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7. NOVEMBER 2021 – Sonntag

07.11.2021 | Tageskommentar

Happy Birthday, Dame Gwyneth Jones!

An diesem Sonntag, dem 7. November, wird die aus Wales stammende Opernsängerin unglaubliche 85 Jahre alt. Geboren in Pontnewynydd, einem Ort, den korrekt auszusprechen wohl nur Walisern gegeben ist, entschloss sie sich frühzeitig für ein Musikstudium. Nach vier Jahren Gesangstudium am Royal College of Music in London setzte sie ihre Gesangsausbildung in Italien und in der Schweiz fort.

Ursprünglich als Mezzosopran ausgebildet, debütierte sie als Cipra in Johann Strauß’ „Zigeunerbaron“ am Stadttheater Zürich. Bereits nach kurzer Zeit wechselte sie ins Sopranfach und profilierte sich schnell im jugendlich-dramatischen Repertoire mit Partien wie Aida und Leonora in Verdis „Trovatore“. In dieser Phase ihrer Karriere wurde das Londoner Royal Opera House Covent Garden ihr Stammhaus, aber bereits in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre entwickelte sich eine internationale Karriere, die sie an praktisch sämtliche bedeutenden Opernhäuser führte..

Sommereggers Klassikwelt 111. Gwyneth Jones wird heute 85
Klassik-begeistert.de

Die ambitionierten Umbaupläne der Salzburger Festspiele
Der Festspielbezirk soll bis 2030 vollkommen saniert sein. Sorge wegen bauhistorischer „Überraschungen“.
Der Standard.at

WIENER STAATSOPER: Kein Glück mit „Faust“

Guten Morgen beim Online check fand ich jetzt diese Info. Nach Demuro und einmal Costello hat der heute wieder abgesagt und das Stück wird „ von der Seite gesungen“  und einer agiert dazu! (F.K.)

https://www.wiener-staatsoper.at/spielplan-kartenkauf/detail/event/983445133-faust/

BESETZUNG 07.11.2021

Musikalische LeitungBertrand de Billy
InszenierungFrank Castorf

Faust (von der Seite) John Osborn *
Faust (Darstellung) Alexander Edtbauer *

 Berlin
Spiegelisch: André Campras IDOMENÉE an der Staatsoper Unter den Linden

Mozart kannte den älteren Neptun-Schocker von André Campra vermutlich nicht (nur sein Librettist Varesco verwurstete das französische Textbuch), also muss man auch nicht den Idomeneo kennen, um Campras Idomenée zu sehen. Der brutale Schluss zu eleganten Klängen dieser Barockoper, die jetzt Premiere an der Staatsoper Unter den Linden hatte (vermutlich die deutsche Uraufführung überhaupt), knallt hart, auch wenn man nicht weiß, dass er das Gegenteil des Mozartschlusses ist.
https://hundert11.net/spiegelisch/

Berlin
Zum ersten Mal in Berlin: Campras „Idomenée“ an der Staatsoper
Àllex Ollé von La Fura dels Baus gelingt eine Visualisierung, die etwas vom Geist dieses barocken Theaters in unsere Zeit führt.
Berliner Zeitung

ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR MUSIK (Hanuschhof, 1010 Wien)

 

Prof.Oswald Panagl, em. Univ. Professor der Univ. Salzburg,  stellt am 8. 11. sein Buch „Im Zeichen der Moderne“ vor. 
 Sein Gesprächspartner ist Dr.Clemens Hellsberg, pens. Wiener Philharmoniker, Vorstand des Orchesters, Musikwissenschaftler.

Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen.

 Derzeit ist die 3-G-Regel noch in Kraft. Sollte sich dies ändern, dürfen wir nur Geimpfte und Genesene akzeptieren.

 Bitte melden Sie sich an: office@oegm.org oder telefonisch

HEUTE AN DER WIENER STAATSOPER: FAUST

Es gibt noch KARTEN

Dazu passend das Interview mit Etienne Dupuis (Renate Publig), der heute den Valentin singt

Etienne Dupuis: Für mich ist der psychologische Bogen einer Rolle wichtig!

