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9. MÄRZ 2022 – Mittwoch

09.03.2022 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: SALOME mit Hausdebüt. Jennifer Holloway. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Das mit Spannung erwartete Hausdebüt von Jennifer Holloway in der Titelpartie ist überaus positiv zu bewerten. Der amerikanischen Sängerin kommt dabei wohl zugute, dass sie ursprünglich als Mezzo begonnen hatte und sich erst später zur Sopranistin entwickeln sollte. Die fordernde Rolle, ihr enormer Tonumfang, bereiten ihr keinerlei Schwierigkeiten. Auch darstellerisch überzeugt sie mit ihrer in einer unmöglichen Situation eingezwängten Jugendlichkeit. Da ist zum einen der lüsterne Stiefvater, der sie dauernd geil-sabbernd anstarrt, und zum anderen ihre promiskuitive Mutter. Kein Wunder also, das sie in dieser dysfunktionalen Welt zu einer dysfunktionalen Frau wird, die eine erotische Obsession zum asketischen lebenden Jochanan entwickelt. Die lange Szene, in der sie das Haupt des Propheten auf der Silberschale umkreist, sich ihm nähert und dann wieder entfernt, um ihn schließlich innig auf den Mund zu küssen, ist an Intensität kaum zu übertreffen und schwer zu ertragen. Der Schleiertanz gehört dafür nicht zu den Pluspunkten ihrer Performance, und in zwei, drei Passagen, in denen das Orchester wie entfesselt aufspielen muss, wirkt ihre Stimme vielleicht (noch?) eine Spur zu klein für die große Wiener Bühne.

Jochanaan kommt in dieser Oper nicht besonders gut weg. Er ist keine biblische Lichtgestalt, sondern – laut Richard Strauss – in dieser Ansammlung perverser Gestalten „der perverseste der ganzen Gesellschaft“. Eine dunkle, düstere Erscheinung also, und in Barlogs Inszenierung bedrohlich schwarz gekleidet. Dazu kommt, dass er aus der Tiefe eines Brunnens, in dem er als Gefangener gehalten wird, zu singen hat. Mit diesen Handikaps kommt der Bayreuth-erprobte dramatische Bariton John Lundgren bei seinem Hausdebüt allerdings gut zurecht und ist ein solider, mit starker Stimme etwas eintönig mahnender, misogyner Prophet, dessen Kritik vor allem der Lebensführung der Herodias gilt. Der schwedische Bariton genießt einen guten Ruf als Sängerdarsteller. Im Mai wird John Lundgren als Wotan im Wiener Ring zu erleben sein.

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke ist ein eindrucksvoll lüsterner Herodes. Stets auf der Lauer und dennoch schonungslos offen in seiner Obsession für Salome. Ein wortdeutlich singender, heller Charaktertenor, der den Herodes nicht zur Karikatur verkommen lässt, sondern als völlig unmoralisch Despoten darstellt, der bereit ist, alle Grenzen der Vernunft hinter sich zu lassen und seiner Stieftochter sein halbes Reich verspricht, nur damit sie vor ihm – für ihn – tanzt…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Wien/ Staatsoper
„Staatsopern-Debütanten machten die 248. Aufführung der Strauss-Oper im Jürgen-Rose-Dekor spannend.
Salome“: Neue Stimmen im Glitzer-Ambiente
https://www.diepresse.com/6108985/salome-neue-stimmen-im-glitzer-ambiente

Wien/ Staatsoper
Tosca an der Wiener Staatsoper: Drama, Baby, Drama!
bachtrack.com

Musik überwindet alle Grenzen? Von wegen!
Aufführungen russischer Opern werden gestrichen. Russische Musiker werden ausgeladen, Dirigenten räumen ihre Posten. Seit dem Beginn der Ukraine-Krieges ist in der Klassik das Chaos ausgebrochen. Ein Überblick.

