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9. SEPTEMBER 2020 – Mittwoch

09.09.2020 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: Wir haben „unsere“ Elektra wieder! Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Renate Wagner eröffnet ihre Rezension wie folgt:

Opernfreunde können sich ja so herrlich aufregen und den Direktoren so vieles übel nehmen. Als Dominque Meyer die Harry Kupfer-„Elektra“ entsorgte, ein Inszenierungs-Juwel des Hauses (und das mit dem wackeligen Vorwand, das Stück könne „nicht aufgebaut“ werden – na, dann baut es halt neu!), hat sich der vorige Direktor viel Zorn zugezogen (und das zu Recht). Unter dem Motto „Ich mache alles richtig, ich mache alte Fehler gut“, hat Bogdan Roscic nun seinerseits die Uwe-Laufenberg-Aufzug-„Elektra“ (die spielte nämlich in einer Art Folterkeller), die Meyer als Ersatz bot, seinerseits weggeworfen – und Harry Kupfer hervorgeholt. Wiederaufnahme! Ja! Und was für eine!

Nachdem man im Sommer im Salzburg (wenn auch vielleicht nur auf dem Fernsehschirm) gesehen hat, welch haarsträubenden, willkürlichen, sinnlosen Blödsinn Regisseure mit dem Stück (und nicht nur diesem) anstellen können, kehren wir zurück zum gesunden, wunderbaren Theaterverstand eines Harry Kupfer, der Werk und Vision in einem auf die Bühne stellen konnte…

...Und das erzählt sich zur Geschichte, zur Musik, aus den Figuren. Kein Schnick-Schnack, kein Blödsinn, keine angeberische Über-Interpretation. Einfach das Werk und der Theaterverstand eines großen Regisseurs /Friede seiner Asche), dessen man nur in aller Ehrfurcht gedenken kann, glücklich darüber, so viel von ihm gesehen zu haben.

Man erlebte an diesem Abend die drei weiblichen Hauptrollen in für Wien neuen Besetzungen. Wenn man – und das muss einfach erlaubt sein – die eigenen Erfahrungen mit „Elektra“-Besetzungen zugrunde legt, dann erreichte keine von ihnen die hundert Prozent (was bei diesem Teufelswerk natürlich schwer ist, aber doch, wie man weiß, zu schaffen). Das bezieht sich besonders auf die Titelheldin. Man hat Ricarda Merbeth in Bayreuth und anderswo zugesehen, wie tapfer und entschlossen sie sich zu den Hochdramatischen hoch gearbeitet hat, bis Isolde und Turandot, bis Brünnhilde und Elektra (in Wien waren Salome und Leonore, Senta, Elsa und Elisabeth bisher das „Anspruchsvollste“). Schon die ersten Töne zeigten, dass das keine Elektra des verlangten hochdramatischen Zuschnitts ist (wobei man konzedieren muss, dass der Dirigent punkto Lautstärke keinerlei Zugeständnisse machte). Ricarda Merbeth schaffte gelegentlich die eine oder andere Wahnsinnshöhe, meist aber gewaltsam, mit Mühe, wie sie überhaupt im Grunde unsicher wirkte, aber das mag viele Ursachen haben (sie sang die Rolle erstmals in dieser Inszenierung). Einige der raffinierten hohen Piano-Passagen, die Strauss verlangt, gelangen gut, darstellerisch hingegen blieb bei mancher zentralen Stelle („Bist doch selber eine Göttin!“) auch darstellerisch vieles unerfüllt. Da ist noch einiges zu erreichen…

Zum Bericht von Renate Wagner

WIEN / Staatsoper: ELEKTRA von Richard Strauss

Wiederaufnahme – 66. Aufführung in dieser Inszenierung, 8. September 2020

Uwe Eric Laufenbergs einengende Kohlenkeller-Inszenierung samt Paternoster-Aufzug ist endlich entsorgt, die Wiederaufnahme von Harry Kupfers oft genug nachgetrauerter Inszenierung aus dem Jahr 1989 bietet den insgesamt 22 mitwirkenden Sängerinnen und Sängern wieder genügend Raum zur Entfaltung ihrer stimmlichen und darstellerischen Bestimmung, der sie mit wechselndem Geschick nachkommen…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Wiener Staatsoper: Madama Butterfly. Nun ist ein weiterer Bericht online

