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An den Moderator
30. Mai 2019
12:24
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Amfortas
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7. Mai 2019
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Einmal muss ich mich nun leider doch noch zu Wort melden, weil ich den Nonsens, den Fanny hier verbreitet, nicht unkommentiert stehen lassen kann.

"Außer natürlich die Androhung des besten Innenministers aller Zeiten, dass die Menschenrechte längst obsolet seien"

Kickl hat zu keinem Zeitpunkt behauptet, die Menschenrechte seien obsolet. Wenn Sie andere Informationen haben, dann bitte ich um das entsprechende Zitat. Andernfalls müssen Sie sich vorwerfen lassen, dass Sie hier durch die vorsätzliche Verbreitung von Fehlinformationen nur billigen Populismus betreiben.

Kickl hat festgestellt, dass sich das Recht nach der Politik (in einer Demokratie also nach dem Willen der Mehrheit) zu richten hat und nicht umgekehrt. In einer Demokratie darf es keine Gesetze geben, die von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werden. Das reichte für die Linken schon, um nervös zu werden, denn sie wissen schon lange, dass ihre Politik und damit auch ihre Deutungshoheit darüber, was richtig und falsch ist, nicht mehr mehrheitsfähig ist. Wer beim Hören dieses Satzes von Kickl aber auch sein Gehirn eingeschaltet ließ, der wird Kickl natürlich zugestimmt haben. Denn hätten die Menschen seit jeher das geglaubt, was Fanny offenbar bereitwillig den Medien nachplappert, dass sich die Politik (also die Menschen) nach dem Recht zu richten haben und nicht umgekehrt, wäre es niemals zu den Menschenrechten gekommen. Man hätte sich zu jedem Zeitpunkt auf jene ewig gültigen Gesetze berufen können, die gottgewollt oder sonst wie legitimiert wären, und hätte mit dem Argument, mit dem man Kickl mundtot machen wollte, auch die Einführung der Menschenrechte verunmöglicht. Aber um das zu erkennen, muss man natürlich ein bißchen selbst denken und nicht nur das reproduzieren, was in der Zeitung steht.

Davon abgesehen geht es bei der Diskussion um Menschenrechte in aller Regel nur um das, was die Linken unter den Menschenrechten verstehen. Und das hat mit dem Text der Menschenrechte wenig bis gar nichts zu tun. Dabei übersehen (oder leugnen) sie, das es z. B. ein Menschenrecht auf Asyl in der Form, in der es in Österreich gehandhabt wird, NICHT gibt und auch niemals gab. Noch weniger gibt es ein Menschenrecht, dass es Migranten erlauben würde, sich ein beliebiges Zielland ihrer Wahl auszusuchen und damit aus Afghanistan nach Österreich einzuwandern. Wer also die illegale Zuwanderung befürwortet, wie das die meisten Linken machen, kann sich NICHT auf die Menschenrechte berufen sondern muss ehrlicherweise zugeben, dass er für einen Bruch geltender Gesetze ist. Im Gegenteil: Es gibt ein Menschenrecht auf Schutz der Heimat, das durch unreglementierte Zuwanderung gefährdet wird.

"Rechte haben dann wahrscheinlich nur Menschen, die laut FPÖ-Definition solche sind, die anderen....."

Das ist nichts anderes als billige Polemik! Menschenrechte haben ALLE Menschen, niemand in der FPÖ hat jemals etwas anderes gesagt, aber auch Österreicher haben damit Rechte und nicht nur Pflichten. Sie haben das Menschenrecht, dass ihre Heimat nicht durch unreglementierte Migration mutwillig und nach den Plänen der Multikulti-Ideologen verändert wird. Wir können die Diskussion über die Menschenrechte mit Fanny eigentlich erst dann seriös weiter führen, wenn sie sich die Mühe gemacht hat, sich darüber zu informieren, was man überhaupt unter den Menschenrechten versteht. Aber wir haben schon in der Vergangenheit erfahren müssen, dass Fanny eher die Parolen von Zeitungsüberschriften reproduziert, als sich seriös zu informieren. Wahrscheinlich verwechslt Fanny auch einfach nur EU-Recht mit den Menschenrechten. Aber so genau nimmt man es in den Medien auch nicht, wenn's darum geht, weitere illegale Zuwanderung zu verharmlosen. Denn selbst das EU-Recht wurde und wird von den Multikulti-Anhängern mit Füßen getreten - wie übrigens nationales Recht auch. Hauptsache man kann die den Linken so verhasste westlich-bürgerliche Gesellschaft umkrempeln, das erscheint als das einzige legitime Ziel. Wenn es mit Klassenkampf und antiautoritärer Erziehung schon nicht gelungen ist, dann vielleicht mit muslimischer Masseneinwanderung. Und wer das nicht möchte, ist ein Neonazi, mit dessen Rechten man sich nicht weiter beschäftigen muss. 😉

So - nun ist für mich aber wirklich Schluss mit dieser Diskussion. Denn in einem einzigen Punkt muss man Fanny recht geben: Es ist äußert mühsam, sich  mit Menschen zu unterhalten, die ungewillt oder außerstande sind, abseits der abgetretenen Pfade zu denken statt einfach nur eins zu eins das zu wiederholen, was in den Medien vorgegeben wird.