Er kann sich nicht entscheiden zwischen seinen beiden musikalischen Familien. Deshalb hat der international vielgefragte Tugan Sokhiev, Chefdirigent des Moskauer Bolschoi Theaters seit 2014 sowie des Orchestre National du Capitole de Toulouse, am Sonntagnachmittag via Facebook mitgeteilt, dass er bei beiden Institutionen mit sofortiger Wirkung aufhören werde.

Der damit beruflich heimatlose 44-Jährige, Nordossete wie Valery Gergiev und von 2012 bis 2016 auch Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, hat nie die Nähe zu Putin gesucht. Aber er hat einen offiziellen Posten. Der Bürgermeister von Toulouse hatte ihn zu einer Erklärung gegen Putin bis zum 18. März gedrängt. Sokhiev hat sich jetzt für den Frieden ausgesprochen, dem er als Musiker Ausdruck verleihen will…

Die Welt.de

Werden so Grenzen überwunden? Das Gegenteil ist der Fall, Gräben werden aufgerissen! Bei Gergiev und auch bei Netrebko kann ich es noch verstehen, denn die beiden haben „Fleißaufgaben“ gemacht, die sie nicht unbedingt hätten machen müssen. Aber Künstlern, die diesbezüglich nie auffällig geworden sind und keine Petitionen unterzeichnet haben, politische Bekenntnisse abzuringen, geht meiner Meinung nach an der Würde des Menschen vorbei, ist schäbig bis zum „Geht nicht mehr“!

Ich bin keineswegs ein Fan des Salzburger Festspielintendanten Markus Hinterhäuser, aber wo er recht hat, hat er recht. Die Reaktion des Münchner Oberbürgermeisters ist angesichts der Tatsache, dass er Gergievs Meinung zu Putin schon vor Vertragsunterzeichnung gekannt hat, mehr als verwunderlich:

Salzburger Festspielchef: Breitseite für Reiter nach Gergiev-Rausschmiss
Höriger Putinfreund oder nur Angst ums eigene Leben? Der Chef der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, hat in einem Interview Münchens OB Dieter Reiter für den Rauswurf des russischen Dirigenten Valery Gergiev kritisiert.

…Wegen der politischen Repression in Russland sei es aber falsch, allen Menschen mit russischem Pass Stellungnahmen abzuverlangen, die sie kaum geben könnten. „Das hat nichts mit einer Art von Putin-Hörigkeit zu tun. Das kann auch die nackte Überlebensangst sein“, sagte Hinterhäuser…

Reiter habe um Gergievs Nähe zu Putin gewusst; trotzdem sei der Vertrag des Maestro vor einigen Jahren verlängert worden. „Er hat überhaupt keine Haltung bewiesen“, sagte er über Reiter.
MünchnerAbendzeitung

Im nachstehenden video ist der „Bürgermeistersager“ Thema

https://tvthek.orf.at/profile/kulturMontag/13886866/kulturMontag/14127012

Die Heuchelei der Gergiev-Empörung
Vielleicht fällt dieser Kommentar in die Kategorie „Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von jedem“. Doch es lässt sich nicht oft genug vor einer Russophobie warnen, die auch in der Klassik-Welt monströse Ausmaße entwickeln könnte
WienerZeitung.at

Obiger Artikel ist dazu angetan, meinen Glauben an fairen Journalismus ganz langsam wieder herzustellen

Wien: Gewinne Tickets für “Ariadne auf Naxos”: Met Opera live im Kino
Von der Bühne auf die Leinwand: Wir verlosen Tickets für “Ariadne auf Naxos” im Village Cinema Wien Mitte.
events.atwas ist los in wien

Staatsoper Berlin: „Rigoletto“ mit Christopher Maltman und Erin Morley

Schlussapplaus nach „Rigoletto“. Foto: Anton Schlatz

Die Wiederaufnahme des von Bartlett Sher recht handzahm inszenierten Rigoletto gelang nur teilweise. Saimir Pirgu liefert als Herzog tenorale Kraftmeierei, Erin Morley bleibt als Gilda blass, auch wenn sie nicht viel falsch macht, und Christoph Maltman nimmt sich des Titelhelden mit allzu roher Baritonkraft an. Ivan Repušić drängt auf Elan und manchmal recht plakatives Verdi-Feuer.
konzertkritikopernkritikberlin/a.schlatz

