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7. SEPTEMBER 2019 – Samstag

07.09.2019 | Tageskommentar

Dominique Meyer geht wohl bereits im März nach Mailand!

Durch den Wechsel von Scala-Direktor Alexander Pereira ist ein Früherer Wechsel von Dominique Meyer nach Mailand notwendig geworden. Die Tageszeitung „Corriere della Sera“  berichtet in ihrer Freitagsausgabe, dass Dominique Meyer grundsätzlich bereit wäre, bereits ab 1.3.2020 in Mailand zu arbeiten.

In Wien beginnt Bogdan Roscic am 1. September 2020 an. Nachdem sich in Wien die erste Aufregung gelegt hat (in Wien regt man sich gerne schnell auf und ebenso schnell wieder ab), gab Dominique Meyer eine Stellungnahme ab:  „Ich habe sowohl Kulturminister Schallenberg als auch dem Mailänder Bürgermeister Sala gegenüber betont, dass ich auf jeden Fall meine Aufgaben als Staatsoperndirektor bis Ende der laufenden, meiner letzten, Saison wahrnehmen möchte. Gleichzeitig habe ich meine Bereitschaft signalisiert, mein Mandat an der Mailänder Scala bereits früher anzunehmen. Jetzt müssen wir mit Holding-Chef Christian Kircher die Möglichkeiten prüfen und die Modalitäten klären“.

Grundsätzlich soll das kein Problem sein – was macht ein Direktor während der letzten drei Monate seiner Amtszeit? Wohl nur verwalten, nicht mehr gestalten! Dazu hat er ein fähiges Team, das macht das „mit links“! Geld dürfte er dann freilich keines dafür bekommen, weil in zwei konkurrierenden Firmen gleichzeitig  arbeiten, das geht wohl nirgendwo und sollt auch bei Opernhäusern nicht möglich sein.

Übergangslösung? Ich denke jetzt kühn, weiß überhaupt nichts. Wenn Ioan Holender schon große Planungsarbeit für die nachfolgende Direktion Roscic macht, dann könnte er doch gleich für drei Monate auf dem Chefsessel Platz nehmen!

Heinrich Schramm-Schiessl hat einen anderen Vorschlag: Ich habe mich natürlich überhaupt nicht aufgeregt, denn für mich ist die Sache klar. Die letzten drei Monate kann das ausgezeichnete Team der Staatsoper alleine „schupfen“. Der Direktor ist in dieser Zeit ohnehin nur ein Grüß-August. Am einfachsten wäre es, um einen Verantwortlichen für Problemszenarien zu haben, eine der beiden Damen des Betriebsbüros interimistisch mit der Vertretung des Direktors, defácto bis 30.6., dejure natürlich bis 31.8., zu betrauen. (Zitat Ende)

Scala-Intendant Pereira geht schon im Dezember
Wechsel von Staatsopern-Chef Meyer nach Mailand auf März vorverlegt.
Wiener Zeitung

Wien/ Staatsoper
Staatsoper sucht Übergangslösung für Direktion
Ursprünglich war geplant, dass Dominique Meyer die Wiener Staatsoper 2020 als Direktor verlässt und an Bogdan Roscic übergibt. Nun könnte er schon weit früher an die Mailänder Scala wechseln. In Wien bemüht man sich jetzt um einen geordneten Übergang.
https://wien.orf.at/stories/3011707/
Staatsopern-Chef Meyer könnte schon früher nach Mailand gehen
Der Wechsel des scheidenden Wiener Staatsopern-Chefs an die Mailänder Scala knnte auf März 2020 vorverlegt werden.
Kurier

HEUTE Besetzungsänderung in „La traviata“ an der Wiener Staatsoper

Ekaterina Siurina/ Charles Castronovo. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Ekaterina Siurina, die bereits bei der ersten Vorstellung der Serie am 4. September 2019 kurzfristig als Violetta Valerý eingesprungen ist, singt auch am 7. September 2019 diese Partie anstelle der erkrankten Irina Lungu.