30. Mai 2019
9:24
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LeFis
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20. Mai 2019
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Ich lese persönlich gerne die Kommentare von AC in der Tageskolumne, auch wenn ich deren politischen Inhalte oft nicht teile. 

Was ich überhaupt nicht verstehen kann, sind einige Diskutanten in diesem Forum und deren seltsame Diskussionskultur. Da werden Gesinnungen in Schwarz-Weiß-Bilder dargelegt und der Weg der Sachlichkeit schnell verlassen (inklusive beleidigenden Aussagen). Man gibt da ein ganz schlechtes Vorbild für die jüngere Generation ab. Von Weisheit jedenfalls keine Spur.

Österreich hat sich lange gut entwickelt, weil man das Gemeinsame über das Trennende gestellt hat. Die 1. Republik war doch schlimm genug!

30. Mai 2019
7:56
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Copy,

dem schliesse ich mich aus voller Überzeugung an, genauso der sehr differenzierten Meinung von Fanny

30. Mai 2019
7:54
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Dann warte ich mit Interesse auf das neue Forum,organisiert, bazahlt und täglich gefüttert von Fanny.......

29. Mai 2019
23:36
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copy
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28. Februar 2018
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Wo Fanny hat recht, hat sie recht!

29. Mai 2019
20:25
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 421
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28. Februar 2018
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"Er" muss gar nichts.

Fanny, machen Sie doch ein eigenes Forum und setzen Ihre Regeln fest.

29. Mai 2019
19:58
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Fanny
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Keine Sorge, das ist kein Rückzug vom angekündigten Rückzug. (Ich bin ja kein Politiker einer bestimmten Partei....) Ich möchte nur Dalmont für seinen Beitrag 90 danken, besser kann man die Thematik bzw. die Unmöglichkeit einer Diskussion mit den Rechten nicht auf den Punkt bringen. Die Bibel des großen Lehrmeisters wird ganz offensichtlich noch immer fleißig gelesen.

Irgendwie lustig (wenn's nicht insgesamt so traurig wäre....) finde ich Amfortas' Vorwurf, dass man den Rechten abspricht, sich für Menschenrechte und Menschenwürde einzusetzen. Ich habe ernsthaft nachgedacht, ob ich je Zeugin eines solchen Wunders gewesen bin, aber so sehr ich mir auch das Hirn zermartere, fällt mir dazu nichts ein. Außer natürlich die Androhung des besten Innenministers aller Zeiten, dass die Menschenrechte längst obsolet seien und neu überdacht werden müssten. Rechte haben dann wahrscheinlich nur Menschen, die laut FPÖ-Definition solche sind, die anderen.....

Danke auch an Asinus für seine qualifizierten Beiträge, und damit bin ich vorerst einmal weg - aus psychohygienischen Gründen, denn dieses ewige Anrennen gegen Mauern kostet einfach zu viel Substanz.

lg Fanny

PS: Nur ein Wort an den geschätzten Moderator: So lange AC die Tageskolumne immer wieder mit seinem politischen Senf anreichert, wird es auch entsprechende Diskussionen im Forum geben, denn wenn er Politik aus dem Forum raushalten will - was durchaus legitim wäre - muss er das auch erst einmal vorleben. Aber selber zündeln und dann nur die anderen beschuldigen, wenn es brennt, geht gar nicht.

29. Mai 2019
16:56
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Michta
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6. März 2018
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Als "unerzogener Klotz" , wie ich weiter unten bezeichnet worden bin, melde ich mich auch nochmal zu Wort, weil mir die geifernde Aufgeregtheit von den toleranten, politisch korrekten, wissenden, etc. Weltverbesserern und aufrichtigen Antifa-Kämpfern  a lá Fanny, dalmont und Co. wirklich schon belustigt.

Amfortas, den ich nicht kenne, keine Ahnung habe, wer sich hinter diesem schönen Namen verbirgt, hat kein FP-Parteiprogramm, sondern eine klare Analyse der Sachlage, und eine sehr objektive Darstellung der Situation gegeben - auf das die vorher genannten mit der immer wiederkehrenden Nazikeule und ähnlichem Werkzeug eingeschlagen haben : ohne auch nur einen Funken glaubwürdiger Argumente. Ich bewundere diese Sachlichkeit und die Geduld, die er an den Tag gelegt hat. Mir ist diese Gabe nicht gegeben. Mir reicht es nach einer gewissen Zeit, und was ich absolut hasse, ist das Messen mit zweierlei Maß und Ungerechtigkeit! 

    Vom Lächerlichsten ist wohl die "Verrohung der Sprache" auf den verstorbenen Haider zu schieben. Man braucht nur Wahlplakate aus den 60er und 70er Jahren anschauen, da kann man Dinge lesen...  Die ganzen "Zartbesaiteten" gehen mir sowieso auf den Wecker und Ihr Gezetere über "Überschreitungen" : wer setzt die Linien, wer bestimmt, was man sagen darf oder nicht?  Eben diese Leute wollen ständig neue Wörter und Sätze "verbieten", als "inkorrekt" bezeichnen, absurde Dinge werden versucht, ""Verächtlich" gemacht zu werden!    Ich lasse mir sicher von keinem dieser linken Weltverbesserer vorschreiben was ich sagen darf und was nicht! Dieses Gezetere interessiert mich keinen Deut, und Gott sei Dank sträuben sich immer mehr dagegen.

