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9. OKTOBER 2021 – Samstag

09.10.2021 | Tageskommentar

 

 

HEUTE IN DEN KINOS: BORIS GODUNOW AUS DER METROPOLITAN-OPERA

9. Oktober 2021, 19 Uhr
Boris Godunow (Modest Mussorsgki)

Mit: René Pape, Ain Anger, David Butt Philip, Maxim Paster, Alexey Markov, Stanislav Trofimov,
Dirigent: Sebastian Weigle,
Produktion: Stephen Wadsworth
Gesungen in Russisch (mit deutschen Untertiteln)

Cineplexx/ Liste der teilnehmenden Kinos:

https://www.cineplexx.at/Content.Node/at/events/_items/operaballet/Cineplexx_Opera_2021-22.de.php

HEUTE: Erste Opernpremiere der neuen Staatsopernsaison: Rossinis „Il Barbiere di Siviglia“ um 20.15 Uhr in ORF 2

Neuproduktion mit zahlreichen Debüts – in Hauptpartien: Étienne Dupuis, Juan Diego Flórez, Vasilisa Berzhanskaya, Paolo Bordogna und Ildar Abdrazakov

Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

OTS: Mit Gioachino Rossinis zweiaktiger Opera buffa „Il Barbiere di Siviglia“ feierte die Wiener Staatsoper am 28. September 2021 die erste Premiere der neuen Saison. Der ORF präsentiert die hochkarätig besetzte Neuproduktion, die mit mehreren Debüts aufhorchen lässt, am Samstag, dem 9. Oktober, um 20.15 Uhr in ORF 2. Erstmals inszenierte der deutsche Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner Herbert Fritsch – ein Meister des intelligent-doppelbödigen wie radikal fordernden Humors – den populären Opernklassiker und gab damit seine persönliche, fröhlich-bunte Premiere im Haus am Ring. Sein Debüt an der Wiener Staatsoper feierte auch der italienische Dirigent Michele Mariotti, der mit seiner reichen Erfahrung mit dem Belcanto-Oeuvre das Rossini-erprobte hiesige Publikum in ungeahnte Klangwelten führt und – neben den offenen Strichen in der Partitur – einen in dieser Qualität eher selten zu hörenden Barbiere zum Leben erweckt.

Wiener Staatsoper: Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“
Vor allem die Sänger begeistern in Jan Lauwers‘ wurmstichiger Inszenie
Der Standard.at

JENUFA in London heute als Stream (21 h ?)

https://operavision.eu/en/library/performances/operas/jenufa-royal-opera-house

WIEN / MuseumsQuartier: Neue Oper Wien mit DEATH IN VENICE. Premiere 7. Oktober 2021

...An die fünfundvierzig Personen sind es, mit denen er es im Laufe der rund drei Stunden dauernden Oper – nach einer Novelle von Thomas Mann – zu tun bekommt. Besetzungstechnisch wird das gelöst, indem viele Sängerinnen und Sänger gleich mehrere Rollen übernehmen…

...Viel Applaus zu später Stunde, denn das pandemiebedingte Einlassprozedere führte zu einem verspäteten Beginn der Aufführung. Und der Rezensent ist so im Bann des soeben Gehörten und Gesehenen, dass er diesmal vergisst, wie ansonsten üblich, ein paar Schnappschüsse von den sich verbeugenden Mitwirkenden – für eine Kurzmeldung in sozialen Medien – zu machen.

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Museumsquartier „Death in Venice“. „Saisonstart mit Britten“ am 7.102021

Alexander Kaimbacher. Foto: Neue Oper Wien

„Death in Venice“ von Benjamin Britten ist ein seltener, aber doch regelmäßiger Gast auf den Wiener Opernbühnen. Man kann sein Erscheinen in Dezennien angeben, zuletzt 2009 im Theater an der Wien. Zwölf Jahre später bringt jetzt die Neue Oper Wien das Werk auf die Bühne der E-Halle im Museumsquartier.

