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8. SEPTEMBER 2019 – Sonntag

08.09.2019 | Tageskommentar

HEUTE 90! Christoph von Dohnányi. Foto: Youtube

Er ist Sohn des Juristen und späteren Widerstandskämpfers Hans von Dohnanyi und von Christine Bonhoeffer, der Schwester von Dietrich Bonhoeffer. Er besuchte die Thomasschule zu Leipzig, wo er Mitglied des Thomanerchores war, das Benediktinergymnasium Ettal und das Vixtoria-Gymnasium Potsdam. Er studierte zunächst wie sein Bruder Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wechselte dann zu Komposition, Klavier und Dirigieren an die Hochschule für Musik und Theater München, damals in der Villa Stuck untergebracht, wo er sein Studium mit der Auszeichnung des Richard Strauss Preises abschloss. Danach setzte er seine Ausbildung bei seinem Großvater Ernst von Dohnányi, Pianist, Komponist und Dirigent, an der Florida State University fort und nahm an einem Dirigierkurs in Tanglewood, wo er Leonard Bernstein kennenlernte, teil. Er schlug Angebote von Bernstein in New York und Lászlo Halász in Hollywood aus. Stattdessen kehrte er nach Deutschland zurück und wurde 1953 Assistent von Georg Solti an der Oper Frankfurt. Mit 27 Jahren wurde er am Theater Lübeck zum jüngsten Generalmusikdirektor in Deutschland ernannt…

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Christoph von Dohnányi zum 90. Geburtstag: Meinungsstarker und streitbarer Zeitgenosse
Dinosaurier am Dirigentenpult haben eine ganz besondere Aura. Gerade erst hat der 90-jährige Bernard Haitink in Luzern sein letztes Konzert gegeben. Christoph von Dohnányi, der am 8. September seinen 90. Geburtstag feiert, denkt wie sein 92-jähriger Kollege Herbert Blomstedt gar nicht ans Aufhören – Dohnányis Konzertkalender jedenfalls reicht erstmal bis ins Frühjahr 2020. Für BR-KLASSIK gratuliert Fridemann Leipold zum 90. Geburtstag.
BR-Klassik

WIENER STAATSOPER: DON CARLO am 6.9.

nebst Fotos beim Bühnenausgang!

Anja Harteros (Elisabetta). Foto: Wiener Staatsoper/MichelPöhn

Strahlend: Anja Harteros. Foto: Esther Hatzi

Elena Zhidkova (Eboli). Foto: Wiener Staatsoper/MichelPöhn

Elegant und höflich: Elena Zhidkova (Eboli). Foto: Esther Hatzi

Rene Pape (Philipp). Foto: Wiener Staatsoper/MichelPöhn

Rene Pape (Philipp). Foto: Esther Hatzi

Very british – aber ein Multikultur- und Multisprach-Bodenständiger. Foto: Esther Hatzi

Jonathan Darlington dirigiert in Wien den Don Carlo noch am 9.und 12.9, „L’Elisir d’Amore am 21. und 24.9, „Madama Butterfly am 12. und 16.10.2019. Foto: Esther Hatzi

Wien/Staatsoper: DON CARLO zum zweiten Mal Verdi in der Eröffnungswoche

Zwei Mal Verdi in der Eröffnungswoche der neuen Saison. Während La Traviata auf Grund von (allerdings gut gelösten) Um-Besetzungsschwierigkeiten unter nicht idealen Bedingungen stattfinden musste, hat die Staatsoper mit Don Carlo ihre für exzellente Darbietungen erforderliche Betriebstemperatur erreicht. So kann es weitergehen. Nur die Inszenierung von Daniele Abbado bleibt weiterhin reizlos. Und das Bühnenbild – hier nennt es sich bedeutungsschwanger „Bühnenkonzeption“ – ist grau und gräulich wie immer.

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

WIEN/ Staatsoper: DON CARLO am 6.9.2019

Der Abend hielt, was die Papierform versprach. Das ist mehr, als der Opernfreund gemeinhin erwarten darf. Daß Abstriche zu machen sind gegenüber den ganz Großen, den uns Hinabgeschwundenen, darf nicht verwundern angesichts des Zustands des heutigen Opernbetriebes. Doch dies beiseitegeschoben, konnte man’s zufrieden sein.
(Im näheren Verlaufe der Begebenheiten wird das alles klar werden.)…

Zum Berichtvon Thomas Prochazka

Berlin/ Deutsche Oper: ADRIANA LECOUVREUR und Yusef Eyvazov

Ich zitiere Uwe Paul aus unserem Forum betreff Yusif Eyvazov: Es war heute überwältigend. Ich werde nie wieder „Herr Netrebko“ schreiben. Er war großartig und bekam einen richtigen Bravosturm.

