Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

8. MÄRZ 2020 – Sonntag

08.03.2020 | Tageskommentar

In eigener Sache: Ich kann nach wie vor keine Mails empfangen, an keiner der vier Anschlußstellen. Ich habe im Laufe des Samstags drei Experten kontaktiert. Das Problem dürfte beim Server liegen, dessen Supportzeiten aber Amtsstunden ähneln. Irgendwann am Montag werde ich vielleicht Gehör finden. Ich bitte um Verständnis

Wir bemühen uns, Infos selbst über das Netz zusammenzutragen. Über eine Ersatzadresse haben wir aber aktuelle Kritiken bekommen und bereits eingestellt.

Ein weiterer Fachmann wurde konsultiert: Ja es ist ein Server-Problem, das sich frühestens im Laufe des Montags beheben lässt.

Wirklich wichtige Kritiken bzw. Infos bitte ersatzweise an isolde.cupak@chello.at

HEUTE INTERNATIONALER FRAUENTAG!

Der Internationale Frauentag, Weltfrauentag, Frauenkampftag, Internationaler Frauenkampftag oder kurz Frauentag ist ein Welttag, der am 8. März begangen wird. Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen und fand erstmals am 19. März 1911 statt. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert.

 

HEUTE in München: Premiere I MASNADIERI

Ausgangspunkt der Interpretation von I masnadieri durch Regisseur Johannes Erath ist eine Leerstelle: In der Familie des Grafen Massimiliano fehlt jemand, ein leerer Stuhl, ein Bild mit schwarzem Trauerband und andere Reliquien machen dies überdeutlich. Nach dem Tod der Mutter blieben die Brüder Carlo und Francesco mit ihrem Vater zurück. Sehnsucht, missverstandene Bedürfnisse und Eifersucht treiben einen tiefen Keil zwischen die Familie, die kurz von dem Zerbrechen steht. Johannes Erath, der an der Bayerischen Staatsoper bereits Un ballo in maschera (2016) inszenierte, macht aus I masnadieri, das auf Friedrich Schillers Die Räuber basiert, ein psychologisches Kammerspiel. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Michele Mariotti.

Diana Damrau. Foto: Wilfried Hösl

Diana Damrau gibt in Verdis selten gespielter Oper ihr Rollendebüt als Amalia, die zwei rivalisierenden Brüder werden von Charles Castronovo (Carlo) und Igor Golovatenko (Francesco) verkörpert. In der Rolle des Vaters ist Mika Kares zu erleben.

OPERNSTECKBRIEF – ZUM PODCAST
Der Bayerische Rundfunk überträgt die Premiere live!

An den Rändern der Realität
Johannes Erath inszeniert Giuseppe Verdis eher selten gespielte Oper „I Masnadieri“ an der Bayerischen Staatsoper.
Sueddeutsche Zeitung
Bayerische Staatsoper: Johannes Erath über Verdis „I masnadieri“ im Nationaltheater
Johannes Erath über seine Inszenierung von Giuseppe Verdis „I masnadieri“, die am Sonntag im Nationaltheater herauskommt
Münchner Abendzeitung
 
Mailand: Mailänder Scala- ein Geisterhaus
 
Quelle: „Die Welt“/ Felicia Pochhammer . Der LINK ist im Bericht eingebettet

Hört sich an wie eine Oper, ist aber keine: Corona. Nicht nur in Italien legt das Virus den klassischen Kulturbetrieb lahm. Über geschlossene Opernhäuser, abgesagte Premieren, abgebrochene Tourneen und einen infizierten Starkomponisten.
Die Welt.de

 
Manuel Brug schreibt in „Die Welt“: Nachdem die drei großen Opernhäuser in den Corona-Krisengebieten Venetien, Emilia-Romagna und Lombardei, also La Fenice in Venedig, das Teatro Regio in Parma und das Teatro alla Scala in Mailand bereits vor zwei Wochen schließen mussten, aktuell noch befristet bis zum 8. März, hat jetzt die italienische Regierung auch die Stilllegung sämtlicher Theaterbetriebe bis zum 4. April verfügt. Licht und Ton aus – von Turin bis Palermo. Und das heißt für die Scala: Man spielt fast sieben Wochen lang nicht! Das hat es dort seit 1945 nicht gegeben.