Interview geführt von Renate Publig / Oktober 2021

Etienne Dupuis.Foto: Agentur/ Bettina Stöß

2021 ist das Jahr von Etienne Dupuis an der Wiener Staatsoper: Im April feierte der in Montreal / Kanada geborene Bariton sein Debüt als Valentin in Charles Gounods Oper „Faust“. Im September erlebten wir ihn in der Titelrolle von Gioacchino Rossinis „Il barbiere di Siviglia, Ende Oktober kehrte er als Valentin zurück. Und im Januar 2022 singt er an der Seite seiner Frau Nicole Car in Giacomo Puccinis „La Bohème“ den Marcello. Dupuis schloss sein Gesangsstudium an der McGill University sowie als Mitglied von L’Atelier Lyrique de l’Opéra de Montréal ab…

Zum Interview Etienne Dupuis, geführt von Renate Publig

Wie ein Deutscher Musikkritiker das Corona-Halbjahr in der Schweiz genoss
In die Schweiz der Kunst und Freiheit wegen? Durchaus! Unser Autor erlebte vom Tessin bis nach St. Gallen viele grossartige Aufführungen, residierte günstig in Luxushotels und sah tolle Ausstellungen. Impressionen aus der jüngeren Corona-Vergangenheit.
Aargauerzeitung.ch

Wien/ Wien-modern
„Poppaea“ bei Wien Modern als Blut-Rausch
Salzburger Nachrichten

Netzzeit bei Wien Modern mit „Kontrollverlust“
Cyborgs, Populismus und heiterer Untergang: Die Gruppe Netzzeit verabschiedet sich endgültig mit dem Musiktheaterfestival „Out of Control“.
Der Standard.de

Linz:„# EINS MAHLER 5“– Konzert des Brucknerorchesters im Brucknerhaus Linz unter Markus Poschner, Großer Saal, 06. 11.2021. Werke von Gerald Resch und Gustav Mahler

Der 1975 in Linz geborene Gerald Resch möchte „in seiner Musik klar, prägnant und überraschend sein“; daß er in einem Stück die Satzüberschriften „Genauigkeit, Leichtigkeit, Anschaulichkeit, Vielschichtigkeit, Schnelligkeit“ verwendet hat, will er als Programm seiner Ästhetik verstanden wissen (www.geraldresch.at). Seine am 29. September 2016 in Bukarest uraufgeführten „Inseln“ eröffnen das Konzertabonnement 2021/22 des Linzer Brucknerorchesters, das als Höhepunkt der Saison das Verdi’sche „Requiem“ im kommenden März vorsieht.

„Die rote Couch“. Foto: P & H Huber

Seit Anbeginn der Brucknerorchester-Konzertserien gibt es ein einleitendes Gespräch; daher traf man sich auch diesmal wieder 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn auf der „roten Couch“ –

Zum Berichtvon P & H. Huber

Im Zusammenhang mit diesem Bericht noch folgende Klarstellung des Autorenpaares:

Weils heute wieder einmal vorkam, und weil das kürzlich Thema war im Tageskommentar (wenn auch durch den Tod von Frau Gruberová irrelevant geworden): “standing ovations” – letztere werden auch in englischsprachigen Wörterbüchern völlig eindeutig und klar und immer nur als „Applaus im Stehen” definiert: “an occurrence in which the people at a play, speech, sporting event, etc., stand up and applaud to show enthusiastic approval or appreciation” (Merriam-Webster); “if a speaker or performer gets a standing ovation when they have finished speaking or performing, the audience stands up to clap in order to show its admiration or support” (Collins); “the soloist got a ten-minute standing ovation (= in which people stand up from their seats)” (Oxford, fast wortident auch Cambridge dictionary).

 

Opernbusiness
Optischer Wandel in der Opernwelt: Was ist aus den dicken Primadonnen und Tenören geworden?

Jane Eaglen sang an den größten Häusern der Opernwelt (hier als Isolde 1999 an der Met. Heute ist dieser Sängerinnen- Typ nicht mehr gefragt

Regisseure bestimmen heute, wer auf der Bühne steht. Das hat Auswirkungen auf den Typus der Künstlerinnen und Künstler.

https://www.tagblatt.ch/kultur/klischees-optischer-wandel-in-der-opernwelt-was-ist-aus-den-dicken-primadonnen-und-tenoeren-geworden-ld.2210339

Brünn: Heute nochmals “ Griechische Passion“ von Bohuslav Martinu


Manolios wird von Grigoris für die Rolle des Jesus ernannt.
Foto: Janacek-Theater/Marek Olbrzymek

Zum Kurzbericht (mit vielen Fotos) von Dr. Klaus Billand

Spiegelneuronen: Schlüssel zu Empathie und Sympathie
Gefühle können ansteckend sein. Schuld daran sind die sogenannten Spiegelneuronen: Jemand lächelt Sie an – Sie lächeln unwillkürlich zurück; der Kollege gegenüber gähnt – und Sie müssen sofort mitgähnen; jemand stößt den Musikknochen am Ellenbogen – und plötzlich fühlen auch Sie den Schmerz… Spiegelneuronen in unserem Gehirn sind dafür verantwortlich, dass wir derart mitfühlend und empathisch auf unsere Mitmenschen reagieren und empfinden, was sie empfinden. Kurz: Spiegelneuronen machen uns zu einem sozialen Wesen. Vor einem Vierteljahrhundert entdeckt, weiß die Wissenschaft allerdings bis heute nur wenig über diese Nervenzellen. Dabei sollen Sie maßgeblich sein für Empathie und Sympathie…
Gefunnden von TTT
https://karrierebibel.de/spiegelneuronen/