Asmik Grigorian. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

..Die Künstler samt Orchester mussten an diesem Premierenabend erst einmal „warm“ werden – und vor allem im ersten Akt war das noch deutlich zu spüren. Das unüberhörbare Metall in der Stimme von Asmik Grigorian wird sich aber wahrscheinlich auch in den Folgevorstellungen nicht verflüchtigen. Es verleiht der Figur tragische Größe, ist für die kindliche Cio-Cio-San des ersten Aktes aber weniger geeignet. Zudem fehlte es dann doch am gesanglichen Differenzierungsvermögen (genauso wie dem Shootingstar-Pinkerton Freddie De Tommaso). Grigorian gewinnt der „Butterfly“ wenig sentimentale Gefühlsregungen ab, vielmehr geht es ihr ums „Ganze“ – und das mit einem Heroismus, der deutlich aus ihrer, in den Höhen einige Male schon strapazierten Stimme spricht. Sinnlich ist dieser Sopran nicht, mehr eine Kämpfernatur. Eine zunehmende Verhärtung im Leiden durchzog dieses Rollenbild: Dieses Schicksal soll erschüttern, aber es will nicht bemitleidet werden…

Zum Bericht von Dominik Troger/ www.operinwien.at

Dominik Troger geht manchmal auf Stehplatz (der sich in Coronazeiten zum Sitzplatz wandelt) und kann daher aus eigener Erfahrung darüber berichten:

…Laut Aushang werden 183 nummerierte Stehplätze verkauft. Das Anstellen erfolgt wie gewohnt operngassenseitig. Bei Beginn des Kartenverkaufs wird blockweise der Zugang zur Kassa gewährt. Der Praxistest am Eröffnungsabend zeigte, dass der Verkauf unter den aktuellen Bedingungen seine Zeit in Anspruch nimmt (der eingesetzte Farbdrucker ist auch nicht der schnellste). Ich war etwa der 30. in der Warteschlange und bekam mein Ticket erst um 18:20 Uhr. Ob man es geschafft hat, bis Vorstellungsbeginn um 19.00 noch alle Wartenden mit Karten zu versorgen? Die Lösung mit den Sitzplätzen auf dem Stehplatz erwies sich zumindest für die Galerie Mitte als praktikabel. Aus den drei Stehplatzreihen hat man zwei bestuhlte Reihen gemacht, das Geländer zwischen der erster und der zweiten Reihe ist entfernt worden. Ein Mund-Nasen-Schutz musste im Foyer, aber nicht während der Vorstellung getragen werden. Je nach behördlichen Auflagen kann sich das in Zukunft natürlich ändern.

Das erste, was einem ins Auge fällt, sind die neuen Programmhefte, das neu gestaltete Publikumsmagazin, das veränderte Layout der Plakate. Der Titel des gespielten Werkes wird jetzt immer rot gedruckt. Die Zeiten des „elitären“ Meyer’schen Goldglanzes sind vorbei…

Auch Herr Karl S. war auf Stehplatz und kann folgende Bemerkungen beitragen. Bevor wir uns wieder anschnautzen lassen, sei bemerkt, dass wir zur Verbesserung des Zustandes beitragen, nicht stänkern wollen. Denn für viele Opernfreunde sind wir die erste Anlaufstelle:

Zu Ihrer heutigen Bemerkung über den Stehplatz Verkauf hier meine Beobachtung. Sowohl bei Butterfly als auch gestern gab es Probleme. Es werden 8 Leute eingelassen. Die Bearbeitung dieser dauert im Schnitt 20-25 Minuten. Bei Butterfly waren in der Schlange etwa 80 Interessenten. Etwa die Hälfte musste weggeschickt werden, weil um 19 Uhr der Verkauf nur zur Hälfte erledigt war. Die Steh-Sitzplätze auf Balkon und Galerie Seite waren daher komplett leer. Gestern bei Elektra Ähnliches. Auch da wurden Besucher weggeschickt. Da doch ein Großteil der Besucher Ausländer sind, funktioniert das hin und her mit der Bundestheater-Anmeldung (die Touristen sind damit komplett überfordert) überhaupt nicht. Warum außerdem pro Person 2 Karten verkauft werden, erschließt sich nicht. Da ist der Anstellende der Dumme. In dieser Form funktioniert das keineswegs. Das ist komplett unpraktikabel. Was heute beim Domingo Come back los sein wird, wage ich mir nicht vorzustellen. Mehr Infos immer gern. Herzlichen Gruß Karl S.

