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9. MAI 2021- Sonntag

09.05.2021 | Tageskommentar

Heute ist Muttertag. Bitte nicht vergessen, sonst gibt es Ärger. Wenn Sie Ihre Mutter nicht mehr haben, erwägen Sie einen Besuch am Friedhof. Denken Sie heute in jedem Fall an Ihre Mutter!

Hoffnung für Kultur?

 

ÖSTERREICH-UMFRAGE: WAS WOLLEN SIE NACH DEN ÖFFNUNGEN ALS ERSTES MACHEN?

Für 46% der Österreicher hat ein Besuch im Gasthaus nach dem Ende des Lockdowns am 19. Mai oberste Priorität. Dies belegt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique research für das aktuelle profil. 12% planen einen Kurzurlaub in Österreich. Jeweils 10% wollen shoppen, Kulturveranstaltungen besuchen oder ins Fitnesscenter gehen. 7% planen, als erstes eine Sportveranstaltung besuchen zu wollen. Allerdings geben 27% der Befragten an, auf solche Aktivitäten vorerst verzichten und weiterhin vorsichtig sein zu wollen.

Die Umfrage klingt für die Kultur gar nicht schlecht, auf gleicher Höhe mit Einkaufen, heute Shopping genannt. Aber der Begriff Kultur ist sehr weit gefasst. Die Online-Merker sehen darin Oper und Theater, eventuell noch Ausstellungen. Der Begriff umfasst aber auch Kino, Popkonzerte, Folklore, Blasmusik etc. So gesehen sagt diese Zahl nicht allzuviel aus. Es wird entscheidend sein, wie die Kultur künftig in der Nach-Pandemie-Zeit (hoffentlich keine Zwischenzeit vor der nächsten Pandemie) in Stellung gebracht wird. Dazu gehören auch klare Regeln, die derzeit aber noch nicht wirklich absehbar sind.

Renate Wagner hat ein „Apropos“ zu diesem Thema verfasst: Also ja, endlich, es geht los. Am 19. Mai. Alle fangen an und treten sich gleich am ersten Spieltag mit vier Premieren auf die Füße. Egal, sie haben ja nicht alle exakt dasselbe Publikum.

Das Burgtheater zeigt im Akademietheater „Fräulein Julie“ (mit Sarah Viktoria Frick in der Titelrolle), nicht unbedingt eine Novität. Das Theater in der Josefstadt zeigt „Der Bockerer“ (mit Johannes Krisch), nicht unbedingt eine Novität. In der Volksoper darf Direktor Robert Meyer endlich wieder auftreten, also kommt „Der Teufel auf Erden“ von Suppé zur Premiere – teuflische Grüße von einem geschaasten Direktor. Ja, und die Staatsoper bringt an diesem 19. die Live-Premiere von „Faust“, noch ein Teufel unterwegs, allerdings von Castorfs Gnaden.

Die Staatsoper hat einen Spielplan gezaubert, der doch noch alle vorgesehenen Premieren unter einen Hut bringt, Kompliment. Bei „Macbeth“ (10. Juni) muss man sich, Barrie Kosky hin oder her, nicht um den Kartenverkauf bekümmern, wen schert ein Regisseur, wenn die Netrebko singt. Ob die Monteverdi’sche „Poppea“ (22. Mai) noch genügend Interessenten findet? Es sei zu wünschen.

In der Volksoper gibt es noch das Musical „Into the Woods“ von Stephen Sondheim (24. Mai), natürlich wieder mit Robert Meyer. Er hat zwar noch eine Saison vor sich, aber man muss die Feste feiern, wie sie fallen – denn ein Zurück an das Burgtheater von Martin Kusej wird es ja wohl nach den Volkopern-Jahren kaum geben?…

Es ist also genug los, um Theater- und Opernfreunde wieder in Gang zu bringen, wenn sie es wollen. Zumindest die halben Häuser, die ja nur bespielt werden dürfen, sollte man voll bekommen – wenn da nicht (reden wir nicht von den Masken, ja, wir setzen sie auf, ja, wir lassen sie die ganze Zeit drauf) die Sache mit der Testerei wäre. Und die Tatsache, dass man sich wirklich nicht auskennt.

