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Die internationale Kulturplattform

9. NOVEMBER 2020 – Montag

09.11.2020 | Tageskommentar

Das Heft „Der neue Merker“ geht diese Tage in den Versand

Rein rechtlich hat der Online-Merker mit dem „Heft-Merker“ nichts zu tun, wir sind voneinander unabhängige Medien. Gerade in Krisenzeiten halten wir aber dennoch zusammen und unterstützen einander, wo es möglich ist.

Der neuerliche Kulturlockdown hat uns natürlich getroffen, bisher sind wir – was Online betrifft – ganz gut durch diese Zeit gekommen. Ähnliches höre ich auch vom Heft!

Doch wann geht es wieder „normal“ weiter? Gar viel Hoffnung macht uns die Regierung nicht.

Woche der Entscheidung: Letzte Chance für die Corona-Wende
Wenn die Infektionszahlen nicht reduziert werden können, drohen weitere Verschärfungen. Dramatischer Appell der Bundesländer.
http://kurier.at/politik/inland/woche-der-entscheidung-letzte-chance-fuer-die-corona-wende/401090913

INFOS und Bestellmöglichkeit zum Heft!

Wien bei Nacht: Die stille Stadt
Vieles ist anders in Wien seit der Terrornacht vom Montag. Und die Ausgangssbeschränkung, die seit Dienstagabend in Kraft ist, hat Wien und den Menschen in dieser Stadt so etwas wie eine Verschnaufpause verschafft. Eine Stadt zieht sich auf sich selbst zurück. Und entdeckt in der Stille und Ruhe gerade auch ihre Stärke.
https://orf.at/stories/3188613/

Nicht nur in Italien
Im Moment ist die Oper vor allem ein Internetphänomen
Italiens Opernhäuser reagieren: Die Eröffnungspremiere der Mailänder Scala wird heuer zum Konzert-Streaming, andere produzieren fürs Netz.

…Häuser der vom Virus besonders geplagten Region Emilia-Romagna haben sich indes zum Verbund zusammengeschlossen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, in der Zeit der allgemeinen Theaterschließungen dennoch Oper unters Volk zu bringen.

Den Anfang machte am gestrigen Sonntag Modena, wo Regisseur Stefano Monti unter Einbeziehung des Zuschauerraums eine filmtaugliche Version von Henry Purcells „Dido und Aeneas“ herausgebracht hat, die live gestreamt wurde (heute noch abrufbar unter operastreaming.com).
In der Folge streamen nun weitere Häuser neue Produktionen. Kommenden Sonntag (15.30 Uhr) bietet das Teatro Municipale von Piacenza Georg Friedrich Händels „Aci, Galatea e Polifemo“ unter Luca Guglielmi, inszeniert von Gianmaria Aliverta…

Die Presse

WIENER STAATSOPER/ STREAMS HEUTE und MORGEN
Kostenlos

Montag, 9. November 2020, 19.00 Uhr 
Giacomo Puccini
TOSCA (Vorstellung vom 17. Februar 2019)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Piotr Beczala, Sondra Radvanovsky. Foto: Wiener Staatsoper/ Pöhn

Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Margarethe Wallmann
Mit u.a.:  Sondra Radvanovsky, Piotr Beczała, Thomas Hampson, Ryan Speedo Green, Alexandru Moisiuc

Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Dienstag, 10. November 2020, 19.00 Uhr 

 

Peter Eötvös. Foto: Barbara Zeininger
Péter Eötvös
TRI SESTRI (Vorstellung vom 18. März 2016)
Musikalische Leitung: Péter Eötvös / Jonathan Stockhammer
Inszenierung: Yuval Sharon
Mit u.a.: Aida Garifullina, Margarita Gritskova, Ilseyar Khayrullova, Eric Jurenas, Boaz Daniel, Clemens Unterreiner

Wien/ Musikverein
WIEN MODERN: „Der Zorn Gottes“ entlädt sich im Stream
RSO hat gewaltiges Werk von Sofia Gubaidulina nun im beinahe leeren Musikverein uraufgeführt, ein kostenloser Stream ist verfügbar. Stream des Gubaidulina-Konzertes ab 6. November ab 19.30 Uhr sieben Tage lang kostenlos auf www.wienmodern.at und www.musikverein.at.
Ö1 sendet das Konzert am 26. November ab 19.30 Uhr aus.
Wiener Zeitung