    Mir würde noch einiges einfallen, zumThema "Sippenhaftung" etwa ( zwei FPÖler haben was "Ausgefressen" - jawohl weg mit allen, den ganzen Ministern,  speziell Kickl - der beste Innenminister seit ich mich erinnern kann - muss weg, der macht Angst  - ja klar, weil der sich nicht dem (widerlichen) Mainstream angepasst hat! ), zum "ausgrenzen" ( "Die grenzen sich doch selber aus - weil sie nicht unsere Meinung haben!" .... etc.  Aber erstens hab ich keine Zeit, zweitens ist sie mir zu schade, um sie hier mit unnötigen und unnützen Scharmützeln zu verplempern.

   Um zu guter Letzt nochmal auf mein Eingangskosewort zu kommen: ja, dieser Präsident ist der Parteiischeste und unfairste , den Österreich je hatte , er schlägt sogar noch den unmöglichen Vorgänger Fischer. Da kann er jetzt noch so salbungsvoll und theatralisch herumquatschen.  Franz Jonas zum Beispiel, über den soviel gehöhnt wurde, ist ihm in allen Belangen haushoch überlegen - das war auch noch ein echter Sozialist, ein ehrlicher Politiker, der als Präsident dann wirklich für alle da war: Freundschaft!

29. Mai 2019
16:55
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Michta
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Forumsbeiträge: 164
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6. März 2018
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Als "unerzogener Klotz" , wie ich weiter unten bezeichnet worden bin, melde ich mich auch nochmal zu Wort, weil mir die geifernde Aufgeregtheit von den toleranten, politisch korrekten, wissenden, etc. Weltverbesserern und aufrichtigen Antifa-Kämpfern  a lá Fanny, dalmont und Co. wirklich schon belustigt.

Amfortas, den ich nicht kenne, keine Ahnung habe, wer sich hinter diesem schönen Namen verbirgt, hat kein FP-Parteiprogramm, sondern eine klare Analyse der Sachlage, und eine sehr objektive Darstellung der Situation gegeben - auf das die vorher genannten mit der immer wiederkehrenden Nazikeule und ähnlichem Werkzeug eingeschlagen haben : ohne auch nur einen Funken glaubwürdiger Argumente. Ich bewundere diese Sachlichkeit und die Geduld, die er an den Tag gelegt hat. Mir ist diese Gabe nicht gegeben. Mir reicht es nach einer gewissen Zeit, und was ich absolut hasse, ist das Messen mit zweierlei Maß und Ungerechtigkeit! 

    Vom Lächerlichsten ist wohl die "Verrohung der Sprache" auf den verstorbenen Haider zu schieben. Man braucht nur Wahlplakate aus den 60er und 70er Jahren anschauen, da kann man Dinge lesen...  Die ganzen "Zartbesaiteten" gehen mir sowieso auf den Wecker und Ihr Gezetere über "Überschreitungen" : wer setzt die Linien, wer bestimmt, was man sagen darf oder nicht?  Eben diese Leute wollen ständig neue Wörter und Sätze "verbieten", als "inkorrekt" bezeichnen, absurde Dinge werden versucht, ""Verächtlich" gemacht zu werden!    Ich lasse mir sicher von keinem dieser linken Weltverbesserer vorschreiben was ich sagen darf und was nicht! Dieses Gezetere interessiert mich keinen Deut, und Gott sei Dank sträuben sich immer mehr dagegen.

    Mir würde noch einiges einfallen, zumThema "Sippenhaftung" etwa ( zwei FPÖler haben was "Ausgefressen" - jawohl weg mit allen, den ganzen Ministern,  speziell Kickl - der beste Innenminister seit ich mich erinnern kann - muss weg, der macht Angst  - ja klar, weil der sich nicht dem (widerlichen) Mainstream angepasst hat! ), zum "ausgrenzen" ( "Die grenzen sich doch selber aus - weil sie nicht unsere Meinung haben!" .... etc.  Aber erstens hab ich keine Zeit, zweitens ist sie mir zu schade, um sie hier mit unnötigen und unnützen Scharmützeln zu verplempern.

   Um zu guter Letzt nochmal auf mein Eingangskosewort zu kommen: ja, dieser Präsident ist der Parteiischeste und unfairste , den Österreich je hatte , er schlägt sogar noch den unmöglichen Vorgänger Fischer. Da kann er jetzt noch so salbungsvoll und theatralisch herumquatschen.  Franz Jonas zum Beispiel, über den soviel gehöhnt wurde, ist ihm in allen Belangen haushoch überlegen - das war auch noch ein echter Sozialist, ein ehrlicher Politiker, der als Präsident dann wirklich für alle da war: Freundschaft!

