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9. JULI 2022 – Samstag

09.07.2022 | Tageskommentar

OPERKLOSTERNEUBURG: HEUTE PREMIERE „LA BOHÈME“. Marc-Olivier Oetterli (Alcindoro), Camille Schnoor (Mimì), Clemens Kerschbaumer (Rodolfo), Ales Jenis (Schaunard), operklosterneuburg, Foto von Roland Ferriagto

Ohne Gewähr: Da der Vorverkauf bestens gelaufen ist, fahren Sie besser zu den ersten drei Vorstellungen nicht auf „Gut Glück“ nach Klosterneuburg, sondern erkundigen Sie sich vorher, ob noch Karten vorrätig sind. Für die Premiere gibt es keine Karten mehr!  Ab Samstag 16. sind noch Karten buchbar

TERMINE
LA BOHÈME

Premiere Samstag, 9. Juli 2022
Juli 12*, 14, 16, 20, 22, 26, 28, 30
August 3, 5
jeweils 20.30 Uhr
Ende ca. 23.15 Uhr
* öffentliche Benefizvorstellung Rotary-Club Klosterneuburg

Kulturamt Klosterneuburg: Tel 02243 444 424

EMail
karten@operklosterneuburg.at
Web www.operklosterneuburg.at

Klosterneuburg/ NÖ
„Es ist wunderschön, wieder in der Oper Fuß zu fassen!“
Clemens Kerschbaumer hat am Samstag im Stift Klosterneuburg Premiere als „Rodolfo“ in „La Bohème“.
DiePresse.com.de

Wiener Staatsoper: ROSSINI-GALA: Letzte improvisierte Probe – kurzes Video
gefunden von Fritz Krammer

Bitte untenstehenden Link anklicken

ZU INSTAGRAM mit Kurzvideo Domingo, Bartoli, Sekapagne

 

Verona: Anna Netrebko ist Aida, die Königin der 99. Opernfestspiele in der Arena

In der Arena di Verona gab Anna Netrebko vor drei Jahren ihr triumphales Debüt als die königliche Leonora in Il Trovatore. In den schwierigen zwei Jahren, die von der Pandemie geprägt waren, war sie dem internationalen Publikum des Verona Festivals mit einem denkwürdigen Konzert nahe und brachte ihre Prinzessin Turandot zum ersten Mal nach Italien. Die lang erwartete Rückkehr zu den 99. Opernfestspielen 2022 stand wieder ganz im Zeichen von Giuseppe Verdi, mit der beliebtesten Oper, die seit jenem ersten Opernabend am 10. August 1913 in der Arena aufgeführt wurde: Aida
http://www.gardaseezeitung.it/2022/07/07/anna-netrebko-ist-aida-die-koenigin-der-99-opernfestspiele-der-arena/

Das Veroneser AIDA-Sängerteam

Ramfis und Amonasro starteten das Auto nach der Freitag-Aida, um heute in den gleichen Rollen in Dresden zu erleben sein:

 

Anna Netrebko darf im September nicht in Stuttgart auftreten
Die russische Sopranistin Anna Netrebko will in den kommenden Wochen wieder in Deutschland auftreten, auch in der Hamburger Elbphilharmonie. Ihr geplanter Auftritt in Stuttgart wurde jetzt allerdings gecancelt.
NDR.de

Bayreuth
John Lundgren sagt auch Holländer-Partie ab
Der schwedische Sänger John Lundgren wird bei den Bayreuther Festspielen nun auch nicht die Titelpartie in der Wagner-Oper „Der fliegende Holländer“ singen. Vor vier Wochen hatte er bereits seine Rollen im „Ring des Nibelungen“ zurückgegeben. Für Ersatz ist schon gesorgt worden.
BR-Klassik.de

Dass John Lundgren in einer Krise ist, haben unsere Rezensenten schon allesamt dem Wiener Ring“ bemerkt und auch benannt. Wir wünschen ihm, dass er da wieder rausfindet. Sein „Ersatz“ als Holländer wird Johannes M. Mayer sein!

