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8. DEZEMBER 2021 – Mittwoch

08.12.2021 | Tageskommentar

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MAILAND: UNGEWÖHNLICH LANGER BEIFALL FÜR DEN ITALIENISCHEN STAATSPRÄSIDENTEN, FOTOS MACBETH – ANLÄSSLICH DER PREMIERE – und vereinzelt Pfiffe für die Diva

In Neapel zut Otello-Premiere gabs 15 Minuten Applaus für den Präsidenten! Da konnten die Mailänder natürlich nicht hinten an stehen…….

Mailand: Netrebko singt – und tanzt: So war die Saisoneröffnung an der Scala Bezahlartikel
Erste Großpremiere in Mailand unter der Intendanz von Dominique Meyer: Am Ende gab es sogar einige Buhs für die Diva.
Kurier.at

Promis und Glamour bei Scala-Saisoneröffnung mit Macbeth
Die Mailänder Scala hat am Dienstagabend ihre neue Saison mit Giuseppe Verdis Oper „Macbeth“ eröffnet. Die Rolle der Lady Macbeth übernahm die austro-russische Sopranistin Anna Netrebko. Scala-Musikdirektor Riccardo Chailly leitete zum achten Mal die Saisoneröffnung. 10.000 Rosen und 3000 Orchideen schmückten das Opernhaus.
www.stol.it

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Mailand: Die Lady leidet unter Cybermobbing

 

Ganz neue Sichtweisen auf dieses spektakuläre Frühwerk Verdis bietet die monumentale  Inszenierung von Davide Livermore mit Bühnenbild und Kostümen von Gio Forma und Gianluca Falaschi. Video-Passagen von D-Wok spielen hier ebenfalls eine große Rolle…

…Zuletzt gab es begeisterten Schlussapplaus für das gesamte Ensemble sowie einige unverdiente „Buh“-Rufe für Anna Netrebko. Der atemlos-aufpeitschende Schluss im Orchester brannte sich geradezu ins Gedächtnis ein. Anna Netrebko könnte an ihrer Rolle darstellerisch noch feilen, wenngleich sie gut zum Ausdruck bringt, dass die Lady Macbeth zuletzt nicht so stark ist, wie es anfangs scheint. 

Zum Bericht von Alexander Walther

WIENER STAATSOPER SPIELT AB MONTAG WIEDER

Presseaussendung der Wiener Staatsoper: Wir freuen uns sehr, Ihnen heute eine wirklich gute Nachricht übermitteln zu können: Wie seitens Politik angekündigt, dürfen wir unseren Spielbetrieb am 13. Dezember wieder aufnehmen!

Kyle Ketelsen und Philippe Sly. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wie viele tausende Opernfans haben Sie vielleicht die Premiere unserer Neuproduktion, Don Giovanni in der Regie von Barrie Kosky am vergangenen Sonntag über ORF III oder unseren Stream mitverfolgt. Wir erhielten besonders viele positive Rückmeldungen der Seherinnen und Seher, die für unsere Arbeit ein großer Ansporn sind.

Nun können Sie dieses erste Werk des damit neu begonnenen Mozart/Da Ponte-Zyklus auch live in der Wiener Staatsoper erleben: Unter der Leitung von Philippe Jordan sind der international gefragte US-amerikanische Bassbariton Kyle Ketelsen in seinem Hausdebüt als Don Giovanni und Philippe Sly mit seinem Rollendebüt am Haus als Leporello zu sehen. Ein internationales Rollendebüt als Donna Elvira gab mit der Premiere Kate Lindsey. Mit Rollendebüts am Haus sind Stanislas de Barbeyrac als Don Ottavio und Opernstudio-Mitglied Patricia Nolz als Zerlina zu erleben. Als Donna Anna kehrt Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller zurück an die Wiener Staatsoper; Ain Anger singt den Komtur und Peter Kellner den Masetto.

Am 13. Dezember haben wir eine zusätzliche Vorstellung, die Premiere vor Publikum, in den Spielplan aufgenommen. Karten für diese, aber auch für die restlichen Vorstellungen der Serie, können Sie ab sofort hier buchen. Don Giovanni: 13., 14., 17., 20. Dezember 2021

Corona Regeln ab 13. Dezember
Bitte beachten Sie, dass seitens der Politik erst Mittwoch bekannt gegeben wird, welche Corona-Regeln für Ihren Besuch in der Wiener Staatsoper gelten werden. Momentan gehen wir davon aus, dass – wie vor dem Lockdown – die »2G-Plus-Regel« gilt, also geimpft oder genesen sowie die Vorlage eines gültigen, negativen PCR-Tests, nicht älter als 48 Stunden. Wir ersuchen Sie, sich darüber rechtzeitig zu informieren, sobald wir exakt Bescheid wissen, finden Sie alle aktuellen Informationen dazu auf unserer Website (Quelle: Wiener Staatsoper
 
