Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

9. MAI 2022 – Montag

09.05.2022 | Tageskommentar

 

Daniele Rustioni dirigiert heute Les Troyens. Foto: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

HEUTE PREMIERE AN DER BAYERISCHEN STAATSOPER

LES TROYENS
Grand opéra in fünf Akten (1863 / 1879)
Komponist Hector Berlioz. Libretto von Hector Berlioz nach Vergil.  In französischer Sprache · Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache.

Porträt von Daniele Rustioni zu „Les Troyens“ an der Bayerischen Staatsoper: Für immer jung
Münchner Merkur

Les Troyens“ im Nationaltheater: Kalaschnikow mit etwas Charme
Daniele Rustioni über Hector Berlioz und seine Oper „Les Troyens“ im Nationaltheater.
Münchner Abendzeitung

Premiere am 09. Mai 2022

Montag, 09. Mai 2022, 17.00 Uhr – 22.00 Uhr, Nationaltheater.
Dauer ca. 5 Stunden

Mehr darüber in den Infos des Tages

1. + 2. Akt (ca. 17.00 – 18.30 Uhr) Pause (ca. 18.30 – 19.15 Uhr) 3. + 4. Akt (ca. 19.15 – 20.45 Uhr) Pause (ca. 20.45 – 21.05 Uhr) 5. Akt (ca. 21.05 – 22.00 Uhr)

Staatsoper Berlin: Und Roberto Alagna kann doch den Lohengrin singen

Roberto Alagna singt den Schwanenritter an der Lindenoper mit sorgsamer Phrasierung und schönen Klangmischungen der mit viel Erfahrung eingesetzten Stimme. Angesichts der bisweilen brüchigen Stimme ist es bedauerlich, dass Alagna die Titelrolle der gleichnamigen Wagneroper nicht schon früher anpackte. Vida Miknevičiūtė begeisterte als stimmstarke, kühl-leidenschaftliche Elsa, Martin Gantner als straffer Telramund, Theorin als opulente Ortrud.
konzertkritikopernkritikberlin.a.schlatz

Wiener Staatsoper: Kurzmeldung betreffend die gestrige „Walküre“:

So, nun bekam John Lundgren für eine stimmlich zwar durch eine Allergie bewirkte suboptimale, dafür aber menschlich umso bewegendere Darstellung des Wotan, vor allem im Finale, einhelligen und kräftigen Applaus. Er hatte sich vor dem 3. Aufzug wegen der Allergie, die auch schon beim „Rheingold“ bestanden habe, ansagen lassen. Das Management bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei ihm, dass er trotzdem sang und so beide Aufführungen gerettet habe.
Klaus Billand

Erleichterung beim Schlussapplaus: John Lundgren. Foto: Klaus Billand

Hallein
Chats zwischen Kurz und Schmid kommen als Oper auf die Bühne
Drei Start-up-Finanzierer haben die Chats von Sebastian K. und Thomas S. vertonen und in eine Oper gießen lassen. Am 18. Juni wird sie in St. Koloman bei Hallein uraufgeführt.
Eigentlich investieren die drei ja in Start-ups, in Deutschland und Österreich. In ihrem Unternehmen CGS – steht für die Familiennamen von Johannes B. Czernin, Peter Godulla und Patrick Sellier – haben sie zunächst beraten, inzwischen begleiten sie Gründerinnen und Gründer. Sofern sich ihre Unternehmen mit nachhaltigen Ideen beschäftigen und ebensolches Veränderungspotenzial bergen, erklärt Sellier. Investiert wurde da etwa in ein Unternehmen, das Kleidung für Babys herstellt, die ohne Windeln heranwachsen sollen, oder eines, das Möbelkauf mittels Visualisierung am Handy erleichtern soll.