Gars am Kamp: Pure Leidenschaft in der Garser „Carmen“
https://noe.orf.at/magazin/stories/3163963/

Semmering
„Kultur.Sommer.Semmering“: nach Rausschmiss nun in die Belle Époque
Der „Kultur.Sommer.Semmering“ ist vom Südbahnhotel ins Grandhotel Panhans gezogen. Ab Freitag bietet er 80 Veranstaltungen.
DerStandard.at.story

Ich bin gespannt, wie dieser Wettbewerb ausgeht. Das Publikum ist anscheinend wieder da, es scheint kein Husarenstück mehr zu sein, eine Veranstaltung zu füllen. Ich wünsche beiden Veranstaltern den Erfolg, den sie brauchen. Die Region selbst ist ja wirklich herrlich – allerdings sind auch die Treibstoffpreise ziemlich hoch. Aber Kultur ist ohnedies keine „Sache für Arme“!  Warten wir ab!

Mikkeli Music Festival – 2. – 8. Juli 2022

Copyright: Mikkeli-Festival

Mikkeli, idyllisch im Wald- und Seengebiet Finnlands gelegen, ist die Stadt Marschall Mannerheims, der hier im 2. Weltkrieg sein Hauptquartier hatte. Der Eisenbahnwaggon, mit dem er durch Finnland tourte, steht noch heute am Bahnhof und wird jedes Jahr zum Geburtstag des finnischen Nationalhelden geöffnet. Dass dies durchaus auch etwas mit Musik zu tun hat, wird aus einer Begebenheit des Jahres 1996 deutlich.

Valery Gergiev, der 1993 das gerade erst ein Jahr davor gegründete Festival übernommen hatte, hatte vor, am 6. Dezember 1996, dem finnischen Nationalfeiertag, mit seinem Orchester ein Konzert in Mikkeli zu geben, und zwar in der Domkirche. Dies Vorhaben rief nun Mitglieder der Kirchengemeinde auf den Plan, die sich dagegen wehrten, dass an diesem Tag, an dem Finnland 1917 unabhängig von Russland wurde, russische Künstler in ihrer Kirche auftreten wollten. Gergiev musste in die Konzerthalle ausweichen.

In einem Jahr, in dem Gergiev durch den von Putin angezettelten Ukraine-Krieg seiner Engaments außerhalb Russlands verlustig ging, konnte niemand erwarten, dass ausgerechnet Mikkeli ihm Asyl gewähren würde. Folgerichtig wurde die Zusammenarbeit mit ihm und seinem Mariinsky-Theater für beendet erklärt. Leider, aber aus dem zuvor beschriebenen Zusammenhang verständlich, wurde dieser Bann prinzipiell auch auf alle russischen Künstler ausgedehnt, weil ansonsten die Stadt Mikkeli gedroht hatte, ihre finanzielle Unterstützung des Festivals einzustellen…

Zum Bericht von Sune Manninen

RETZ / Stadtpfarrkiche: Mendelssohn-Batholdys ELIAS szenisch
Eine irritierende, aber nicht unberechtigte Neudeutung des Propheten

„Musik & Literatur – Offene Grenzen“ ist das Motto des Festival Retz, das sich durch Aufführungen von Kirchenopern längst einen klingenden Namen gemacht hat, der weit über die Grenzen des Landes hinausreicht. Im Mittelpunkt steht heuer Felix Mendelssohn-Bartholdys Oratorium Elias, in einer szenischen Aufführung, in der es ebenfalls um Grenzen geht. Um Grenzen, die man bisher – so die Meinung der Regisseurin Monika Steiner – nicht zur Kenntnis genommen hat, die aber in der Persönlichkeit und im Wirken des Propheten klar angelegt sind. Das überlieferte Bild des Propheten aus dem Alten Testament zeigt ihn bekanntlich als einen Mann, der verbindet und eint: Jemand, der Grenzen einebnet. Nicht zufällig ist Elias seit Jahrhunderten Schutzpatron der Katholiken in Bosnien. In einem Land, das vom Zusammenleben vieler Religionen und Konfessionen geprägten Land, steht er als Garant für ein Miteinander bei aller Verschiedenheit. Zudem gilt Elias auch als Vorläufer des heilbringenden Messias…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Klaus Billand hat sich für Wagner 22 in Leipzig einquartiert

Auszug aus „Leipziger Volkszeitung“

 

Dr. Klaus Billand hat einen geradezu missionarischen Eifer. Wo es wagnert, ist er nicht weit weg. Das muss man sich freilich erst einmal leisten können – und die Ehefrau muss da auch mitspielen.  Ich kann das nicht, denn meine Enkel warten auf das Erbe – wie auch ich gewartet habe!

