herr Puck und Madame Lohengrin!        

Der * - kann mir den Namen nicht und nicht merken - begrüßt offenbar Stasi und ähnliche Methoden, ...aber es gibt ja viele, die den Methoden der Aufrichtigen aus dem  Arbeiter und Bauernparadies nachtrauern...

 

* Anmerkung des Moderators: Namen ins Lächerliche ziehen - man bräuchte ihn ja nur abschreiben - ist beleidigend und daher zu löschen.

25. Mai 2019
13:02
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 471
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Auch der Online-Merker will also das seine dazu beitragen, den Diskurs zu verschieben von den autoritären Plänen der Strache und Gudenus hin zur angeblich groß angelegten Verschwörung hinter dem Video.

Dieses unreflektierte Schwarz -Weiss  /  Links - Rechts  -  Gequatsche ist in diesem Fall weniger denn je angebracht.

Die katastrophalen Inhalte des sog. Ibiza-Videos stehen ausserhalb jeder Debatte. Trotzdem muss es umso mehr interessieren und schließlich ebenfalls Konsequenzen haben, wie und unter welchen Voraussezungen ein derartiges Video "veranstaltet" (organisiert, aufgenommen, 1-2 Jahre verborgen, zeitlich brisant veröffentlicht/verkauft) wird und wie und unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen es an 3 Stellen gleichzeitig veröffentlicht wird.

Die Presse ist ein wichtiger Informant und News - Verteiler, sie ist aber nicht die Polizei. Daher hätten diese Videos den Behörden in Deutschland und Österreich übergeben werden müssen und in den Magazinen darüber selbstverständ berichtet. So allerdings wird der Privatspionage Tür und Tor geöffnet. Wer sagt denn, dass es bei der Aufdeckung von Schweinereien bleibt? Jeder und jede kann überwacht und bloßgestellt werden, auch wenn nichts dahinter sein sollte. Wer sagt denn, welche Schweinereien noch aufzudecken wären, ungeachtet der damit verknüpften Parteien. Mir würden da einige Themen einfallen....

Der Rechtsstaat muss eingreifen, hier und dort!

25. Mai 2019
13:01
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midsummerpuck
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24. Januar 2019
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Ja, man sollte den Moderator wegen Volksverhetzung anklagen und alle die intoleranten Leute, welche die Umstände des Zustandekommens des Videos hinterfragen, aus Europa verbannen, damit wir endlich unsere Toleranz in Ruhe geniessen können!

25. Mai 2019
12:36
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semjon_kotko
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8. Dezember 2018
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Moderator 16 sagt
Das gilt bitte für ALLE und nicht wieder gegenseitige Beschuldigungen wer angefangen hat.  

"Angefangen" hat heute der Online-Merker-Redakteur in seinem Tageskommentar, indem er in gewohnter Manier zu seinen politischen Schlussworten - mit ganz eindeutiger Tendenz - zurückgefunden hat. Die Ankündigung von Korruption großen Stils und die geplante Einschränkung der Pressefreiheit durch Vertreter seiner Partei war ihm - wenig überraschend - keine Zeile wert. Das alleine würde ich nicht kritisieren, wenn er es weiterhin mit dieser Affäre so handhaben würde. Würde er insgesamt diese Sache vom Online-Merker fernhalten wollen, so wäre ihm meine Unterstützung gewiss, und wir müssten hier im Forum nicht darüber diskutieren. Seine Meinung, die ihm ja unbenommen ist, kann er auch in anderen Kontexten äußern. Heute aber lesen wir hinsichtlich der Urheberschaft des Videos abschließend:
"An der Sache bleiben wir dran (nicht nur wir, hoffentlich). Wer hat so ein tolles Projekt finanziert?"
Auch der Online-Merker will also das seine dazu beitragen, den Diskurs zu verschieben von den autoritären Plänen der Strache und Gudenus hin zur angeblich groß angelegten Verschwörung hinter dem Video. Wir sind also nach einer Woche "Schweigeredakteur" wieder in der "Normalität" angelangt.

25. Mai 2019
9:13
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Moderator 16
Administrator
Forumsbeiträge: 30
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

WARNUNG!!!

Ich habe diesen Thread bewußt laufen lassen um einfach den Dampf aus dem Kessel zu lassen. Aber wenn es jetzt, wie in den letzten drei Beiträgen wieder persönlich wird, müßte ich den Thread schließen. Also bitte: Halbwegs zivilisiert weiter diskutieren, aber persönliche Beleidigungen unterlassen. Das gilt bitte für ALLE und nicht wieder gegenseitige Beschuldigungen wer angefangen hat.