Wie immer möchte ich fair sein, also gebe ich auch der Beobachtung von Heinrich Schramm-Schiessl Raum:

Lieber Toni!
Bitte korrigieren. Die Angabe von Herrn S., dass Galerie- u. Balkonstehplätze komplett leer waren, stimmt so nicht. Ich bin auf der Galerie gesessen und konnte sehen, dass die Stehplätze im Bereich Mitte und Halbmitte besetzt waren. Lediglich die Plätze auf der Seite waren leer. Zum Balkon kann ich leider nichts sagen.

Was die Dauer des Verkaufs betrifft, so wäre das probate Mittel, die Karten bereits vor Beginn des Verkaufs auszudrucken, so wie man es m.W. früher auch gemacht hat.

Lieber Heinz: Ich weiß nicht, wie der Verkauf wirklich läuft. Aber steht nicht vielleicht der Name auf der Karte? In diesem Fall könnte man nicht vorher ausdrucken, außer der Name wird nachträglich händisch eingetragen.

Endlich wieder große Oper
Bogdan Roščić eröffnete seine Direktionszeit mit Puccinis „Madame Butterfly“
https://www.news.at/a/madame-butterfly-kritik-11655103

Wien
Madama Butterfly“ oder Große Oper im Glanz der Vergangenheit
„Butterfly“: Verbotener Jubel für einen in jeder Hinsicht epischen Auftakt einer neuen Ära an der Wiener Staatsoper.
Wiener Zeitung

„Madame Butterfly“ an der Wiener Staatsoper: Ein vorprogrammierter Erfolg
Nach sechsmonatiger Spielpause konnte die Wiener Staatsoper ihre Spielzeit am Montagabend starten – mit Puccinis „Madame Butterfly“ in der für Wien neuen Inszenierung von Anthony Minghella aus dem Jahr 2005. Mit dabei: Shootingstar Asmik Grigorian in der Titelpartie und der neue Musikdirektor Philippe Jordan. Der Jubel ließ alle Hygieneregeln hinter sich.
Klassik-begeistert

„Madama Butterfly“: Asmik Grigorians bezaubernde Demütigung
Bogdan Roščićs Staatsopern-Direktion startet mit einer bunten „Madama Butterfly“, die sehr viel bieten will
Der Standard

45 JAHRE „OPERNFREUNDE“: PLACIDO DOMINGO, GÜNTHER GROISSBÖCK UND FERRUCCIO FURLANETTO IM „MUTH“ /Augarten

INSTAG(KRAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos

HEUTE AN DER WIENER STAATSOPER: SIMON BOCCANEGRA MIT PLACIDO DOMINGO UND GÜNTHER GROISSBÖCK

Populismus, Ämterschacher, das Voranstellen des Partei­wohls vor das Gemeinwohl, aus privatem Machtkalkül eingegangene politische Bündnisse, die Beeinflussbarkeit einer wankelmütigen Menge – die in »Simon Bocca­negra« durchdeklinierten Themen könnten aktueller nicht sein. Musikalisch zählt Giuseppe Verdis rund 25 Jahre nach der Uraufführung radikal umgearbeitete und 1881 neu vorgestellte Oper zu seinen großen, reifen Spätwerken. Um der vielschichtigen, um Gerechtigkeit und Ausgleich bemühten Titelfigur gewachsen zu sein, bedarf es einer charismatischen Bühnenpersönlichkeit und künstlerischen Autorität: 2009 hat Plácido Domingo, gewissermaßen emblematisch für seine Spätphase, Simon Boccanegra als erste Baritonrolle erfolgreich in sein Repertoire aufgenommen. Mit ihr wird er gleich zu Beginn der Spielzeit an die Wiener Staatsoper zurückkehren. Seinen politischen wie privaten Widersacher Fiesco singt der aus Österreich stammende Bass Günther Groissböck, der mit dieser ebenfalls bedeutenden Verdi-Partie ein Wiener und zugleich internationales Rollendebüt geben wird.