Rock/ Pop

Brasilien trauert: Latin-Grammy-Gewinnerin. Marília Mendonça starb bei Flugzeugabsturz

Die brasilianische Star-Sängerin Marília Mendonça (26) ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Staatschef Bolsonaro und Fußballer Neymar sind schockiert- 100.000 Menschen bei Trauerfeier erwartet.
Kleine Zeitung

WIEN / Scala:  GLORIOUS! von Peter Quilter
Premiere:  6. November 2021 

Foto: Bettina Frenzel

Peter Quilters „Glorious!“ ist vielleicht das berühmteste „Fremdschämen“-Stück, das man kennt. Wäre die Handlung erfunden – man würde sie als schlechte Erfindung abtun. Aber Florence Foster Jenkins (1868-1944) gab es wirklich, die unmäßig reiche Frau, die ihrer Leidenschaft, Oper zu singen, nachgeben konnte – obwohl sie sich nur lächerlich machte, wenn sie mit ihrem unartikulierten Gekreische vor Publikum auftrat. Es ist die Geschichte einer Leidenschaft, einer Lebenslüge, einer Selbsttäuschung, die nie von Selbsterkenntnis gestört wurde… Man sieht zu, wie eine Frau sich lächerlich macht – und bleibt mit gemischten Gefühlen höchst unbehaglich zurück.

Man spielt das Stück nur, wenn man eine außerordentliche Interpretin für eine gänzlich von der Norm abweichende Persönlichkeit hat. 2013 am Volkstheater war es Maria Bill, 2021 an der Scala ist es Tania Golden, von der man in Wien nie genug gesehen hat, bedenkt man ihr ganz besonderes Talent als Schauspielerin und Sängerin….

…Es ist ein Abend, der Boulevard relativ kurz abspult. Aber Tania Golden ist schon besonders in dieser Rolle. Sie sollte man sehen. Das Premierenpublikum spendete angesichts ihres Virtuosenstücks schon während der Vorstellung immer wieder begeisterten Beifall zwischendurch.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Jetzt kommen wir noch zu einem Thema, das uns alle mehr bewegt, als uns lieb ist, zu den Corona-Maßnahmen.

Angeblich werden die Impfstellen derzeit wieder gestürmt, die erwünsche Rate von 80 % wird bald erreicht sein. Was aber, wenn sich der erwünsche Erfolg doch nicht einstellt?  Wird es dann personelle Konsequenzen geben?  Welcher Politiker gibt schon zu, dass er sich geirrt hat, bei den Virologen ist das vollkommen auszuschließen. Was also tun?  Man kann die Testergebnisse „frisieren“ – aber das lässt sich nicht lange geheimhalten. Man kann aber auch Frau Beinschab um eine Prognose bitten, nach der eine Impfrate unter 110 % sinnlos ist, was uns dann  Politiker und Virologen immer schon gesagt haben wollen (wir haben es nur überhört oder eben als Blödvolk falsch verstanden).

Österreich
Branche alarmiert – 2G-Regel in Gastro „kommt einem Lockdown gleich“

https://www.krone.at/2548495

Virologe Nowotny: „Wäre für kurzen, harten Lockdown“
Die Infektionszahlen schnellen in die Höhe. Virologe Norbert Nowotny spricht sich zeitnah für einen zweiwöchigen Lockdown für alle aus.
Die Presse.com

Politik Deutschland
Und was wird aus mir?
Gelb und Grün streiten über Posten und Inhalte. Wie lange dauert es vom ersten gemeinsamen Selfie bis zur ersten mittelschweren Krise? Nach Lage der Dinge: ungefähr fünf Wochen.
Die Zeit.de

Angeblich soll sich die FDP bei den Verhandlungen mit den Grünen durchgesetzt haben. Das haben wir in Österreich auch gehört, dennoch haben die Grünen in Österreich einen Husarenstreich gesetzt, der sie in der Wählergunst hochspülen wird. Derart gute Karten hat in Deutschland jeder der beiden Juniorpartner auch in der Hand. Jetzt gilt  freilich für alle Verhandler, für sich das Maximum herauszuholen. Menschlich ist das durchaus verständlich!

Einen schönen Sonntag wünscht

A.C.

 

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