Neben einem Standort im deutschen Mönchengladbach gibt es einen in St. Koloman nahe Hallein, wo der gebürtige Deutsche Sellier seit rund einem Jahrzehnt lebt…

Standard.at.story

Auf so etwas muss man erst einmal kommen! Ich ärgere mich, dass mir diese Idee nicht gekommen ist. Anderseits hätte ich das Vorhaben ohnedies nicht allein finanzieren können, so gesehen ärgere ich mich auch schon wieder ab. Egal was rauskommt, die Sache interessiert mich!

Junger U.S.-Tenor beim Otto Edelmann Wettbewerb Ende April 2022 aufgefallen

 

Christopher Sokolowski, Sonderpreisträger beim Otto Edelmann Gesangswettbewerb, mit der Lensky- und der Max-Arie.

Arie des Lenski (Eugen Onegin)

https://youtu.be/6KoGzzoTU08

Arie des Max (Der Freischütz)

 

https://youtu.be/M4ASl-JBd3Y

Fragen zur Wiener Staatsopern-Besetzungspolitik (gestellt von einem Leser):

 

In der Zeitung „Trend“ finden Sie einen Artikel mit ähnlicher Themenlage

Wenn ich die Besetzungen der Wiener Staatsoper von dieser Spielzeit mit der kommenden vergleiche, fällt mir auf, dass 2021/22 recht viele mit dem Mariinsky-Theater verbundene Künstler auftraten : außer Gergiev waren es Stikhina, Borodina, Diadkova, Markov, Abdrazakov….  In der kommenden Saison sind es gerade zwei : Ekaterina Gubanova und Andrei Popov, erstere ständiger Gast, letzterer Ensemblemitglied. Mich würde einmal interessieren,  ob vor dem Ukraine-Krieg mit mehr Künstlern aus St. Petersburg geplant war, diese aber ausgeladen wurden. Sollte mein Verdacht stimmen, ergäbe sich die Frage, warum man bei Gubanova und Popov eine Ausnahme von dieser Ächtung macht, von der ich (außer im Falle Gergievs, Matsuevs, Bashmets, Netrebkos & Co.) nicht viel halte.

Da lobe ich mir Kirill Petrenko, der bei seinen konzertanten Tchaikovsky-Aufführungen in Berlin und Baden-Baden nichts gegen die Mitwirkung der Mariinsky-Sänger Stikhina, Denisova, Sulimsky, Akimov einzuwenden hatte, ebensowenig wie Dominique Meyer gegen Yuliya Matochkinas Ulrica an der Scala. Verwirrend fände ich es, wenn hierbei mit zweierlei Maß gemessen würde.

S.M. (Name und Anchrift der Redaktion bekannt)

Betreffs Raiding / Liszt Festival hat Leserin A.G. gerade gerade festgestellt, dass ganz „geräuschlos“ ein Ensemble aus Novosibirsk durch ein österr. Ensemble ersetzt wurde…
Traurig alles …

Kunst und Kultur als „völkerverbindend“ hat anscheinend ausgespielt, wird wohl auch in Zukunft eine hohle Phrase bleiben. Daran ist aber nicht nur einer schuld!

 

Leoš Janáček, Jenufa, Oper Genf vom 7.5.2022

Copyright: Carole Parodi

Corinne Winters singt eine hervorragende und mitreissende Jenufa. Sie zeigt emotional und innig, wie sie einen langen Weg der Vergebung gehen muss. Zuerst muss sie Steva verzeihen, der sie geschwängert und dann verlassen hat. Dann muss sie Laca verzeihen, der ihr das Gesicht verstümmelt hat, und schliesslich der Kostelnicka, die ihr das Kind getötet hat. Der Star des Abends ist ungebrochen Evelyn Herlitzius, welche eine dramatische und starke Kostelnicka darstellt. Deren eigenliebe sträker ist als die Liebe zu Jenufa bringt sie hervorragend stark zur Geltung. Daniel Brenna imponiert als rachsüchtiger und trotz allem verliebter Laca. Ladislav Elgr interpretiert einen schamlosen Steva Buryia der nicht viel auf die Liebe und Treue hält. ..

