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8. JULI 2019 – Montag

08.07.2019 | Tageskommentar


Markgräfliches Opernhaus Bayreuth. Foto: Andrea Masek

Unser Mitarbeiter Karl Masek hat sich nicht etwa im Datum geirrt (der große Festspielschuppen eröffnet erst am 25. Juli), er besuchte ganz bewusst Bayreuth bereits 3 Wochen vorher:

Seit 2012 ist das Markgräfliche Opernhaus, eines der bedeutendsten erhaltenen Beispiele barocker Theaterarchitektur, UNESCO-Welterbe. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten zwischen 2013 und 2018 steht der prachtvolle und akustisch wunderbare Theaterraum wieder für Aufführungen zur Verfügung.

Die 7. Ausgabe der Internationalen Gluck-Festspiele (27.6. – 14.7. 2019), richtet den Blick auf „Neue Klänge für Europa“. Und Christoph Willibald Gluck, der Oberpfälzer, war in der Tat ein Opernreformator, er revolutionierte die Musik mit stets auf Erneuerung zielender Phantasie. Schon für Mozart, aber später vor allem für Berlioz und Wagner wurde er „…ein einsamer Leitstern einer Epoche…“.

Bayreuth / Deutsche Erstaufführung der Gluck-Oper ANTIGONO. Eine veritable Wiederentdeckung!

Zum Bericht von Karl Masek

Stift Klosterneuburg/Kaiserhof: LES CONTES D’HOFFMANN (6.7.2019)

Da hatte sogar der Himmel Einsehen – „CONTES D’HOFFMANN“ IM KAISERHOF VON KLOSTERNEUBURG (6.7.2019)


Clemens Unterreiner (Bösewichter), Zurab Zurabishvili (Hoffmann), Johanna Weinstich (Stella), Foto Lukas Beck

Ein kleiner Platzregen hätte wohl zum Abbruch der Vorstellung geführt, die sich heuer zum 200.Geburtstag von Jacques Offenbach als besonders gelungen erwies. Doch hatte da  offenbar sogar der Himmel Einsehen, dass er diese Premiere nicht beeinträchtigte. Einmal in der Pause und dann nach dem Antonia-Akt begann es zu Tröpfeln, was besonders in Klosterneuburg zum sofortigen Stopp führt, fehlt doch jeder Regenschutz. Aber ein echtes Gewitter ergoss sich erst um Mitternacht, da hatte die Mehrzahl des Publikums seine Heimreise angetreten. Und mit einem musikalischen „Ohrwurm“ im Kopf, den man lange nicht vergessen wird. Die Apotheose des sterbenden Hoffmann-ich habe sie noch nie so intensiv vorgetragen erlebt: „Groß ist die Liebe, aber größer noch das Leid“ verbunden mit einer Melodie ohnegleichen erzielte bei mir jenen Gänsehaus-Effekt, den wir „Opern-Enthusiasten“ immer suchen und so selten finden…

Zum Premierenbericht von Peter Dusek

Hoffmanns Triumph bei der Oper Klosterneuburg
Dirigent Christoph Campestrini und Regisseur François de Carpentries sorgen für fulminanten Offenbach.
Wiener Zeitung
Oper Klosterneuburg: Die späten Abenteuer eines Lebemanns
„Hoffmanns Erzählungen“ als gelungene Hommage zum 200. Geburtstag Offenbachs.
Die Presse

Apropos Wetter: Berliner Classic Open Air feiert trotz Regen die „Opera Italiana“
Der Wettergott meinte es nicht gut mit den Zuschauern beim Klassik Open Air. Trotzdem zeigte das Publikum Durchhaltewillen.
Berliner Morgenpost

VERONA/ Arena: CARMEN – Wiederaufnahme der de Ana-Inszenierung

Carmen im Bürgerkrieg

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Foto: Festspiele Arena

Den ganzen Abend finden sich Dutzende von Holzkisten und immer mindestens ein alter Lastwagen auf der Bühne, so dass der Eindruck der Schmuddelecke einer demnächst insolvent werdenden Transportfirma erweckt wird. Das Bestreben Carmen aus dem Kitschkontext zu lösen, ist ja beileibe nicht neu und durchaus löblich, aber die Bühne als Schrottplatz zu zeigen und dann mit ein paar Plakaten aus den 1920ern zu dekorieren, zeigt weder die Kneipe des Lilias Pastia noch stellt es einen sinnvollen Bezug zum spanischen Bürgerkrieg her…

Zum Bericht von Jan Krobot

STUTTGART/ Staatsoper: SALOME. Wiederaufnahme der Serebrennikov-Inszenierung


Foto: Martin Sigmund/ Stuttgart

Anlässlich der Freilassung von Kirill Serebrennikov aus dem Hausarrest in Moskau zeigt die Staatsoper dessen „Salome“-Produktion in einer Wiederaufnahme. Kirill Serebrennikov stellt die Geschichte einer kaputten Familie in einer kaputten Welt ins Zentrum seiner Inszenierung von Strauss‘ Oper. Im Zuge der Wohlstandsverwahrlosung wird die Gewalt des Patriarchats in den Mittelpunkt einer modernen Fernsehwelt gerückt. Jochanaan ist ein IS-Kämpfer, die Figur ist als Stimme und als Körper zu erleben. Im Fernsehen sieht man neben Donald Trump auch Angela Merkel, das gesamte Weltgeschehen wird ad absurdum geführt. Salome begehrt immer wieder gegen ihre Familie auf – sie langweilt sich bei ihren Eltern Herodes und Herodias. Die Begegnung mit dem Propheten Jochanaan ist für Salome in dieser Inszenierung eine Art Befreiungsschlag…