Evelino Pidó dirigiert, Hibla Gerzmava singt die Amelia, Najmiddin Mavlyanov den Gabriele Adorno

Bundestheater: Andrea Mayer bestellt die Ehefrau ihres Ex-Chefs
Die Aufsichtsräte im Bundestheaterkonzern werden neu bestellt. Auf der Liste finden sich viele illustre Namen.
Kurier

Ist es ein Skandal? Nein, ein Skandal ist freilich, wenn es in diesem Fall kein Skandal ist, in einem anderen aber schon – je nachdem, wer es macht.

Wie diese Bestellung erfolgt ist, weiß ich ganz genau (ich kenne die „Seilschaft“, weiß, wer wen zuerst gepusht hat). Aber da zuviel Wissen ungesund ist, behalte ich es besser für mich!

NEUER AUFSICHTSRAT FÜR DIE BUNDESTHEATER – mit einigen sehr bekannten Namen

Holding, Burgtheater, Staatsoper Volksoper und Art for Art bestellten neue Aufsichtsratsmitglieder für die Holding. Als  prominentester Neuzugang fällt Ex-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein als Vorsitzende  des Aufsichtsrats der Bundestheater-Holding auf.

Im Aufsichtsrat des Burgtheaters sind u.a. Doris Schmidauer, Ehefrau von Alexander Van der Bellen, dem früheren Chef der Staatssekretärin, und Bettina Hering, Schauspielchefin der Salzburger Festspiele. Muth-Direktorin Elke Hesse, Banker Andreas Treichl und Clemens Jabloner (Vorsitzender des Restitutionsbeirats) stoßen zum Aufsichtsrat der Wiener Staatsoper. Neuzugänge in der Volksoper ist mdw-Rektorin Ulrike Sych. Zum Aufsichtsrat bei Art for Art stößt unter anderem Cornelia Lamprechter ( Mumok) und Nora Schmid, Intendantin der Grazer Oper.

Auffallend auch, dass Finanzminister Blümel (ÖVP) den Grazer Theater-Konzern-Leiter Bernhard Rinner (ÖVP) in den Aufsichtsrat der Holding bestellte.

Wien/ Bundestheater
Bundestheater: Nach Eklat um Axel Spörl ist Petra Höfinger Chefin
Bestellung. Die ehemalige Postbus-Managerin war bereits nach der ersten Ausschreibung in der engeren Wahl. Am Dienstagvormittag stellte Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer die ehemalige Postbus-Managerin Petra Höfinger als neue Geschäftsführerin der Bundestheater-Servicegesellschaft „Art for Art“ vor. Höfinger, 1969 in Wien geboren und in Hollabrunn aufgewachsen, wird die Geschäfte von Josef Kirchberger, der in Pension geht, Mitte Oktober übernehmen.
Kurier

München/ Nationaltheater
Voll überschäumender Fantasie
Jonas Kaufmann mit Schubert im Nationaltheater
pressreader

JONAS KAUFMANN IN BUDAPEST – EIN VIDEO

 

ZUM VIDEO

Der Spielplan der Bayreuther Festspiele für nächstes Jahr steht fest:
Geplant seien eine Neuproduktion des „Fliegenden Holländer“, der „Lohengrin“, die „Meistersinger von Nürnberg“ und auch der „Tannhäuser“, der eigentlich erst 2022 wieder aufgeführt werden sollte. „Das ist die jetzige Beschlusslage“, sagte Georg Freiherr von Waldenfels, Vorsitzender des Verwaltungsrats, am Dienstag. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nächstes Jahr Festspiele in Bayreuth haben werden. Was in Wien, Salzburg und Zürich möglich ist, sollte auch in Bayreuth durchführbar sein.“
Donau-Kurier