Die Premiere begann mit zwanzig Minuten Verspätung, weil die COVID-Kontrolle (die Besucher werden mit rotem Armband markiert) und die Ausgabe der vorbestellen Karten ihre Zeit benötigten. Sie war wegen des verzögerten Beginns erst nach 22 Uhr zu Ende. Die Aufführung wurde vom Publikum mit starkem Applaus bedacht.

Ein nicht unwichtiger Tipp: Die Abendkasse nimmt nur Bargeld. Wer keines dabei hat, muss zum nächsten Bankomaten laufen.

http://www.operinwien.at/werkverz/britten/adeath2.htm Dominik Troger/ www.operinwien.at

„Death in Venice“: Der Tod und der schöne Knabe
Die Neue Oper Wien zeigt Benjamin Brittens Problemstück.
Wiener Zeitung

Neue Oper Wien startet mit wuchtigem „Tod“ in neue Saison
Es ist ein dunkler, wuchtiger Saisonauftakt der Neuen Oper Wien, mit dem die unabhängige Compagnie am Donnerstagabend im Museumsquartier aufgewartet hat: Mit Benjamin Brittens Alterswerk „Death in Venice“, dem auf Thomas Manns „Tod in Venedig“ basierenden, letzten Musiktheaterwerk des 1976 verstorbenen Komponisten, legt man dank Regisseur Christoph Zauner eine ebenso kluge wie vielfarbige Inszenierung vor.
vol.at

PARIS/Opera Bastille: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

holgr
Tomasz Konieczny (Holländer) kauft Daland (Günther Groissböck) dessen Tochter ab

https://bachtrack.com/de_DE/opera-event/der-fliegende-hollander-le-vaisseau-fantome-opera-national-de-paris-opera-bastille-7-october-2021/354351

STUTTGART„Madama Butterfly“ von Giacomo Puccini in der Staatsoper am 8. 10.2021

Glühende Emphase bis zum Schluss!

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Giorgio Berrugi (Pinkerton). Foto: Martin Sigmund

Viele „Bravo“-Rufe und starker Schlussapplaus – vor allem für Elizabeth Caballero als Butterfly.  Gefeiert wurden auch der Dirigent und das Staatsorchester

Zum Bericht von Alexander Walther

Berlin/ BKA
Queere Operette im BKA-Theater: Komm mit mir ins Möbelhaus
Die „Operette für zwei schwule Tenöre“ erzählt im BKA-Theater mit viel Schwung und schwelgerischen Melodien von einer Liebe auf dem Land
Tagesspiegel.de

Kassel
„Wozzeck“ in Kassel: Ganzheitlicher manipuliert werden
Frankfurter Rundschau

Darmstadt
„La Bohème“ in Darmstadt : Die Aufsteiger und die Untote
Frankfurter Allgemeine

Zürich
Floria Tosca plays the diva in Robert Carsen’s Zurich staging
bachtrack.com

WIEN/ Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Terminankündigung: Livestream „Ariadne auf Naxos“ am 9. und 10. Oktober

Copyright: Stephan Polzer

Unter der Regie von Michael Sturminger und der musikalischen Leitung von Christoph Ulrich Meier entstand im Frühjahr 2021 im Schlosstheater Schönbrunn eine Opernproduktion unter besonderen Bedingungen:  Richard Strauss´„Ariadne auf Naxos“  wurde während der Lockdowns von Studierenden der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien einstudiert und zu einer Premiere ohne Live-Publikum gebracht.