Stellungnahme aus dem Redaktionsstab (ich möchte hier nicht mit Klarnamen aufwarten, es genügt, wenn ich der Buhmann bin. Mein Rücken ist breit):

Bei allen Schritten, die wir setzen, wird es notwendig sein, begleitende Maßnahmen zu setzen“, fügte Ludwig hinzu. Genaue Details dazu gibt es vorerst noch nicht. Aber es sollen etwa im Bereich Sport, der ebenfalls ab 13. Dezember aufsperren darf, Outdoorevents bevorzugt behandelt werden. Im Bereich Kultur ist etwa noch offen, ob es eine 2G-Plus-Regel oder eine FFP2-Maskenpflicht mit 2G-Regelung geben wird. Hier gebe es unterschiedliche Meinungen, gab Ludwig zu bedenken.

Jetzt hängen wir wieder in der Luft! Das sind solche Nebochanten,  als ob Theater, Kinos, Museen das  nicht auch wissen müssten!
Ein „Kulturland“ mit Leuten an der Spitze, die sich einen Dreck um Kultur scheren!!!! (Zitat Ende)

Details werden wir im Laufe des Tages erfahren. Angeblich steht auch die 2G-Lösung (ohne zusätzliche Testung) mit Maskenpflicht während der Vorstellung zur Diskussion!

Österreich
Theater wollen mit 2G und FFP2-Masken wieder aufsperren
Die Leitungen der meisten großen österreichischen Bühnen-, Konzert- und Festivalbetriebe haben sich am Montag angesichts der laufenden Beratungen über Lockdown-Öffnungsschritte mit einem dringenden Appell an die Bundesregierung und die Landesregierungen gewendet. Sie appellieren, die 2G-Regelung nicht wie zuletzt in Wien an einen gültigen PCR-Test, sondern an eine FFP2-Maskenpflicht auch während der Vorstellung zu koppeln und von einer Kapazitäts-Beschränkung abzusehen.
Salzburger Nachrichten

Staatsoper-Livestream „Don Giovanni“ am 5.12.2021. Die Wiener Staatsoper hat einen neuen „Don Giovanni“. Ein reger Wüstling in wüster Regie.

Er wurde aus COVID-Lockdown-Gründen dankenswerter Weise per Live-Stream und zeitversetzt per TV ins Haus geliefert. Auf diese Weise konnte der Premierentermin an Mozarts Todestag gehalten werden, auch wenn das Publikum – wieder einmal – pandemiebedingt nicht vor Ort sein durfte.

http://www.operinwien.at/werkverz/mozart/adong34.htm Dominik Troger/ www.operinwien.at

Crescendo: Bedrohung der Ukraine, Frankreich-Feldzug und der Wiener „Don Giovanni“
KlassikWoche 49/2021
https://crescendo.de/klassikwoche49-2021-oksana-lyniv-barrie-kosky-1000083386/

Axel Brüggemann geht durchaus nicht unkritisch mit dem Wiener Don Giovanni um: Intendant (Anm.d. Red.: bei uns heisst das immer noch „Direktor“) Bogdan Roščić gelingt es noch immer nicht, seinem Haus eine Richtung zu geben, und er scheint intern auch immer mehr Rückhalt zu verlieren. Ausgerechnet die Wiener Philharmoniker haben Roščić und Opern-Chef Philippe Jordan am Premieren-Vormittag mit einem Konkurrenz-Stream der Neunten Mahler-Sinfonie mit Jordan-Vorgänger Franz Welser-Möst ein Ei der Sonderklasse in den Opern-Nikolaus-Sack gelegt. Harmonie am Ring sah schon mal anders aus. Und muss nicht gerade in diesen Zeiten jeder Abend auch etwas wollen, eine Behauptung aufstellen? Wer ausgebrannt ist, könnte doch einfach mal zur Seite treten, neue Gedanken sammeln und Leute ranlassen, die etwas zu sagen haben. 

