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Dienstag, 1. JÄNNER 2019

31.12.2018 | Allgemein, Tageskommentar

 

Gute Nachrichten von Anton Cupak, der am Telefon schon sehr lebendig klingt. Also gehen wir vom Online Merker zuversichtlich in das Jahr 2019! Und unsere Leser hoffentlich auch.

BLICK NACH VORNE:  ÖSTERREICHISCHER NACHWUCHS

Neue Jahre haben es an sich, dass  man nicht nur die guten Vorsätze fasst, die man doch nie einhält, sondern auch hoffnungsvoll in die Zukunft sieht. Und da tut sich einiges beim musikalischen Nachwuchs hierzulande. Haben wir erst gestern berichtet, dass Christian Spitzenstätter, der erst 23jährige Tiroler Komponist aus Wörgl in Tirol, in Erl seine Oper „Stillhang“ erfolgreich zur Uraufführung bringen konnte, so liest man im Oberösterreichischen Volksblatt heute, dass der 27jährige Tobias Wögerer, der aus einer Wilheringer Musikerfamilie stammt, Assistenz-Dirigent des renommierten, von Claudio Abbado gegründeten Wiener Gustav Mahler Jugendorchesters geworden ist. Dass seine „Job“-Vorgänger Franz Welser-Möst oder Patrick Lange hießen, beweist nur, welch hervorragendes „Sprungbrett“ er da erklommen hat.

PARIS:  ELINA GARANCA SAGT DIE DIDO AB

Neulich hatte ich Gelegenheit, Dominique Meyer zu fragen, warum denn Elina Garanca in der Wiener Aufführung von „Les Troyens“ nicht die Dido gesungen hätte, wie eigentlich vorgesehen. Er musste antworten: „Ich weiß es nicht.“ Offenbar ist sie ihm eine Begründung schuldig geblieben. Immerhin war sie in der Rolle nun in Paris angesetzt. Aber die Premiere findet „aus gesundheitlichen Gründen“ ohne sie statt. Ist ja auch kein Beinbruch, wenn ein Sänger darauf kommt, dass er eine Rolle nicht kann, nicht mag – die Netrebko hat es ja auch schadlos überstanden, allerorten zu erklären, dass sie die „Norma“, für die sie angesetzt war, nicht singen wird. Die Pariser Oper hat als Ersatz  Ekaterina Semenchuk geholt (sie war, wie erinnerlich, die Salzburger Azucena und danach Amneris neben der Netrebko), und wir können verspätet auch dabei sein, da arte die Aufführung senden wird.

Und was Elina Garanca betrifft, so ist sie hoffentlich gesund, wenn wir sie ab Mitte März für ihre erste Wiener Santuzza erwarten.

SORRY, NICHT JEDER IST ANTON CUPAK

Dem Begriff „24/7“ (Twentyfour – Seven) begegnet man vor allem in den USA. Er besagt, dass ein Laden 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche geöffnet ist, zu Deutsch schlicht: „Rund um die Uhr“. So wie Anton Cupak seine Arbeit am Online-Merker auffasst, immer im Dienst, immer am Computer, an den Mails, den neuen Meldungen, auf der Suche, was die Medien bieten. Das kann nicht jeder. Wer in die Oper und ins Theater und auch noch ins Kino geht, wer gerne liest und über all das schreibt, der hat nicht so viel Zeit. (Abgesehen von Kochen, Einkaufen, Bügeln und Hausfrauen-Alltag.) Darum also nur kurz das Wichtigste, wobei im Moment glücklicherweise gar nicht so viel „los“ ist. Und Warten auf Anton Cupak, nach dem sich die Leser, wie man auch im Forum nachlesen kann, schon sehnen.

DAS WÄRE SCHÖN…

Und noch eine kleine Überlegung zum Neuen Jahr. Der 63jährige chinesische Schauspieler Chow Yun-Fat kam zwar, als er in „Anna und der König“ spielte, nicht an seinen Vorgänger (Yul Brynner in „The King and I“) heran, aber wer hätte das schon geschafft? Immerhin hat er im Laufe seiner Karriere, die auch viele Hongkong-Filme umfasste, ein bemerkenswertes Vermögen von gut 600 Millionen Euro lukriert – und das will er nun spenden. Zu Lebzeiten. Alles.  Mit der Begründung:  „Geld ist nichts, was ich für immer besitzen kann. Wenn man eines Tages nicht mehr da ist, muss man es anderen überlassen, um es zu nutzen.“ Ich hoffe, dass sein Geld die wahren Bedürftigen erreicht – und dass sich vielleicht ein paar Milliardäre ein Beispiel nehmen? Ein bißerl was von ihrem Überfluss abgeben – sie würden wahrscheinlich nicht einmal den Unterschied merken? Na, träumen wird man ja noch dürfen…

Renate Wagner

 

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