Yusif Eyvazov Joins Cast Of “The Queen of Spades’ At Metropolitan Opera
https://operawire.com/yusif-eyvazov-joins-cast-of-the-queen

LINZ/ Landestheater: Premiere SISTER ACT – „Dialogues des Carmélites“ ultralight… (7.9.2019)

Carlo Schiavone, William Mason, Lukas Sandmann. Foto: Barbara Palffy/ Landestheater

Diese Premiere eröffnet die neue Landestheater-Saison, die heuer unter dem Motto „Bekenntnisse“ steht; man könnte durchaus boshaft-verkürzend sagen, „Dialogues des Carmélites“ ultralight… Immerhin: es geht auch hier um die Ordensgemeinschaft, gedacht als Schutz, welche schließlich aber diesen nicht mehr gewähren kann; die im Musical gegenständliche Bedrohung durch einen Mafiaboss ist natürlich auch, sogar gegenüber der blutrünstigen französischen Revolution, nicht gerade ein Lercherl…

...Ein himmlisches Vergnügen? Jedenfalls eines, das weder Tiefgläubigen noch Agnostikern weh tut und von einer in allen Punkten erstklassigen Besetzung, garniert mit exzellenten Produktionswerten, serviert wird. Große Begeisterung des Publikums.

Zum Premierenberichtvon Petra und Helmut Huber

OPER FRANKFURT: HEUTE PREMIERE: OTELLO von Rossini

Musikalische Leitung: Sesto Quatrini
Regie: Damiano Michieletto

Jack Swanson (Rodrigo), Enea Scala (Otello) und Nino Machaidze (Desdemona). Foto: Barbara Aumüller

Otello: Enea Scala, Desdemona: Nino Machaidze, Jago: Theo Lebow, Rodrigo: Jack Swanson
Elmiro Barberigo: Thomas Faulkner u.a.

Opern-Intendant Pereira über seine Pläne für Florenz
Nachdem er sich mit der Scala auf eine vorzeitige Auflösung seines Vertrags am 15. Dezember geeinigt hat, bereitet Intendant Alexander Pereira den Umzug nach Florenz vor. In den nächsten Jahren will er das Opernhaus “Maggio Musicale Fiorentino” mit “erstklassigen Produktionen” zu einem Magnet für Starkünstler machen. Über seine Zukunftspläne spricht der Österreicher im Interview mit der APA.
https://volksblatt.at/opern-intendant-pereira
Pereira und seine Pläne für Florenz
https://www.suedtirolnews.it/unterhaltung/kultur/opern-intendant

Das Klangwunder aus Amsterdam: Das Concertgebouw-Orchester im Wolkenturm Grafenegg
Das 1888 gegründete Amsterdamer Orchester ist eines der führenden Ensembles der Welt und nicht umsonst für seinen speziellen Klang berühmt, wovon man sich jetzt wieder in Grafenegg überzeugen konnte.
Der ursprünglich vorgesehene Dirigent Daniele Gatti, der aufgrund von  Anwürfen im Rahmen der „metoo“-Aktion entlassen wurde, ist in diesem Konzert von Tugan Sokhiev ersetzt worden. Der nordossetische Musiker ist hochbegabt und hat schon viele führende Orchester dirigiert. Trotzdem wird er im Vergleich zu vielen „Schaumschlägern“ viel zu wenig beachtet. Bei diesem Konzert konnte er deutlich zeigen, was er kann. Herbert Hiess berichtet aus dem Wolkenturm Grafenegg
Klassik-begeistert

Ich halte nur fest: Bei Gatti und Kuhn hält die Front, beide sind mehr oder weniger „erledigt“. Wie kommt aber die „Öffentliche Meinung“ aus der „Domingo-Falle“ raus? Mir selbst sind alle drei Herren so wurscht, wie einem nur etwas wurscht sein kann. Ich habe aber ein stark ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Bei mir als Fußballschiedsrichter haben Mannschaften gewonnen, die mir höchst unsympathisch waren. Das Recht sollte für alle gleich sein – nur die „Öffentliche Meinung“ ist ein sonderbar Ding!

Schauspiel: Berlin/ Berliner Ensemble
Dieser Baal ist ein Triumph für Stefanie Reinsperger
Ersan Mondtag inszeniert am Berliner Ensemble Brechts Drama als böses Märchen, das sich gegen Ende in die Länge zieht.
Berliner Morgenpost

Autorennsport/ Monza
Leclerc in Monza auf Pole Position
Ferrari-Pilot im Qualifying schneller als die Silberpfeile von Hamilton und Bottas – Weltmeister verzockte sich in letzter Runde
Der Standard

Frankreich:Gelbwesten sind zurück
Nach einem Rückgang der Teilnehmerzahlen bei den „Gelbwesten“-Protesten in Frankreich hat die Bewegung wieder an Zulauf gewonnen. Tausende Menschen demonstrierten am Samstag in französischen Städten, es kam zu mehreren Zusammenstößen mit der Polizei. In Paris seien 89 Menschen vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. Zudem habe es mehr als 60 Verwarnungen gegeben.
https://www.krone.at/1992182

Ich wünsche einen schönen Sonntag

A.C.

 

 

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