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8. AUGUST 2018

08.08.2018 | Tageskommentar

Salzburger Festspiele: Heute Premiere „L’Italiana in Algeri“ – Übernahme von den Pfingstfestspielen. Cecilia Bartoli. Copyright: Monika Rittershaus/ Salzburger Festspiele

Die Produktion (Leiser/ Caurier), die Cecilia Bartoli bereits in ihren Pfingstfestspielen gezeigt hat, ist gelungen und wird wohl auch heute – diesmal voraussichtlich zum unumstrittenen – Erfolg werden.

Copyright: Monika Rittershaus/Salzburger Festspiele

Cecilia Bartoli, Isabella
Ildar Abdrazakov, Mustafà
Edgardo Rocha, Lindoro
Alessandro Corbelli, Taddeo
José Coca Loza, Haly
Rebeca Olvera, Elvira
Rosa Bove, Zulma

Salzburg/Festspiele: „Niemand ist größer als das Kunstwerk“
Franz Welser-Möst schreitet gut gelaunt durch die Hofstallgasse. Der österreichische Dirigent hat einen erheblichen Teil zum Erfolg der „Salome“-Neuproduktion bei den Salzburger Festspielen beigetragen. Im Zusammenspiel mit Regisseur Romeo Castellucci ist ein Gesamtkunstwerk aus Musik und Szene entstanden – mit einer herausragenden Asmik Grigorian in der Titelrolle
Salzburger Nachrichten

Bayreuth dementiert akustische Verstärkungen

Einige Aufregung hat unser gestern erschienener Artikel von KS.Prof. Dr. Bernd Weikl über „akustische Verstärkungen“ im Bayreuther Festspielhaus aufgewirbelt. Auf Ersuchen des Verfassers habe ich den Artikel nach einigen Stunden entfernt, KS. Weikl hat eine Überarbeitung angekündigt.

Die Bayreuther Festspiele ersuchen um Veröffentlichung einer Stellungnahme:

Es wird die Vermutung geäußert, die Sängerin der Ortrud in der diesjährigen Produktion des Lohengrin sei im dritten Aufzug elektroakustisch verstärkt worden. Grund sei die angeblich akustisch ungünstige Position der Solistin am Rundhorizont (hintere Bühnenmitte, Anmerkung des Verfassers).

Als Beteiligter an dieser Produktion kann ich diese Vermutung als unbegründet zurückweisen. Die einzige elektroakustische Verstärkung im Lohengrin betrifft die Orgel am Ende des zweiten Aufzugs.

Es ist hinlänglich bekannt, dass im Bayreuther Festspielhaus einzigartige akustische Gegebenheiten herrschen…

Univ.-Prof. Christoph Ulrich Meier für die Bayreuther Festspiele

Die gesamte Stellungnahme finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“ – Aktuelles.

NEU IN UNSERER WEBSEITE: JUBILÄEN AUGUST 2018 ONLINE

ZU DEN JUBILÄEN

15.8. Hanna SCHWARZ wird 75 (Hanna Schwarz singt gegenwärtig die Gräfin in der Salzburger „Pique Dame“)

 

Sie begann das Psychologie- und Gesangstudium in Hamburg, dann an der Folkwangschule Essen und an der Musikhochschule Hannover. Nachdem sie 1969 einen Gesangwettbewerb in Berlin gewonnen hatte, erhielt sie ihr erstes Engagement am Staatstheater von Hannover, wo sie 1970 als Siegrune in der »Walküre« debütierte und ihren ersten großen Erfolg als Maddalena im »Rigoletto« hatte. 1972 gastierte sie als Carmen bei den Opernfestspielen von Eutin. 1973 Mitglied der Staatsoper von Hamburg, an der sie in den klassischen Partien ihres Stimmfachs erfolgreich war. 1975 Gastspiel in Zürich; im gleichen Jahr sang erstmals bei den Festspielen von Bayreuth. Dort ist sie in einer Vielzahl von Partien aufgetreten…

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IN MEMORIAM-GEBURTSTAGE

25.8. Leonard BERNSTEIN: 100. Geburtstag

 

Er entstammte einer jüdischen Einwandererfamilie aus Riwne (Równo) in der heutigen Ukraine. Er wurde als Louis Bernstein geboren. Im Alter von 16 Jahren änderte er seinen Vornamen in Leonard, der bis dahin sein Rufname gewesen war. Er studierte an der Harvard-Universität Klavier und Komposition. Bereits 1943 wurde er Assistant Conductor (2. Dirigent) des New York Philharmonic Orchestra unter Artur Rodzinski, der ihn in Tanglewood als Assistenten von Serge Koussevitzky erlebt hatte. In ebendiesem Jahr konnte Bernstein seine Begabung unter Beweis stellen, als er kurzfristig für den erkrankten Bruno Walter einspringen musste. Die eindrucksvolle Aufführung von Schumanns Manfred-Ouvertüre und Strauss‘ Don Quixote, welche über den Rundfunk landesweit übertragen wurde, verhalf ihm zum Durchbruch und war so Beginn einer beispiellosen Karriere.
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TODESFÄLLE