Also, wer beantwortet kompetent die Fragen aller Theater- und Opernbesucher:

Gilt ein Impfpass mit nur einer Impfung als Eintrittsgenehmigung ins Theater und ins Restaurant? Oder erst nach beiden Impfungen? Oder erst nach einer gewissen Zeit???? Und vielleicht auch gar nicht besonders lang? Das ist alles dermaßen unklar! Für Theater- und Kaffeehausbesucher kann das sehr wichtig sein, vor allem, weil man ja spontan auf einen Kaffee gehen will.. Und was Herr Mückstein da von sich gegeben hat, war hochgradig kuddelmuddelig.

Und wenn man keinen „digitalen“ Impfpass hat, tut es das gelbe Büchlein, das man – natürlich kombiniert mit Personalausweis – vor sich hin schwenkt?

Wir wollen rechtzeitig vor dem 19. ganz präzise, unmißverständliche Regeln für Theaterbesucher!!! Auch für das arme Personal in den Theatern, das hier kontrollieren muss! (Und was ist eigentlich aus Föttingers Idee geworden, Tests vor der Vorstellung anzubieten?)

Antwort erbeten!

WIEN / Theater an der Wien / Stream via „Fidelio“:
SAUL von Georg Friedrich Händel 8. Mai 2021

Foto: Theater an der Wien

Eine Spielzeit noch, dann wird sich an zweien der drei großen Opernhäuser Wiens Entscheidendes ändern. Im Herbst 2022 folgen in der Volksoper Lotte de Beer auf Robert Meyer und im Theater an der Wien Stefan Herheim auf Roland Geyer. Letztgenannter hat schon in dieser seiner vorletzten Saison (noch ohne zu ahnen, welche Katastrophen hereinbrechen würden) „Rückblicke“ auf seine größten Erfolge geplant. Das waren der herrliche „Platée“ von Regisseur Robert Carsen, und die überraschend spannende Geschichte, die Regisseur Claus Guth aus Georg Friedrich Händels englischsprachigem Oratorium (nicht Oper!) „Saul“ gemacht hat.

Corona wollte der Theaterwelt Übles, aber es wäre sinnlos, die Tatsache des digitalen Zeitalters nicht ersatzweise für das versagte „Live“ zu nutzen, was auch noch den Vorzug hat, dass bemerkenswerte Aufführungen solcherart aufgezeichnet wurden und auch in Jahren noch überprüft werden können. Das gilt auch für „Saul“, Händels Oratorium von 1739, das man aus der Distanz von drei Jahren wieder aufnehmen und in den vier Hauptrollen gleich besetzen konnte (die weiteren vier Sänger sind neu)…

Die klare, vergleichsweise schmucklose Gesangslinie, die das Oratorium von der sonstigen Händel’schen Virtuosenoper abgrenzt, hat es möglich gemacht, weit eher als bei der üblichen Haupt- und Staatsaktion eine dennoch hoch dramatische Menschen-Geschichte zu erzählen, durchaus mit der politischen Implikation des Machtübergangs, ohne dass einem irgendeine „Lehre“ aufs Auge gedrückt worden wäre.

Gäbe es Publikum, es hätte so gejubelt wir vor drei Jahren.

Zum Bericht von Renate Wagner

Oper Zürich: SEMELE (Stream neu im Streamprogramm, allerdings aus 2007)

Copyright: Oper Zürich

Dem Regisseur Robert Carsen gelingt hier eine bildmächtige Inszenierung mit fast schon satirischem Zuschnitt. Manche Szenen besitzen sogar ereignisreiche Situationskomik. Der Tempel der Juno wird in einen imaginären Saal mit vielen Stühlen verwandelt. Im Palast befindet sich ein überdimensionales Himmelbett, in dem Semele die Freuden mit ihrem Geliebten in reichem Maße erfährt. Und hier kommt es auch zu explosiven musikdramatischen Ausbrüchen. In der Höhle des Schlafes erscheinen die Menschen in eingehüllten blauen Tüchern. Juno verspricht Somnus die Hand der Pasithea, worauf er ihr seinen bleiernen Stab des Schlafes gibt. Sie ist in der Lage, die Drachen und Ino in Schlaf zu versetzen. Die Anspielungen im Libretto von William Congreve zielen auf die damalige Mätressenwirtschaft am Hof…

