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8. JÄNNER 2020 – Mittwoch

08.01.2020 | Tageskommentar

Die Merker, auch die Online-Merker, gratulieren Dr. Sieglinde Pfabigan zum Achtziger. Gefeiert wurde exakt am Geburtstag – und das ist eben Silvester – stilvoll im Teesalon der Wiener Staatsoper vor der Silvester-Fledermaus. Copyright: Wismuehler-Glattauer

Viele waren zur Gratulation angetreten, mich hat Peter Skorepa vertreten, denn zu Silvester gehe ich in kein Theater, sondern feiere nur im engsten Kreis. Meine Gratulation ist dafür umso herzlicher – und eigentlich beneide ich die agile Achtzigerin um ihre Fitness. Davon bin ich weit entfernt!

Distanzierung von der Verwendungsweise des Lieds „Danke für diesen guten Morgen“ in „Orlando“ an der Wiener Staatsoper 
Die Verlage Bärenreiter und Gustav Bosse weisen auf folgendes hin:

Am 8. Dezember 2019 wurde die Oper„Orlando“ von Olga Neuwirth an der Wiener Staatsoper uraufgeführt.
In dieser Oper wird am Ende des 1. Teiles das Lied „Danke für diesen guten Morgen“ von Martin Gotthard Schneider gesungen. 

Die Rechtsinhaber dieses Liedes (Erbengemeinschaft Martin Gotthard Schneider sowie der Gustav Bosse Verlag Kassel) distanzieren sich ausdrücklich von dieser Verwendung und der Form der Darstellung. Das Lied wird in einer karikierend-entwürdigenden Form dafür verwendet, die Bigotterie in der Gesellschaft darzustellen. Es geht hier u.a. um den sexuellen Missbrauch von Kindern. Das Lied „Danke für diesen guten Morgen“ in diesem Kontext zu verwenden, auch wenn dies mit künstlerisch anspruchsvollen Mitteln geschieht, entspricht in keiner Weise den Intentionen des Komponisten Martin Gotthard Schneider. 

Die Verwendung des Liedes sowie die entsprechende Bearbeitung und Darstellung und ebenso die weitere Verwendung des „Danke-Liedes“ in diesem Zusammenhang wird daher von den Rechtsinhabern nicht genehmigt. 

Originalmitteilung:

https://www.baerenreiter.com/service/aktuelles/detail/news/distanzierung-von-der-verwendungsweise-des-lieds-in-orlando-an-der-wiener-staatsoper/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c3a496163f18c61ca82c22766ca4ab85

Na, dann eben nicht! „Orlando ist ohnedies etwas zu lang geraten!

Wiener Staatsoper: IL BARBIERE DI SIVIGLIA

Pavel Kolgatin, Tara Erraught. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Bislang gibt es noch keinen Bericht über den gestrigen Abend, die Staatsoper hat die Szenenfotos bereits übermittelt!

Wien
Roland Geyer: Schafft Rošcic die Systemänderung, „wird es ein Match“
Der Intendant des Theater an der Wien über über Christoph Waltz als „Fidelio“-Regisseur, Beethoven, harte Opernzeiten und Nachfolger Stefan Herheim

Wenn Geyer über seine Theaterzeit hinausblickt, ist er sich nicht sicher, ob zwischen Bogdan Roščić, der die Staatsoper übernimmt, und Herheim ein Wettspiel stattfinden wird. „Ich kann Roščić nicht einschätzen. Wenn er es schafft, das System zu ändern, wird es ein Match. Wenn nicht, wird es für die wichtigen Regisseure, die kommen sollen, schwer bei diesen Rahmenbedingungen.“

Auch unter Herheim bleibe das Haus an der Wienzeile ein Stagione-Theater. „Er ist jedoch gefordert, auch etwas anders zu versuchen. Andererseits ist mein bisheriges Konzept doch sehr erfolgreich…

Der Standard

Musikerleben in Deutschland
Einige Unruhe rief mein gestriger Artikel über die „angeblich) 30 Berufsorchester hervor, die von den „Öffentlich- Rechtlichen“ unterhalten werden, obwohl ich mich gegen Orchersterauflösungen ausgesprochen habe, weil arbeitslose Musiker eben auch Geld kosten. Ich bin Pragmatiker, Pragmatismus wird in der Privatwirtschaft nicht nur verlangt, sondern auch rechtlich exekutiert. Aber hier geht es um einen gänzlich anderen Bereich.

Deutsche Musiktheater in der Menge als Stadt- u. Staatstheater, finanziert über öffentliche Mittel, stehen in keiner großen Tradition, entstanden um das 1. Jahrzehnt des 20 Jhdt. durch Übernahmen privater und höfischer Häuser oder durch Neugründung, i. d. R. aus Prestigegründen. Daraus sind in ca. 110 Jahren rd. 140 Theater mit Ausgaben von über 3 Mrd. € entstanden, plus rd. 130 Berufsorchester. Hinzu kommen Investitionen in Neu – u. Umbauten etc. in Milliardenhöhe (derzeit z. B. Oper Stuttgart, Komische Oper Berlin etc. geschätzte 2 Mrd.€).

