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8. APRIL 2022 – Freitag

08.04.2022 | Tageskommentar

 

SALZBURG/ OSTERFESTSPIELE: LOHENGRIN

Salzburg
Christian Thielemann über seine letzten Osterfestspiele: „Ich bin adoptierter Salzburger“
MünchnerMerkur.de

Salzburg
Tanz den Wagner
Nikolaus Bachler offenbart seine Pläne für die Osterfestspiele in Salzburg. Darin spielt auch der populäre DJ Westbam eine Rolle.
SueddeutscheZeitung.de

Natürlich bekam ich einen vertraulichen Bericht über die Generalprobe – der auch vertraulich bleibt. Die Inszenierung werden wir in Wien näher kennenlernen, weil sie ja angeblich den Homoki-Lohengrin ablösen soll. Darüber wird in den nächsten Tages wohl noch viel geschrieben werden.

Wiener Staatsoper: DER ROSENKAVALIER – mit Umbesetzungen

Louise Alder, Michèle Losier. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

 

Fix ist nix, besonders in Zeiten wie diesen. Das Besetzungsbüro der Wiener Staatsoper war beim Start der aktuellen Rosenkavalier-Aufführungsserie jedenfalls bis zur letzten Minute – und sogar noch darüber hinaus – gefordert, um einen letztlich doch noch recht gelungenen Opernabend zu ermöglichen. Denn als Direktor Roscic vor dem Vorhang die vorläufig letzten Umbesetzungen bekannt gibt, deutet er an, dass es im weiteren Verlauf noch zum Einsatz einer weiteren Einspringerin kommen könnte…

Zum Bericht von Manfred A. Schmid.  Mehr darüber morgen!

WIENER STAATSOPER: „TRISTAN UND ISOLDE“. Einführungsmatinee und Stream

 

ZUR EINFÜHRUNGSMATINEE (1,31 Stunden)

Karten noch verfügbar

TRISTAN UND ISOLDE IM STREAM: 27.APRIL

 

„WIENER OPERNBALL“ IN NEW YORK

 

Liebevolles Ball-Comeback

Einen Abend voller Liebe verspricht der Viennese Opera Ball in New York am 13. Mai 2022 im legendären Cipriani. Im Big Apple wird mit österreichischen Weinen gefeiert. Beim glanzvollen Charity-Event kommt der original Sisi-Stern vom Wiener Juwelier A.E. Köchert bei der Auktion zugunsten der Gabrielle’s Angel Foundation for Cancer Research unter den Hammer. Etwas kleinere Sisi-Sterne mit Swarovski-Kristallen von Ciro unterstützen die Caritas-Hilfe der Ukraine.

Es war der letzte große Ball vor der Pandemie und wird der erste nach der Pandemie: Der Wiener Opernball in New York City. Die Organisatoren Silvia Frieser und Daniel Serafin sind am Ball geblieben, um am 13. Mai Walzerklänge im legendären Cipriani im Big Apple erklingen zu lassen. Unter dem Motto „A Night of Love“ (Eine Nacht voller Liebe) treten Opernsänger wie der Ukrainer Iurii Samoilov und Carolina López Moreno – sie singen „Lippen schweigen“ – oder Donata D‘Annunzio Lombardi vor dem Who-is-Who der New Yorker Society auf. Für beschwingte Melodien im feierlichen Rahmen werden auch die Special Guests Nadine Sierra und Johanna Will sorgen. (Zitat Ende)

Daniel Serafin hat anscheinend alles richtig gemacht, er hat sich von unrealistischen Berufsvorstellungen rasch verabschiedet (Zitat eines Intendanten – vor vielen Jahren – zu mir vertraulich: Bei uns singt der Daniel Serafin eine Kleinrolle, weil wir den Namen auf den Besetzungszettel und auch das Umfeld bei der Premierenfeier haben wollen – mehr ist nicht drin!) und ist ein „Macher“ geworden. Anscheinend kann er das auch!

Kriegsschauplatz Konzertsaal
Die Verschmelzungen von russischer und ukrainischer Musik und warum es Unfug ist, Tschaikowski abzusetzen.

