Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

9. FEBRUAR 2020 – Sonntag

09.02.2020 | Tageskommentar


Berlin/ Staatsoper: Sonya Yoncheva ist eine überragende „Medée“. Foto: Bernd Uhlig

Dr. Ingobert Waltenberger besuchte die Vorstellung: Es ist der tolle Abend zweier Frauen: Sonya Yoncheva kann als derzeit wohl beste Interpretin der mordsmäßig schwer zu singenden Rachegöttin und Kindsmörderin Medée gelten. Gegeben wird die originale klassizistische Opéra Comique-Fassung in französischer Sprache und mit gesprochenen Dialogen, basierend auf der 2006 edierten kritischen Neuausgabe der Partitur (Verlag Anton J. Benjamin)…
Sonya Yoncheva übertrifft aus meiner Sicht sogar die Medea der Callas. In der französischen Ur-Fassung ist die Titelheldin noch mehr gefordert als in der italienischen Adaption mit den von Lachner nachkomponierten Rezitativen. Sie singt die Rolle mit technischer Bravour, ohne jemals zu outrieren oder stilistisch in drastische bis parodistische Verismo-Effekte abzugleiten (wie dies etwa die sonst so verehrte Magda Oliviero getan hat)…

Für mich nicht weniger aufregend ist das Dirigat der Ukrainerin Oksana Lyniv einzustufen, derzeit noch Musikchefin am Grazer Opernhaus, die somit in dieser Oper Daniel Barenboim nachfolgt...

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

Sofort reagiert einer unserer Leser, der die Callas wirklich noch live erlebt hat:

Herrn Dr. Waltenberger in Ehren, aber Yoncheva über die Callas zu stellen, ist zumindest ganz stark übertrieben.
Ich bin 81 und habe Maria Callas 7 mal live gehört. Ich schätze, Herr Waltenberger hat sie nie live gehört und schon gar nicht in dieser Rolle. Die Callas, die ich als Tosca, Norma, Medea, Lucia, Traviata etc erlebte, sang nicht nur und spielte, sondern sie WAR jeweils die dargestellte Person. Das macht ihr niemand nach. Ihre jeweilige Hingabe und Auschließlichkeit an eine Rolle, ihre Ausdrucksmöglichkeiten übertreffen alles. Man fror bereits, wenn sie die Bühne ohne Gesang betrat, ihre dramatisches Einswerden mit Figuren ist ohnegleichen. Und ich habe sie alle gehört.
Frau Yoncheva ist phantastisch, ich kenne sie aus Sofia, jedoch wenn die Callas im Penthouse wohnt, so Frau Yoncheva ein Drittel darunter. Da ist sie immer noch Weltklasse.
FB
Cordialmente

Neueste Nachricht:
Mirella Freni 84jährig gestorben
Die italienische Sopranistin Mirella Freni ist am Sonntag in Modena gestorben. Die Sängerin, die am 27. Februar 85 Jahre alt geworden wäre, war Medienberichtne zufolge schon seit längerer Zeit krank. Fünf Jahrzehnte lang sang sie auf den größten Opernbühnen der Welt und feierte auch an der Wiener Staatsoper Triumphe. Sie galt als Lieblingssängerin des legendären Dirigenten Herbert von Karajan.
Der Standard

Graz
Nachtkritik: Don Giovanni und die Spaßgesellschaft: Liebe, Lust, Leidenschaft und Leid  Bezahlartikel

Bildergebnis für graz don giovanni
Der Rock&Kittel-Star im Heute: Die Grazer Oper zeigt nach elf Jahren wieder Mozarts Meisterstück. Der „Don Giovanni“ ist sowohl musikalisch als auch inszenatorisch gut, aber nicht groß geraten.
Kleine Zeitung

Innsbruck: Premiere „RIGOLETTO“ (8.2.)