FRANKFURT: BIANCA E FALLIERO von GIOACHINO ROSSINI – 5.3. 2022

Foto: Oper Frankfurt/ Barbara Aumüller

Ein gewaltiger Kontinent liegt vor uns. Einige seiner zentralen Orte sind wohlbekannt und häufig frequentiert. Andere liegen abseits, kaum jemand weiß ihre Namen. Zwar gibt es immer wieder – und immer häufiger – Expeditionen an solche entlegenen Stellen, denen aber kaum Neugierige folgen, obwohl ihre Schönheiten gerühmt werden. So bleiben diese Orte unbekannt, das Leben braust an ihnen vorüber.

Der Kontinent, es ist ein musikalischer, heißt Gioachino Rossini. Außerhalb seiner Metropole namens „Il Barbiere di Siviglia“ wird der Verkehr schnell weniger. Es gibt ein paar beschaulichere Vororte, aber zu den vielen weißen Flecken seiner Landkarte verirren sich nur Enthusiasten und Connaisseurs. Die Oper Frankfurt hat sich als eines der großen Repertoiretheater weltweit in den letzten Jahren des kaum erforschten Geländes angenommen und in mittlerweile vier Erkundungsgängen Werke vorgestellt, die sonst vornehmlich bei spezialisierten Festivals begegnen

Zum Bericht von Werner Häußner

Ernst von Siemens-Musikpreis für Olga Neuwirth
Die steirische Komponistin Olga Neuwirth wird mit dem Ernst von Siemens-Musikpreis 2022 ausgezeichnet. Die renommierteste Ehrung für klassische Musik im deutschen Sprachraum ist mit 250.000 Euro dotiert.
https://steiermark.orf.at/stories/3146301/

TTT Vinylschätze 12 – Tempi passati: Alban Berg –  Violin Concerto 1935 – Andre Gertler, Philharmonia Orchestra London, Dirigent Paul Kletzki, 1960

 

 First Movement – Andante – Allegretto:  Verbindung tonaler und atonaler Elemente

https://www.youtube.com/watch?v=B8g_bCaT10A

 André Gertler (* 1907 Budapest † 1998 Brüssel) ungarischer Violinist

Paul Kletzki (* 1900 Lodz, russ. Kaiserreich † 1973 Liverpool), Schweizer Dirigent/Komponist polnischer Herkunft

Alban Berg: Violinkonzert  Uraufführung wird zum Requiem

 https://www.deutschlandfunk.de/alban-bergs-violinkonzert-die-urauffuehrung-wird-zum-requiem-100.html

Kommentare: Meisterwerk,  solche Kraft, ungeheuchelte Schönheit, immenses Gefühl der Tragödie,   einzigartig unter Atonalem, wie Tonales, Melodie, Harmonie, Rhythmus, Klang, Form,  Spannungsverläufe,  Charaktere,  Anspielungen, Querverweise, Kontraste, Erwartetes und Unerwartetes …

Mein  (TTT) Zugang: mit geschlossenen Augen in meditativem „Fallenlassen“, „emotionaler Intelligenz“ folgend, musikalisches Erleben potenzierend: s. Lebensnerv Rückgrat zum Opernbesuch aktivieren! https://onlinemerker.com/emotionale-intelligenz-lebensnerv-rueckgrat-zum-opernbesuch-aktivieren/

Erläuterungen mit dem geringsten Anspruch zu quälend hochtrabenden „Koryphäen“: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/musik/artikel/atonalitaet#

Die Ukraine und der Aufstieg Russlands
Tragische Ironie der Geschichte
DeutschlandfunkKultur

Buchbesprechung: Giovanni Boccaccio  VON BERÜHMTEN FRAUEN
Ausgewählt und neu übersetzt von Martin Hallmannsecker.
Mit einem Nachwort von Kia Vahland.
160 Seiten, Verllag C.H.Beck´, 2021

 

Der Verhaltenskodex für die Frau im 14. Jahrhundert besagte, dass sie nur zum Kirchgang außer Haus gehen darf und immer den Blick gesenkt zu halten hat – bloß keinem Mann ins Gesicht sehen! Nun, wie man weiß, haben sich Frauen damals und auch davor über die von Männern gemachten Vorschriften hinweggesetzt. Und es war Giovanni Boccaccio, der sich für ihre Schicksale interessierte.

