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9. JÄNNER 2020 – Donnerstag

09.01.2020 | Tageskommentar

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HEUTE: Hochkarätig besetzter „Lohengrin“ an der Wiener Staatsoper. Valery Gergiev dirigiert und hat somit offenbar Zeit für Proben gefunden. 
Foto: Marco Borggreve

Hochkarätig besetzt kehrt Wagners Lohengrin am Donnerstag, 9. Jänner 2020 zurück an die Wiener Staatsoper. Am Dirigentenpult steht Valery Gergiev, der nach Parsifal 2019 hier nun erstmals Lohengrin dirigiert. KS Piotr Beczała musste die Titelpartie im letzten Moment absagen, für ihn singt Klaus Florian Vogt den Lohengrin, Linda Watson ist als Ortrud und Egils Silinš als Telramund zu erleben. Die Elsa singt Cornelia Beskow, die mit dieser Vorstellungsserie ihr weltweites Debüt in dieser Partie sowie ihr Hausdebüt an der Wiener Staatsoper gibt. Ain Anger singt den König Heinrich, Boaz Daniel den Heerrufer.

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Cornelia Beskow. Foto: Agentur

Reprisen: 12., 16. und 19. Jänner

Die Vorstellung am 19. Jänner 2020 wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com.

DER KÜNFTIGE DIREKTOR DER WIENER STAATSOPER PRÄSENTIERT SEINE BEIDEN ERSTEN SPIELZEITEN IM GROSSEN SAAL AM 26.4.

Die Programm-Pressekonferenz von Dr. Roscic soll angeblich am 26. April – ein Sonntag – sein, u.zw. öffentlich zugänglich im Zuschauerraum der Staatsoper. Dabei werden gleich die ersten 2 Saisonen präsentiert. Sehr spät –  und sehr spannend.

Ich gehe auch davon aus, dass die Präsentation auch gestreamt wird. Das müsste eigentlich reichen, die Verlegung in den Großen Saal erscheint mir nicht zwingend – aber ich lasse mich gerne überraschen. Aus München erhalte ich aber die Infos, dass sogar das große Haus voll ist: „In München ist der Laden voll trotz Stream! Live is live! Gut dass die Spielzeitpräsentation nicht mehr eine Privatveranstaltung einer sich für etwas Besseres haltenden Gruppe ist, sondern das Öffenliche des Hauses schon hier betont wird. Immerhin zahlen auch alle Österreicher mit……
.Ich war schon einige Jahre nicht persönlich bei der Präsentation, habe mir lediglich die Unterlagen abholen lassen. Wie präsentiert man gleich zwei Spielzeiten? Die zweite wird wohl nur in Umrissen gestreift. Dass sie fertig geplant sein muss, ist bei den irr langen Vorlaufzeiten in der Branche logisch, dennoch soll die Spannung aufrecht erhalten werden – und das weiß natürlich auch Herr Roscic.

HEUTE / Österreichische Gesellschaft für Musik: VORTRAG „DIE DREI FASSUNGEN VON FIDELIO“

2020 hat man in Wien die Möglichkeit, alle drei Fassungen von Leonore-Fidelio zu hören, bzw. zu sehen.

Die „Österr. Gesell f. Musik“ präsentiert im Beethoven-Jahr als erste Veranstaltung einen Vortrag zur einzigen Oper des Jubilars:

 

Premiere am 1. Februar

Dirigent: Tomas Netopil, Inszenierung: Amelie Niermeyer

Mit Jennifer Davis, Katrin Röver, Benjamin Bruns, Thomas Johannes Mayer, Chen Reiss, Jörg Schneider
u.a.

Auch wir vom Online-Merker bereiten uns auf die Premiere vor, Interviews sind in Planung.

Salzburg/ Festspiele: Der Ersatz für Mariss Jansons
Der Tod von Mariss Jansons hat auch bei den Salzburger Festspielen Neubesetzungen notwendig gemacht: Die Eröffnungskonzerte mit den Wiener Philharmonikern wird nun Franz Welser-Möst dirigieren, die Oper Boris Godunow wird Tugan Sokhiev leiten.
DrehpunktKultur

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Tugan Sokhiev. Foto: Mezzo-TV

Man hat sich sehr lange mit den Nachbesetzungen Zeit gelassen und damit Spekulationen Tür und Tor geöffnet.