IRINA LUNGU HÄTTE AM 8.11. IHR ROLLENBÜT ALS JULIETTE IN WIEN GEBEN SOLLEN

In Instagram gefunden von Dominik Troger/ www.operinwien.at

ZU INSTAGRAM MIT FOTOS (aus der Küche) und Kurzvideos

DIE JUBILÄEN NOVEMBER 2020 SIND ONLINE!

9.11. Jos VAN IMMERSEEL wird 75

Ein modernes Orchester zu dirigieren, das war und ist für viele Alte-Musik-Spezialisten kein Problem mehr. Schon Nikolaus Harnoncourt kam gern, wenn das Concertgebouw oder die Wiener Philharmoniker angerufen haben, und viele sind ihm gefolgt. Für eine der Koryphäen der Historischen Aufführungspraxis ist das aber nach wie vor ein Tabu: für den Belgier Jos van Immerseel. Am 9. November 2020 wird Jos van Immerseel 75 Jahre alt.

BR-Klassik.de

ZU DEN JUBILÄEN NOVEMBER 2020

Burgenland
Eintauchen in die Esterhazy-Kulturplattform
Schon beim ersten Corona-Lockdown haben die Esterhazy-Betriebe eine Möglichkeit geboten, um Kunst und Kultur auch ortsunabhängig genießen zu können. Mit der Online-Kulturplattform esterhazy@home lassen sich in Kooperation mit der Streamingplattform fidelio klassische Konzerte aus dem Haydnsaal und Opernaufführungen aus dem Steinbruch St. Margarethen erleben. Durch eine Erweiterung kann man nun im zweiten Lockdown auch Burg Forchtenstein online bis ins letzte Detail erkunden.
Kleine Zeitung

INSTAG(K)KRAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Nostalgisches: Renata Tebaldi und Ettore Bastianini in „EUGEN ONEGIN“ an der Mailänder Scala. Giuseppe di Stefano als Lenski

(15. Mai 1954)

ZU INSTAGRAM

 


3. Basel Composition Competition

Die Jury hat zwölf Kompositionen für die Aufführungen im März 2021 nominiert

Über das vergangene Wochenende fand in Basel die Auswahl von zwölf Kompositionen statt, welche an der 3. Basel Composition Competition teilnehmen werden. Alle zwölf Kompositionen werden im März 2021 durch die drei Basler Orchester Kammerorchester Basel, Sinfonieorchester Basel und Basel Sinfonietta uraufgeführt und danach durch die Jury beurteilt.

Der Kreis der Nominierten ist in jeder Hinsicht vielfältig:

Nicholas Gotch (UK) – „TENEBRAE“
Angel Hernández-Lovera (AUT) – „Nocturno Onírico“
Miguel Morate (ESP) – „COMME S’EN VA CETTE ONDE“
Hyeon Joon Sohn (KOR) – „PROSKUENEO“
Artur Akshelyan (ARM) – „Three Pieces for Orchestra“ ,
Christina Bloquert (USA) – „Le Temps Qui Se Perd Dans Ses Yeux“
Fernando Garcia Marquez (ESP) – „ESPEJO DEL DOLOR“
Oliver Mattern (GER) – „… cum ex re …“,
Andrea Mattevi (ITA) – „Respiro sul lato dell’abisso“
Hiroshi Nakamura (JPN) – „Nue“
Eneko Vadillo (ESP) – „SCULPTEO“
Yiqing Zhu (CHN) – „Deep Grey“    

Film. Nach Prügel-Urteil: Leinwand-Aus für Johnny Depp
Nachdem er den Prozess gegen die Zeitung „Daily Mail“ verlor, ist er jetzt auch seine Filmrollen los.
https://m.oe24.at/leute/international/nach-pruegel-urteil-leinwand-aus-fuer