Zum Bericht von Alexander Walther

Heute im ORF: „FAUST“ aus der Wiener Staatsoper

Im Hauptabend präsentiert „Wir spielen für Österreich“ die Premiere von Frank Castorfs „Faust“ (20.15 Uhr) aus der Wiener Staatsoper. In Charles Gounods Komposition zu Johann Wolfgang von Goethes „Faust“ ist unter der musikalischen Leitung von Bertrand de Billy u. a. Juan Diego Flórez als Doktor Faust zu erleben. Die australische Sopranistin Nicole Car, die unlängst als Tatjana in Tschaikowskis „Eugen Onegin“ im Haus am Ring ihr brillantes Debüt feierte, steht Flórez als Marguerite zur Seite. Mit dem polnischen Bass Adam Palka und dem französischen Bariton Etienne Dupuis debütieren zwei junge Operntalente. Weitere Partien singen Martin Häßler (Wagner), Kate Lindsey (Siébel) und Monika Bohinec (Marthe). Zur Einstimmung auf die TV-Premiere bittet ORF-Kulturlady Barbara Rett die Stars zum traditionellen „Kulissengespräch“ (20.00 Uhr) und führt ins Werk ein.

Wien
Castorf: „Ich habe die Aufgabe, undankbar zu sein“– Bezahlartikel
Der deutsche Starregisseur über Charles Gounods „Faust“, Melancholie, Politik, Mick Jagger, die Kunst des Widerspruchs und die Sehnsucht nach neuen Utopien
Kurier.at

Wien/ Vereinigte Bühnen
Franz Patay als VBW-Chef wiederbestellt
Franz Patay bleibt für fünf weitere Jahre Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien (VBW). Das gab die Wien-Holding am Freitag bekannt. Insgesamt hatten sich 13 Personen für den Posten beworben, darunter zwei Frauen. Die Bewerbungsfrist endete am 2. März, worauf Hearings mit den Bewerberinnen und Bewerbern folgten.
Niederösterreichische Nachrichten

Melk
Michael Schade träumt von einem „Konzert um die Pestsäule“
Salzburger Nachrichten

Paris
Tango infernale: Olga Neuwirths coronAtion II besänftigt einen düsteren Konzertabend in Paris
bachtrack

Stream
„Weiße Rose“: Hamburger Staatsoper zeigt Graphic Opera auf Arte
NDR.de

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 39
Letzte Woche fragten wir nach einem Alternativbegriff, der auf die Zeit der Karolinger zurückgeht und der in neufranzösischer Schreibweise auch Namensträger hat bzw. hatte, die als Sänger im Opernfach bekannt sind. Nun, wir suchten nach einem Alternativbegriff zum Truchsess – und das ist der Seneschall bzw. Sénéchal. Wir gratulieren Barbara Koglbauer aus Bruck an der Mur in Österreich, die sich mit der richtigen Lösung eine Überraschungs-CD verdient hat.
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-39/

Las Palmas de Gran Canaria: Die Geschichte der Amigos Canarios de la Ópera

 Eine traditions- und erfolgreiche Opernorganisation

Foto: Klaus Billand

In dieser 54. Saison der Amigos Canarios de la Ópera – ACO war ich zu drei Aufführungen in Las Palmas, Grund genug, sich einmal etwas detaillierter mit dieser offenbar von der Kunstform Oper begeisterten Gruppe von Freunden zu beschäftigen. Interessant ist, dass der unvergessene Tenor Alfredo Kraus, bekanntlich auf Fuerteventura in den Kanaren geboren, bei der Gründung und Entwicklung der ACO eine ganz wichtige Rolle spielte…

Zum Artikel von Dr. Klaus Billand

Der Leser Robert Forst hat eine Anmerkung zum Artikel: Alfredo Kraus ist nicht auf Fuerteventura sondern auf Gran Canaria in Las Palmas geboren. Ich habe sein Geburtshaus besucht, war in dem beschriebenen Theater 1996 mit der Oper Bonn (Gastspiel Freischütz und Fidelio unter Giancarlo del Monaco). Damals war die Technik noch abenteuerlich, man musste die beiden Produktionen kurzfristig an die Möglichkeiten anpassen. Das Publikum war enthusiastuisch.