Zum Bericht von Marcel Emil Burkhardt

Das Staatstheater Kassel hat seinen Spielplan 2022/23 vorgestellt: Weitere Öffnung zur Stadt, prägnante Regiehandschriften, Experimentelles, viel Neues und die Wiederaufnahme des „Ring“

 Konsequent setzt das künstlerische Team um Intendant Florian Lutz auch in seiner zweiten Spielzeit die Öffnung des Staatstheaters Kassel in die Stadt, die Einbeziehung des Publikums und spartenübergreifendes Arbeiten fort. So ist gleich die Eröffnung im Opernhaus mit „Les contes d’Hoffmann“ von Jacques Offenbach (Premiere am 24. September 2022) eine gemeinsame Produktion von Musiktheater und Schauspiel….

Der Ring des Nibelungen
Opernzyklus von Richard Wagner, Texte vom Komponisten
ML: Francesco Angelico, R: Markus Dietz

Zyklus I
Vorabend: Das Rheingold, 16. April 2023
Erster Tag: Die Walküre, 30. April 2023
Zweiter Tag: Siegfried, 18. Mai 2023
Dritter Tag: Götterdämmerung, 21. Mai 2023

Zyklus II
Vorabend: Das Rheingold, 5. Juni 2023
Erster Tag: Die Walküre, 6. Juni 2023
Zweiter Tag: Siegfried, 8. Juni 2023
Dritter Tag: Götterdämmerung, 10. Juni 2023

Weitere Informationen im Spielplan 2022/23

Die Spielplanvorhaben finden Sie ausführlich in den heutigen „Infos des Tages“

Stuttgarter Ballett: „DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG“ 7.5.2022 (Wiederaufnahme) – Bei Komödie funkt(ioniert) es

Charme und Beseeltheit: Mackenzie Brown (Bianca) und Henrik Erikson (Lucentio). Foto: Stuttgarter Ballett

Eine Welle der Erheiterung ging bei dieser nach sechs Jahren Pause wieder überfälligen Rückkehr des Shakespeare-Balletts immer wieder durch das voll belegte Opernhaus. Es war geradezu spürbar, wie es viele Zuschauer in dieser von Krisen geschüttelten Zeit genossen, mal unbekümmert herzhaft lachen und kichern zu können. Was bei John Crankos an komischen Situationen so reicher Ballettkomödie ohnehin naheliegend ist, aber schon lange nicht mehr so stimmungsfördernd für die ganze Aufführung war…

Zum Bericht von Udo Klebes

WIEN / Leopold Museum / Zweites Untergeschoß:  DER BLICK AUS DEM RAHMEN
SCHENKUNG „SAMMLUNG KLEWAN“
Vom 6. Mai 2022 bis zum 29. August 2022 

Die Jelinek als „Cover Girl“…

 

Einer der besten Kunden des renommierten Galeristen  Helmut Klewan war einst der Sammler Rudolf Leopold. Jetzt, lange nach dessen Tod, dreht sich das Rad: Nun bekommt jenes Museum, das Rudolf Leopold Wien und allen Freunden der Kunst hinterlassen hat, etwas geschenkt. Nicht weniger als 350 Blätter aus dem Besitz Klewans, des Mannes, der mit Kunst nicht nur handelte, sondern sie auch liebevoll und kenntnisreich sammelte. Ausgewählt für die Schenkung wurden Dichter-Bildnisse. Die großteils kleinformatigen Graphiken, Zeichnungen, Stiche oder Fotografien werden nun unter dem Titel „Der Blick aus dem Rahmen“ im zweiten Untergeschoß des Leopold Museums in einem großen, offenen Raum gezeigt.