Corona-Virus: Jetzt macht Italien die Lombardei komplett dicht
https://www.krone.at/2112803

Was ist nun Hysterie, was Notwendigkeit?  Wann steht auch Wien vor diesem Problem (immerhin der gleiche Direktor, der aber nach Weisung entscheiden muss)? Aber welcher Politiker oder Beamte traut sich, eigenmächtig “ Theater freizugeben“, wenn anderseits in Italien Wirte dafür sorgen müssen, dass zwischen den Gästen mindestens ein Meter Sicherheitsabstand gewährleistet ist. In einem Theater in das unmöglich – und Opernhäuser sind nun eben sehr international! Und das Publikum ist – leider muss das gesagt werden – exakt die Zielgruppe – weil meist keine Jünglinge.

Die Zeitungen überbieten sich in Horrormeldungen und beschwören die Hysterie erst wirklich herauf. Aus echter Sorge oder wegen der Schlagzeilen?  Dem Vernehmen nach sind von Corona angeblich nur Menschen mit sehr geschwächtem Immunsystem ernsthaft bedroht, an den Folgen einer normalen Grippe sterben aber weltweit mehr Menschen, ohne dass bisher deswegen Schießungen oder Sperren angeordnet wurden.

Berlin-Abend in der Komischen Oper: Sich für kein Gackern zu schade
Ich wollt‘, ich wär ein Huhn“: Anne Sofie von Otter und Wolfram Koch mit Berliner Liedern aus den 20er, 30er- und 40er-Jahren in der Komischen Oper.
Berliner Zeitung

Torte ohne Schlacht – Barrie Koskys szenischer Liederabend „Ich wollt, ich wär’ ein Huhn“
„Ein Berlin-Abend“ untertitelt die Komische Oper das bereits vor zwei Spielzeiten angekündigte, dann aber verschobene und nun endlich realisierte Kammerstück mit Liedern aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Das ist jene Veranstaltung, die vor etwas mehr als einem Jahr wegen des Freitodes des von Otter-Gatten kurzfristig verschoben werden musste. Später wurden fast alle MeToo-Vorwürfe wieder zurückgenommen oder entkräftet – was den Mann aber nicht mehr lebendig machte!

HANNOVER: THE GREEK PASSION / DIE GRIECHISCHE PASSION. Oper von Bohuslav Martinů

Premiere am Samstag, 21.03.2020, 19:30 Uhr, Opernhaus

Copyright: Staatsoper Hannover

Musikalische Leitung Valtteri Rauhalammi
Inszenierung Barbora Horáková
Choreografie James Rosental

WÜRZBURG: DIE TOTEN KOMMEN NICHT ZURÜCK: PREMIERE FÜR GIAN CARLO MENOTTIS ERFOLGSOPER „DAS MEDIUM“


Barbara Schöller. Foto: Nik Schölzel

 Mit Gian Carlo Menottis „Medium“ steht ab dem kommenden 15. März ein Klassiker des amerikanischen Musiktheaters auf dem Spielplan des Mainfranken Theaters. Der Opernkrimi in der Kammer ist insbesondere für Jugendliche ein idealer Einstieg in die Welt des Musiktheaters und empfohlen ab 13 Jahren.

Baden / Stadttheater: DER KÖNIG UND ICH von Rodgers & Hammerstein
5. Aufführung in dieser Inszenierung am 6. März 2020


Patricia Nesy (Anna), Anna Mandrella /Lady Thiang) und Darius Merstein-MacLeod. Foto: Christian Husar