Zum Semesterstart ist die erfolgreiche Produktion jetzt noch einmal im Livestream zu sehen und am 9. und 10. Oktober 2021, jeweils ab 20.00 Uhr, in zwei Besetzungen in der mdw-Mediathek abrufbar: mediathek.mdw.ac.at

Traun: „SOLO PARA TI“ – Konzert in der „Spinnerei“ im Kultur Park Traun, weitere Vorstellung heute

Carin Costa Latin Band. Foto: privat

Zwar ist Andreas Neubauer von Beruf Lehrer an der Musikschule Linz, u. a. für Improvisation, jedoch ist er in vielerlei musikalischen Sätteln unterwegs, von der Filmmusik über Jazz bis zur Oper. Teils mit seiner ebenso hochmusikalischen Verwandtschaft konzertiert er seit Jahrzehnten in verschiedenen Genres und höchst unterschiedlichen Besetzungen.

In diesem Fall geht es um die jazzig-lateinamerikanische Band seiner Schwester, die für dieses Projekt um ein kleines Symphonieorchester mit gut 30 Mitgliedern verstärkt wurde. Das geht in die Richtung der 1990 beim Digitalpionier TELARC erschienene Platte „Fiesta“, Cincinnati Pops Orchestra unter Erich Kunzel…

Zum Bericht von Petra und Helmut Huber

Sprechtheater

Wien
Josefstadt: Peymann ist der beste Peymann aller Zeiten
Lachstürme bei Thomas Bernhards „Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen“.
Wiener Zeitung

Berlin
„Hexenjagd“ am Berliner Ensemble Wahnsinn und Form
Auf engstem Raum und in der Dunkelheit: Arthur Millers „Hexenjagd“ versteckt sich am Berliner Ensemble
Tagesspiegel.de

Medien

Oslo: Friedensnobelpreis geht an Journalisten Maria Ressa und Dmitri Muratow
Nobel-Komitee in Oslo gab Entscheidung bekannt. 329 Personen und Organisationen waren heuer nominiert.
Kurier.at

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

HINTERLAND
Österreich  /  2021
Regie: Stefan Ruzowitzky
Mit: Murathan Muslu, Liv Lisa Fries, Max von der Groeben u.a.
Prädikat: wertvoll

Zu Beginn fahren sie auf einem klapprigen Dampfer auf der Donau in Richtung Wien: eine Handvoll Männer in zerschlissenen Uniformen einer Armee, die es nicht mehr gibt, einer von ihnen stirbt an Entkräftung. Heimkehrer aus russischer Kriegsgefangenschaft, nach dem Ersten Weltkrieg, Anfang der zwanziger Jahre. Sie starren auf eine verwüstete Stadt, keiner freut sich darauf, was ihn daheim erwartet. Kurz, Regisseur Stefan Ruzowitzky legt mit dem Beginn von „Hinterland“ die Schiene  zu einer Sozialstudie von Trostlosigkeit des Abgestorbenen und hektischem, kriminellen Auferstehen des Lebens.

Der Krimi, den er erzählt, ist nicht sonderlich interessant, vor allem ziemlich abgegriffen – dass ein extrem brutaler Serienmörder verstümmelte Leichen zurück lässt und geheimnisvolle Zeichen, die von den Ermittlern wie Rätsel gelöst werden müssen, ist uralte Schule. Und an dieser Geschichte ist nichts überraschend, am wenigsten, dass viele, die mit dem Helden, Peter Perg, heimkommen, unter den Opfern sind. Und auch nicht, dass Perg, einst Kriminalbeamter, die Zeichen besser „lesen“ kann als alle anderen…

…In diesem Sinne ist „Hinterland“ zwar ein Krimi, aber auch der Versuch eines formalen Kunststücks, und vor allem letzteres ist geglückt, wenn Mensch und Umwelt ineinander tragisch verschwimmen.