ImpulsTanz 2022: Waschelnass im Vollmondnacht-Taumel (7.7.2022)

Copyright: yako one.jpg

Mitmachen erwünscht? Jedefrau und Jedermann sollten es wagen. Ganz einfach – Public Moves heißt es, täglich jeweils um 17 und 18.30 Uhr. Kostenlose Outdoor-Tanzklassen werden vor der Front des Museumsquartiers geboten. Aber auch an mehreren alternativen Standorten (Info: impulstanz.com/publicmoves). Locker machbar für alle. Jede Lektion mit anderen Tanzpädagogen. Fabiana Pastorini etwa macht’s sehr gemütlich unter ‚Dance for Health‘ oder mit Kira Kirsch heißt es ‚Move Me Tender‘. Impulstanz-Chef Karl Regensburger empfiehlt: „Alle jene, die nicht nur gern zusehen möchten, sind in den Workshops und Research Projects, den Public Moves-Klassen und in der Festival Lounge willkommen.“ Also – die Impulse wären locker anzunehmen…

Zum Bericht von Meinhard Rüdenauer

Wien/ Impulstanz: Regentanz
Pina Bauschs „Vollmond“ aus dem Jahr 2006 eröffnete das diesjährige Impulstanz-Festival.
WienerZeitung.at

Pina Bauschs „Vollmond“ eröffnet Impulstanz: Der Aberglaube im Regen
Gelungener Auftakt des Wiener Festivals
DerStandard.at

Wien/ „Lustspielhaus“: Schade drum, eigentlich
Das Wiener Lustspielhaus zeigt in seiner letzten Saison Franzobels Bearbeitung von Molières „Tartuffe“.
WienerZeitung.at

Natürlich ist es schade um die Idee. Die Wiener Stadtverwaltung ist aber nicht gänzlich vom „Griff zur Notbremse“ freizusprechen, denn die Parteizugehörigkeit eines Intendanten darf nicht das allein auschlaggebende Kriterium sein, überhaupt wenn die finanzielle Gebarung mit der Künstlerischen Leitung Hand in Hand geht!

Buchbesprechung

 

Sabine Zurmühl: COSIMA WAGNER
EIN WIDERSPRÜCHLICHES LEBEN
360 Seiten, Böhlau Verlag, 2ß22

Sie hatte keine gute Presse, nicht zu Lebzeiten und schon gar nicht nach ihrem Tod. Die Zeit, als sie Bayreuth als alleinige Herrin vorstand, verneigte man sich (teils ehrlich bewundernd, teils wohl auch opportunistisch) vor der „hohen Frau“. Aber Cosima Wagner mit ihrem stets hochmütig wirkenden Gesichtsausdruck war der Welt ein wenig unheimlich. Und meist nicht sonderlich sympathisch. Genügend abwertende Biographien und Artikel legen davon Zeugnis ab.

Autorin Sabine Zurmühl hat sich vorgenommen, nicht den üblichen schiefen, hämischen Blick auf Cosima Wagner zu werfen, sondern einen klaren, leidenschaftslosen, kritischen, aber durchaus nicht a priori negativ konnotierten. Sie erzählt die Lebensgeschichte dieser Frau chronologisch, aber Fakten und Ereignisse stehen nicht allein im Mittelpunkt. Vielmehr hält die Autorin immer wieder inne, um Fragen zu stellen, die dem Wesen von Cosima Wagner näher kommen sollen. Tatsächlich hat man das Gefühl, diese Frau hier begreifen zu können.

Es gibt das berühmte Foto des Ehepaars Wagner  (auf Seite 182 abgebildet), das 1872 in Wien im Atelier entstanden ist. Cosima und Wagner halten einander bei der Hand, sie sitzt links und sieht bewundernd zu ihm auf, er steht rechts und blickt wohlwollend auf sie herab. Für Generationen von selbstbewussten Frauen war dies ein Exempel demütigender Unterordnung, das ihnen nur Verachtung abringen konnte. Aber man kann die Dinge auch anders sehen – Cosima, die zweifellos eine sehr gescheite Frau war, sah in diesem Richard Wagner das würdige Objekt, diesem Genie das Alltagsleben zu gestalten und zu erleichtern…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung

