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FEUCHTWANGEN/Franken: KONZERT CHRISTIANE KARG und das ELIOT QUARTETT

Sommernachts-Stimmung in Franken   

28.07.2020 | Konzert/Liederabende

Christiane Karg - Foto Gisela Schenker
Christiane Karg. Foto: Gisela Schenker/CD-Cover

Feuchtwangen: Christiane Karg und das Eliot Quartett – 26.7.2020

Sommernachts-Stimmung in Franken   

Im hübschen Städtchen Feuchtwangen an der Romantischen Strasse, wo im stimmungsvollen Kreuzgang seit gut siebzig Jahren die Kreuzgangspiele stattfinden, ist auch die renommierte Sopranistin Christiane Karg zuhause. Sie hat aus Dankbarkeit zu ihrem Heimatort ein eigenes Festival unter dem Namen KunstKlang ins Leben gerufen, wo sie als Künstlerische Leiterin höchst originelle Kammerkonzerte präsentiert. In Ergänzung zum Corona-bedingten Sonderprogramm der Kreuzgangspiele hat sich die Künstlerin zu drei zusätzlichen Konzerten entschlossen.


Eliot Quartett. Foto: Eliot Quartett

Am 26.7. fand unter dem Titel „…oder soll es Tod bedeuten?“  ein anspruchsvoller Abend mit acht Liedern und einem Fragment von Felix Mendelssohn Bartholdy nach Gedichten von Heinrich Heine in der Bearbeitung und verbunden mit sechs Intermezzi von Aribert Reimann statt. Anstelle des Klavierparts übernahm nun also das Eliot Quartett den von Aribert Reimann zum Streichquartett ausgebauten Instrumentalsatz. Die einzelnen Mendelssohn-Lieder wurden mit Instrumental-Zwischenspielen von Reimann zu einem Zyklus verbunden.

Durch diese Bearbeitung, die nichts von der Magie Mendelssohns wegnahm, sondern im Gegenteil auf diese Weise die Verwandtschaft zur geheimnisvollen Musik zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ umso deutlicher hervorhob. Christiane Karg sang die Mendelssohn-Lieder mit wunderschönem silbrigen Sopran, fein und rein, schlank im Ton und musikalisch geschmackvoll phrasiert, unsentimental und authentisch in der Interpretation.

Zuvor hatte das junge, mit vielen Preisen ausgezeichnete Eliot Quartett mit Beethovens erstem Streichquartett (op. 18,1) eröffnet und sich damit als hoch qualifiziertes Instrumental-Ensemble ausgezeichnet. In schöner Ausgewogenheit zwischen den Erkenntnissen der Aufführungspraxis und mit dosiertem Vibrato gelang dem Eliot Quartett eine in allen Belangen hervorragende Interpretation des genialen Frühwerks von Beethoven.        

John H. Mueller

 

 

 

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