25. Mai 2019
8:43
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 850
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Nr.52

auf Ihre Hetz Kritzeleien können hier die meisten auch sehr verzichten. Aber billige Spaltversuche sind wohl das Einzige, was Sie beherrschen

25. Mai 2019
7:54
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Michta
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6. März 2018
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Leider - oder auch nicht - irren Sie da schon wieder, denn ich habe noch nie dieses Blatt weder in Händen gehabt, noch gelesen!  Wäre aber wahrscheinlich vernünftiger als die ganzen Linkspostillen, angefangen von der "ORF-Bibel" Falter......              Und auf Ihre  gut (?) gemeinten Ratschläge kann ich dankend verzichten...

24. Mai 2019
11:17
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copy
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@Michta: Weder noch, aber auch kein Schreiber in der Aula, aber das wissen sie ja als deren Leser sicher! Was red ich mir den Mund fusselig, ist ja bei Typen wie ihresgleichen sowieso vergebens. Können sie einmal nach rechts und links schauen und nicht nur in eine Richtung?

24. Mai 2019
11:06
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Michta
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Forumsbeiträge: 171
Mitglied seit:
6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Danke Amfortas, für Ihre sachlichen Ausführungen, die ich so nicht "zu Papier" hätte bringen können, weil mir als Hitzkopf da immer "deftigere" Formulierungen heraussprudeln würden.    Auch Iris, grazie mille     manchmal scheint es, als ob  Herr copy Redakteur der Arbeiter Zeitung oder Volksstimme gewesen sei,,,

23. Mai 2019
11:15
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Iris
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Forumsbeiträge: 53
Mitglied seit:
2. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

An Copy

Sie sind nicht dumm, also stellen Sie sich nicht so.

Über die Klientel des "Ausbildungsanwalts" (durchaus im positivem Sinn gemeint, denn ein Anwalt bildet jüngere Anwälte aus - wie eben ein Lehrherr) brauchen wir, glaube ich, nicht zu diskutieren. Die ist durch viele Zeitungsartikel bekannt.

Wirtschaftliches Motiv ist nicht glaubhaft, da ja nicht einmal der Versuch gemacht wurde, ein Geschäft abzuschließen, es blieb beim leeren Gerede. Nicht einmal ein Erpressungsversuch wurde gestartet. Der wäre zwar kriminell gewesen, aber zumindest hätte er Sinn gemacht. Man wusste offenbar um die Abnehmer! Und um diese geht es.

Als Krone-Troll fühle ich mich nicht, auch nicht als parteipolitisch verblendet. Können Sie das auch von sich behaupten?

Ein treffendes Video zur Situation

23. Mai 2019
11:10
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Amfortas
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Forumsbeiträge: 42
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7. Mai 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

" ... Sie gebrauchen den Begriff "kriminell" wohl ohnehin kaum als rechtliche Kategorie, sondern allein denunziatorisch ..."

In der Ibiza-Affäre dürfte klar sein, wer denunziert und in eine Falle gelockt wurde. Dass Begriffe wie "rechts" oder "rechtspopulistisch" in der Medienwelt selten analytisch sondern in der Regel denunziatorisch eingesetzt werden, dürfte auch Ihnen schon aufgefallen sein. Schon die Assoziation bzw. Gleichsetzung rechter Ideologie mit Populismus in den meisten Medien ist lächerlich angesichts des Umstandes, dass wohl kaum eine politische Haltung populistischer sein dürfte als jene, die seit Jahrhunderten behauptet, man müsste den Reichen nur das Geld abnehmen um alle Probleme unseres Zusammenlebens zu lösen.

Es bleibt Ihnen ungenommen, die bei der Ibiza-Affäre angewandten Methoden verharmlosend als legal zu bezeichnen. Die Gerichte werden darüber zu entscheiden haben. In jedem Fall liegt ein Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte und gegen die Datenschutz-Gesetze vor - zufällig beides Lieblingsthemen der politischen Linken, die aber schon in der Vergangenheit mehrfach bewiesen haben, dass ihre Toleranz ganz schnell dort endet, wo es gilt, etwas Konservatives, Rechtes oder Liberales (also etwas Nicht-Linkes mit Ausnahme des Islam) zu tolerieren. Man kann nicht die Verpixelung von Fotos rechtskräftig verurteilter muslimischer Terroristen aus menschenrechtlichen Gründen fordern und gleichzeitig dieses Video gut heißen.

Der Vergleich mit den Aktionen eines Günther Wallraff ist lächerlich! Wallraff ging es nicht darum, die eigene Machtsphäre abzusichern oder zu erweitern. Walraff kooperierte auch niemals mit vorbestraften Personen oder kriminellen Organisationen. Das Ibiza-Video als Substrat eines Enthüllungsjournalismus zu verkaufen, ist schon allein deshalb Unfug, weil es ja offensichtlich ganz gezielt zu politischen Zwecken eingesetzt wurde. Dass Wallraff natürlich glänzende Augen bekommt, wenn mit Methoden, die auch er angewandt hat, eine rechte Partei geschädigt wird, ist auch verständlich und sollte angesichts seiner politischen Haltung nicht weiter ernst genommen werden.