29. Mai 2019
14:27
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Asinus
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Ich gestehe, die Sache mit dem Beweis ist ein wenig schwieriger, als ich es dargestellt habe. Es ist jedenfalls zunächst stets ein Beweis für eine positive Behauptung notwendig d.h. zunächst einmal nur für die, dass die Medienlandschaft "linkslastig" ist, nicht einer für die, das sie es nicht ist; sonst ließe sich ja willkürlich und grundlos von der Gültigkeit alles möglichen Unsinnes ausgehen und die erforderliche Beweislast einfach dem Anderen überlassen.

In den von Ihnen angeführten Beispielen handelt es sich übrigens gerade nicht um die Widerlegung von negativen sondern um scheiternden Beweisbeibringungen für positive Aussagen - "Homöopathika sind wirksam" und "Die Erde ist eine Scheibe". Wie ließe sich also die Aussage dass "Journalisten in Österreich NICHT tendentiell links sind" widerlegen? Einzig indem man das Gegenteil beweist, diesfalls also die Behauptung, dass die Journalisten in Österreich etwas Positives, das nicht Links ist, - also beispielsweise Rechts oder politisch gleichgültig - sind. Wenn es nun keinen Beweis für die Tatsache, dass die Journalisten in Österreich zur Mehrheit etwas Nicht-Linkes sind, gibt, folgt daraus noch lange kein Beweis für das Gegenteil sondern eben nur wiederum die Tatsache, dass das Gegenteil der Aussage "Journalisten in Österreich NICHT tendentiell links sind" nicht bewiesen ist

Dass Sie übrigens den durchaus stichhaltigen Einwand gegen die Relevanz von Unterbergers Diagramm zur politischen Ausrichtung der österreichischen Medienlandschaft nicht zur Kenntnis nehmen wollen, lass ich einfach einmal so dahingestellt.

Das 2:0 gönne ich Ihnen, herzliche Gratulation.

29. Mai 2019
12:39
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Amfortas
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7. Mai 2019
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@Asinus

"... fehlen einige der auflagen- und reichweitenstärksten Zeitungen ..."

Und worauf wollen Sie jetzt hinaus? Wenn bei all den angeführten Zeitungen, von denen man einige nicht gerade als "linke" Medien bezeichnen wird, das Wahlverhalten derartig eindeutig und homogen ist, wird es dann bei den von Ihnen erwähnten Zeitungen so anders sein, dass meine Behauptung, Journalisten würden überwiegend links wählen, ernsthaft in Frage gestellt werden kann? Da Sie auch über keine besseren Zahlen verfügen, bleiben Sie nun also Beweise schuldig. Übrigens: Zumindest ein Teil des von mir verlinkten Artikels stützt sich auf eine Untersuchung der Freien Universität Berlin, womit auch Ihr Argument, die Quelle sei sachlich oder fachlich unseriös, ins Leere läuft.

"Und übrigens, für ein Negativum lässt sich kein Beweis erbringen, entsprechend also auch nicht dafür, "dass Journalisten in Österreich NICHT tendentiell links sind".

Das stimmt so nicht. Man kann sehr wohl beweisen, dass Homöopathika NICHT wirken oder dass die Erde KEINE Scheibe ist. Und zwar in dem man das Gegenteil beweist. Wenn Sie recht hätten, müsste es also Untersuchungen darüber geben, dass Journalisten überwiegend rechts, konservativ oder liberal wählen bzw. dass das Wahlverhalten von Journalisten nicht signifikant von dem der übrigen Wähler abweicht, denn das Interesse an dieser Fragestellung ist zweifelsfrei groß. Mit einer solchen Studie wäre meine Behauptung widerlegt. Also her damit! Wenn Sie auch jetzt nicht auf Quellen verweisen können, die Ihre Behauptung stützen, dann steht es jetzt 2 : 0 für mich.

"Vielleicht findet sich ja eine Korrelation zwischen Bildungsgrad und politischer Ausrichtung."

Oder anders formuliert: Wer nicht links wählt ist dumm. 😉 Schon erstaunlich, dass ausgerechnet die politische Linke, die sich immer zum Fürsprecher des kleinen Mannes gemacht hat, nun genau diesen kleinen Mann für dumm erklärt, weil er aufgehört hat, linke Parteien zu wählen. Könnte nicht der im Durchschnitt höhere Bildungsgrad von z. B. Grün-Wählern ein Indiz dafür sein, dass die linke Politik überwiegend eine Politik der Eliten geworden ist - also das Gegenteil dessen, wofür die Linken einst gestanden sind? Könnte es nicht sein, dass einfache Menschen stärker unter illegaler Massenzuwanderung zu leiden haben als gesellschaftliche Eliten, die fernab sozialer Brennpunkte leben und ihre Kinder in Schulen schicken? Könnte es nicht sein, dass einfache Menschen andere Probleme haben als das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare oder das Binnen-I? All das wäre zu berücksichtigen, wenn wir auf Zusammenhänge zwischen Wahlverhalten und Bildungsgrad verweisen. Davon abgesehen ließe sich eine lange Liste geistiger Größen - von Martin Heidegger bis Wernher von Braun - zusammenstellen, die einst die NSDAP-Ideologie für akzeptabel hielten. Das heißt Ihrer Logik zufolge dann was?

@Moderator 16

"Sie ersparen mir viel Arbeit damit."