Um fast 25 Prozent mehr Steuergeld für die Vereinigten Bühnen Wien
Trenklers Tratsch: Subvention wird von 40,2 auf fast 50 Millionen Euro angehoben. Sanierung des Theaters an der Wien um 60 Millionen
Kurier.at

Theater an der Wien wird um 60 Millionen Euro umgebaut
Das Opernhaus wird ab März 2022 für gut zwei Jahre geschlossen. Die Subvention soll um rund 9,7 Millionen Euro steigen
Der Standard.at

Theater an der Wien: Umbau kostet 60 Millionen Euro
Das Opernhaus wird ab März 2022 für gut zwei Jahre geschlossen.
WienerZeitung.at

„Christmas in Vienna“ wird auch heuer abgesagt
Das traditionelle Weihnachtskonzert hätte am 17. und 18. Dezember im Konzerthaus stattfinden sollen.
WienerZeitung.at

Adventkalender der Oper Graz

Foto: Oper Graz

Auch in diesem Jahr versüßt die Oper Graz die Vorweihnachtszeit mit 24 spannenden Preisen hinter 24 Türchen! Jeden Tag öffnet sich ein neues Türchen unseres Online-Adventkalenders, hinter dem sich eine neue Gewinnfrage versteckt. Der Kalender ist täglich hierund auf Facebook und Instagram zu finden.

Musikalisches, Spannendes hinter den Kulissen und Besinnliches ergänzen unsere Quizfragen. Spielen Sie mit, denn an jedem Tag bis Weihnachten gibt es einen Preis zu gewinnen:

Schicken Sie Ihre Antwort auf die Frage des Tages bis spätestens 24 Uhr an ana.jovic@oper-graz.com. Unter allen richtigen und zeitgerecht eingesandten Antworten wird der Preis des Tages verlost. Viel Freude beim Schauen, Hören und Mitspielen!

UNSER MUSIKALISCHER ADVENTKALENDER/ Teil 4
zusammengestellt von TTT

Nat King Cole – O Tannenbaum. Aus dem Album „The Magic of Christmas“ (1960) von Nat King Cole (1919/65) Jazz-Pianist“/Sänger

 

https://www.youtube.com/watch?v=M0hc-M-0jyI

Wettkampf der Primadonnen: «Anna Bolena» in Zürich und Genf(Bezahlartikel)
Die zwei wichtigsten Schweizer Opernhäuser zeigen konkurrierende Neuproduktionen von Donizettis packender Tudor-Oper. Die beiden Inszenierungen sind stimmig, die Besetzungen erstklassig – aber wer hat die Nase vorn?
NeueZürcherZeitung.ch

Basel
Erwartet wurden 180’000, gekommen sind 13’286: Theater Basel mit massiv weniger Besucherinnen und Besuchern
Die Zahlen aus dem Geschäftsbericht des Theater wurden am Dienstag publiziert. Der Vergleich mit dem Vorjahr hinkt allerdings.
BZ-Basel.ch

Das ist erschütternd und Theater und Oper stehen  wohl vor der größten Krise ihrer Geschichte. Es könnte nämlich ein Entwöhnungseffekt eintreten und wenn uns die Angst vor den Sitznachbarn als „Todbringer“  noch Jahre dominiert, wars das dann wohl zumindest für meine Generation!

Wien
Emmy Werner: „Ich habe die Regisseure nicht ausgehalten“
Die ehemalige Volkstheater-Direktorin über die Gründung des Theaters Drachengasse vor 40 Jahren, die Männer-SPÖ und die Quote
Der Standard.at

Die Quanten-Denkweise: Wie wir unsere Realität verändern können
das ist das größte Problem des Regietheaters. Unser Gehirn nimmt Inhalte auf, oft abweichend von Text und emotional-auditivem Kontext (Gesang + Orchester). Wir fühlen etwas, dem die Wahrnehmung unseres Verstandes nicht entspricht – es bleibt Konfusion. Gedanken finden mit Emotionen keinen Einklang, keine Kongruenz. Und die Sendboten dieses Mangels (Theaterleiter, Inszenatoren, Pressemedien) kennen sich mit dem menschlichen Begreifen, das nun mal aus Ratio und Emotio besteht, nicht aus, wollen offensichtlich auch keine Erweiterung ihrer Bildung. Das alles habe ich nun schon oft in den Plädoyers für surreale Werkimmanenz niedergelegt. Ich mach weiter, Nr. 11 kommt bald.
Du denkst an eine Sache und fühlst etwas vollkommen anderes. … Gedanken die Sprache des Gehirns sind, Gefühle die Sprache des Körpers. … Gedanken mit Gefühlen im Einklang … überträgst du ein leistungsfähigeres elektromagnetisches Signal. … Dieses Signal wird von deinem Verstand unbewusst an das Quantenfeld gesendet …TTT’s Hinweise auf Psychosoziales (soziale Gegebenheiten, die unsere Psyche beeinflussen) haben immer deutlich relevantes „Gewicht“ für gegenwärtiges Theater.
https://gedankenwelt.de/die-quanten-denkweise-wie-wir-unsere-realitaet-veraendern-koennen/