Aber völlig unabhängig davon, ob die Anfertigung eines solchen Videos nun gegen Straftatbestände verstößt oder nicht, sollten wir solchen Methoden entschieden entgegen treten. Nochmals: der Zweck heiligt NICHT die Mittel. Auch der Freispruch eines Mörders ist einer Verurteilung, die durch ein unter Folter zustandegekommens Geständnis zustandekam, vorzuziehen. Wenn wir es zulassen, dass mit derartig dreckigen Methoden demokatisch legitimierte Regierungen zu Fall gebracht werden, können wir unsere Politik auch gleich der Mafia überlassen.

23. Mai 2019
10:45
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semjon_kotko
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Forumsbeiträge: 24
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8. Dezember 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Amfortas sagt
In jedem Fall ist der Schaden für die Republik groß, und zwar nicht deshalb weil Strache und Gudenus bedenkliche Dinge geäußert haben, sondern weil manche Parteien offenbar mit der organisierten Kriminalität kooperieren.  

Ich wäre besser etwas vorsichtig, was den angeblich "kriminellen" Charakter dieses Videos betrifft. Es gibt in der Geschichte genug vergleichbare Fälle einer verdeckten Recherche (denken Sie an Günter Wallraff), und jedes Mal haben die Gerichte entschieden, dass das öffentliche Interesse an der Aufdeckung solcher Missstände schwerer wiegt und höher zu veranschlagen ist als ein allfälliger Bruch der Privatsphäre oder eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Im konkreten Fall geht es darum, dass ein Amtsträger (der künftige Vizekanzler) Korruption riesigen Ausmaßes und eine Einschränkung der Pressefreiheit (darüber äußern Sie sich gar nicht) ankündigt. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit an solch autoritären Absichten könnte wohl kaum größer sein.
Rechtlich problematisch könnte es allenfalls dann werden, wenn bewegte Bilder der letzten Stunde des Videos gezeigt werden, die - wie Gudenus angedeutet hat - mit den Themen Substanzen und Sex zu tun haben. Hier wäre dann abzuwägen, ob es tatsächlich ein Informationsinteresse der Öffentlichkeit gibt (was wohl nicht der Fall ist). Eine Grauzone wären auch womöglich getätigte homophobe Äußerungen über österreichische Politiker, über die bisher nur ganz vorsichtig berichtet wurde. Die sexuelle Orientierung von Spitzenpolitikern geht die Öffentlichkeit unmittelbar nichts an. Man könnte in dieser Frage allenfalls entgegen halten, dass Propagandisten einer ultrakonservativen Familienideologie durchaus mit solchen Themen konfrontiert werden könnten, es also schon eine politische Dimension gibt und es sich nicht um eine ausschließlich private Frage handelt.
Aber Sie gebrauchen den Begriff "kriminell" wohl ohnehin kaum als rechtliche Kategorie, sondern allein denunziatorisch, wie auch "links" für Sie kein analytischer, sondern ein denunziatorischer Begriff ist.

23. Mai 2019
10:12
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Amfortas
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Forumsbeiträge: 42
Mitglied seit:
7. Mai 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

"... die alten Stehsätze ..."

Die Frage, ob Sätze alt oder neu sind, stellt sich nicht. Es geht darum, ob sie wahr oder falsch sind. Und es stellt sich heraus, dass das, was ich gestern als Vermutung geäußert habe, heute bereits nachgewiesen ist.

Die besagten linken Parteien, die offenbar genau so hinter diesem Video stecken wie jene linken Medien, die es zielsicher eine Woche vor der EU-Wahl (ebenfalls unter Verstoß gegen mehrere Gesetze) in Umlauf gebracht haben, können nur hoffen, dass mit einem gemeinsamen Kraftakt der anderen linken Medien der Ball nun zumindest bis zu EU-Wahl möglichst flach gehalten werden kann. Der ORF beispielsweise leistet hier schon ganze Arbeit, übt sich offenbar in gezieltem Dumm-Stellen und vermittelt sogar heute noch den Eindruck, als wüsste er von nichts.

Man darf gespannt sein, welche Dimensionen dieser Skandal noch annehmen wird. In jedem Fall ist der Schaden für die Republik groß, und zwar nicht deshalb weil Strache und Gudenus bedenkliche Dinge geäußert haben, sondern weil manche Parteien offenbar mit der organisierten Kriminalität kooperieren.

23. Mai 2019
10:00
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copy
Gast
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@Amfortas: Dass ihrerseits die alten Stehsätze kommen verwundert mich nicht....

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