Svetlana Moskalenko (Gilda), Kril Manolov (Rigoletto). Foto: Rupert Larl/Tiroler Landestheater

…Ausschlaggebend für den großen Erfolg des Premierenabends aber war Kiril Manolov als Rigoletto, ein äußerst versierter Bariton, der das Spektrum seiner Rolle mit größter Präsenz auslotet und ihre Gegensätze schlüssig und inspirierend zusammenführt. Manolov ist nicht nur optisch ein gestandenes Mannsbild, sondern auch musikalisch ein echter Typ…

Zum Premierenbericht von Thomas Nußbaumer

Heute Premiere in Berlin: „Der Rosenkavalier“


Blick in Andre Hellers Inszenierung. Foto: Ruth Waltz

Musikalische Leitung: Zubin Mehta
Inszenierung: André Heller
Mitarbeit Regie: Wolfgang Schilly
Bühnenbild: Xenia Hausner
Kostüme: Arthur Arbesser

Feldmarschallin Fürstin Werdenberg: Camilla Nylund
Baron Ochs auf Lerchenau: Günther Groissböck
Octavian: Michèle Losier
Herr von Faninal: Roman Trekel
Sophie: Nadine Sierra

Klagenfurt: Aschenputtel wird bittersüß gespielt
Neuerlich ist dem Stadttheater Klagenfurt eine feine Produktion gelungen. Die frankophone Ader des Intendanten am Stadttheater Klagenfurt schlug diesmal für ein selten gespieltes Werk über ein bekanntes Thema: das Märchen vom Aschenputtel.
https://www.sn.at/kultur/musik/aschenputtel-wird-bittersuess-gespielt-83138680

„BORIS (GODUNOW)“ 7.2.2020 (Premiere 2.2.2020) – Verwirrung statt Erhellung

Feine Charakterstudie: Matthias Klink als Fürst Schuiski mit Adam Palka (Boris) im Hintergrund. 
Foto: Matthias Baus

Wie bereits der Titel zeigt, haben wir es bei dieser Neuinszenierung von Modest Mussorgskis populärstem Volksdrama mit keiner gewöhnlichen Wiedergabe zu tun. Ohne noch Näheres darüber zu wissen, könnte die Vermutung entstehen, dass es in erster Linie gar nicht um das Werk, sondern um eine Benutzung dessen für ganz andere Zwecke geht. Wer das 1869 uraufgeführte Epos und seine gewiss abendfüllende Substanz kennt, darf sich mit Recht vorab wundern, wie es da noch eines Zusatzes bedarf…

Zum Bericht von Udo Klebes

Neu in unserer Webseite: Die Geburtstage Februar 2020 sind online

11.2. Benedikt KOBEL wird 60

INSTAG(K)RAMEREIN – gefunden von Fritz Krammer

Auf Instagram gefunden: BAYERISCHE STAATSOPER / Haus-Stream: Yusif Eyvazov singt „Nessun dorma“

ZUM VIDEO / Haus-Stream – Nessun dorma

ANGELA GHEORGHIU PROBT „TOSCA“ IN DRESDEN (Erste Vorstellung am 12.2.)


Gheorghiu mit Bühnenpartner Teodor Ilincai. Foto Instagram.
Weitere 7 Fotos können Sie sehen, wenn Sie untenstehenden Link anklicken

ZU INSTAGRAM

Agnes Baltsa am Dienstag voriger Woche bei einer TV-Show

ZU INSTAGRAM

CAVALLERIA RUSTICANA – konzertant in Chicago/ Chicago Symphony-Orchestra unter Ricardo Muti (6. und 8.2.)

Fotoserien. Heute sie Serie Antita Rachvelsihvili. Morgen folgen dann mehrere Fotos von Piero Pretti und Luca Salsi

ZU INSTAGRAM mit weiteren 7 Fotos

Der Erste Solotänzer des Wiener Staatsballetts DENYS CHEREVYCHKO im Merker-Künstlergespräch