Wer von Boccaccio nur das „Decamerone“ kennt, greift zu kurz. Allerdings ist die Fülle seiner weiteren Werke außerhalb des italienischen Sprachraums nie auch nur annähernd so berühmt geworden, wie sein Hauptwerk. Gut, dass Verlage manchmal Nachhilfeunterricht geben…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Film der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE
Filmstart: 11. März 2022  
PARALLELE MÜTTER
Madres Paralelas  /  Spanien  /  2021 
Drehbuch und Regie: Pedro Almodóvar
Mit: Penélope Cruz, Milena Smit, Israel Elejalde, Aitana Sánchez-Gijón u.a.
Prädikat: Besonders wertvoll

Parallele Mütter“ scheint alles andere als ein attraktiver Filmtitel, weil man sich eigentlich nichts darunter vorstellen kann, aber dennoch hat Pedro Almodovar mit diesem Film wieder einmal so richtig (gut und schön) zugeschlagen.

Im Großen betrachtet erzählt er Variationen der Mutterschaft und über Familienbande, über Frau-Frau- und Mann-Frau-Beziehungen, im Detail erlegt er seinen beiden Heldinnen ein herz- und nervenzerreißenes Schicksal mit ihren neu geborenen Babys auf. Hinterfragt Mutterliebe, „Stimme des Blutes“, menschlichen Anstand anstelle von Besitzgier. Alles geht gut aus. Der Frauenkenner.

In erster Linie geht es um Janis (von den Eltern einst nach Janis Joplin genannt, die jüngeren Leuten gar kein Begriff mehr ist). Sie ist eine erfolgreiche Karrierefrau, Fotografin, solo, an die 40 (und wir wollen nicht damit rechten, dass Darstellerin Penelope Cruz in zwei Jahren 50 wird, denn so wie sie aussieht, kann sie jede beliebige Zahl von Jahren abhandeln). Darum nimmt sie die Chance wahr, von ihrem neuen Liebhaber Arturo, der zwar verheiratet, aber ein ehrenwerter Mann ist, ein Kind zu bekommen…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

ORF trauert um langjährigen ORF-Sportreporter Sigi Bergmann

 

Der langjährige ORF-Sportreporter, Boxexperte und legendäre Gastgeber von „Sport am Montag“, Sigi Bergmann, ist heute im 85. Lebensjahr nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.

Der promovierte Historiker und Germanist schloss auch ein klassisches Gesangsstudium ab. Neben Gesang und Oper interessierte sich Bergmann schon während seines Studiums für Sport, spielte aktiv Fußball und begann selbst zu boxen.

Seine journalistische Karriere begann er in den frühen 1960er Jahren beim Volksblatt, 1968 wechselte er als Redakteur zum Österreichischen Rundfunk (ORF). Von 1969 bis 1974 präsentierte er dort die wöchentliche Sendung „Sportmosaik“. Im Jahr 1975 wurde er mit der Moderation der legendären ORF-Sendung „Sport am Montag“ beauftragt, die er 17 Jahre lang – bis 1992 – gestaltete, moderierte und prägte. Um zu zeigen, dass Kunst und Sport einander nicht ausschließen, holte Bergmann Persönlichkeiten wie Peter Ustinov, Helmuth Lohner, Otto Schenk und auch Plácido Domingo und José Carreras in seine Sendung…