Zu viel des Guten? Beethovens Große Akademie von 1808 in Wien
Es war noch nie leicht als Komponist seinen Lebensunterhalt zu verdienen, besonders wenn man keinen reichen Förderer hat. 1791 verstarb Mozart verarmt in Wien. Ein Jahrzehnt später kam Ludwig van Beethoven in derselben Stadt gerade so über die Runden. Er genoss die gelegentliche Schirmherrschaft und verkaufte einen Teil seiner Musik an Verleger, aber was er wirklich brauchte, war ein Benefizkonzert – kurzum, ein Fundraising-Konzert für sich selbst.
bachtrack

Regensburg
Eine neue Beethoven-Oper: „Minona“ – sie war der Typ Frau, den Männer mögen

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Gräfin Josephine Brunsvik de Korompa, ab 1799 Josephine Gräfin Deym von Stritetz (* 28. März 1779 in Preßburg; † 31. März 1821 in Wien) war eine Angehörige des ungarischen Adelsgeschlechts Brunsvik

Der Komponist Jüri Reinvere hat eine Oper über Beethovens unsterbliche Geliebte, ihren Ehemann und ihre, möglicherweise auch Beethovens Tochter Minona geschrieben. Das Musikdrama mit dem Titel „Minona“ wird in Regensburg uraufgeführt.
Frankfurter Allgemeine

Erl: Emotionaler Widerstand im Kiez-Zentrum
Großer Jubel für Gaetano Donizettis „Liebestrank“ bei den Tiroler Winter-Festspielen – Klangschönes Orchester begeistert
Donaukurier

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 9. – 15. JÄNNER 2020

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(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

9.1. ANNA BOLENA (aus Liege, Aufnahme v. 17.4.2019) BBC 3-15 Uhr
11.1. LA TRAVIATA (Live aus New York) MET-Stream-1.25 Uhr
WOZZECK (Live aus New York) Deutschlandradio, RAI 3, Radio 4Hilversum-19 Uhr
IL PIRATA (aus Madrid, Aufnahme v. 12.12.2019) RNE Classica Madrid-19 Uhr
MANON (aus Wien, Aufnahme v. 13.6.2019) Bayern 4-19.05 Uhr
TOSCA (aus Mailand, Aufnahme v. 7.12.2019) ORF Ö1-19.30 Uhr
A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM (aus Wien, Aufnahme v. 5.10.2019) HR 2-20.04 Uhr
PRISONER OF THE STATE (Live aus London) BBC 3-20.55 Uhr
12.1. WOZZECK (aus New York, Aufnahme v. 11.1.) SWR 2-20.03 Uhr
I DUE FOSCARI (aus München, Aufnahme v. 25.11.2018) WDR 3-20.04 Uhr
16.1. PORGY AND BESS (Live aus New York) MET-Stream-1.25 Uhr

Geheimnisse des menschlichen Singens – Die Keilbeinhöhlen und ihre möglichen Auswirkungen

TTT schreibt: Ich meine, dass die Aktivierung der Keilbeinhöhle/Nasennebenhöhle das Geheimnis einer Gesangskunst ist. Das heißt dann, dass der Aufschwung ins hohe Register nicht horizontal nur in die nasalen Resonanzräume erfolgt, sondern vertikal auch weitere Räume nutzen muss.

Das tun Wenige, n. m. E. wird das normalerweise meistens von Leuten genutzt, denen das in der Naturstimme schon gegeben ist, z B. Netrebko, Wunderlich, Calleja und bei denen hört man das auch – nach oben geht es in aller Breite und klingt prall, individuell, vital und nicht nahezu synthetisch verengend. Villazon konnte das ja auch mal- aber da war wohl zu viel Naturstimme und zu wenig Technik und so wurde die Stimmer verludert. Üblicherweise wird ja nur die nasale Maske gelehrt , das hört man ja auch insbesondere bei stereotypen Tenören und Sopranen, kling dann oft schrill und ungefällig…

https://onlinemerker.com/geheimnisse-des-menschlichen-singens-versuch-einer-erklaerung

