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AUGUSTINUS & HÖCHSTEN HEILES WUNDER von Enjott Schneider – Sacred Music Vol. 12

04.12.2015 | cd, CD/DVD/BUCH/Apps

augustinus AUGUSTINUS & HÖCHSTEN HEILES WUNDER von Enjott Schneider – ENJOTT SCHNEIDER/Sacred Music Vol. 12 – CD BR Klassik ACD 3033 – Empfehlenswertes Hörerlebnis! – Münchener BACH-CHOR und BACH-ORCHESTER, Leitung: Hansjörg Albrecht. Solisten: Julia Sophie Wagner (Sopran), Bernhard Berchtold (Tenor), Daniel Ochoa (Bariton). Der Münchner Enjott Schneider ist zum einen Komponist für Konzertsaal und Musiktheater, zum anderen Komponist für Film (Schindlers Liste!) und Fernsehen (mit dem Soundtrack zum Film „Herbstmilch“ unter der Regie von Joseph Vilsmaier begann in den 1980er Jahren die Erfolgswelle in diesem Genre). Ebenso ist er auch Pianist, Organist, Dirigent und Musikwissenschaftler. – Dass er ein umfangreiches Œvre an geistlicher Musik geschaffen hat, zeigt die nunmehr schon 12. Folge an geistlichen Kompositionen Schneiders auf BR Klassik. Zwei besonders interessante Werke wurden im Konzert am 30.1.2015 in der Herz-Jesu-Kirche München als Umrahmung von Johann Sebastian Bachs Kantate „Lobe den Herrn, meine Seele“ aufgeführt und in gewohnt brillanter BR-Qualität mitgeschnitten. HJ_Albrecht_NJ_Schneider  Schneider und Albrecht mit der Partitur (br/enjott.com) Zu den Werken: „AUGUSTINUS“, Oratorium für Sopran, Tenor, Bariton, Chor und Orchester. Enjott Schneiders Oratorium „Augustinus“ ist aufgrund seiner großen Verehrung für den antiken Autor zum 50. Jubiläum der Pfarrei St. Augustin in Ingolstadt entstanden, wo es 2009 uraufgeführt wurde. Ein Zitat von Augustinus lautet „Gott wohnt im Inneren des Herzens“, ein zentraler Satz, der Schneider fasziniert und den er deshalb zum Hauptsatz seines Oratoriums gemacht hat. >> Weitere Info und Hörbeispiele: http://www.enjott.com/musik/augustinus-oratorium-fuer-sopran-tenor-bariton-chor-und-orchester/ „HÖCHSTEN HEILES WUNDER“ für Streicher und Tonband – HOMMAGE AN RICHARD WAGNER – Meinem unermüdlichen Mitstreiter Hansjörg Albrecht herzlich gewidmet. Das Werk, uraufgeführt  2013 in der Kathedrale von Brixen (Italien), ist deutlich in drei Teile gegliedert: Heilige „Gralsklänge“ und Zuspielungen tiefer Glockentöne aus dem christlich-kirchlichen Bereich evozieren im Eröffnungsteil eine transzendente Sphäre, aus der dann eine wagnerartige Paraphrase mit melodischen Kantilenen erwächst: zwei Motive aus dem „Parsifal“ sind notengetreues Zitat (das „Gralstrauermotiv“ und das „Tor-Motiv“), ansonsten mäandert die Komposition durch die von Wagner geschaffene Idiomatik. Wie in einem musikalischen Irrgarten meint man Wege zu kennen, die sich jedoch stets der Erkennbarkeit wieder entziehen. Den Schluss bilden wiederum „Gralsklänge“, zu denen nun buddhistischer Glockenklang und Ritualatmosphäre zugespielt wird – ein Klanghinweis an die vielen buddhistischen Elemente, die Wagner religionsphilosophisch in seinem „Parsifal“ untergebracht hat.  >> Weitere Info und Hörbeispiele: http://www.enjott.com/musik/hoechstes-heiles-wunder-hommage-an-richard-wagner/ Die bereits in der Überschrift ausgesprochene Empfehlung bezieht sich aus meiner Sicht ganz besonders auf die Wagner-Hommage. Für jene, die mit Wagners „Parsifal“ vertraut sind, ist dies ein ergötzliches Schmankerl. D. Zweipfennig   00_Rueckseite  

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513Ou8n+gLL._SL500_AA240_  Eine weitere CD mit noch mehr Natursounds enthält die CD „ERDGEBUNDEN“ – Wergo CD 5112 2

u.a. Enjott Schneiders Sinfonie Nr. 7 „Dunkelwelt Untersberg“

 

 

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