Sigi Bergmann war ein Gigant, nicht vergleichbar mit den Dampfplauderern, die heute für die Sportberichterstattung eingesetzt werden. In der Wohnung/Gartenhaus von Boxlegende Hans Orsolics gegenüber dem Meidlinger Schöpfwerk durfte ich einmal einen Abend mit ihm diskutieren. Das war ein faszinierenes Erlebnis, weil wir auch über Oper redeten. Selbst der Boxer hörte interessiert zu!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Polen will MiG-29-Kampfjets den USA übergeben, Washington hält den Vorschlag für «nicht haltbar: Das ist passiert: Polen will seine Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 an die Vereinigten Staaten übergeben. Die Jets sollen am amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Ramstein stationiert und könnten darüber der Ukraine zur Verfügung gestellt werden. Die amerikanische Regierung hält den Vorschlag jedoch für «nicht haltbar». Der Vorschlag bringe «schwierige logistische Herausforderungen» mit sich, erklärte der Sprecher des Pentagons, John Kirby. Die Entscheidung, der Ukraine polnische Kampfflugzeuge zu überlassen, sei letztlich Sache der polnischen Regierung.
Zu den neusten Entwicklungen

  • Biden verhängt Importverbot für russisches Öl und Gas: Der amerikanische Präsident Joe Biden hat ein Einfuhrverbot für Erdöl, Flüssiggas (LNG) und Kohle aus Russland angekündigt. Washington kommt den Europäern, die vorerst nur darüber reden, damit zuvor. Allerdings haben diese es auch schwerer: Sie sind stärker auf die Energieimporte aus Russland angewiesen als die Vereinigten Staaten. Biden bereitet gleichzeitig die amerikanischen Bürger auf hohe Benzin- und Dieselpreise an der Zapfsäule vor: «Die Verteidigung der freiheitlichen Prinzipien hat ihren Preis.»
    Zum Bericht
  • Die erwartete Entscheidungsschlacht um Kiew: Die russische Armee dürfte innert Tagen genügend Kräfte rund um Kiew bereit haben, um den Sturm auf die Hauptstadt zu wagen. Dass die Kommandanten dabei auf die ganze Härte der Taktik für den Kampf im überbauten Gebiet setzen würden, belegt der bisherige Kriegsverlauf. Die Entscheidungsschlacht um Kiew ist die brutalste Variante, um die Ukraine in die Knie zu zwingen. Zur Analyse
  • Zwei Millionen Menschen haben die Ukraine bereits verlassen: Der Massenexodus aus der Ukraine hat einen dramatischen Meilenstein erreicht. Bei der Evakuierung der Zivilbevölkerung aus dem Kampfgebiet gab es am Dienstag einen kleinen Lichtblick zu verzeichnen. Erstmals ist es gelungen, aus einer belagerten Stadt einen Fluchtkorridor einzurichten. Dennoch bleibt die Lage für viele Zivilisten im Kriegsgebiet dramatisch.
    Zum Bericht
  • Russische Zentralbank schränkt Devisenhandel ein: Die russische Zentralbank verhängt angesichts der westlichen Sanktionen im Ukraine-Krieg drastische Einschränkungen für den Devisenhandel. So werden russische Banken kein ausländisches Bargeld mehr an Bürger verkaufen können. Dazu gehört auch, dass man von einem Devisen-Konto Bargeld in ausländischer Währung nur bis zu einem Betrag von 10 000 Dollar abheben kann.
    Zu den wichtigsten Wirtschaftsmeldungen
  • Konsequenzen eines Gas-Embargos: Die Schweiz würde es verkraften, wenn Europa einen Lieferstopp für russisches Gas verhängen würde, sagt Martin Schmid, Präsident des Verbands der Schweizerischen Gasindustrie. «Klar ist aber auch, dass ein Embargo von russischem Gas und Öl deutlich höhere Preise in Europa zur Folge hätte», erklärt Schmid. Der FDP-Ständerat macht sich für den Bau von Gasspeichern stark, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen.
    Zum Interview
  • Vorbereitungen für ukrainische Flüchtlinge: Die Solidarität mit der Ukraine ist gross – die Zahl der Hilfsangebote und Aktionen für den Frieden auch. Viele Schweizer möchten den Menschen in der Ukraine und jenen, die aus dem Kriegsgebiet geflüchtet sind, helfen. Sei es mit Kleidern, Geld oder einem Dach über dem Kopf. Doch welche Art der Hilfe bringt am meisten, und wie findet man ein seriöses Hilfswerk? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zur Ukraine-Hilfe zusammengestellt.
    Zum Überblick