HEUTE
LIVE STREAM aus der Wiener Staatsoper: Samstag, 7. September 2019 | 19:00*

Wiener Staatsoper: Gestern beim Bühnenausgang

Fabio Sartori (Don Carlo). Ganz rechts sehen Sie Walter Nowotny, der unsere Jubiläen gestaltet). Foto: Esther Hatzi

Wien/ Staatsoper: HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN (5.9.)

Der Bericht von Renate Wagner war bereits gestern online!
Zum Bericht von Renate Wagner

Dmitry Korchak (Hoffmann). Foto: Michael Pöhn/ Wiener Staatsoper

Das Erinnerungsblatt drängt sich vor: Im Herbst 1993 war die István-Szabo-Inszenierung von Verdis „Il Trovatore“ ein von heftigen Publikumsprotesten begleiteter veritabler Flop. Der Langzeit-Direktor Joan Holender war damals schwer in der Kritik und „…die nächste Premiere sollte über meine Zukunft entscheiden. Die Aussichten waren alles andere als rosig: Den rumänischen Regisseur Andrei Serban kannte man hierzulande ebenso wenig wie den für die vier Bösewichte vorgesehenen walisischen Bariton Bryn Terfel. Cheryl Studer, die alle drei Frauenpartien hätte singen sollen, war beim Publikum durch den Troubadour belastet…“, so Holender in seiner Autobiografie „Ich bin noch nicht fertig“.

Diese Premiere sollte Geschichte schreiben. Cheryl Studer warf im Vorfeld das Handtuch (etwas Besseres konnte gar nicht passieren, mutmaßten viele damals). Olympia, Antonia und Giulietta wurden von 3 Sängerinnen gesungen. Und zwei neue Opernsterne gingen da auf. Natalie Dessay und Bryn Terfel…

Zum Bericht von Karl Masek

Dmitry Korchak als Hoffmann in der Wiener Staatsoper
Solides Repertoire bei der Wiederaufnahme von Offenbachs Oper.
Wiener Zeitung

Wien/ Konzerthaus: Currentzis ist da – und spaltet die Meinungen

Thomas Prochazka (den zu überzeugen, ist nicht leicht. Currentzis gelingt es nicht):

WIEN/ Konzerthaus: LE NOZZE DI FIGARO unter Teodor Currentzis. Konzertant am 5.9.2019

Warum um den heißen Brei herumreden? Die gestrige Aufführung dieses Werkes war mit Sicherheit eine der schlechtesten, soweit ich mich zurückerinnere: ein drittklassiges Orchester mit drittklassigen Solisten, durch die Partitur gepeitscht von einem als Messias der Klassikwelt gehypten Dirigenten, der keine der medialen Versprechungen einzulösen vermochte.
Oder, um Thomas Bernhard zu zitieren: »Die Aufführung war entsetzlich.«

Zum Bericht von Thomas Prochazka

Erwartungsgemäß sieht das Peter Dusek anders:

Der eigentliche Wiener Opern-Herbst-Start 2019 fand nicht am Ring und auch nicht am  Währinger Gürtel statt. Die Tafel „Suche Karte“ war besonders häufig vor dem Konzerthaus zu finden: der „rising star“ der Dirigenten – der griechische Wahlrusse Teodor Currentzis –  begann am Donnerstag seinen Da Ponte-Zyklus mit Wolfgang Amadeus Mozart’s „Le Nozze di Figaro“…

Das Ereignis des Abends waren eben Teodor Currentzis und sein Orchester aus Perm!

Zum Bericht von Peter Dusek

Zeitungsberichte

Teodor Currentzis: Der „Figaro“ als Orchesteroper
Der Pultstar eröffnete die Saison im Wiener Konzerthaus.
Wiener Zeitung
Currentzis elektrisiert im Konzerthaus mit Mozarts „Figaro“
Mozarts „Figaro“ mit dem Musicaeterna Orchestra und Dirigent Teodor Currentzis zu Saisonbeginn im Wiener Konzerthaus
Der Standard

