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9. FEBRUAR 2022 – Mittwoch

09.02.2022 | Tageskommentar

Theater an der Wien verschiebt „Jenufa“: Corona-Welle bringt den Zeitplan total durcheinander.

Auch das Theater an der Wien bleibt von der Omikron-Welle nicht verschont. Das Haus muss wegen mehrfacher Ansteckungen von Mitwirkenden die für 16. Februar geplante Premiere von Leoš Janáčeks „Jenůfa“ auf den 19. Februar verschieben. Alle Karten, die bereits für die Vorstellungen vom 21., 24., 26. und 28. Februar erworben wurden, behalten ihre Gültigkeit. Mit den Karteninhabern der Vorstellung vom 16. Februar wird vom Kartenbüro  für eine Umbuchung auf einen anderen Termin Kontakt aufgenommen.

Theater an der Wien verschiebt „Jenufa“
Corona-Welle wirbelt den Zeitplan durcheinander.
Auch das Theater an der Wien bleibt von der Omikron-Welle nicht verschont. Das Haus muss Corona-bedingt die für 16. Februar geplante Premiere von Leoš Janáčeks „Jenůfa“ auf den 19. Februar verschieben. Alle Karten, die bereits für die Vorstellungen vom 21., 24., 26. und 28. Februar erworben wurden, behalten ihre Gültigkeit. Karteninhaber der Vorstellung vom 16. Februar werden vom Kartenbüro persönlich für eine Umbuchung auf einen anderen Termin kontaktiert. (red)
Wiener.Zeitung.at

Asmik Grigorian als Manon Lescaut, 59€-Angebot Giselle, Diana Damrau ist Anna Bolena

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum!

Vergangenen Freitag fand die erste Vorstellung der Wiederaufnahme von Puccinis Manon Lescaut statt. In der Titelrolle gab Asmik Grigorian dabei ihr Rollendebüt am Haus. Der Saal jubelte: Die litauische Sopranistin machte diesen Abend sowohl mit ihrem Gesang als auch mit ihrer überragenden Darstellung zu einem echten Erlebnis.

Manon Lescaut ist noch zweimal zu sehen. Durch die neuen Zutrittsregelungen – KEIN Booster, KEIN PCR-Test mehr, nur noch 2G – ist auch ein spontaner Opernbesuch wieder möglich und besonders empfehlenswert!

Manon Lescaut:  10., 13. Februar 2022

MANON LESCAUT

Ein Ballett-Angebot für unsere Newsletter-Abonnent*innen! Zu Giselle um 59€ in den Kategorien 1-3

Mehr Information in unseren „Infos des Tages“

Wiener Staatsoper: Tenor Brian Jadge wirbt für den Kartenverkauf für „Manon Lescaut“ vor der Wiener Staatsoper

ZU INSTAGRAM mit Kurz-Video

Die Sänger, die ja von ihrem Job weiter leben wollen, spüren, dass sie selbst etwas dazu beitragen müssen. Brian Jagde macht das in vorbildlicher Art

WIEN / Staatsoper: „MANON LESCAUT“ –   07.02.2022

Asmik Grigorian. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Rezensent Walter Nowotny: Diese Aufführung war ein Paradebeispiel, wie Oper NICHT sein soll. Grundübel war die Tatsache, dass man die Inszenierung von Robert Carsen aus dem Jahr 2005 noch einmal aufgenommen hat. Diese Produktion, eine der schlechtesten aus der Ära Holender, stand schon von Anfang an unter keinem guten Stern. Ursprünglich hätte damit die junge französische Sopranistin Alexia Cousin ihr Staatsoperndebüt geben sollen. Sie hat jedoch kurz vor der Premiere beschlossen im Alter von nur 26 Jahren ihre Gesangskarriere zu beenden, und so sprang die niederländische Sopranistin Barbara Haveman für sie ein. Robert Carsen hat die Handlung in die Gegenwart verlegt und den Konsumwahn und die Gier nach Luxusartikeln in den Mittelpunkt gestellt, was spätestens im dritten Akt, wenn straffällig gewordene Frauen nach Amerika deportiert werden sollen, völlig absurd wird…

Zum Bericht von Walter Nowotny

Valentino Hribernig-Körber über die selbe Vorstellung:

Es gehört zu den Sonderbarkeiten des Phänomens „Oper“, dass 2 + 2 mitunter doch kein ganz gerades Resultat ergeben. Die Gründe dafür können vielseitig sein. Vielleicht liegt es aber einfach daran, dass auch angekündigte Sensationen selten stattfinden.