Elon Musk will den 44-Milliarden-Deal mit Twitter platzen lassen – Twitter droht mit Gericht: Es hatte sich schon eine Weile angedeutet, jetzt ist es so weit: In einer offiziellen Mitteilung an die Kapitalmarkt-Aufsichtsbehörde SEC hat der Tesla- und SpaceX-Firmenchef erklärt, die Verhandlungen über seine 44-Milliarden-Dollar-Offerte zur Übernahme von Twitter beenden zu wollen. Die Meinungsverschiedenheiten mit Twitter über die Anzahl der Spam-Konten auf der Plattform hätten nicht gelöst werden können. Elon Musk argumentiert, Twitter habe «irreführende Angaben» über die Anzahl der Spam-Bots im Dienst gemacht.
Zum Bericht
Das Rennen um Boris Johnsons Nachfolge hat begonnen: Nachdem Boris Johnson am Donnerstag den Parteivorsitz niedergelegt hat, bringen sich nun mögliche Nachfolger und Nachfolgerinnen in Stellung. Die konservative Abgeordnete und ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Kemi Badenoch sowie der ehemalige Finanzminister Rishi Sunak erklärten am Freitag ihre Absicht, zu kandidieren. Auch Generalstaatsanwältin Suella Braverman will für das Premierministeramt kandidieren.
Zu den neusten Entwicklungen
Sopranos»-Schauspieler Tony Sirico 79-jährig verstorben:
Der amerikanische Schauspieler, vor allem durch die Mafiaserie «Die Sopranos» bekannt, ist am Freitag in Florida gestorben. Martin Scorsese holte ihn 1990 für das Mafia-Drama «GoodFellas» vor die Kamera. Regisseur Woody Allen gab Sirico häufig Nebenrollen, darunter in Filmen wie «Bullets Over Broadway», «Geliebte Aphrodite», «Café Society» und «Wonder Wheel».
Zu den neusten Kulturmeldungen
Novak Djokovic im Wimbledon-Finale, Rafael Nadal zieht sich zurück: Wegen einer Bauchmuskelverletzung kann Nadal nicht zum Halbfinal gegen Nick Kyrgios antreten, der nun im Final auf Djokovic trifft. Mit einem siebenten Sieg im All England Lawn Tennis Club würde Djokovic näher an Nadal heranrücken. Der Serbe käme dann auf 21. Major-Titel. Nadal hat bereits 22 Major-Titel in seiner Karriere gewonnen.
Zum Bericht

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Niederlande
Bauernproteste: Polizei schießt auf 16-Jährigen
Die Polizisten behaupteten, der Traktor sei auf sie zugefahren. Ein jetzt aufgetauchtes Video zeigt: Das stimmt nicht.
BerlinerZeitung.de

Das ist unfassbar – und ein Video bestätigt es. Die niederländische Polizei schießt während einer Demo völlig grundlos auf einen 16jährigen Traktorfahrer und lügt dazu noch unverschämt. Schauen Sie sich das an!

Japan
Das Attentat auf Shinzo Abe ist eine Zäsur in der japanischen Geschichte – und es könnte weitreichende Folgen haben
Ein Land ist geschockt. Der Architekt von Japans Wirtschafts- und Aussenpolitik wurde erschossen.
Neue ZürcherZeitung

Die Welt ist völlig aus den Fugen geraten, wir werden leider noch viel mehr erleben!

Gipfel in Indonesien
Baerbocks Antwort hört Lawrow sich nicht mehr an
Russlands Außenminister Sergej Lawrow bestreitet auf Bali jegliche Verantwortung für die weltweite Nahrungsmittelkrise. Dann gibt er bekannt, dass er nicht weiter an der Konferenz teilnehmen wird.
Frankfurter Allgemeine

„Nichts zu besprechen“: Eklat um Lawrow bei G20-Treffen
Beim G20-Treffen in Indonesien hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow für einen Eklat gesorgt. Lawrow verließ den Saal gleich nach seiner Rede und hörte sich seine Kritiker gar nicht mehr an.
https://www.vol.at/nichts-zu-besprechen-eklat-um-lawrow-bei-g20-treffen/7524529

Was ich mir dazu denke, verkneife ich mir, so lange wir das Diskussionsforum noch haben. Ich werde das Forum möglicherweise nächste Woche deaktivieren lassen, einige der Teilnehmer haben mich persönlich schwer enttäuscht und ich ersuche diese, mich nie mehr zu kontaktieren! Mittlerweile haben mich besonnene Forumsteilnehmer kontaktiert und mich gebeten, doch noch den Versuch zu starten, die Beiträge mit dem persönlichen Hick-Hack völlig kommentarlos sofort zu löschen und bis Ende der Festspielzeit zuzuwarten. Ich werde mit der Moderatorin noch einmal reden.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

 

 

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