Bis zum 29. August 2022,
täglich außer Dienstag: 10 bis 18 Uhr
 An Feiertagen geöffnet  
Juli & August täglich: 10 bis 18 Uhr   

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Grabbeigabe für Herrmann Nitsch

 

Ein Requiem für Hermann Nitsch – als letzte Aktion des Meisters
Der tief gläubige Künstler wurde samt einem Doppler in einer Gruft im Garten von Schloss Prinzendorf bestattet
Kurier.at

Aktionskünstler Hermann Nitsch zu Grabe getragen
Die Totenmesse wurde am Samstag nach lateinischem Ritus in Prinzendorf zelebriert. Der Altar war mit einem Schüttbild geschmückt.
WienerZeitung.at

Aktuelles in der „Neuen Zürcher Zeitung“

CDU-Ministerpräsident Daniel Günther triumphiert in Schleswig-Holstein, SPD stürzt ab: CDU-Triumph im hohen Norden. Die Partei von Ministerpräsident Daniel Günther kommt auf 43,4 Prozent – ein riesiges Plus gegenüber der Wahl 2017 mit 32,0 Prozent. Ihre bisherigen Koalitionspartner Grüne und FDP lagen bei 18,3 (2017: 12,9) beziehungsweise 6,4 (2017: 11,5) Prozent. Die SPD musste mit nur noch 16,0 Prozent dramatische Verluste hinnehmen (2017: 27,3). Der SSW holte 5,7 Prozent (2017: 3,3). Die AfD landete bei 4,4 Prozent (2017: 5,9). Die Linke schnitt mit 1,7 noch deutlich schlechter ab.
Zum Überblick
Berliner Polizei entfernt ukrainische Flagge: Am Rande einer Gedenkveranstaltung am sowjetischen Ehrenmal im Berliner Tiergarten zum Jahrestag des Kriegsendes hat die Berliner Polizei eine ukrainische Flagge entfernt. Zuvor hatte die Polizei ein Verbot erlassen, an den 15 offiziellen städtischen Gedenkstätten Nationalflaggen zu zeigen.
Zu den neusten Politikmeldungen aus Deutschland
Carlos Alcaraz siegt am Masters-1000-Turnier in Madrid: Der Spanier schlug auf dem Weg zu seinem fünften Turniersieg, dem vierten bereits in der laufenden Saison, nacheinander die Top-Ten-Spieler Rafael Nadal, Novak Djokovic und zuletzt im Final Alexander Zverev. Mit 18 Jahren ist er bereits die Nummer 6 in der Weltrangliste und macht sich zu einem der Favoriten für das French Open, das in zwei Wochen in Paris beginnt.
Zum Bericht
Weltmeister Verstappen gewinnt Formel-1-Rennen in Miami: Max Verstappen verwies bei der Formel-1-Premiere in Miami WM-Spitzenreiter Charles Leclerc auf den zweiten Platz. Dritter wurde dessen Teamkollege Carlos Sainz. Im WM-Klassement verkürzte Verstappen den Rückstand mit seinem dritten Saisonsieg im fünften Rennen auf 19 Zähler.
Zu den neusten Sportmeldungen

„Neue Zürcher Zeitung“ – Zitat Ende

Deutschland:
Autofahrer aufgepasst: Tempo-Überwachung wird ab Juli 2022 Pflicht im Auto

Ob Sonntagsfahrer oder Bleifuß: Die EU hat bereits im Jahr 2019 eine Verordnung auf den Weg gebracht, die den Straßenverkehr ab Juni dieses Jahres für alle sicherer machen soll. Doch die ist nicht ohne Fehler.
ruhr.24.de

Politbombe in Österreich: Landwirtschaftsministerin Köstinger tritt zurück
Die Vertraute des früheren Kanzlers Kurz räumt vor dem ÖVP-Parteitag das Feld. Um 11 Uhr gibt es eine „persönliche Erklärung“.
https://kurier.at/politik/inland/landwirtschaftsministerin-koestinger-tritt-zurueck/402001005

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

Diese Seite drucken