Sache Domingo: Pure US-Heuchelei

Renate Wagner zum „Fall Domingo“: Ich bin sicher, dass bei Domingo medial „nachgelegt“ wurde, damit man seine Rückkehr an die Met verhindert. Daher der Druck – nicht nur auf ihn, sondern auch auf Peter Gelb.
Der natürlich riskieren würde, dass es vor der Met Demonstrationen mit vernichtenden Plakaten gäbe, und das Publikum drinnen möglicherweise zu buhen anfängt, wenn Domingo auf der Bühne erscheint. In Amerika ist alles möglich. Am Ende wird Gelb ihn kniefällig bitten, auf seine Auftritte zu verzichten…
Und das in einem Land, wo der amtierende Präsident Hunderttausende in die Hand genommen hat, um die Damen, die etwas erzählen könnten, zum Schweigen zu bringen –
und wo ein anderer Präsident es sich im Oval Office besorgen ließ, und auch er ist nicht darüber gestolpert.
Gott, sind das Heuchler!

Berlin/ Deutsche Oper: Sonntag „Forza-Premiere“

Frank Castorf im Gespräch „Es ist spannend, wenn Menschen sich angestoßen fühlen“

Frank Castorf inszeniert zum ersten Mal an der Deutschen Oper. Ein Gespräch über Verdis „Macht des Schicksals“, Berliner Architektur – und ein wenig Volksbühne.
Tagesspiegel

„Konzertgänger in Berlin“: Musikfest 2019: BBC Symphony Orchestra von A bis Z
So eine Freude, in Zeiten des Brexit-Chaos (nichts daran ist lustig – eine Tragödie!) diese großartigen Musiker von der durch und durch europäischen Insel Großbritannien zu erleben. Das BBC Symphony Orchestra spielt unter seinem finnischen Chefdirigenten Sakari Oramo ein herrliches Programm von A wie Abba bis Z wie Zappa, genauer gesagt von Andriessen bis Zibelius: mit niederländischen, russischen, österreichischen und finnischen Komponist(inn)en
https://hundert11.net/musikfest2019-bbc/

Berlin/ Staatsballett Berlin: „Plateau Effect“, Premiere in der Komischen Oper, 06.09.2019

Foto: Jubal Battisti

Mit Beginn der Spielzeit 2019/20 ist nun die Doppelintendanz Sasha Waltz und Johannes Öhman tatsächlich gemeinsam im Amt und präsentierte am 6. September in der Komischen Oper Berlin als erste Premiere das moderne Tanzstück „Plateau Effect“ des renommierten niederländisch-schwedischen Choreographen Jefta van Dinther. Für den 39Jährigen war es die erste Arbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern des Staatsballetts Berlin, und das hat offensichtlich bestens funktioniert…

Zum Bericht von Ursula Wiegand 

WIEN / Albertina / Basteihalle: MARIA LASSNIG – Ways of being
Vom 6. September 2019 bis zum 1. Dezember 2019

 

Kunst als Verstörung

Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder nannte sie „eine der größten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts“ und trat auch selbst gleich den Beweis an: Zum 100. Geburtstag von Maria Lassnig zeigt die Albertina, die schon vor zwei Jahren ihre Graphiken ausgestellt hat, nun als umfassende Retrospektive das malerische Werk der Künstlerin. Im Untergeschoß des Hauses, der Basteihalle, finden sich knapp 80 großformatige Lassnig-Werke, großzügig gehängt und beispielhaft beschriftet. Chronologisch kann man ein Künstlerleben durchwandern.

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

HEUTE auf Schloss Schrattenthal/ NÖ

 

HEUTE: WIEN/ STEPHANSDOM ;“Die vier Jahreszeiten“ im Stephansdom

 

Sa, 07.09.2019 20:30 Wiener Stephansdom


GB: Brexit-Aufschub? „Lieber liege ich tot im Graben“

Der britische Premierminister Boris Johnson weigert sich strikt, bei der EU eine Fristverlängerung für den Brexit zu beantragen.
https://www.heute.at/s/england-grosbritannien-brexit-aufschub-boris-johnson

Spannend! Boris Johnson pokert weiter, er will seine Neuwahl erzwingen, die er dann voraussichtlich gewinnt. Die Prognosen bestätigen das. Nicht weil er so gut, sondern weil die Konkurrenz zu schwach ist.

Ein schönes Wochenende für Sie!

A.C.

 

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