Willy Decker wird 70: Bis in die Fingerspitzen
Mit seiner Inszenierung von Verdis „La Traviata“ machte er Anna Netrebko und Rolando Villazón zu Stars. Doch er selbst liebt die Stille der Zen-Meditation. Jetzt wird der Opernregisseur Willy Decker siebzig Jahre alt.
Frankfurter Allgemeine

Kultur in Corona-Zeiten Leere Ränge, kurze Opern, keine Küsse
https://www.tagesschau.de/kultur/corona-theater-101.html

Dortmund: Klassik in Corona-Zeiten: Die Grenze des Menschenmöglichen
In Dortmund beginnt die Spielzeit mit zwei Abenden in der Oper und im Konzerthaus. Einem sieht man die Geburt aus der Not an. Der andere endet in kosmischem Jubel.
Sueddeutsche Zeitung

BADEN/ CONGRESS-CASINO: DONNERSTAG SAISONAUFTAKT MIT PAUL ARMIN EDELMANN . „Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen“ (2 Konzerte morgen, Donnerstag)

 

Stimmung – Wien Modern 33
29.10.–29.11.2020

 

Die 33. Ausgabe des Festivals Wien Modern präsentiert vom 29.10. bis 29.11.2020 insgesamt 104 Veranstaltungen an 32 Spielstätten in neun Wiener Gemeindebezirken. 44 Produktionen mit 85 Aufführungen laden unter dem Titel «Stimmung» zum Eintauchen in eine Welt neuer Tonsysteme, radikal getunter Farbpaletten und besonderer Musikinstrumente.

Das Eröffnungskonzert findet am 30.10. im Wiener Konzerthaus statt. Das detaillierte Programm ist ab sofort online unter www.wienmodern.at, der Vorverkauf läuft ab heute.

Buchbesprechung

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Eva M. Stöckler & Agnes Brandter (Hg.)
„… dauert ewig schön und unveraltet …“
Johann Michael Haydn – kein vergessener Meister!
234 Seiten, Hollitzer Wissenschaftsverlag, 2020

Jüngere Brüder stehen nun einmal im Schatten der berühmten älteren, mögen ihre eigenen Leistungen noch so bemerkenswert sein. Manche Musikwissenschaftler meinen beispielsweise, Josef Strauß sei im Vergleich zu Johann jr. der begabtere Komponist gewesen… Über dem Glanz, der von dem Namen Joseph Haydn ausgeht, hat man auf dessen Bruder „Michael Haydn“ (eigentlich Johann Michael) in der Nachwelt fast vergessen. Zu Unrecht, wie man gerne glauben mag. Ein Band, den die Bundesländer Niederösterreich und Salzburg nun dem anderen Haydn widmen, stellt dessen Bedeutung ins volle Rampenlicht.

Das Buch mit dem etwas pompösen Titel „… dauert ewig schön und unveraltet …“- Johann Michael Haydn – kein vergessener Meister! ist keine Biographie im üblichen Sinn, sondern ein Sammelband, in dem Historiker und Musikwissenschaftler das Leben des „Salzburger Haydn“ (wie er von seinem in seinen späten Jahren weltberühmten Bruder abgegrenzt wurde) umkreisen. Natürlich erfährt man auch viel Biographisches über den Mann, der als zweiter von drei Söhnen der Haydn-Familie überlebte: Auf Franz Joseph, geboren 1732, folgten Johann Michael 1737 und dann noch Johann Evangelist im Jahre 1743. Alle Buben waren hoch musikalisch und hatten schöne Singstimmen, aber nur der letzte machte als Tenor seine Stimme zum Beruf. Ein sehr schöner Artikel von Herausgeberin Agnes Brandtner, „Kind sein in Rohrau“, schildert die Kindheit der Haydn-Buben mit den mannigfaltigen musikalischen Eindrücken, in deren Dunstkreis sie aufwuchsen…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

WIENER BURGTHEATER: Premieren im Oktober  

 

Vestibül & Mobil
04.10.2020, 16.00 Uhr

Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin (Österreichische Erstaufführung)
Roland Schimmelpfennig frei nach Hans Christian Andersen