Unabhängig zu grundsätzlichen Fragen nach Kultur und Kunst, bilden die Ausgaben ein krasses ökonomisches Missverhältnis. Was kommt raus? Kann eine TV Version gleichwertig zur Bühne werden?

Benötigt man Theater, die in ihren organisatorischen Strukturen rückständig geblieben sind, während alle anderen darstellenden Künste in Film, TV, Internet usw. rasante Entwicklungen gemacht haben? Angefangen bei den Strukturen in Entscheidungsgremien bis zu alltäglichen Verrichtungen hat sich im Innen der Theater wenig geändert.

http://www.miz.org/static_de/themenportale/einfuehrungstexte_pdf/03_KonzerteMusiktheater/jacobshagen.pdf

Da werden Fragen aufgeworfen, keine Feststellungen getroffen! Der Artikel wurde mir von einem Insider geschickt, dessen Identität ich besser nicht bekanntgebe – weil er dann „geschnitten“ würde. Eigentlich bin ich auch hier nicht voll dieser Meinung, weil Ökonomie und Theater nicht 1:1 in Verbindung gebracht werden können. Wir sollten uns den Luxus Theater leisten, wohl wissend, dass es Luxus ist.

Ich spreche in dieser Kolumne auch heiße Themen an, weil sie der richtige Platz dafür ist. In solchen Kommentaren muss überspitzt formuliert werden, sonst ist sie entbehrlich.  Für viele Leser ist sie das auch, aber wirklichen Mut orte ich in dieser Szene nicht. Ich „opfere“ mich eben!

Erl/ Tirol: Dem Rettungsboot geht die Luft aus: So war die Saison in Erl
Die ersten beiden Premieren unter neuer Leitung machten deutlich: Die Tiroler Festspiele setzen auf mehr Regie-Theater. Das überzeugte künstlerisch, wenngleich Konflikte mit Geldgebern und Teilen des Publikums wohl unvermeidlich sind. Eine Bilanz.
BR-Klassik
Festspiele Erl in Wintersaison mit 78 Prozent Auslastung

Salzburger Nachrichten

 Rund 8.000 Besucher kamen zu den 13 Vorstellungen. Das diesjährige Programm (26.12. bis 6.1.)  weist eine Auslastung von 78 Prozent auf, teilte ein Sprecherin der Festspiele der APA am Dienstag mit.

Es sind diese keine 8000 Besucher, sondern 8000 Besuche. Das macht einen Unterschied. Nach der ersten Saison kann man nicht urteilen, es ist jedoch bedenklich, wenn weite Teile des Stammpublikums nicht mit fliegenden Fahmen zum neuen Konzept übergelaufen sind. Bernd Loebe jedoch steht Musiktheater auf der Höhe der Zeit, für umstrittene, aber fast immer wagemutige Inszenierungen – womit Frankfurt mehrfach Opernhaus des Jahres wurde (1996, 2003, 2015 und 2018).
Die Frage ist, ob das „typische Erler Publikum das auch will. Der Beifall blieb freundlich, war aber alles andere als enthusiastisch. Es soll auch Festspiele geben, die Alternativen bieten. Wie gesagt, geben wir noch weitere Chancen – aber beobachten wir scharf. „Rusalka“ war übrigens zweimal ausverkauft.

WIENER MUSIKVEREIN-FEST

Dr. Thomas Angyan, Piotr Beczala, Dr. Heinz Fischer und Semyon Bychkov. Foto: Instagram

ZU INSTAGRAM (weitere Fotos)

Linz: Verdi-Oper „Il Trovatore“ feiert Premiere im Musiktheater

iuseppe Verdis populäre Oper „Il Trovatore“ bringt das Landestheater Linz auf die große Musiktheaterbühne – Premiere wird am Samstag, 11. Jänner gefeiert.
https://www.tips.at/nachrichten/linz/kultur/493724-verdi-oper-il-trovatore

Staatsoper in Prag nach dreijähriger Sanierung wiedereröffnet
Mit einem Galakonzert ist die Staatsoper in Prag am Sonntagabend wiedereröffnet worden. Das historische Gebäude aus dem Jahr 1888 war knapp drei Jahre lang umfassend renoviert und restauriert worden.
https://www.np-coburg.de/region/feuilleton/Staatsoper-in-Prag-nach-dreijaehriger

Prager Staatsoper : Keine Oper wie jede andere
Frankfurter Allgemeine

Eröffnung – FOTOS Staatsoper Prag
https://www.narodni-divadlo.cz/cs/pro-novinare/fotografie-z-inscenaci

ARTE Concert Wiedereröffnung Staatsoper Prag- Video
ZUM VIDEO

GRAZ/ Musikverein für Steiermark: KONZERTVERSCHIEBUNG 16. Jänner

Das für 16. Jänner 2020 geplante Kinderkonzert der Ballettakademie der Wiener Staatsoper muss leider verschoben werden.
Ein Ersatztermin wird schnellstmöglich bekanntgegeben.
Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie an der Konzertkasse unter 0316/82 24 55.