UNVERHOFFTE FUNDSTÜCKE IM INTERNET- Der Heft-Merker und die Staatsopern-Saison 1957/1958

Man findet oft unverhofft etwas, von dessen Existenz man gar nicht weiß. Man sucht etwas, dass man nicht findet, dafür findet man Dinge, die man gar nicht gesucht hat. So bin ich auf Kritiken des „Merker“ aus der Saison 1957/58 gestoßen. Interessant ist der Stil im Vergleich zu den  heutigen Kritiken, die Konzentration auf das Wesentliche, oft auch die unverschlüsselte Härte der Aussage, ohne Rücksichnahme auf die Gunst des Direktors und auch der Kritisierten. Heute „eiern“ viele Rezensenten herum, nehmen Rücksichten, weil sie „Liebkind“ sein wollen! Kann das Sinn der Rezensionen sein?

Zum „Anschauungsunterricht“, den ich unter „Reflexionen Wiener Staatsoper gestellt habe

Es müsste noch viel mehr im Net zu finden sein, aber mirfehlt die Zeit für die Recherche.

Ballett/ Tanz

Ballett: So viel Trost liegt im Tanz
Gut ein Jahr blieben die großen Theaterbühnen aufgrund der Pandemie leer. Sofia Coppolas „Spring Gala Film“ zeigt das New York City Ballet bei seiner Rückkehr auf die Bühne.
Frankfurter Allgemeine

Buchbesprechung

 

Ursula Overhage:
„SIE SPIELTE WIE IM RAUSCH“
DIE SCHAUSPIELERIN MARIA ORSKA
272 Seiten, Verlag Henschel in E.A. Seemann Henschel GmbH &m 2021

Geboren wurde sie 1893 als Rahel Blindermann in Nikolajew, etwa 100 Kilometer von Odessa entfernt, begraben ist die 1930 in Wien Verstorbene, die man unter ihrem Künstlernamen Maria Orska kannte, am Hietzinger Friedhof. Ein kurzes, nur 37 jähriges Leben voll von gnadenlosen Kämpfen, künstlerischen Triumphen, persönlichen Exzessen. Einst war sie ein ganz großer Name in der deutsch / österreichischen Theaterwelt, vor allem den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Heute ist sie in der breiten Öffentlichkeit vergessen.

Aber in das Buch der Theatergeschichte hat sich diese russische Jüdin mit ihrer außergewöhnlichen Schönheit, ihrem Talent und ihrem Wagemut nachdrücklich hinein geschrieben. Man hat diese Maria Orska „die beste Lulu, die es je gab“, genannt, und der Untertitel dieser Biographie, „Sie spielte wie im Rausch“, charakterisiert die Wirkung, die sie auf das Publikum hatte. Die Theaterstädte Berlin und Wien „lagen ihr zu Füßen“, wie das früher, in einer Welt der wirklich großen Bühnenstars, noch möglich war. Wer weiß, was sie noch hätte leisten können, wäre sie nicht frühzeitig ein Opfer von Tabletten und Drogen geworden…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Medien

Presseaussendung dürfte Grund für Fellners Bildschirmpause sein
Politikerinnen wollten am Vormittag Interview-Boykott von Wolfgang Fellner verkünden. Der kündigte Moderationspause an.
Kurier.at

Die Geschichte ist tatsächlich undurchsichtig und klingt nicht nicht ganz logisch. Herr Fellner möge sich  – so mein gutgemeinter Rat – künftig nicht in so peinlicher Art verbrüdern, mit jedem gleich per Du sein. Das hat auf den Jungspund beim „Rennbahn-Expresss“ gepasst, nun aber nicht mehr. 
 Etwas mehr Distanz wäre für einen Medienkaiser gut. Merke: Man hat nicht nur Freunde!

Daran starb TV-Moderator Jan Hahn (†47)
Der Sender “RTL“ gab nun die Todesursache des Moderators bekannt.
https://www.oe24.at/leute/deutschland/daran-starb-tv-moderator-jan-hahn-47/476632721

RF
Anna Buchegger ist „Starmania 21“-Siegerin: „Im Endeffekt gewinnt die Musik“
Im Finale der ORF-Castingshow „Starmania 21“ setzte sich die 22-jährige Salzburgerin mit einer Klavierballade durch.
Kurier.at

Freiheiten für Geimpfte und Genesene in Deutschland
Schon ab dem Wochenende treten die neuen Lockerungen in Kraft – Experten mahnen weiter zur Vorsicht.
Oberösterreichische Nachrichten

profil-Talk: Was ist mit Österreichs Männern los?
Von Belästigung bis Femizid: Angelika Hager und Christian Rainer im profil-Talk zur aktuellen Titelgeschichte.