Ich weiß Ihre Arbeit zu schätzen und Sie haben fürwahr besseres zu tun, als zu überprüfen, ob sich UwePaul oder Fanny wieder derartig im Ton vergreifen, dass man eine Diskussion beenden muss. Deshalb beende ich an dieser Stelle meine Ausführungen zu diesem Thema.

29. Mai 2019
12:02
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Asinus
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13. Februar 2019
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@Amfortas: Ihrem ach so beweiskräftigen Artikel von Unterberger mangelt es an einer einfachen Tatsache: in seiner so vermeintlich entlarvenden Graphik fehlen einige der auflagen- und reichweitenstärksten Zeitungen, also z.B. die Kronen Zeitung, die Kleine Zeitung, die Oberösterreichischen Nachrichten, die Salzburger Nachrichten, die Tiroler Tageszeitung, Heute und Österreich. Was dies für die Aussage- und Beweiskraft dieser Graphik bedeutet, können Sie sich wohl selbst (oder eben auch nicht) ausmalen. Aber gut, Unterberger ist über dieses Diagramm ja nur zufällig auf einer FPÖ-Seite gestolpert, was will man da schon große Ansprüche an Objektivität stellen.

Interessant wäre ja z.B. auch ein Vergleich des durchschnittlichen Bildungsniveas unter (Politik-)Journalisten und der Bevölkerung. Vielleicht findet sich ja eine Korrelation zwischen Bildungsgrad und politischer Ausrichtung. Als Hypothese scheint sich ein Zusammenhang zwischen offensiver Ignoranz und rechter Gesinnung ja geradezu aufzudrängen.

Und übrigens, für ein Negativum lässt sich kein Beweis erbringen, entsprechend also auch nicht dafür, "dass Journalisten in Österreich NICHT tendentiell links sind". Aber um an dieser Stelle einmal Aristoteles (auch so ein Alt-68er, aber halt 368 v. Chr., also ein Sehr-Alt-68er) zu zitieren: "Manche verlangen nun aus Mangel an Bildung, man solle auch dies beweisen; denn Mangel an Bildung ist es, wenn man nicht weiß, wofür ein Beweis zu suchen ist und wofür nicht." (Metaphysik, Buch IV, Kapitel 4, 1006a) Womit wir wieder bei der zuvor geäußerten Hypothese wären.

29. Mai 2019
10:41
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Amfortas
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@dalmont

"Um einen Beweis hat er sich mit der Anmerkung, er möchte nicht tausende Namen anführen, gedrückt."

Vielleicht lassen Sie ja diesen Artikel als Beweis gelten, wenn Sie meine damals angeführte Quelle schon mit fadenscheiniger Begründung ablehnten:

https://www.andreas-unterberger.at/print.php?beitrag=2015/07/die-journalisten-meilenweit-weiter-links-als-die-buerger/

Gut möglich, dass auch das für Sie Fake-News sind, denn bei Andreas Unterberger handelt es sich bekanntlich NICHT um einen Linken und damit ist er wohl für Leute wie Sie per se unglaubwürdig. Während ich nun also bereits zwei Belege dafür geliefert habe, dass meine Ausführungen zutreffen, sind Sie uns immer noch einen Beleg dafür schuldig, dass Journalisten in Österreich NICHT tendentiell links sind. Michael Fleischhacker hat es in einem Interview einmal treffend auf den Punkt gebracht: Man müsse lange suchen, um in einer Redaktionsstube im deutschsprachigen Raum auf einen Liberalen oder Konservativen zu stoßen, hat er damals sinngemäß gesagt.

"Amfortas scheint diese Taktik verinnerlicht zu haben, erweitert um eine absurde und etwas lächerliche welthistorische Deutungskomponente."

Sie hören das Gras wachsen! Ich kenne NLP nur vom Hörensagen. Und dass Leute wie Sie es nicht gerne haben, wenn man auf die katastrophalen Konsequenzen linker Ideologie mit ihren 100 Millionen Opfern hinweist, ist auch klar. Aber Sie werden nicht gut leugnen können, dass der Kommunismus - und nichts anderes ist linke Ideologie zu Ende gedacht - mehr Menschenleben gefordert hat als jede andere politische Ideologie. Insofern kann man sich nur wundern über die häufig zu beobachtende mediale Verharmlosung dieser Ideologie bei gleichzeitiger Dämonisierung jeder rechten oder liberalen Weltanschauung. Dass die Gleichsetzung des SPÖ-Parteiprogrammes mit dem Kommunismus natürlich übertrieben und polemisch ist, weiß ich. Aber genau so verhält es sich, wenn man die FPÖ oder - auch das ist ja wiederholt geschehen - die ÖVP ideologisch in die Nähe des Nationalsozialismus rückt. Während ersteres vor allem in den Medien praktisch nie geschieht, ist letzteres ein seit Jahrzehnten angewandtes Pseudo-Argument um rechte und konservative Parteien moralisch zu diskreditieren.

"... Verrohung der Sprache ..."