Das Prager Nationaltheater setzte Peter Iljitsch Tschaikowskis Oper „Pantöffelchen“ ab. Seine Oper „Mazeppa“ ist ein Kollateralschaden am Theater Biel-Solothurn: abgesetzt „aufgrund der aktuellen Situation in der Ukraine“. Diverse Orchester, darunter das Berliner Rundfunkorchester, kippen Tschaikowskis Sinfonien und Orchesterwerke aus ihren Programmen. Der Westen ist drauf und dran, in einen anti-russischen Kulturkampf zu verfallen. Nationalismen haben oft einen unangenehmen Beigeschmack. Bizarr werden sie in der Regel, wenn es um Kunst geht.
WienerZeitung.at

Wien/Kasino Schwarzenbergplatz/ Volksoper
Wie Dirigent Gerrit Prießnitz Geschichten anders erzählt (Bezahlartikel)
Tod Machovers Oper „Schoenberg in Hollywood“ widmet sich einem späten Lebensabschnitt des Komponisten. Die Partitur ist herausfordernd – aber nur für den Dirigenten, nicht für die Zuhörer, sagt Gerrit Prießnitz.
Was geschieht, wenn der Begründer der Zwölftonmusik auf das Räderwerk der Filmmetropole Hollywood trifft? Bleibt Arnold Schönberg seinem Credo, die Musik zu erneuern, treu? Oder erliegt er der Versuchung, ein Millionenpublikum zu erreichen – mit der Gefahr, seine künstlerische Überzeugung zu verraten?
DiePresse.com

Michael Güttler dirigiert in Bologna anstelle von Oksana Lyniv
Teatro Comunale di Bologna Announces
The Teatro Comunale di Bologna has announced a conductor change for its upcoming performance of “Iolanta.”
The company noted that due to the indisposition of Oksana Lyniv, the concert will be conducted by Michael Güttler.
operawire.com

Sommereggers Klassikwelt 132: Medea Mei-Figner – Interessante Stimme als Beispiel für eine verschwundene Gesangskultur

Die am 4. April 1859 in Florenz als Medea Mei geborene Sängerin wird bis heute als Russin wahrgenommen. Das liegt hauptsächlich daran, dass sie während und nach ihrer Ehe mit dem russischen Tenor Nikolai Figner den Doppelnamen Mei-Figner führte und einen großen Teil ihrer großen Sängerkarriere an russischen Bühnen absolvierte.
von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Dresden
„Madame Butterfly“ an der Semperoper Dresden
MDR.de

Liège
Weimar-verdächtige Männerfantasie: Ambroise Thomas’ „Mignon“ in Liège
Vincent Boussard hat in Liége recht. Ambroise Thomas’ „Mignon“ harmoniert mit dem Geist der Goethezeit mindestens so stark wie mit französischer Oper des mittleren 19. Jahrhunderts. Die Opéra Royal de Wallonie machte es sich nicht einfach: Fast drei Stunden reine Spieldauer trotz Erstfassung mit umfangreichen Dialogen. Am Pult sorgte Frédéric Chaslin für die fulminante Feinmechanik zwischen Orchester und Bühne. Es gab drei phänomenale Besetzungen: Bravi für Stéphanie d’Oustrac (Mignon), Jodie Devos (Philine) und Philippe Talbot (Wilhelm Meister).
NeueMusikzeitung/nmz.de

Musikwissenschaft
Haydn-Gesamtausgabe vollendet
Es dauerte fast ein Menschenleben: siebzig Jahre währte die Fertigstellung der Haydn-Gesamtausgabe. Nun erscheint der letzte Band im Henle-Verlag.
BR-Klassik.de

Otto Schenks Ehefrau Renée mit 96 Jahren gestorben
Renée Schenk, die anfangs auch auf der Bühne stand, war über sieben Jahrzehnte die treue Begleiterin ihres Mannes
Kurier.at

Graz
Diagonale 2022 mit Ehrung von Branko Samarovski eröffnet

Der Preis ist als Maske vor dem Gesicht zu tragen. Man kann ihn auch ablehnen.