Wöchentlich Femizide, steigende Gewalt, sexuelle Übergriffe: NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger über persönliche Angriffe. Sebastian Hofer über seine Gedanken als Feminist. Mari Lang über schwindende Gleichberechtigung. Jetzt im E-Paper lesen!
https://www.profil.at/oesterreich/profil-talk-was-ist-mit-oesterreichs-maennern-los/401375273

Österreich/ Fußball
Abstiegszone: Admira/Wacker macht die „Big Points“ gegen St. Pölten
Ist der Abstiegskampf nun entschieden? Es sind noch 3 Runden zu spielen und die NÖ-Hauptstädter wollen nicht aufgeben!
https://www.ligaportal.at/bundesliga/spielberichte/8832-noe-derby-admira-wacker-mit-den-big-points-gegen-st-poelten

Wenn man – wie ich – Anhänger von Admira/Wacker ist – hat man nicht viel Freude und genug Spott und Hohn. Aber mich verbinden uralte Bande, die familären Usprungs sind. Ich gehöre als Meidlinger dem Wacker-Flügel an, Admira war ursprünglich in Floridsdorf (am heutigen FAC-Platz in der Hopfengasse) beheimatet.  Der Verein spielt seit Jahrzehnten in der Südstadt unmittelbar vor Wien (Shopping-City), aber ein guter Fußball-Boden war das nie. Die Bewohner der Südstadt sind kein Fußball-Publikum, abgehoben bis zum „Geht nicht mehr“. Dennoch gilt Admira/Wacker als „unabsteigbar“ – und das dürfte sich auch heuer wieder fortsetzen. Gerade heuer nicht durch eigene Stärke (vier (!) Trainer wurden in dieser Saison bereits verbraucht, „Quälix“ Felix Magath hat sich als „Sportdirektor“ verabschiedet), sondern durch einen unerklärlichen Leistungsabfall beim Club der NÖ-Landeshauptstadt, dem SKN. St. Pölten. Gestern fand das direkte Duell statt und Admira/Wacker hat in einem supernervös geführten Spiel 2:0 gewonnen (zum Vergleich: im Herbst hatte  St. Pölten in der Südstadt 4:0 die Nase vorn, da dachte niemand in St. Pölten an den Abstieg) . Theoretisch ist der Abstieg Admira/Wackers zwar noch möglich, aber das wäre mit 5 Punkten Vorsprung bei noch drei zu absolvierenden Spielen fast schon ein Kunststück!

In der Nacht haben wir per Skype diesen wichtigen Sieg begossen!

Wirtschaftlich ist der Verein gut geführt, leider gilt er als „Ausbildungsverein“ mit eigener Akademie und muss die besten Spieler immer wieder abgeben. Das ist auch Sinn und Zweck einer Akademie, wenn diese sich bei einem lukrativen Angebot sperrt, geht kein hoffnungsfroher Kicker dort hin. 

Auch der Stuttgarter Torjäger Sasa Kalajdzic wurde aus dem Nachwuchs von Donaufeld in die Südstadt-Akademie geholt (nach dem ihn die Austria-Akademie nicht genommen hat, weil er fast 2 Meter misst und dementsprechend als unbewegliche Hopfenstange gegolten hat) und dort ausgebildet. Dem Spieler wurde der Sprung ins Ausland nicht verwehrt, allerdings wurde ein cleverer Vertrag auf Leistungsbasis abgeschlossen. Sobald Kalajdzic in Stuttgart oder sonstwo ein Tor erzielt, klingelt in der Südstadt die Kassa! Am Freitag hat sie bei Sasas Siegestreffer gegen Augsburg wieder angeschlagen.

Dazu Mitarbeiter Friedeon Rosén, ein Fan des VfB. Stuttgart: Danke für die Info aus Ihrem Fußballlager. Mein VfB war ja die letzten Jahre immer vom Abstieg bedroht und galt zuletzt auch als ‚Fahrstuhlmannschaft‘. Damit ist es jetzt erstmal auch dank Kalajdzic  vorbei. Wenn jetzt noch der österreichische Trainer Glasner von Wolfsburg frei würde und Stuttgart ihn sich angeln könnte, wären wir nächstes Jahr vielleicht wieder international.

Nach dieser Information aus dem Fußball-Lager wünsche ich einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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