Ich wünsche

Österreich
Wegfall von russischem Gas würde Österreich stark treffen
Die EU und Österreich sind in hohem Ausmaß von russischem Gas abhängig. Der russische Einmarsch in der Ukraine hat die Energiepolitiker in der EU wachgerüttelt, die sich jetzt um andere Energiequellen bemühen wollen. Bei einem Wegfall der Russlandimporte wären rund 10 Prozent des gesamten Energiebedarfs in Europa gefährdet, in Österreich wären es sogar 19 Prozent, ergab eine Studie des österreichischen Kreditversicherers Acredia in Zusammenarbeit mit Euler Hermes.
VOL.at

Gas-Stopp: „In einigen wenigen Wochen wäre Schluss“
Ohne russisches Gas könnten wichtige Alltagsgüter knapp werden, sagt Industriellengeneral Christoph Neumayer. Für Haushalte würde das eigene Gas knapp reichen.
Kurier.at

Gestern sagte mir ein Freund, dass er in Deutschland an einer als billig gelteden Jet-Tankstelle Euro 2,13 für einen Liter Diesel bezahlt hat. Er rechnet damit, dass das Ende der Preisspirale noch lange nicht erreicht ist.

Man lese aufmerksam die Kommentare und vergleiche mit dem, was uns in den letzten Tagen an „Politikerexpertisen“ vorgesetzt wurde:

Auszug aus den Kommentaren: Präsident Biden bereitet gleichzeitig die amerikanischen Bürger auf hohe Benzin- und Dieselpreise an der Zapfsäule vor: «Die Verteidigung der freiheitlichen Prinzipien hat ihren Preis.»

Martin Schmid, Präsident des Verbands der Schweizerischen Gasindustrie. «Klar ist aber auch, dass ein Embargo von russischem Gas und Öl deutlich höhere Preise in Europa zur Folge hätte», erklärt Schmid.

Ohne russisches Gas könnten wichtige Alltagsgüter knapp werden, sagt Österreichs Industriellengeneral Christoph Neumayer

Vor wenigen Tagen erklärten uns allerwichtigste Politiker, dass es kein Problem wäre, das Gas von anderen Anbietern zu beschaffen! Wer glaubt, dass die „anderen Anbieter“ angesichts der Notlage mit Preiserhöhungen stillhalten werden, ist naiv. Wie sagte Joe Biden? “ Die Verteidigung vor freiheitlichen Prinzipien hat eben ihren Preis“

Können wir und das leisten? Joe Biden lügt in diesem Punkt wenigstens nicht. Glauben andere Politiker wirklich das, was sie uns erzählen? Haben wir künftig nur mehr die Wahl zwischen Lügnern und Naivlingen? Wenn ich zwischen den beiden Gruppen aussuchen müsste, wähle ich doch glatt die Lügner.  Bei denen besteht wenigstens Hoffnung, bei den Unbedarften ist sogar Hoffnung vergebens.

Was rege ich mich auf, es ist doch ohnehin vergeblich!

Ach ja, Österreichs Fußballmeister RB. Salzburg verlor trotz vorher geführter „großer Lippe“ gegen Bayern München mit 1:7. Das ist keine Niederlage, das ist eine Hinrichtung! „Große Lippe“ dürfte derzeit in Österreich überhaupt angesagt sein, hoffentlich gibt es nicht auch auf anderem Gebiet ein böses Erwachen!

Dennoch, ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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