Eine solche war wohl mit dem Wiener Debut von Asmik Gregorian als Puccinis Manon Lescaut projektiert, das noch dazu – wie von einem dramatischen Real Life Effekt befeuert – Corona-bedingt fast vereitelt zu werden drohte. Die litauische Sopranistin, seit ihrer Salzburger Salome von internationalem Hype getragen, bestätigte dabei erwartungsgemäß durchaus ihren Ruf als eindrückliche Singschauspielerin – wenngleich natürlich auch sie nicht alle Unplausibilitäten der teilweise hanebüchenen Inszenierung des ohnehin nicht ganz „runden“ Werks vergessen machen kann. Musikalisch ist sie weniger um Schöngesang denn um dramatischen Ausdruck bemüht, wobei man dafür, je nach Lage der konkreten Phrase, manche Unebenheit und scharfe Höhe in Kauf nehmen muss.

So harmoniert sie nur bedingt mit dem Des Grieux von Brian Jagde, der ihr mit überschaubarem gestischen Repertoire schauspielerisch kein besonders adäquates Gegenüber ist. Dafür genießt er es hörbar, mit der Vitalität seines kraftvollen Organs aufzutrumpfen. Und es ist gerade in Zeiten wie diesen durchaus legitim, sich einmal vorbehaltlos an solcher, selten gewordener „wonniger Kraft“ zu erfreuen…

Wobei – das Schlussbild, die Sterbeszene Manons vor den geschlossenen Schaufenstern in der menschenleeren Shopping Mall, könnte man vielleicht noch retten und es einem unbedarften Publikum quasi tagaktuell als Story vom „Tod der Ungeimpften während des Lockdown“ unterjubeln – doch das wäre eine ganz andere Geschichte …

Zum Bericht von Valentino Hribernig-Körber

Wiener Staatsoper: DIE TOTE STADT

Freud schwebt über „Toter Stadt“
Wiederaufnahme von Korngolds Werk an der Wiener Staaatsoper
https://volksblatt.at/freud-schwebt-ueber-toter-stadt/

Musiktheater im Thrillerformat: „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold
Dirigent Guggeis setzte auf Hochspannung und Transparenz
Kurier.at

Stuttgart: Weiterer Bericht von der „Hänsel und Gretel“-Premiere

Finalszene. Foto: Matthias Baus

…Minimaler Protest gegen die Regie hatte beim Überschwang begeisterten Zuspruchs keine Chance, die Freude  war groß über ein Ergebnis, das der häufig geltenden Devise, dass meist nichts Besseres nachkommt, eine seltene Ausnahme entgegen setzte und die vorhergehende Inszenierung von Johannes Schaaf ( Kirill Serebrennikovs Regie blieb vor wenigen Jahren aufgrund seiner Inhaftierung in einer halbszenischen Version stecken) zwar nicht aus der Erinnerung verdrängt, aber auch nicht vermissen lässt.

Zum Premierenbericht von  Udo Klebes

ELISABET STRID ist die SALOME am Bolshoi Theater Moskau in den Vorstellungen am 9. und 10. Februar 2022

Die schwedische Sopranistin sang diese Rolle bereits mit großem Erfolg an der Oper Leipzig, der Israeli Opera Tel Aviv und am Teatro Comunale di Bologna.

 Elisabet Strid, Foto: Agentur

TTT: Vinylschätze 4 – Tempi passati –  „Wohlgefallen“

nach 68 Jahren:  Johann Sebastian Bach  (1685-1750) (Bearb. L. Stokowski für Orchester)
Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 (orch. Stokowski)

Leoopold Stokowski, BBC Symphony Orchestra, 1954
Man achte auf die beherrschte/ beherrschende Zeichengebung des Dirigent! Exakt, unaufgeregt, in sich ruhend – besonnen, ohne wild fuchtelndes „Show-Gehabe“
und auch damit in außerordentlicher Dynamik! Tempi passati!

 

Leopold Anthony Stokowski (* 1882/ †  1977 England)

https://www.takt1.de/video/player/181 

Historischer Film mit Leopold Stokowski am Pult.

OPERNHAUS ZÜRICH/ NEWSLETTER:

Dialogues des Carmélites
Il turco in Italia Stephen Costello Don Giovanni Saisonbuch 22/23 kostenlos bestellen

Haben Sie sich ausserdem schon einmal gefragt, was es mit dem Fleischkäse-ähnlichen Gebäude neben dem Opernhaus auf sich hat? Wir verraten es Ihnen in der neuesten Episode von Was Sie schon immer über das Opernhaus wissen wollten, aber nie zu fragen wagten: Der Fleischkäs‘ (in Österreich heißt er „Leberkäs“)

Film ab!

