Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

9. MAI 2018

09.05.2018 | Tageskommentar

Der Job von „Geschäftsführender Intendant“ Peter Ruzicka (Salzburger Osterfestspiele) gilt ab sofort als ausgeschrieben. Foto: Osterfestspiele/Christian Schneider

Prof. Dr. Peter Ruzicka wird per 30. Juni 2020 seine Tätigkeit als Geschäftsführender Intendant der Osterfestspiele Salzburg beenden. Peter Ruzickas Vertrag war von Anbeginn an auf die Dauer von fünf Jahren ausgelegt und läuft mit dem genannten Termin aus. Die Position der Geschäftsführenden Intendantin/des Geschäftsführenden Intendanten wird heute noch  ausgeschrieben (in DIE ZEIT, Wiener Zeitung und Salzburger Nachrichten sowie auf der Website der Osterfestspiele Salzburg).

Die Ausschreibung läuft bis 9. Juni 2018; im Anschluss daran finden Hearings statt. Mit einer Entscheidung über die Nachfolge ist im Laufe des Sommers 2018 zu rechnen.

Der Findungskommission gehören an: Sarah Wedl-Wilson MA, Aufsichtsratsvorsitzende der Osterfestspiele Salzburg GmbH Mag. Ingrid Tröger-Gordon, Vorständin der Kulturabteilung der Stadt Salzburg Michael Berger-Sandhofer, Präsident des Vereins der Förderer der Osterfestspiele in Salzburg Prof. Dr. Peter Ruzicka, Geschäftsführender Intendant der Osterfestspiele Salzburg (beratendes Mitglied)

Soweit die Infos. Sie sollten sich also beeilen. Noch besser wäre, wenn Sie zur Findungskommission „einen guten Draht haben“

Peter Ruzicka verlässt die Osterfestspiele Salzburg
Stelle des Geschäftsführenden Intendanten wird am Mittwoch neu ausgeschrieben
Der Standard

Elina Garanca. Samstag in Wien Dalila, im Juli wieder auf Stift Göttweig

Elina Garanca

Elina Garanca singt am 4. Juli wieder in Göttweig
Kommenden Samstag (12. Mai) gibt sie an der Wiener Staatsoper ihr Debüt als Dalila in Camille Saint-Saëns’ „Samson et Dalila“, doch im Herzen ist Elīna Garanča auch schon bei einem für sie sehr wichtigen Konzert. Am 4. Juli (20.30 Uhr) bittet die fantastische Mezzosopranistin zum bereits elften Mal zu „Klassik unter Sternen“ nach Stift Göttweig.
Kurier

Muss der Kulturminister ein Opernfreund sein?

Vorweg, er muss es natürlich nicht sein – und er ist es auch nicht. Er hat dies obendrein auch nie von sich behauptet, nur der ORF-Moderator Dr. Traxl wollte es ihm und uns beim Kulturmontag unbedingt einreden. Ich sage, ein Opernfreund als Kulturminister wäre sogar gefährlich, denn Menschen, die manche Opernlibrettis so ernst nehmen, dass sie darüber debattieren und sogar ruminterpretieren, sind weitab der Realität und als Kulturmanager gefährlich. Ein Kulturminister (im Grunde genommen auch ein Operndirektor), der Fan einiger Sänger ist, wäre überhaupt eine Katastrophe.

Herr Blümel hat mehrmals von „Samson und Delilha („Dileila“) geredet und damit wahrscheinlich Tom Jones gemeint. Dessen Generation gehört er  freilich nicht an, aber vielleicht schätzt der Minister so „alte Hadern“.

 

Egal, deshalb kann er auch ein guter Kulturminister sein. Und der ORF soll endlich damit aufhören, Interviewpartnern etwas in den Mund zu legen! Wir sind nicht bei politischer Belangberichterstattung, meine Damen und Herren!

Übrigens. Mit Bogdan Roscic hat sich Minister Blümel bereits ausgesprochen. Bei Martin Kusej wird das etwas schwieriger sein, der hat in seiner „Szene“ einen Ruf zu verteidigen! Aber ich bin sicher, der Minister schafft auch den.