Sommereggers Klassikwelt 17: Der rosafarbene Blick auf die Oper
Es verwundert nicht, dass der engagierte Berliner Querverlag nun einen explizit schwulen Opernführer herausbringt. Die äußere Aufmachung im margentafarbenem Samt und dem Titel Casta Diva scheinen auf den ersten Blick sämtliche schwule Klischees zu bedienen. Aber schon die Namen der beiden Herausgeber, Rainer Falk und Sven Limbeck, beides anerkannte Wissenschaftler, rücken dieses Bild sofort gerade. Die große Affinität innerhalb der LGBT zur Oper ist allgemein bekannt, ihr Anteil an den Zuschauern jeder Aufführung unübersehbar groß. Aber braucht man wirklich einen schwulen Opernführer?
Wir leben in einer Zeit, in der sich unsere Gesellschaft immer stärker individualisiert, auch Randgruppen der Gesellschaft vehement ihre Anerkennung einfordern und mit einem neuen Selbstbewusstsein ihre Besonderheit leben. Diese Entwicklung, die grundsätzlich zu begrüßen ist, hat natürlich längst auch kommerzielle Begehrlichkeiten geweckt. Kaum ist die Bedeutung des Wortes „vegan“ im allgemeinen Bewusstsein angekommen, gibt es bereits entsprechende Supermärkte, Kochbücher und Restaurants.
Klassik-begeistert

WIEN / Kosmos Theater: DAS WERK von Elfriede Jelinek
Premiere: 8. Jänner 2020  


Foto: Kosmos-Theater/ Bettina Frenzel

Elfriede Jelinek hatte ihre großen Wiener Theaterjahre an Peymanns Burgtheater. Dann dünnte die Zahl ihrer Aufführungen an Wiener Bühnen spürbar aus, ihre zahlreichen neuen Stücke hat man hier nicht gesehen. Nun kündigt Kusejs Burgtheater für Anfang Februar ihr „Ibiza“-Stück „Schwarzwasser“ an – wie meist bei ihr eine Reaktion auf aktuelle Ereignisse. Und das Kosmos Theater holt ein altes Stück hervor – „Das Werk“, 2003 am Akademietheater uraufgeführt, damals ihre „Antwort“ auf die Katastrophe von Kaprun im Jahre 2020, als 155 Menschen bei einem Gletscherbahnbrand starben (und die Verantwortlichen später frei gesprochen wurden).

Damals war das für Elfriede Jelinek Anlaß für eine ihrer großen Sprachattacken, wo sie die Ereignisse von 2000 mit den Erinnerungen an den Bau des Kraftwerks Kaprun verband, der auch Hunderte von Menschenleben kostete, von so genannten „Freiwilligen“, dann von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen. Es erzeugte Gänsehaut, wie sie in Sprache Bilder des Sterbens malte, in grauenvollen Gleichnissen, mit der ihr üblichen Gnadenlosigkeit. Und Regisseur Nicolas Stemann hat bei der Uraufführung ihre Sprachtiraden in wilde Bilder (samt Leichenteilen in der Waschmaschine) umgesetzt und den Text auf drei junge Schauspielerinnen und einen Chor verteilt (plus Libgart Schwarz ironisch in der Rolle der „Autorin“)…

Dennoch ist es auch als Ganzes ein so weit gelungenes Unternehmen: Denn heiligsprechen muss man die Jelinek ja nun wirklich nicht (Nobelpreis hin oder her), sie in Frage zu stellen, ist jedenfalls legitim. Und wenn auch nur wenig „Kaprun“ übrig bleibt – ihre sprachlichen Stärken greifen. Und rundum gibt es über weite Strecken ziemlich amüsantes Theater.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

„Es ist aus! Ich liebe Christian“: ORF entschuldigt sich für Untertitel-Panne
Erheiterung löste am Dienstag die in der ORF-TVthek abrufbare Angelobung der neuen österreichischen Bundesregierung aus. Grund war eine kuriose Untertitelung der Übertragung. Der ORF hat sich mittlerweile für die Panne entschuldigt.

…Wer bei der Übertragung der gestrigen Angelobung die Untertitel aktivierte, erlebte eine kuriose Überraschung. Der Grund: Die TVthek lieferte an dem historisch bedeutsamen Tag keine Transkription des tatsächlich Gesprochenen, sondern Dialoge aus der Telenovela „Alisa – Folge deinem Herzen“.

So etwa entgegnete Sebastian Kurz dem Bundespräsidenten Alexander van der Bellen statt „Ich gelobe“ etwa den Satz „Es ist sehr schön hier“. Auch van der Bellens vermeintliche Antwort: „Gestern wäre hier fast meine Schwester ertrunken“ sorgte für Rätselraten und zahlreiche Lacher im Netz…

Oberösterreichische Nachrichten

Niemand vermutet Sabotage, das war eine peinliche Verwechslung/ Fehlleistung, über die wir lächeln oder lachen können. Eine Regierung, die mit einer lustigen Episode beginnt – es gibt Schlimmeres!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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