Was die Achtundsechziger also lautstark forderten und in Mordaufrufen gegenüber nicht-linken Journalisten, Großindustriellen u. a. mündete, war für Sie also keine Verrohung der Sprache? Wer glaubt, dass vor Jörg Haider alle lieb und nett in der Politik miteinander umgegangen seien, hat sich entweder noch nie die Mühe gemacht, sich einen Wahlkampftext aus der Zeit vorher durchzulesen, oder betreibt bewusste Geschichtsverdrehung. Haider stellt, was den Umgang mit Andersdenkenden betrifft, sicher weit weniger eine Zäsur dar als die erwähnten Achtundsechziger.

"... genützt hat das alles Kurz, und wird ihm weiter nützen ..."

... was selbst innerhalb der SPÖ auf die katastrophale Performance von Rendi-Wagner und Schieder zurückgeführrt wird. Man kann es nicht gut Kurz vorwerfen, wenn die Linken nicht mehr gewählt werden. Die meisten Menschen haben im Rahmen der EU-Wahl angegeben, sie hätten sich wegen der Parteiprogramme für einen Kandidaten bzw. eine Partei entschieden und das Ibiza-Video beeinflusste nur bei einer kleinen Minderheit die Wahlentscheidung. Wenn linke Parteien mit ihrer Befürwortung weiterer muslimischer Zuwanderung, weiterer Steuererhöhungen, weiterer Kapitalumverteilung und weiterer Zentralisierung in Brüssel nicht langsam ihre grundsätzlichen Positionen hinterfragen, werden sie in Zukunft weitere Wählerstimmen verlieren - mit und ohne untergriffige Wahlkampmethoden.

28. Mai 2019
19:21
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Chenier
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dalmont, haben Sie Kurc absichtlich mit c geschrieben, mit möglichen Hintergedanken, oder war das ein Tippfehler?

28. Mai 2019
18:19
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dalmont
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Fanny,

Amfortas’ Argumente geben die FP-Propaganda wieder, das zeigt die Analyse seiner Beiträge. Die Medien seien linkslastig, das ist sein Stehsatz. Um einen Beweis hat er sich mit der Anmerkung, er möchte nicht tausende Namen anführen, gedrückt. Weil er natürlich um die Unhaltbarkeit dieser Einschätzung weiß. International gesehen stimmt es nicht und in Österreich schon gar nicht. Hier haben wir den „Falter“, der steht dazu, zeichnet sich aber durch extreme Recherchetransparenz aus, und den „Standard“, der linksLIBERAL ist. Das sind schon alle. Und das Gerede vom Rotfunk wird durch ständiges Wiederholen auch nicht wahrer. Ist halt auch Teil dieser FP-Weinerlichkeit, wenn sie wieder eine ihrer Sauereien rechtfertigen muss.

Ich verwende bewusst nicht die Bezeichnung „rechte Gruppierung“, wie ich es sonst mache. Denn es geht in den konkreten Fällen nicht um rechts-links, sondern um Sauereien der kleineren Regierungspartei, die zu einer Krise geführt haben, die Kanzler Kurc absolut nicht souverän gelöst hat.

Amfortas tendiert dazu, jede dieser Sauereien ins Welthistorische auszulenken, und er macht damit jede sachliche Diskussion unmöglich. Was hat das Ibiza-Video mit Nordkorea zu tun? Oder mit dem Horror, für den die Rechten in der Mandschurei verantwortlich waren.

Es gibt eine Methode der Kurzzeitpsychotherapie (von Experten einst als Gehirnwäsche kritisiert), das neurolinguistische Programmieren (NLP). Mit ihr wurden Mitarbeiter der Haider-FP gecoached, um in deren Köpfen Interviewstrategien zu implementieren. Es wurde auch nie geleugnet. Viele Leute (höchstwahrscheinlich auch in mehreren Parteien) werden heute noch darin geschult.

Es geht darum, auf Fragen nicht zu anworten, nur die Message und Ideologie, die verbreitet werden soll, ständig zu wiederholen, aggressiv auf das Gegenüber einzugehen, es mit dieser Taktik zu zermürben, alles Unangenehme auszulenken ecc.ecc. Allerdings in wohlgeformten Sätzen. Man hat das ja bei den Diskussionen von Hofer mit van der Bellen (der in diesem Forum von einem unerzogenen Klotz als „Bundeswuffi“ bezeichnet wurde) studieren können.

Amfortas scheint diese Taktik verinnerlicht zu haben, erweitert um eine absurde und etwas lächerliche welthistorische Deutungskomponente. Mit ihm zu diskutieren ist müßig.

Dass die „Ausgrenzung“ (=eine dieser FP-Lamentationen) mit Haider erfolgte, ist falsch. Es blieb nichts übrig als sich von ihr zu distanzieren, da ständig Reste des NS-Gedankengutes nach oben gespült wurden.

Was allerdings nachweislich mit Haider in die politische Diskussion einzog, war ein Verrohung der Sprache, worauf Fanny so zutreffend hinwies, die schließlich zu dem fast hasspredigerischen Geplärr, das uns diese Gruppe seit einigen Jahren zumutet, führte.

Jemand, ich glaube es war Amfortas, hat einmal nach dem „cui bono“ dieser ganz en Geschichte gefragte. Ich möchte kurz die verquere Logik Amfortas’ anwenden: genützt hat das alles Kurz, und wird ihm weiter nützen. Könnte es da nicht sein, dass großartige Marketing-Strategen seiner Couleur vor einigen Jahren auf eine ganz bestimmte Idee kamen? ....