Wiener Staatsoper: Bericht vom gestrigen „Liebestrank“ online.

Copyright: Wiener Staatsoper

Hila Fahima übernahm sehr rasch die Rolle der Adina. Nach einigen Vorstellungen, in denen sie Gianetta war, konnte sie natürlich die Regie wesentlich besser kennen lernen als ihr Partner Paolo Fanale als Nemorino. Bei Hila Fahima schwand die Nervosität nach ein paar Tönen und sie konnte wirklich eine sehr gute Adina auf die Bühne bringen. Die Stimme ist gewachsen und lange nicht mehr so soubrettig wie in der Anfangszeit. Ja, das Ensemble ist zum großen Teil tatsächlich sehr gut. Darstellerisch war sie eine wohl sehr zickige, aber dennoch liebenswerte Heiratskandidatin für Nemorino. Paolo Fanale zeigte wohl ein angenehmes Timbre,  phrasierte stellenweise sehr schön, fand aber wirklich erst Sicherheit bei „una furtiva ..“  Da war wirklich alles zu 100% in Ordnung…

Paolo Rumetz hat den Dulcamara zwar auch noch nicht sehr oft in Wien gesungen, diesmal war er aber als Routinier der „Fels in der Brandung“.

Zum Bericht von Elena Habermann

Theater an der Wien: Das Künstlerdrama als Kampf der Tanzstile
Tschechows „Möwe“, verlegt in die Welt des Tanzes: John Neumeiers Ballett begeisterte
Die Presse

Weimar will nahezu vergessene Liszt-Oper uraufführen
Eine nahezu in Vergessenheit geratene, unvollendete Oper von Franz Liszt (1811-1886) will die Staatskapelle Weimar am 19. August konzertant uraufführen. Das 111-seitige Manuskript zur italienischen Oper „Sardanapalo“ habe weitgehend unbeachtet im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar gelegen, teilte das Deutsche Nationaltheater am Dienstag mit.
Sueddeutsche Zeitung

LOHENGRIN IN BRÜSSEL (zum Bericht gestern). Video steht zum Abruf

 

ist samt der Rede von Herrn Py bis 25.10.2018 hier nachzusehen:

https://www.arte.tv/de/videos/082264-000-A/olivier-py-inszeniert-lohengrin/

wie auch La Donna del Lago mit Max Emanuel Cencic aus Lausanne (bis 26.10.2018)

https://www.arte.tv/de/videos/082089-000-A/rossinis-la-donna-del-lago/

Apropos „Lohengrin“: Kristine Opolais sagt die „Elsa“ in London ab

Latvian soprano Kristine Opolais has withdrawn from the role of Elsa in The Royal Opera’s new production of “Lohengrin.”

The soprano withdrew to ensure her full recovery from a routine abdominal medical procedure. In a statement, Opolais said, “I withdraw from Lohengrin at the Royal Opera House with a heavy heart. I am incredibly sorry to disappoint my fans in London, but I look forward to returning to The Royal Opera in the 2018/19 Season as Tosca. I am extremely grateful for everyone’s support.” (Quelle: „operawire„)

„Konzertgänger in Berlin“
Demütig erfüllend: Brad Mehldau Trio im Konzerthaus
Mal aus einer Parallelnischenhochkultur in die andere huschen: In der Klazzik-Reihe des Konzerthauses Berlin spielt das Brad Mehldau Trio in der Besetzung Klavier/Kontrabass/Schlagzeug. Der Konzertgänger ist in punktibus Jazziana wahrscheinlich der ahnungsloseste Hansotto im ganzen Saal: jener Hirbel oben im zweiten Rang, der vorher nach einem Programmheft fragt und mittendrin nach dem Seitensatz auf der Dominante sucht. Dabei scheinen im Parkett die Fans zu sitzen, im Rang die Kenner, aber er bleibt trotzdem oben…
https://hundert11.net/brad-mehldau-trio/

Gießen: Musiktheater Aus den Kriegen, die ich sah
Befreiung und Vernichtung: Heiner Goebbels inszeniert ein szenisches Konzert in Gießen.
Frankfurter Rundschau

OPER GRAZ : Morgen Zusatzvorstellung für das Musical „Ragtime“!

