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DON’T TAKE YOUR GUNS TO TOWN Johnny Cash und die Amerikaner in Landsberg 1951 – 1954

30.09.2015 | buch, CD/DVD/BUCH/Apps

Johnny_Cash_Cover1 DON’T TAKE YOUR GUNS TO TOWN
Johnny Cash und die Amerikaner in Landsberg 1951 – 1954

Edith Raim und Sonia Fischer (Hrsg.)

152 Seiten, Broschur mit zahlreichen Abbildungen
Euro 12,90 / ISBN 978-3-86222-197-4 / VOLK Verlag

„Don’t Take Your Guns To Town“: So heißt ein berühmter Song von Johnny Cash. Das Lied spielt irgendwo im Wilden Westen, entstanden ist es in Landsberg am Lech im westlichen Oberbayern. Von 1951 bis 1954 war Johnny Cash auf dem Truppenstandort Penzing stationiert. Als ausgebildeter Funker war er Abhörspezialist der 12. Mobilen Funkschwadron auf der Landsberg Air Base. Diese Einheit war darauf spezialisiert, die Morsesignale des sowjetischen Funkverkehrs abzuhören. Hier soll er im März 1953 als erster Mensch im Westen die Nachricht von Stalins Tod aus dem Äther gefischt haben.

Nach seiner Rückkehr in die USA begann Johnny Cash eine Weltkarriere als Sänger und Musiker. Um seine Zeit in Landsberg ranken sich zahlreiche Geschichten, von denen wohl einige ins Reich der Legende gehören. Als gesichert gilt jedoch, dass der wohl berühmteste Countrysänger der Welt als Neunzehnjähriger seine erste Gitarre im Musikhaus Ballach in Landsberg am Lech kaufte und dass er auf dem Truppenstützpunkt seine erste Band gründete: die „Landsberg Barbarians“, eine leicht zu erkennende Anspielung auf die in Landsberg verlegte Truppenzeitung „The Landsberg Bavarian“.

Als junger Soldat erlebte Johnny Cash in Landsberg ganz Ähnliches wie zahlreiche andere Amerikaner, die sich wie er bei der Army verpflichteten, über Bremerhaven nach Deutschland kamen und in Westdeutschland meist für drei Jahre Dienst taten. Sein Lebensweg zwischen 1951 und 1954 steht stellvertretend für Hunderttausende von GIs, die in Deutschland mit Heimweh kämpften und mit den „German Fräuleins“ tanzten. Die amerikanischen Soldaten brachten aber auch den „American Way of Life“ ins Nachkriegsdeutschland: Ihr als lässig und besonders männlich empfundenes Auftreten fand ebenso seine Nachahmer wie ihre Frisuren, ihre Kleidung und ihre Musik.

Das Buch mit bislang unveröffentlichten Fotografien Johnny Cashs aus Privatbesitz erscheint als Begleitpublikation zur Ausstellung „Don’t Take Your Guns To Town“, in der das Stadtmuseum Landsberg die amerikanische Truppenpräsenz und Johnny Cashs Stationierungszeit von 1951 bis 1954 in Landsberg thematisiert. (Info-Volk-Verlag)

 

 

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