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Ausstellungen/ Kunst

Wien
Albertina bringt die 80er zurück
Die Achtziger sind gerade wieder groß in Mode. Nun feiert auch die Albertina modern dieses Jahrzehnt und präsentiert mit „The 80s“ eine mit 165 Werken vollgepackte Retrospektive, von Jean-Michael Basquiat bis Jeff Koons.
https://wien.orf.at/stories/3124952/

Wien
Kleines Haus der Kunst von Ho eröffnet
Mit dem Kleinen Haus der Kunst gibt es einen neuen Kunstraum gegenüber der Secession am Naschmarkt. Im ehemaligen Verkehrsbüro-Gebäude, das von Szenegastronom Martin Ho betrieben wird, eröffnet heute die Berliner König Galerie eine Dependance.
https://wien.orf.at/stories/3124776/

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Was Adidas-Chef Rorsted von der nächsten Regierung in Berlin erwartet: Kaspar Rorsted zählt zu den erfolgreichsten und interessantesten Managern. Im Gespräch stellt er der Merkel-Regierung ein katastrophales Zeugnis für die Bereiche Bildung und Digitalisierung aus.
    Zum Interview
  • Von Trumps Ruf als «Super-Hotelier» bleibt nicht mehr viel übrig: Ex-Präsident Donald Trump rühmte sein Hotel in der amerikanischen Hauptstadt Washington stets als Ausweis für seinen Erfolg als Immobilienmagnat. Nun stellt sich nach und nach heraus, dass das offensichtlich eine enorme Täuschung war. Wie am Freitag vom House Committee on Oversight and Reform vorgelegte Dokumente beweisen, hat das Haus in der Zeit seiner Präsidentschaft mehr als 70 Millionen Dollar verloren – trotz zweifelhafter Einnahmen von ausländischen Staatsgästen.
    Zum Bericht
  • Erneut technische Probleme bei Facebook, Instagram und Messenger: Facebook hat Freitagabend mitteleuropäischer Zeit zum zweiten Mal binnen einer Woche mit technischen Problemen zu kämpfen gehabt. Einige Nutzer hatten Probleme, Apps und Dienste des Konzerns zu erreichen, wie Facebook bei Twitter einräumte. Nach wenigen Stunden war die Störung allerdings wieder behoben.
    Zum Bericht
  • Huthi-Rebellen beschiessen aus dem Jemen Flughafen in Saudiarabien: Am Freitag haben die jemenitischen Huthis einen saudiarabischen Flughafen beschossen und dabei mindestens fünf Menschen verletzt. Saudiarabien hatte 2015 an der Spitze einer Koalition einen Militäreinsatz gegen Jemens Huthi-Rebellen begonnen. In den letzten Monaten haben die Huthis ihre Raketen- und Drohnenangriffe auf Saudiarabien intensiviert.
    Zum Bericht

Mögliche Zwangsarbeit in China: Erstmals bestätigt ein amerikanischer Fabrikbetreiber, dass er mithilfe chinesischer Behörden mehrere hundert Uiguren beschäftigt. Menschenrechtler sehen in dem landesweiten Vermittlungsprogramm Zwangsarbeit. Der chinesische Staat hat in den letzten Jahren Hunderttausende von Angehörigen der muslimischen Minderheit der Uiguren in Umerziehungs- und Straflager gesperrt.
Zum Bericht

Die österreichische Inenpolitik gräbt – was Spannung betrifft – den Theatern das Wasser ab

Den Inhalt der Chatverläufe möchte ich an dieser Stelle gar nicht andeuten, der ist ganz einfach zu ordinär für eine Website wie den Online-Merker ! Dass ich ein alter Depp bin, weiß ich auch ohne Bestätigung eines hochrangigen “ Jung-Politikers“, teile dieses Schicksal allerdings mit einem großen Teil unserer Leserschaft. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

PS.: Zur Beantwortung von laufend einlangenden telefonischen Anfragen: Das Foto von „Death in Venice“ etwas weiter oben stellt tatsächlich den Hauptdarsteller aus der Produktion dar . Nein, „er“ ist es also nicht!

Wer sich genauer über diese etwas kryptischen Zeilen im Schlussteil des heutigen Kommentars informieren will, möge das in der Presseschau tun!

Ich wünsche einen schönenTag!

A.C.

 

 

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