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Abschiedsbrief an Anna Netrebko | Seite 2 | OnlineMerker | Forum

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Der Moderator des Forums ist gegenüber jedermann völlig weisungsfrei und muss seine Entscheidungen nicht begründen. Ebenso wenig braucht er auf Beschwerden und Zurufe aus dem Forum reagieren.

 

 

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Abschiedsbrief an Anna Netrebko
22. März 2022
17:36
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Also wofür die arme Anna alles herhalten muss.. mamma mia!  Ich gönn es ihr, daß sie genug Kohle angesammelt hat und allen im Geiste wohl ein schönes Zitat aus dem "Götz" übermittelt ( und zwar NICHT das, von Licht und Schatten...LaughLaughLaugh)

18. März 2022
8:58
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Die Vögel des Tods im Zenit.

Wo kommt, Leningrad, der dir hilft? (heute einzusetzen: Mariupol)

 

Und kein Lärm jetzt – es atmet, schwer.

Noch am Leben, lauschts. Hört:

 

Auf dem baltischen Seegrund nachts

Stöhnen seine Söhne im Schlaf,

 

Tief aus seiner Erde nach Brot

Brüllts zum siebenten Himmel hoch…

 

Doch der Himmel versteint, gnadenlos.

Aus den Fenstern blickt ER: Der Tod.

 

(Anna Achmatova, 1942)

3. März 2022
15:44
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Wir sollten uns diesen "Thread" in einem Jahr nochmal anschauen. Wie unten geschrieben: historische Vergleiche ... klingen immer irgendwie falsch. Gerade im Fall Anna Netrebkos scheinen mir die Dinge weniger klar zu sein als bei Gergiev, gegen den es schon vor Jahren Demos beim Beethovenfest in Bonn gab (nicht im Saal, aber vor der Tür). Ich habe noch keine Anti-Netrebko-Demo gesehen.

3. März 2022
13:11
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Chenier
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28. Februar 2021
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So krass und fast endgültig wie Sie würde ich die Bruchlinie in der Kultur nicht sehen. Man sollte auch nicht vergessen, dass sich AN und einige andere in der Befangenheitsfalle befinden. Auf der einen Seite ist es ihre Heimat und ihr "Haberer", ihr Mäzen, auf der anderen Seite verhält er sich wie ein kriegslüsterner Despot. Aus dieser kognitiven Dissonanz herauszukommen, ist schwierig, ohne jetzt irgend jemanden verteidigen zu wollen.

2. März 2022
18:33
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Robert59
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2. März 2022
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Aufruf zu Beiträgen für eine Texte-Sammlung
Stimmen gegen den Krieg der IG Autoren vom 2.3.2022

 

Liebe Anna,

wir hatten eine schöne Zeit, aber ich fürchte wir werden uns jetzt längere Zeit nicht mehr sehen. Man könnte sagen, so ist das Leben, so ist es in Zeiten des Krieges, wenn zwei Menschen plötzlich auf unterschiedlichen Seiten aufwachen. Aufgewacht bin ich am 24. Februar.
Abschiedsbriefe sind wie Beileidsbekundungen oft mit Floskeln gespickt, wer weiß schon was er in so einer Situation sagen soll. Eines ist klar: Das ist eine Trennung, nichts anderes. Bei jeder Trennung ist die Schuldfrage auch eine Frage der Perspektive.
Wir haben uns nicht gut gekannt, begegnet sind wir uns ja wirklich nur zwei Mal, mit Abstand natürlich, einmal als Du damals mit dem Rad in Salzburg zu einer Signierstunde gekommen bist und dann in der Staatsoper, als ich mir ein Herz auf die Rückseite meiner rosa Krawatte malen ließ. „Are you sure?“ hast Du damals gesagt. Ich war sicher, denn es war aufregend Dir zuzuhören.
Bei jeder Trennung stellt sich die Frage, war alles falsch? Wer kann das schon sagen, aber jetzt berührt zu sein, wenn jemand im Schnee friert und sich zu Tode hustet, wenn andernorts wirklich gestorben wir, nicht durch Krankheit, sondern durch einen Krieg, das würde ich nicht ertragen.
Selten führt ein ganzes Volk einen Krieg, manches Mal passiert es, dass ein Volk aufwacht und sich wehrt so ist das heute in der Ukraine.
Niemand verlangt eine Verdammung Deiner Heimat, Deiner Kultur, Deiner Geschichte, aber wer sich gegen so eine Anmaßung wehrt, der sollte nicht vergessen, dass Kriege nicht ausbrechen, sondern begonnen werden und es ist gleichgültig ob die Entscheidung auf einem langen oder kurzen Tisch gefällt wird und es ist gleichgültig welche Fahne dahinter weht.
Dieser Krieg ist nicht ausgebrochen, sondern wurde angeordnet und die Begründung ist so abstrus wie manches Libretto einer Oper. Die Folgen sind leider im Leben anders als auf der Bühne, wo nach jedem Tod eine Verbeugung folgt.

Mit historischen Vergleichen ist es wie mit Beileidskundgebungen, sie klingen immer irgendwie falsch. Einen Fehler einzugestehen ist nie leicht, aber die Heimat ist sehr oft bei jenen, die nicht geachtet, die vertrieben sind, Dein Land hat dafür viele Beispiele geliefert. Ich will die Erinnerung nicht auslöschen, denn das haben andere gemacht. Memorial ist Geschichte und der millionenfache Tod soll nicht mehr gedacht werden, so wird es in Deinem Land verlangt, so wird es angeordnet.  

So bleibt mir nur Adieu zu sagen. Wer weiß ob wir uns je wiedersehen. Vielleicht, wer weiß, auch wenn ein Happy End so unwahrscheinlich ist wie wenn die Böswichte in die Hölle fahren.

Robert

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