Es gibt im Grunde nur eine Sache, die Sie wissen sollten. Eine Sache, die den Fleischkäs‘ zu einer echten Besonderheit, ja fast schon legendär macht. Und die wäre: er steht neben dem Opernhaus Zürich!

Linzer Landestheater trennt sich einvernehmlich von seiner bisherigen Tanzchefin

Die Compliance-Kommission spricht von einem „irreversibel“ zerstörten Verhältnis zur Kompanie. Da die Anschuldigungen rein rechtlich keinen Entlassungsgrund ergeben hätten, kam eine eigens zu diesem Zweck gebildete Kommission zu dem Schluss, dass ein Miteinander in der Sparte Tanz nicht mehr möglich sei und empfahl die einvernehmliche Auflösung des Vertrages. Dem stimmten beide Seiten zu! .

Auslöser dürfte Corona gewesen sein. Die Zeit der geschlossenen Theater habe bei Tänzern, die im Gegensatz anderer Künstlerkollegen wesentlich kürzere Karriere hätten, zu Angst und Panik geführt. Daran sei die wohl extrem enge Beziehung im Team und zur Chefin, die als „sektenähnlich“ beschrieben wird, zerbrochen.

Was die Corona-Maßnahmen (nicht Corona!) alles zerstört haben, wird man erst in einigen Jahren festellen. In mir haben sie viel zerstört, nämlich den Glauben an manche Menschen, die sich wimmernd vor Angst praktisch ergeben haben, andächtig an den Lippen der – wie sich nun herausstellt – völlig ahnungslosen Politiker gehangen sind und alles mit sich geschehen ließen!

Literatur

Gerhard Roth im Alter von 79 Jahren gestorben
Der Schriftsteller Gerhard Roth, einer der wichtigsten Autoren Österreichs, ist Dienstagabend im Alter von 79 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit in Graz gestorben.
https://steiermark.orf.at/stories/3142316/

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart: 10. Februar 2022
TOD AUF DEM NIL / Death on the Nile  /  USA  / 2020
Regie: Kenneth Branagh
Mit: Kenneth Branagh, Gal Gadot, Annette Bening, Armie Hammer u.a.

Es gibt zwei Grundprobleme bei der Neuverfilmung der „großen“ Hercule Poirot-Krimis von Agatha Christie. Erstens existieren sowohl zu „Mord im Orient Express“ wie „Tod auf dem Nil“ Vorgängerfilme, die mit einer All-Star-Besetzung glänzten, die heute nicht mehr aufzubieten wäre. Luxus pur, nicht nur der Namen, sondern auch der Leistungen. Beide Filme erscheinen regelmäßig in den Fernsehprogrammen, man kann also davon ausgehen, dass „jeder“ sie kennt, zumindest jeder Agatha-Christie-Fan.

Und da ist auch noch Poirot. 1974, im „Orient Express“ hatte man den kleinen belgischen Detektiv mit Albert Finney besetzt, an sich ein großer Schauspieler, aber gleich festgestellt, dass er nicht der Richtige war. Für die Nilfahrt wählte man dann 1978 Peter Ustinov, der in seiner Verschmitztheit und Ausstrahlung eine Idealbesetzung darstellte. Zudem ist nicht zu vergessen, dass später von 1989–2013 in nicht weniger als 70 Fernsehfolgen David Suchet eine absolute Meisterleistung ausgefeilter Charakteristik bot, so dass er für jedermann als „der“ Poirot gelten wird…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Zwölf Oscar-Nominierungen für „Power of the Dog“ – und keine für Österreich
Die Presse.com

Oscars: Campions „Power of the Dog“ führt Nominiertenfeld an
Westerndrama setzte sich mit zwölf Gewinnchancen an die Spitze.
WienerZeitung.at

Song-Contest
Lum!x und Pia Maria vertreten Österreich beim Song Contest
Luca Michlmayr und Pia Maria werden Österreich in Turin vertreten. Präsentieren werden die beiden am 10. Mai den Song „Halo“.
Die Presse.com