Burgtheaterstudio, für alle ab 6

 Kindergeburtstag und Geschenke! Da wird das alte Spielzeug schnell uninteressant – so wie die Figur aus Papier. Und der Zinnsoldat mit nur einem Bein ist auch nicht zu gebrauchen. Sie werden beiseitegestellt – aufs Fensterbrett…

Alle Premieren in diesem Zeitraum finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

Krawatte hat ausgedient
Schlips auf dem Rückzug: Über das Verschwinden eines Kleidungsstücks

 

https://www.mdr.de/nachrichten/panorama/warum-niemand-mehr-schlips-traegt-100.html

Corona-Impfstoff: „Große Gefahren“ bei Entwicklung
Forscher warnen vor Abkürzungen bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19.
https://futurezone.at/science/corona-impfstoff-grosse-gefahren-bei-entwicklung/401024651

Eine Impfpflicht darf es nicht geben, jeder Mensch muss für sich entscheiden, was er mit sich geschehen lässt.  Ich kann da ein Beispiel nennen, das mich selbst betroffen hat.

Vor etwa 30 Jahren ging es mir von einer Minute zur anderen ganz schlecht: Notarzt, Intensivstation, Ratlosigkeit der Ärzte – ich habe das nicht wirklich mitbekommen. In der Ratlosigkeit riefen die Ärzte meine Hausärztin an und die bestätigte,  dass ich kurz vorher wegen einer Kleinigkeit mit Penicillin behandelt wurde. Ich vertrage kein Penicillin, das, was anderen Menschen hilft,  kann bei mir tödlich enden. Dabei tritt diese Allergie gar nicht so selten auf: etwa bei einem von 7000 Patienten.

Ich gehöre auch zu den 2 % der Menschen, bei denen örtliche Betäubung nicht wirkt (ein Kreuzstich schon). Jede Zahnbehandlung war mit unerträglichen Schmerzen oder mit Vollnarkose verbunden. Dafür kann ich einen Doppelliter Wein auf einmal trinken – und spüre nichts, bin auch überhaupt nicht beeinträchtigt und war somit nie in meinem Leben betrunken (das ist auch nicht lustig, schade um das Geld). Ins Röhrl blasen darf ich dann freilich nicht, das Röhrl lässt sich nicht überlisten!

Drogen? Rausgeworfenes Geld. Das funktioniert bei mir überhaupt nicht! Zum Glück, sonst käme ich vielleicht noch auf blöde Gedanken. Mein damaliger Lehrling, ein guter Tischler aber auch Dealer, hat etwas besorgt – und ich habe schon geglaubt, dass er mich gelinkt und mir aus Menschenliebe wirkungsloses Klumpert verkauft hat. Aber eine Freundin, die mich zu diesem Experiment überredet hat (sie wollte es einmal im Leben versuchen und wusste keine Möglichkeit, an das Zeug ranzukommen) , ist bei der Hälfte meiner Dosis ausgestiegen und war fast hinüber. Zumindest der Lehrling war also rehabilitiert! Mir blieben die Kosten – sonst überhaupt nichts! Nicht einmal Kopfweh!

Jeder Mensch reagiert anders. Ich lasse mich nicht impfen, da können sich Anschober und Kurz auf den Kopf stellen!

Schnupfenkinder in Corona-Zeiten: Was solche Infekte heuer bedeuten
Eine Ansteckung bei Kindern zu erkennen ist ohne PCR-Test nicht möglich. Wie Eltern, Ärzte und Lehrer mit dem Risiko umgehen lernen müssen.
Kurier
ÖFB trauert: Ex-Teamchef Alfred Riedl verstorben
Riesengroße Trauer in der heimischen Sport-Szene: Der frühere österreichische Fußball-Teamchef Alfred Riedl ist tot. Der Wiener verstarb in der Nacht auf Dienstag im Alter von 70 Jahren, wie der ÖFB bestätigte. Riedl fungierte von 31. Oktober 1990 bis 9. Oktober 1991 als Nationaltrainer, in acht Länderspielen unter seiner Führung gab es einen Sieg, drei Remis und vier Niederlagen.
http://www.krone.at/2226039

Sehr erfolgreich war seine Ära nicht, zum Glück auch nur kurz. Trotzdem, ruhe in Frieden!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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