Buchbesprechung
Anna Maria Sigmund : TATORT GENFER SEE
Kaiserin Elisabeth im Fadenkreuz der Anarchisten
192 Seiten, Molden Verlag bei Styria, 2020

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Es ist über hundert Jahre her, dass sich die Familie Habsburg aus Österreichs Geschichte verabschiedet hat. Das Interesse an ihren Mitgliedern ist allerdings ungebrochen. Die Schicksale ihrer (zahlreichen) Prominenten wurden längst von allen Seiten gedreht und gewendet. Dennoch gibt es immer wieder neue Aspekte, die von Autoren gefunden und behandelt werden. Die Historikerin und Wissenschaftsjournalistin Anna Maria Sigmund befasst sich – wieder einmal – mit Kaiserin Elisabeth und wartet angesichts ihres Todes mit einer neuen Theorie auf.

Er wollte berühmt werden, und er hat es erreicht: Luigi Lucheni hat Kaiserin Elisabeth am 10. September 1898 in Genf mit Hilfe einer zugespitzten Feile ermordet. Er hat sich als „stolzer Anarchist“ bezeichnet und immer darauf bestanden, ein Einzeltäter zu sein und die Kaiserin zufällig gewählt zu haben, weil ein anderes adeliges Opfer, auf das er es abgesehen hatte, der Herzog Henri d’Orleans, nicht in Genf eingetroffen war…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Corona-Desaster

Den Herrn An(kündigungs)schober verstehe ich schon lange nicht mehr. Er verunsichtert mit „Hörensagen“ die Bevölkerung, statt dass er beruhigt. Mahnungen sind in Ordnung, sogar seine Pflicht – aber Panikmache brauchen wir vom zuständigen Gesundheitsminister (ohne medizinischen Hintergrund) nicht.

Anschober: „Falls DAS stimmt, ist es dramatisch…“
Die explodierenden Corona-Zahlen sind Grund zur Sorge, doch viel mehr alarmiert ist Gesundheitsminister Anschober vom Verhalten der Österreicher.
https://www.heute.at/s/anschober-falls-das-stimmt-ist-es-dramatisch-100111320

Krisenmanagement: Anschobers Beitrag zur Corona-Verunsicherung
Der Gesundheitsminister äußerte via Twitter Vermutungen über Ansteckungen bei Partys, von denen er selbst nicht weiß, ob sie stimmen. Er hat schon in den vergangenen Wochen seine eigene Strategie über Bord geworfen. Eine Analyse.
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2081857

Heute vor einer Woche fand der Anschlag in der Wiener Innenstadt statt. Ich habe die Berichterstattung darüber kritisiert (worauf ich von meinen sattsam bekannten „Freunden“ kritisiert wurde, aber das ist jetzt nicht das Thema). Bemerkenswert an dieser Berichterstattung war, dass sich wenige Stunden vor dem Lockdown „Promis der Kategorie X/Y/Z“ in peinlicher Weise in die Berichterstattung drängten und dort zwar nichts zum Tathergang zu sagen hatten, uns andächtig lauschenden, im noch anempfohlenen (wenige Stunden später war es dann anbefohlenen) Home-Office befindlichen „Verordnungstreuen“ aber verrieten, in welchem Schicki-Micki-Lokal sie gerade den herannahenden Lockdown entweder vergessen wollten oder sogar gefeiert haben. Diese Leute müssen sich doch selbst bei den Sendern gemeldet haben, zumal ich denn doch nicht davon ausgehe, dass sie ihre Abendbelustigung vorsorglich an die Redaktionen weiterleiten. Ich habe übrigens keinen der Prominamen je gehört – aber das ist wohl meine Schuld.

Die „Aktion Promi-Eigenwerbung“ haben die TV-Sender gefördert, nicht unterbunden.

Und der Herr Gesundheitsminister hackt auf den „kleinen Leuten“ herum, noch dazu, ohne selbst etwas miterlebt zu haben. Zu diesem Mann fällt mir wirklich nicht mehr viel ein! Das mögen viele Leser als Glück empfinden!

Ich wünsche einen schönen und diesmal friedvollen Montag!

A.C.

 

 

 

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