Antonio BARASORDA ist am 9.7.2018 in San Juan (Puerto Rico) verstorben

 

 Geboren am 3. Dezember 1945 auf Puerto Rico; sein Bühnendebüt erfolgte 1971 in San Juan auf Puerto Rico als Don Ottavio im »Don Giovanni« zusammen mit Justino Diaz und Fernando Corena. 1973 gewann er den Gesangwettbewerb der New Yorker Metropolitan Oper, 1975 in Paris den »Grand Prix National de la Critique«. Seit 1971 kam er zu großen Erfolgen bei Auftritten an der New York City Opera, an den Opern von Boston, San Francisco (1979 als Alfredo in »La Traviata«, 2002 als Otello von Verdi), Miami und Pittsburgh, in Santiago de Chile und bei den Festspielen von Wexford…

ZU DEN JUBILÄEN

GREIN/ GREINBURG/ „24. donauFESTWOCHEN im Strudengau/OÖ: Kobie van Rensburg wartet mit neuer Inszenierungsart auf: „bluescreen technology“

Regisseur Kobie van Rensburg hielt vor der Vorstellung eine kurze Einführung über die neue Technik seiner Inszenierung (Foto: Reinhard Winkler)

Im Rahmen der „24. donauFESTWOCHEN im Strudengau“ brachte deren Intendantin Michi Gaigg die kaum gespielte Opernrarität „Atalanta“ von Georg Friedrich Händel als Koproduktion mit den Händel-Festspielen Halle 2019 auf Schloss Greinburg im Rittersaal in italienischer Sprache zur Aufführung.

Der bisherige Spielort Arkadenhof der Greinburg kam diesmal nicht in Betracht, da der südafrikanische Sänger Kobie van Rensburg als Regisseur eine technisch neue Inszenierungsart (bluescreen technology) kreierte, die nur in einem geschlossenen Raum gespielt werden konnte. Die Sängerinnen und Sänger deklamierten ihre Rollen vor einer Kamera, deren Bilder auf eine riesige Leinwand projiziert wurde, sodass das Publikum das Mienenspiel der Darsteller in Großaufnahme zu sehen bekam. Man darf gespannt sein, wie man diese neuartige Form als „Film-Oper“ bei den Händel-Festspielen in Halle aufnehmen wird…

Zum Bericht von Udo Pacolt

Dame Gwyneth Jones korrigiert Hamburger Kollegin
Die britische Opernsängerin Dame Gwyneth Jones hat nie „ein Haus an irgendeiner Küste besessen, noch die Absicht gehabt, ein solches zu erwerben“. Im Abendblatt-Interview hatte die Hamburger Kammersängerin Renate Spingler von einer Begegnung erzählt, in der Dame Gwyneth Jones gewissermaßen während des Applauses mit Kollegen über ihr Sommerhaus plauderte. Sie habe jedoch „niemals derartige Konversationen auf der Bühne mit Kollegen geführt“, erklärt nun Dame Gwyneth Jones. „Das ist meine Erinnerung“, entgegnet Renate Spingler, fügt aber hinzu: „Das ist 30 Jahre her.“ Jones vermutet eine Verwechslung.
Hamburger Abendblatt

Klavierbauer Steinway: Übernahme durch chinesischen Investor?

Das staatliche Konglomerat „China Poly Group“ prüfe ein Angebot für den amerikanischen Klavierbauer Steinway, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg
BR-Klassik

Ein Kritik-Nachtrag: Innsbruck RIENZI (23.6.)

Zum Bericht von Klaus Billand

Glyndebourne: VANESSA a solid production can’t hide the charmlessness of Barber’s opera, review

Copyright: Tristram Kenton

Glyndebourne/Weitere „Vanessa“-Reviews
Vanessa, Glyndebourne: a solid production can’t hide the charmlessness of Barber’s opera, review
The Telegraph

Vanessa, Glyndebourne Festival Opera, review
Worth the wait for this winningly performed production
The Independent

Vanessa review – Barber’s opera finds its time with intelligent, gripping staging
The Guardian

Barber’s Vanessa at Glyndebourne: repression in a cold climate
bachtrack

WIEN/ Theater im Renaissance-Hotel (15. Linke Wienzeile/ Ullmannstraße  71 – U4 Meidling Hauptstrasse)

WIEN UM 1900 – Arthur SCHNITZLER – Die Gefährtin

noch zu sehen am 9. August um 20,30 h

09. August 2018um 20.30

THEATER DES WANDELS

wien1900@icloud.com

Tel. 0664/73551054

www.theaterdeswandels.com

 

Die „Jahrhundert-Frau“ Elisabeth Heller ist tot
Andre Hellers Mutter starb mit 104 Jahren

Der ORF widmete ihr 2012 ein Portrait unter dem Titel „Die Jahrhundertfrau“. Sie war Vertraute und Förderin ihres Sohnes, der Begriff „Künstlermutter“greift aber viel zu kurz.

Der „Kurier“ widmet ihr einen Nachruf:
Kurier

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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