Nach der von Publikum und Kritik begeistert aufgenommenen Produktion des Musicals Der Kuss der Spinnenfrau, aus den politisch interessierten 90er Jahren stammend, wendet sich die Bühne Baden mit Der König und ich einem Sensationserfolg aus der Nachkriegszeit zu. Der attraktivste Glatzkopf Hollywoods stand damals in der Rolle des allmächtigen, traditionsbewussten Königs von Siam, der sich von einer englischen Lehrerin unwillig, letztlich aber doch belehren lässt und einsieht, dass sich die Welt verändert hat und neue Formen des Umgangs miteinander einfordert, erstaunliche 4631 Mal auf der Bühne.  Als das Musical 1956 verfilmt wurde, erhielt Yul Brynner für seine Leistung den Oscar als bester Darsteller…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Bösartige Verrisse: Musikstücke, „die man stinken hört“ Bezahlartikel
Ein humorvoller Blick auf die bösen Besserwisser mit John Malkovich – am Samstag im Konzerthaus.
Igor Strawinsky erzählte dem Evening Standard von einem Traum über Musikkritiker: „Sie waren klein und gefräßig und trugen Vorhängeschlösser an den Ohren. Sie sahen etwa so aus, als ob sie einem Bild des Malers Francisco de Goya entstiegen wären.“
Kurier

Köln: Geschlossener Raum für rasende Gefühle – Verdis „Il Trovatore“ an der Oper Köln
Neue Musikzeitung/nmz.de

Madrid
Teatro Real de Madrid 2019-20 Review: Die Walküre
https://operawire.com/teatro-real-de-madrid-2019-10-review-

Genf: „Les Huguenots“ in Genf: König des Gemetzels
https://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-koenig-des-gemetzels-1.4832604

Feuilleton
Twin Peaks – Soprano Marina Rebeka on Saying Goodbye to ‘La Traviata’ & the Psychological Power of ‘Norma’
https://operawire.com/twin-peaks-soprano-marina-rebeka

Rekordgarant: Ein 1968 beim Trödler entdeckter Van Gogh soll 15 Millionen bringen
Vincent van Gogh erfreut sich anhaltender Popularität: sowohl bei Museen als auch auf dem Kunstmarkt
https://www.derstandard.at/story/2000115425930/ein-1968-beim-troedler

TV
ORF„Dancing Stars“-Auftakt mit Dragqueen und einem Lachanfall

Seit Freitag tanzen die „Dancing Stars“ wieder im ORF. Über inszenierte Aufreger, den Leider-nein-Teilnehmer Petzner und einen kichernden Opernstar.
Die Presse

Ab wann ist man ein „Star“? Wer darf als „Star“ bezeichnet werden? Die Bezeichnung „Ausnahmekünstler“, die man vor einigen Jahren praktisch jedem, der auch nur an einer Bühne angestreift ist, nachgesagt hat, kommt langsam etwas aus der Mode. „Star“ ist da freilich von anderer Qualität, gab es immer und wird es immer geben. Darf man den „kichernden Opernstar“ Natalia Ushakova einen „Star“ nennen? Wenn man die Biogrphie ließt, dann schon – da tauchen tolle Namen auf! Wenn man die Biographie recherchiert, dann relativiert sich die Sache freilich etwas. Aber die Dame verkauft sich medial prächtig – und auch das ist ganz große Kunst!

Ich halte ihr bei den Dancing-Stars die Daumen, denn Langweiler gibt es dort genug. Unter diese darf man Natia Ushakova gewiss nicht einordnen. Freilich, mann muss sie auch aushalten! Das fällt nicht immer leicht!

ORF III am Sonntag, 8. März

ORF III würdigt am Weltfrauentag ab 20.15 Uhr mit einem „Erlebnis Bühne“-Doppel die weiblichen Stars des Klassik-Genres. Den Auftakt macht die von Barbara Rett gestaltete ORF-III-Neuproduktion „Heimliche Heldinnen – Frauen in der Oper“ (20.15 Uhr) über kämpferische Heldinnen der Opernliteratur, die ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen – und das, obwohl ihre Geschichten oftmals in todbringenden Schicksalen enden. Danach heißt es „Frauen voran – Dirigentinnen erobern die Welt!“ (21.25 Uhr): Diese ebenfalls von Barbara Rett gestaltete und präsentierte Dokumentation stellt herausragende Maestras am Dirigentenpult in den Mittelpunkt – von Barbara Hannigan über Simone Young und Michi Gaigg bis hin zu Agnes Grossmann und Elisabeth Fuchs.

Ich wünsche einen schönen Tag. Mein Bestreben wird darauf ausgerichtet sein, den Mailserver wieder in Schwung zu bringen!. Was ist, wenn der Server doch nicht schuld ist? Was Technik betrifft bin ich ziemlich hilflos!

A.C.

 

 

Diese Seite drucken