Denys Cherevychko. Copyright: Barbara Zeininger

 Im kleinen Kreis interessierter Ballettomanen, sozusagen en famille, fand ein interessantes Künstlergespräch mit Denys Cherevychko, Erster Solotänzer im Wiener Staatsballett, statt, der ganz oben, vor allem aber auch beim Wiener Publikum, voll angekommen ist, dessen Ehrgeiz aber noch lange nicht befriedigt ist und der sich jeder Herausforderung stellt. Organisiert von Frau Esther Hatzi, gab der aus der Ukraine stammende sympathische Tänzer im Gespräch mit Ira Werbowsky Einblicke in sein Leben und künstlerisches Schaffen; den gastlichen Rahmen bildete die kleine Kunst-Galerie und Redaktion des kollegialen Online-Merker

Zum Interview von Ursula Szynkariuk

WIEN / Albertina / Pfeilerhalle: WILHELM LEIBL
GUT SEHEN IST ALLES!
Vom 31. Jänner 2020 bis zum 10. Mai 2020  


Foto: Heiner Wesemann

„Schön“ allein ist nicht genug!

Kunstfreunde, zumal jene der realistischer Malerei, kannten Wilhelm Leibl natürlich. Aber man hat ihm in der Öffentlichkeit weit weniger Aufmerksamkeit gewidmet als vielen seiner deutschen Zeitgenossen. Lange wurde er nicht ausgestellt. In einer in Kombination erarbeiteten Ausstellung hat man Leibl zuerst im Kunsthaus Zürich gezeigt; nun ist er in die Albertina eingezogen. Die erste große Schau des Künstlers seit Jahrzehnten zeigt, dass die oft schlagwortartige Reduktion auf einen „Bauernmaler“ keinesfalls greift.

Zum Ausstellungsbericht von von Heiner Wesemann

Oscar-Nacht 2020 im ORF: Live-Berichterstattung ab 0.50 Uhr, Gala-Übertragung ab 2.00 Uhr und die Highlights um 21.05 Uhr in ORF 1

Davor: Klassiker „Gladiator“, neuer „dokFilm“ über Weinstein-Skandal; Nachbericht im „kulturMontag“ =

Wien (OTS) – „And the Oscar goes to …“: Auf diesen Satz, und das gleich mehrfach, können sich Filmfans wieder am Sonntag, dem 9. Februar 2020, freuen, wenn in Hollywood die 92. Academy Awards verliehen werden. Der ORF begleitet sein Publikum auch heuer wieder in ORF 1 live durch die Oscar-Nacht und berichtet umfassend über das glanzvolle Ereignis. Das bewährte Moderatorenduo ORF-Kulturjournalistin Lillian Moschen und Filmexperte Alexander Horwath präsentiert von 0.50 Uhr bis 5.00 Uhr Früh die Live-Strecke inklusive Übertragung der Gala aus dem Dolby Theatre.

Wie ich Renate Wagner kenne, hat sie heute eine schlaflose und arbeitsreiche Nacht!

Österreich/ Fußballpokalspiel
Maierhofers Malheur kostet Tirol Aufstieg
Einen Tag nach SKN St. Pölten hat es am Samstag im Viertelfinale des Uniqa-ÖFB-Cups mit WSG Swarovski Wattens den nächsten Bundesligisten erwischt. Die Tiroler mussten sich bei Austria Lustenau nach einem 2:2 nach Verlängerung mit 4:5 im Elfmeterschießen geschlagen geben. Zur tragischen Figur aus Sicht der Wattener wurde dabei ausgerechnet Neuzugang Stefan Maierhofer.
https://sport.orf.at/stories/3059330/

Der „Major“ hatte also einen denkbar ungünstigen Einstieg bei seinem neuen Club. Als Typ ist er eine Bereicherung für die Bundesliga, aber – nicht böse sein, lieber Stefan Maierhofer – als Anhänger von Admira-Wacker fallen meine Erfolgswünsche nur pflichtgemäß und nicht wirklich ehrlich aus – obwohl Stefan Maierhofer 2 km Luftlinie von meinem Mauerbacher Domizil gar groß aufgewachsen ist und ich in der Gaststätte seiner Eltern verkehrt habe. Maierhofers neuer Verein ist Konkurrent von Admira-Wacker im Abstiegskampf – und da sind mir Nachbarschaftsgefühle ziemlich egal!

Einen schönen Tag wünscht
A.C.

 

Diese Seite drucken