Zum Bericht von Alexander Walther

Die politische Korrektheit erfordert meinen Jubel über die Serebrennikov-Inszenierung. Einmal gegen Putin sein ist gleichbedeutend mit das ganze Regisseursleben außerhalb jeder kritischen Betrachtung stehen. Interessant ist, dass sich die Deutschen Theater in der Serebrennikov-Anbetung besonders hervortun

Athens & Epidauros Festival, Odeion des Herodes Attikus: ALCINA von G.F.Haendel

Premiere am 6. Juli 2019


Myrto Papatanasiou (Alcina) Foto: Festival

Im Zentrum des Interesses steht an diesem Abend die griechische Sopranistin Myrto Papatanasiou, welche die Alcina singt. Papatanasiou feiert international Erfolge und war an der Athener Oper u.a. als Violetta und Manon zu hoeren. Sie singt die anspruchsvolle Haendel-Rolle mit charaktervoller, farbenreicher Stimme. Nicht alles ertoent perfekt, ihre Gestaltung ist jedoch intensiv, in den Piani ebenso wie in den dramatischen Momenten…

Zum Bericht von Ingo Starz/ Athen

AKTUELL IN UNSERER WEBSEITE: DIE JUBILÄEN JULI 2019 SIND ONLINE!

ZU DEN GEBURTSTAGEN IM JULI 2019

Bevor es Proteste wegen der Nichtberücksichtigung des 50ers von Jonas Kaufmann (10.7.) gibt: Unsere Liste beginnt erst mit den 60er. Herr Kaufmann darf sich daher freuen, noch 10 Jahre von dieser Liste entfernt zu sein.

ZU DEN IN MEMORIAM-GEBURTSTAGEN IM JULI 2019

 HEUTE IN ERL/Tirol: ALM-TRIEB – erster Teil

8. Juli 2019 – 20.00 Uhr – Festspielhaus . 1. Teil ALM-TRIEB
20,00 €

Alm-Trieb: Ein Triptychon / Erster Teil: Morgen

In der alpenländischen Tradition gibt der Almtrieb den Jahresrhythmus vor. Das Vieh wandert im Frühling auf die Alm, verbringt den Sommer dort und steigt im Herbst wieder ab. Drei Konzerte (Morgen, Mittag und Nacht) dienen als Projektionsfläche dieser Wanderung. Denn im Kleinen, wie im Großen zeichnet diese Reise parabelhaft die conditio humana nach.

 INFOS

HUI HE DEBÜTIERT BEIM PUCCINI-FESTIVAL TORRE DEL LAGO ALS „MIMI“


Hui He. Foto: Agentur

Hui He: “Mimì ist meine Traumrolle” Hui He, der chinesische Opernstar, wird nach dem großen Erfolg seines Rollendebüt als Turandot am Teatro Comunale in Bologna sein Rollendebüt als Mimì in „La Bohème“ beim Puccini-Festival in Torre del Lago geben. Die Regie für die Oper führt der Journalist und brillante Regisseur Alfonso Signorini, während die Szenen von der außergewöhnlichen Leila Fteita stammen. Die musikalische Leiter ist der Maestro Mārtinš Ozolinš.

Festival d’Aix-en-Provence: Einmal stark – und einmal sehr fade
DeutschlandfunkKultur

London/ Royal Opera House: Barrie Kosky’s ‘Carmen’ Is All Style With No Substance


Koskys „Carmen“. Foto: Royal Opera House

Royal Opera House 2018-19 Review: Carmen Barrie Kosky’s “Carmen’ Is All Style With No Substance
https://operawire.com/royal-opera-house-2018-19-review-carmen/

RAKITOVO/ Bulgarien: Ehrenbürgerschaft für Marena Balinova und Univ. Prof. Dr. Peter Reichl


Ehrenbürgerschaft für Marena Balinova

Sonntag vor einer Woche sang Marena Balinova in Wien (Palais Eschenbach) ein Benefizkonzert für ein Projekt in Bulgarien . Gestern wurde Marena und Dr. Peter Reichl für den „Beitrag in den Bereichen Kultur, Opernkunst und Benefizkonzerten und die damit verbundene Hebung des Rufes der Stadt Rakitovo“ (so die originale Widmung) die Ehrenbürgerschaft von Marena Balinovas Heimatstadt verliehen

Amsterdam – “Operation Nachtwache“: Rembrandts Gemälde wird restauriert
350 Jahre nach dem Tod des niederländischen Meisters Rembrandt wird sein berühmtestes Gemälde, „Die Nachtwache“, gründlich untersucht und restauriert. Das Amsterdamer Reichsmuseum startet am 8. Juli die „Operation Nachtwache“. Experten werden das Gemälde mit neuesten Techniken untersuchen, fotografieren und dann restaurieren – und das vor den Augen des Publikums.
Salzburger Nachrichten

Film-Ikone Artur Brauner ist gestorben
Der Filmproduzent Artur Brauner ist laut Medienberichten im Alter von 100 Jahren gestorben. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Filme „Hitlerjunge Salomon“ und „Die weiße Rose“.
Die Presse
Legendärer Filmproduzent mit 100 Jahren gestorben
Eine Berliner Legende ist tot: Der Filmproduzent Artur Brauner ist gestorben – wenige Wochen vor seinem 101. Geburtstag.
Tagesspiegel

Österreich
Sebastian Kurz: Gerettete Migranten nicht nach Europa bringen

Oberösterreichische Nachrichten

Na dann viel Vergnügen bei künftigen Verhandlungen mit den „Grünen“

Griechischer Wahlsieger Mitsotakis kündigt Steuersenkungen an
Nach Auszählung von knapp dreiviertel aller Stimmen lag die Nea Demokratia bei 39,6 Prozent der Stimmen
Der Standard

Tsipras ist entzaubert, der nächste Entzauberungskandidat tritt an!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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