Mit Kurdwin Ayubs „Sonne“ ist Dienstagabend die 25. Diagonale in der Helmut List-Halle in Graz eröffnet worden. Branko Samarovski erhielt den Großen Diagonale-Schauspielpreis und zeigte sich gerührt. Beim Preis handelt es sich um das Kunstwerk „Preisträger“ – gestaltet und gestiftet von Constantin Luser. Das Objekt ist auf dem Kopf zu tragen. Eine Art Maske kann dabei wie ein Visier heruntergeklappt werden, was Samarovski sichtlich entzückt dem Publikum demonstrierte.
SalzburgerNachrichten.at

Mit der Maske sieht Samarovski aus wie Anthony Hopkins in „Das Schweigen der Lämmer“. Ob der Preis-Stifter und der Preis-Empfänger schon vorher miteinander verfeindet waren, entzieht sich meiner Kenntnis.

Filme der Woche

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Filmstart:  8. April 2022
PHANTASTISCHE TIERWESEN: DUMBLEDORES GEHEIMNISSE
Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore  /  USA, GB  /  2022 
Regie: David Yates
Mit: Jude Law, Mads Mikkelsen, Eddie Redmayne, Dan Fogler, Peter Simonischek u.a.

Als J.K. Rowling noch nicht in Ungnade bei den Sozialen Medien gefallen war…. Sie hat es nämlich gewagt, in Genderfragen „Mann“ und „Frau“ auf ganz altmodische Weise zu definieren. Also, als sie noch in  Gnaden war, hat die unermüdlich produktive „Harry Potter“-Autorin eine auf fünf Teile konzipierte Buch- und auch gleich Filmreihe auf die Beine gestellt, im Original „Fantastic Beasts“, auf Deutsch nicht so überzeugend „Phantastische Tierwesen“ (aber wie soll man sonst sagen?).

Nach dem ersten (2016) und dem zweiten (2018) Teil ist nun – nach längerer Pause als vorgesehen –  der dritte im Kino. Auch da ist ein Opfer unserer ach so moralischen, immer shitstorm-bereiten Zeit zu registrieren: Johnny Depp, der als „böser“ Grindelwald in Teil 2 agierte, ist von seiner Frau in aller Öffentlichkeit der Gewalttätigkeit beschuldigt worden. Also – nix mehr mit der Hauptrolle. Anstelle dessen spielt den Grindelwald nun ganz ein anderer Typ, Mads Mikkelsen, bleichgesichtig, Putin-artig rätselhaft und teilweise wie nicht von dieser Welt. Na ja, er ist ja auch ein Zauberer.

J.K. Rowling hat hier – no na – an ihr Harry Potter-Universum angeschlossen, das sie, man muss es zugestehen, in voller Breite und auch Tiefe kreiert hat. Albus Dumbledore, Schulleiter in Harry Potters Hogwarts, rückt im dritten Teil in seiner Konfrontation mit Gellert Grindelwald (der in den Harry Potter-Büchern nur ganz am Rande vorkam) gänzlich  ins Zentrum – wenn man bei einer so zerfransten Handlung wie hier überhaupt von einem Zentrum sprechen kann…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Deutschland
Allgemeine Corona-Impfpflicht im Bundestag gescheitert
Schwere Schlappe für Bundeskanzler Olaf Scholz und seinen Gesundheitsminister Lauterbach im Bundestag: Nachdem die ursprünglich vom Bundeskanzler propagierte allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 schon vor der Abstimmung der Abgeordneten vom Tisch war, ist nun auch der Kompromissvorschlag des Bundesgesundheitsministers einer Impfpflicht ab 60 gescheitert. Auch der Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion fand keine Mehrheit.
Der Schwung der Winter-Inzidenzen reichte nur, um die einrichtungsbezogene Impfpflicht zu verabschieden. Die gilt seit März 2022. Die allgemeine Impflicht ist erst einmal ad acta gelegt.
Haufe.de

Österreich
Umstrittenes Zuckerl. Regierung schenkt allen Schuldirektoren 500 Euro
Ein Oster-Zuckerl vom Bildungsminister: Wegen ihrer Leistungen in der Pandemie bekommen alle Schulleiter 500 Euro überwiesen – eine „Belohnung“ für ihren Arbeitseinsatz in den zwei Jahren Pandemie, wie es heißt. Die NEOS üben daran heftige Kritik.
https://www.krone.at/2675124