Am 10. Mai um 18 Uhr gibt es die letzte Möglichkeit, Stephen Flahertys Musical „Ragtime“ an der Oper Graz zu erleben. Tickets sind im Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz 10 erhältlich. 

Despair … rehearsals for the Royal Opera House’s Lessons in Love and Violence, about Edward II’s relationship with the Earl of Cornwall. Photograph: Stephen Cummiskey/ROH/Stephen Cummiskey

Katie Mitchell on ROH’s brutal new opera: ‚There is optimism – for 10 seconds‘
The Guardian

DVD/Blu-Ray: NICCOLÒ JOMMELLI: IL VOLOGESO oder Berenice, Königin von Armenien – Erste Neuinszenierung seit 1769!, live Oper Stuttgart Mai 2015; NAXOS
Veröffentlichung: 11. Mai

 

Ja auch Stuttgart war einmal Nabel europäischer barocker Opernkunst: Genau für 15 Spielzeiten, als Jommelli 1753 bis 1768 am Württembergischen Hof engagiert war. Daran sollte zum 300. Geburtstag Jommellis in Stuttgart mit der Aufführung der Opera seria „Il Vologeso“ erinnert werden. 250 Jahre war es damals her, dass diese Oper zuletzt auf einer Bühne zu sehen war. Das populäre Sujet unter verschiedenen Titeln wie „Vologeso“ oder „Berenike“ wurde allein zwischen 1700 und 1816 ungefähr 100 mal vertont. (Dr. Ingobert Waltenberger)

ZÜRICH: Ballett FAUST – neu!

Atemberaubende Bemächtigung:  William Moore (Mephisto) und Jan Casier (Faust). Copyright: Gregory Batardon

Vorbei sind die Zeiten, als es massive Vorbehalte gegen eine vokale oder tänzerische Adaption des berühmtesten aller deutschen Klassiker gegeben hatte. Die Balletthistorie zu diesem Stoff reicht bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zu Jean Coralli zurück und beinhaltet in der vielseitigen thematischen Herausforderung wie auch Anziehungskraft selbstredend renommierte Tanzschöpfer der jüngeren Vergangenheit.

Der Rumäne Edward Clug, der sich seit seiner Entdeckung als Gast beim Stuttgarter Ballett einen guten Namen als – nomen est omen – kluger Repräsentant zwischen klassischer Tradition und Formen des Modern Dance gemacht hat, reiht sich nun würdig in die Reihe bedeutender choreographischer Größen wie Béjart, Petit und Balanchine ein, die sich indes z.T. auf andere Vorlagen wie z.B. Liszts „Faust-Symphonie“ stützen…

Zum Bericht von Udo Klebes

Eurovisions-Song-Contest: Cesar Sampson ist im Finale
http://orf.at/live/1981-Cesar-Sampson-ist-im-Finale/

Nachdem Cesar Sampson bekannt hat, dass ihm patriotische Gefühle fremd sind, habe ich gestern alle Teilnehmer, die das TV bei der Resultatsbekanntgabe gezeigt hat, beobachtet. Tatsächlich hat das „Drumherum“ um Herrn Samposon rot weiss rote Fähnchen geschwungen, Cesar Samson hat als einziger der präsentierten Teilnehmer keine dieser Fahnen in die Hand genommen. Ich hatte schon den Eindruck, dass die Mitbewerber allesamt stolz darauf sind, ihr Land vertreten zu dürfen und sich auch diesbezüglich geoutet haben.

Meine Sympathie gehört natürlich Österreich, aber nicht diesen Interpreten.

Das Finale ist am Samstag!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

Diese Seite drucken