Fanny, ich verstehe Sie sehr gut, wenn sie verärgert sind, dass auf Ihre so klugen und menschlichen Überlegungen, nur eine Art von Parteipropaganda folgt. Auch ich finde das mittlerweile unerträglich. Aber das wird die nächsten Monate so weitergehen. Dass das erste Statement des Kanzlers nach der Krisensitzung eine etwas larmoyante Wahlrede war, lässt Schlimmes befürchten. Dennoch: nicht aufgeben.

28. Mai 2019
17:30
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Moderator 16
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28. Februar 2018
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Liebe Fanny, lieber UwePaul, lieber Amfortas!

Da Sie jetzt mehrfach betont haben, nicht mehr miteinander diskutieren zu wollen, habe ich einen Vorschlag: Tun Sie es einfach nicht mehr und posten Sie keine Beiträge mehr! Sie ersparen mir viel Arbeit damit.

28. Mai 2019
15:44
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Chenier
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28. Februar 2018
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Nein, Fanny, sorry, habe ich wirklich unbeabsichtigt vergessen, richtige und wichtige Ergänzung, natürlich.

28. Mai 2019
14:51
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Amfortas
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7. Mai 2019
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"Wieso lesen Sie nicht einfach die Kronenzeitung?"

Ich lese die Kronenzeitung genau so wie andere Tageszeitungen auch.

"... das Dennunzieren und Lächerlich-Machen politischer Gegner wurde erst von der Haider-FPÖ als Mittel zum Zweck ins Spiel gebracht ..."

Ich weiß zwar nicht, wie alt Sie sind und ob Sie sich an die Wahlkämpfe der 60er- und 70er-Jahre noch erinnern. Falls ja, werden Sie wohl kaum ernsthaft behaupten können, man hätte damals mit sanfteren Bandagen gekämpft. Mit Jörg Haider hat in Wahrheit eine ganz andere Entwicklung in der Politik ihren Anfang genommen, nämlich das Ausgrenzen jener, die es wagten, etwas gegen die Konsequenzen linker Politik vorzubringen.

Nicht Haider hat ausgegrenzt sondern er wurde ausgegrenzt, von der SPÖ genau so wie von den Grünen und anderen Linken, die eine Zusammenarbeit mit ihm über Jahrzehnte kategorisch ausschlossen. Gleichzeitig ist mir noch keine einzige Äußerung eines rechten, liberalen oder konservativen Politikers aufgefallen, mit der man dem Andersdenken die moraliche Integrität abgesprochen und deshalb eine Zusammenarbeit kategorisch ausgeschlossen hätte. Wenn Sie andere Informationen haben, dann her damit! Sogar noch bei der letzten Präsidentenwahl konnte ein Van der Bellen ohne Empörung auszulösen sagen, er würde nach einer Nationalratswahl der stimmenstärksten Partei nicht den Auftrag zur Regierungsbildung geben, sollte diese die FPÖ sein. Sie vergleichen also Äpfel mit Birnen, wenn Sie die Haltung der Linken zu den Nicht-Linken mit jener der Nicht-Linken zu den Linken vergleichen.

die sind dann in Lagern "konzentriert"

Auch diese rhethorischen Tricks funktionieren schon lange nicht mehr. Mit der Behauptung, jeder der ein Wort verwendet, das schon die Nazis verwendet haben, sei automatisch ein Nazi, haben sich die Linken nur selbst in Knie geschossen und ihre Intoleranz unter Beweis gestellt. Diese Kampfrethorik ist an Unsachlichkeit schwer zu überbieten und mit der selben Seriosität könnte man sagen, dass Leute, die die SPÖ wählen, gleichzeitig auch den Tod der 70 Millionen Chinesen gutheißen, die durch linkssozialistische Maßnahmen ums Leben kamen, oder die Gulags in Sibirien, die Ausreiseverbote aus sozialistischen Ländern, die Konzentrationslager in Nordkorea, die selbst im Jahr 2019 noch existieren.

"Das Eintreten für ein gerechtes Sozialsystem, für Menschenrechte (ach Gott, schon wieder dieses sentimentale Gefasel!) und Menschenwürde (die unabhängig ist von Hautfarbe, Konfession und Ethnie) sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und hat absolut NICHTS mit einer politischen Ideologie zu tun."

Hier haben Sie meine volle Zustimmung! Aber auch hier werden sie zugeben müssen, dass man in den öffentlichen Diskursen am ehesten den Rechten abspricht, dass sie sich für Menschenrechte und Menschenwürde einsetzen. Stimmt's? 😉 Und ihr Argument in diesem Zusammenhang beweist sogar diese Vermutung. Also wird auch hier "ad hominem" argumentiert, der Andersdenkende als Unmensch verkauft, um damit diskursive Oberhand zu bekommen.

28. Mai 2019
14:31
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Fanny
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Amfortas sagt
@Chenier

"... Advocatus Diaboli ..."