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung

Emmanuel Macron: Umsetzung des Minsker Abkommens könnte Schlüssel zur Deeskalation sein. Der französische Präsident hält die Konfliktregulierung im umkämpften Gebiet des Donbass als zentral für die Deeskalation rund um die Ukraine. Dies ist das Ergebnis seiner jüngsten Reisediplomatie. Am Montag hatte er mehr als fünf Stunden mit Russlands Präsident Wladimir Putin geredet, am Dienstag traf er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski. So soll die Umsetzung des Minsker Abkommens im Rahmen des sogenannten Normandie-Formats mit Vertretern Frankreichs, Deutschlands, Russlands und der Ukraine intensiviert werden.
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  • US-Parlament will drohenden «Shutdown» mit Übergangshaushalt abwenden: Der mit einer Mehrheit von 272 zu 162 Stimmen am Dienstag angenommene Gesetzesentwurf würde die Finanzierung bis 11. März sichern. Der Senat muss noch zustimmen. Ohne den Übergangshaushalt würde der Regierung am Freitag kommender Woche das Geld ausgehen.
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  • Design der kroatischen Euro-Münzen löst Skandal aus: Kroatien will kommendes Jahr der Euro-Zone beitreten. Die Zentralbank hat nun die Motive für die nationalen Münzen vorgestellt. Dabei kam es zu einem Skandal: Das Motiv des auf einem Ast stehenden Marders gleicht auffallend einer Fotografie des schottischen Tierfotografen Iain H. Leach.
    Zum Bericht
  • Schweiz könnte als weltweit erstes Land Aids komplett eliminieren: Neue HIV-Infektionen dürften hierzulande bald so inexistent sein wie Fälle von Pocken oder Kinderlähmung. Doch aus Sicht von Experten ist die Strategie des Bundes für den Kampf gegen HIV grundsätzlich veraltet. Das ist auch eine Folge von Corona, denn die Pandemie unterbrach die Aktualisierung des «Nationalen Programms HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen» (NPHS).
    Zum Bericht

Elizabeth II: »Sie wurde Königin auf dem Hochsitz eines Baumes, als sie Nashörnern beim Trinken zusah«
Am 6. Februar 1952 stirbt Englands König George VI., automatisch tritt Tochter Elizabeth die Nachfolge an. Die jedoch weilt in Afrika – und erfährt mit als letzte von ihrem Los. Rekonstruktion eines Schicksalsmoments.
DerSpiegel.de

Wie die katholische Kirche Priester zur Ehelosigkeit zwang
Selbst Kardinal Marx fordert jetzt die Abschaffung der Pflicht zur sexuellen Enthaltsamkeit für katholische Geistliche. Doch Hardliner mauern, als sei Kirche ohne Zölibat undenkbar. Wie alt ist die Vorschrift wirklich?
Der Spiegel.de

Neos stimmen nun doch gegen Impfpflicht-Verordnung
Der Hauptausschuss des Nationalrats beschließt mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und Grünen die Impfpflicht-Verordnung
Kurier.at

Österreich
BMI-Chats 6: »Stopp den Vorgang, bis ich Klarheit habe!« – zackzack.at
https://zackzack.at/2022/02/08/bmi-chats-6-stopp-den-vorgang-bis-ich-klarheit-habe/

Premiere für mich, zum ersten Mal lese ich „zackzack.at“. Wenn nur die Hälfte von dem stimmt, das Peter Pilz vollmundig verkündet hat, dann stehen turbulente Zeiten bevor. Aber dem „Schwammerl“ darf man auch nicht alles glauben, vor allem übertreibt er oft maßlos. ich bin gespannt und sehe den Enthüllungen mit Interesse und auch einer leichten Schadenfreude entgegen. Bisher habe ich „Ibiza“ für den Gipfel der Blödheit gehalten, aber die Polit-Chats haben es auch an sich. Ich habe noch nie gechattet, müsste mich daher auch keines Geräts entledigen, aber selbst wenn ich etwas zu verbergen hätte, würde ich es im Wienerwald vergraben – und sicher nicht in der Nähe meines Grundstücks. Ins Wasser fallen lassen – wobei es darauf angelegt war, dass Zeugen es sehen sollten, ist Blödheit zum Quadrat – überhaupt wenn ein offenbar tauchbegabter Zeuge das Klumpert bergen und letztlich auswerten lässt.

Nein, diese Geschichten glaubt einem außerhalb von Österreich niemand!

Aber trotzdem, die Regierung sitzt fest im Sattel, denn in China haben wir zwei Goldmedaillen an einem Tag gemacht! Das ist uns Österreichern mit unseren Minderwertigkeitskomplexen wirklich wichtig, allein das zählt!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

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