Der Ring des Nibelungen“ in Kassel 2021: Die Karten können Sie aber bereits jetzt kaufen!

Der Vorverkauf für die „Ring“-Zyklen in 2021 startet am Donnerstag, 9. Januar 2020 (für Abonnenten am 7. Januar)

Im Mai und im Juni 2021, zum Ende der Intendanz von Thomas Bockelmann, bringt das Staatstheater Kassel zweimal Richard Wagners Opus Magnum „Der Ring des Nibelungen“ als vollständige Zyklen zur Aufführung. Der Vorverkauf für die beiden „Ring“-Zyklen beginnt am Donnerstag, 9. Januar (Abonnenten erhalten bereits ab dem 7. Januar Karten). Wer Karten für alle vier Vorstellungen eines Zyklus‘ direkt an der Theaterkasse bucht, erhält 15 Prozent Rabatt. Eine Vergünstigung bei Online-Buchung ist leider nicht möglich.

Zyklus I findet in der Zeit vom 5. bis 16. Mai 2021 rund um Christi Himmelfahrt statt, der zweite Zyklus folgt in der Woche um Fronleichnam vom 31. Mai bis zum 5. Juni.

ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK: SONDERAUSSTELLUNG ZUM 250. GEBURTSTAG

 

Beethoven. Menschenwelt und Götterfunken

Zum 250. Geburtstag des großen Komponisten werden derzeit im Prunksaal mehr als 100 Objekte von und über Ludwig van Beethoven präsentiert. Das Spektrum reicht von wichtigen Originalpartituren über eine umfangreiche Sammlung von Briefen bis hin zu interessanten Bilddokumenten. Bereichert werden diese historischen „Zeitzeugen“ um eine kostbare Leihgabe der Staatsbibliothek zu Berlin, die erstmals in Österreich öffentlich ausgestellt ist: Ein Teil des Originalmanuskripts der 9. Sinfonie, des wahrscheinlich bekanntesten Werkes Beethovens. Aufgeschlagen ist die Seite, die die berühmten Worte „Freude, schöner Götterfunken“ enthält. Eigens konzipierte Führungen für Kinder und Erwachsene laden ein, das überragende Musikgenie näher kennenzulernen.

» Mehr Infos

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Man muss nicht in die Unendlichkeit des Weltalls fliegen, um Spannung zu erzeugen. Der engste Raum, das Cockpit eines Flugzeugs beispielsweise, reicht gleichfalls aus, um Gänsehaut zu erzeugen. Klaustrophobisch und panisch. Wobei „7500“ vermutlich der Alptraum jedes Piloten ist: Dabei handelt es sich nämlich um die Codezahl, mit der man eine Flugzeugentführung meldet…

Man bleibt im engsten Raum in diesem deutschen Thriller des Regisseurs Patrick Vollrath. Der Ruf des Deutschen leuchtet durch eine „Oscar“-Nominierung für seinen Abschluß-Kurzfilm an der Wiener Filmakademie und durch die Tatsache, dass er von seinem Lehrer Michael Haneke besonders geschätzt und gefördert wurde. Für seinen ersten Spielfilm ist es ihm auch noch gelungen, Hollywood-Star Joseph Gordon-Levitt zu verpflichten, und weil in der Welt des Fliegens ohnedies Englisch die Umgangssprache ist, konnte er einen deutsch-österreichischen und dennoch internationalen Film in englischer Sprache drehen. Der eine starke Sache geworden ist. Vor allem, weil das Thema ja heutzutage niemandem unwahrscheinlich vorkommt…

TERMIN VORMERKEN – Und auch kommen!

 


Panne in ORF TVthek macht Angelobung zur Lachnummer

Die Angelobung von Türkis-Grün sorgt im Internet für Erheiterung. Grund dafür ist die absurde Untertitelung in der ORF TVthek.
https://www.msn.com/de-at/nachrichten/inland/panne-in-orf-tvthek-macht-angelobung
ORF macht Kurz zu „Küken Isabelle“
Bei der Regierungsangelobung unterlief dem ORF am Dienstag ein Fehler, der für Lacher sorgte: In der „Zeit im Bild Spezial“ waren in der TV-Thek die Untertitel zu „Alisa – Folge deinem Herzen“ eingeblendet.
https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/untertitel-panne-orf-macht-kurz-zu-kueken

So lange wir lachen können, ist „Österreichs Welt“ in Ordnung!

Ich wünsche einen schönen Tag!

 

A.C.

 

 

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