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Biden droht Putin für den Fall einer Eskalation im Ukraine-Konflikt mit Konsequenzen. Der amerikanische Präsident Joe Biden hat am Dienstag einen gut zweistündigen Videogipfel mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin abgehalten. Biden habe dabei erklärt, die USA und ihre Verbündeten würden «im Falle einer militärischen Eskalation mit starken wirtschaftlichen und anderen Massnahmen reagieren». Biden habe zudem seine Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine bekräftigt und zur Deeskalation und einer Rückkehr zur Diplomatie aufgerufen.
Zu den neusten Entwicklungen

  • Mutmasslicher Mörder von Jamal Khashoggi festgenommen: Gut drei Jahre nach der Ermordung des saudiarabischen Journalisten ist einer der Tatverdächtigen in Paris festgenommen worden. Bei dem 33-Jährigen soll es sich um einen der 20 Verdächtigen handeln, nach denen in dem Fall international gesucht wird.
    Zum Bericht
  • Boris Johnson wegen Weihnachtsfeier im Corona-Lockdown unter Druck: Der Sender ITV veröffentlichte am Dienstagabend ein internes Video einer Party in Downing Street während des Lockdowns 2020. Premierminister Johnson nahm zwar nicht an der Party teil, hatte aber offenbar falsche Angaben zu der Feier gemacht.
    Zum Bericht
  • Das IOK spielt im Fall Peng Shuai auf Zeit: Der Fall der verschwundenen chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai belastet weiterhin die in zwei Monaten beginnenden Winterspiele in Peking. Das IOK muss befürchten, dass nach den USA noch andere für Olympia wichtige Nationen einen diplomatischen Boykott erwägen.
    Zum Bericht

 

Digitales Zentralbankgeld : Die EZB plant für 2023 einen Prototyp für den digitalen Euro
In fünf Jahren will die EZB einen digitalen Euro einführen. Aber schon in zwei Jahren will sie einen Prototyp vorstellen. Er soll die Pläne konkreter machen.
Frankfurter Allgemeine

Bellingham spricht nur aus, was alle wissen
Jude Bellinghams Kritik an Felix Zwayer stellt die grundsätzliche Frage: Warum fördert der DFB mit aller Macht einen Schiedsrichter, der einst die Ursünde begangen hat?
Die Zeit.de

 

Was hat nun Felix Zwayer verbrochen (außer einen umstrittenen Penalty gegen Dortmund zu verhängen? Es ist über 15 Jahre her, Zwayer war damals Assistent (Linienrichter)  beim berüchtigten Schieber Robert Hoyzer (der dafür sogar ins Gefängnis musste).

Wegen seiner Vorgeschichte im Fall Hoyzer bringen viele Spieler, Manager und Trainer Felix Zwayer keinen Respekt und kein Vertrauen mehr entgegen. Sie legen Fehler gegen ihn persönlich aus. Wer als Schiedsrichter die Ursünde begangen hat, dem glaubt man eben nicht mehr. Vor dem Regionalligaspiel Wuppertal gegen Werder Bremen Amateure (1:0) am 30. April 2004 nahm Zwayer von Robert Hoyzer die Summe von 300 Euro an, „um als Schiedsrichter-Assistent kritische Situationen für den Wuppertaler SV zu vermeiden“. Konkrete Manipulation konnte Zwayer in diesem Spiel nicht nachgewiesen werden, vermutlich auch, weil kaum TV-Bilder existierten und fast keine Journalisten und Auswärtsfans anwesend waren. ..

Aber trotzdem: Wer sich einmal bestechen hat lassen (selbst mit lächerlichen 300 Euro) hat als Schiedsrichter ausgepfiffen. Bestechung ist mit einem Richteramt unvereinbar, da wäre selbst eine Bestechung mit einem Messer noch eher zu tolerieren.  In so einem Fall darf es keine zweite Chance mehr geben. Ich bin gespannt, wie der DFB das sieht! Dass diese Sache nun nach 15 Jahren wieder aufkocht, hat mit Zwayers Elfmeter-Geschenk an den FC. Bayern zu tun. Ich bin sicher, dass er sich deswegen in den Hintern beissen würde, wenn dadurch diese Entscheidung rückgängig gemacht werden könnte!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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