Schon die Tatsache, dass man sich als Anwalt des Teufels fühlt, wenn man abseits dessen denkt, was einem die Medien als politisch korrekt verkaufen, sagt einiges aus. Unsere Meinungsmacher haben in den vergangenen Jahrzehnten ganze Arbeit geleistet. Bis vor wenigen Jahren konnte man nur unter vorgehaltener Hand Kritik an linken Gesellschaftsexperimenten wie Multikulti, Klassenkampf oder antiautoritärer Erziehung äußern, weil man sonst ganz schnell als Rassist oder Neonazi verkauft wurde. Das funktioniert nach dem offensichtlichen Scheitern all dieser linken Projekte nun zwar nicht mehr, aber weiterhin wird mit massiver medialer Einflussnahme der Eindruck vermittelt, man wäre moralisch weniger Wert (oder gar mit dem Teufel im Bunde), wenn man nicht brav das für richtig hält, was in linken Parteibüros oder Redaktionsstuben ausgearbeitet wurde. Weit haben wir es gebracht in einem Kulturkreis, der die Aufklärung erfunden hat!  

Wieso lesen Sie nicht einfach die Kronenzeitung? Da steht genau das drinnen, was Sie so gerne lesen wollen, und mit Jeannée & Co könnten Sie sich wunderbar über die linkslinke Weltverschwörung austauschen! Und der patriotische Geist der Leserbriefe müsste Sie doch im tiefsten Inneren erwärmen. Aber dieses Revolverblatt passt natürlich nicht in Ihr liebstes Perpetuum mobile, nämlich das von der linken Pressediktatur. Tut mir Leid, aber ich sehe für mich keinen Sinn mehr, diese Diskussion fortzusetzen, denn egal, was ich vorbringe, es kommen immer die gleichen Totschlagargumente zurück - und das von jemandem, der behauptet, über den Tellerrand zu schauen. Dass Politik ein schmutziges Geschäft ist, ist ein alter Hut, aber das Dennunzieren und Lächerlich-Machen politischer Gegner wurde erst von der Haider-FPÖ als Mittel zum Zweck ins Spiel gebracht und leider Gottes von den anderen Parteien übernommen. Im Übrigen verstehe ich Ihre Aufregung nicht, denn wie Sie selber so richtig anmerken, ist linke Politik bald nur mehr eine Marginalie in der österreichischen Geschichte. Also freuen Sie sich doch auf eine glorreiche Zukunft, in der Österreich von Ausländern, Andersgläubigen und Andersdenkenden befreit ist (die sind dann in Lagern "konzentriert", wie beruhigend)und nur mehr RECHT(s) und Ordnung herrscht.

lg Fanny

PS: So wie Sie beharrlich auf Fragen/Argumente meinerseits nicht eingehen, die Ihnen nicht in den rechten Kram passen, so beharrlich stellen Sie mich ins linke Eck. Ich habe noch nie links gewählt und sehe aktuell weniger Grund denn je dazu. Ihre Kritik an der verfehlten linken Bildungspolitik teile ich z.B. voll und ganz, aber das wollen Sie sicher weder lesen noch glauben, weil es nicht in die Vorverurteilung meiner Person passt. Aber das ist typisch für die rechte Taktik: Auf keinen Fall die Strategie ändern, selbst wenn Sie sich als fehlerhaft erwiesen hat, denn das verunsichert nur die Gefolgsleute, auf Gegenpositionen nicht einzugehen, immer stur dasselbe behaupten, immer stur alle Missstände auf ein und dasselbe Feindbild fokussieren, immer den Eindruck erwecken, den einzig Schuldigen für sämtliche Miseren der Gesellschaft/Welt zu kennen und dessen Beseitigung als den Schlüssel zum Eintritt ins irdische Paradies zu verkaufen. Immer dieselbe Masche, die leider immer wieder zum Erfolg führt. Das Eintreten für ein gerechtes Sozialsystem, für Menschenrechte (ach Gott, schon wieder dieses sentimentale Gefasel!) und Menschenwürde (die unabhängig ist von Hautfarbe, Konfession und Ethnie) sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und hat absolut NICHTS mit einer politischen Ideologie zu tun.

lg Fanny

28. Mai 2019
14:02
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Amfortas
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@Fanny

"... Hype-Alpe-Adria ..."

Sie haben bei Ihrer Anspielung vergessen zu erwähnen, dass die Haftungen der Hypo-Alpe-Adria durch die FPÖ, SPÖ, ÖVP und die Grünen beschlossen wurden und dass erst durch die Verstaatlichung, die der Hypo-Untersuchungsausschuss als NICHT notwendig eingestuft hatte - also eine typische linkssozialistische Maßnahme - ein enormer Schaden für den österreichischen Steuerzahler entstanden ist.

Aber das Narrativ der Linken zur Hypo ist bezeichnend für die ganze linke Meinungsmache. Wenn man Unfug nur oft genug wiederholt, glauben die Leute irgendwann dran. So wie trotz gleichbleibendem Gini-Index seit Jahrzehnten dennoch die meisten Menschen glauben, der Unterschied zwischen Arm und Reich würde ständig größer werden. Das ist NACHWEISLICH FALSCH, aber wird dennoch von der Mehrheit für zutreffend gehalten. Warum ist das so? Weil die linke Presse hier ganze Arbeit geleistet hat. Die Wahrheit bleibt damit natürlich auf der Strecke, aber um die geht's ohnehin nicht.

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