Jetzt werden natürlich auch die Lehrer kommen – und nicht nur die!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist nach Kiew unterwegs: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist in der Nacht zum Freitag mit dem Zug von Südostpolen nach Kiew aufgebrochen. In der ukrainischen Hauptstadt will sie am Freitag unter anderem den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski treffen. Die ehemalige Bundesverteidigungsministerin von der Leyen wird von einer Delegation begleitet, der auch der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell, der slowakische Ministerpräsident Eduard Heger und mehrere EU-Parlamentarier angehören. Von der Leyen ist die erste westliche Spitzenpolitikerin, die seit Bekanntwerden der Kriegsgreuel im Kiewer Vorort Butscha die Ukraine besucht.
Zu den neusten Entwicklungen
Im Ukraine-Krieg nimmt die Verrohung der Soldaten mit hohem Tempo zu: In den vergangenen Tagen häufen sich die Berichte von Massakern, Plünderungen und Vergewaltigungen durch russische Soldaten in der Ukraine. Massaker an Zivilisten wie in Butscha sind laut Berichten kein Einzelfall. Doch auch den ukrainischen Verteidigern werden mutmassliche Kriegsverbrechen vorgeworfen.
Zum Bericht
Ketanji Brown Jackson wird als erste schwarze Frau Richterin am Supreme Court: Ketanji Brown Jackson hat sich gegen alle Widerstände durchgesetzt: Der Senat bestätigt sie als erste schwarze Richterin für das oberste Gericht der USA, den Supreme Court. Die Kritik der Republikaner, die nicht einmal vor schrägen Nazi-Vergleichen zurückschreckten, perlte an der makellosen Biografie der Harvard-Absolventin ab. Im Sommer tritt die 51-Jährige die Nachfolge des progressiven Richters Stephen Breyer an, für den sie einst gearbeitet hatte und der nun mit 83 Jahren in Rente geht.
Zum Bericht
Nordrhein-Westfalens Umweltministerin tritt zurück: Ursula Heinen-Esser (CDU) war zunehmend unter Druck geraten, als bekannt wurde, dass sie während der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer in den Urlaub auf Mallorca reiste. Am Donnerstagabend gab sie den Verzicht auf ihr Amt bekannt.
Zu den neusten Meldungen aus der deutschen Politik

Ich weiß nicht, ob das noch interessant ist, beleuchtet aber erneut den Charakter vom Ex-Bundeskanzler Schröder.
TTT: Briefwechsel zwischen Maschmeyer und Schröder: Eine Brutto-Netto-Freundschaft
SueddeutscheZeitung.de

Mateschitz vorne dabei. Das sind die zehn reichsten Fußball-Klub-Besitzer der Welt
Der reichste Mensch der Welt ist laut neuer „Forbes“-Liste Tesla-Chef Elon Musk mit 201 Milliarden Euro. Doch wer ist der reichste Sportklub-Besitzer? Es ist der frühere Microsoft-Chef Steve Ballmer, Eigentümer der Los Angeles Clippers. Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz hat die Top 3 knapp verfehlt. Aber sehen Sie selbst – im Video.
https://www.krone.at/2676494

LAUFEN FÜR DIE UKRAINE – Raffael Cupak deklassiert die Konkurrenz

Mein Enkel Raffael ist ein weit überdurchschnittlicher Läufer. Leider kann man mit Laufen allein kaum reich werden, da muss einem schon ein Tennisschläger in die Hand oder ein Ball vor die Füße fallen. Opernsänger als Berufswunsch scheidet wegen ungewisser Zukunftsaussichten und auch wegen der eingeschränkten Verdienstmöglichkeiten aus.

 

Gestern – bei einem Benefizlauf für die Ukraine (Eltern zahlten jeweils 40 Euro für die teilnehmenden Kinder) hatte er jedenfalls keine Konkurrenz – wie früher auch der Opa (der kann aber heute kaum noch hatschen!)

Somit wünsche ich einen schönen Tag

A.C.

 

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