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7. MAI 2018

07.05.2018 | Tageskommentar

 

Wiener Staatsoper: Das Ereignis der Woche – „Samson et Dalila“ in Starbesetzung

Die Premiere ist am Samstag. Wir sind während der gesamten Woche medial nah dran!

HEUTE: WIENER STAATSOPER/ Agrana-Bühne Walfischgasse. MONTAG 7. MAI von 18 bis 19 h
HANS GREGOR ALS WIENER OPERNDIREKTOR. Ein Vortrag von Dr. Peter Dusek

 

Seine Wiener Amtszeit währte von 1911 – 1918. Er starb bereits 1919 in Baden bei Wien, wurde nur 53 Jahre alt,
Er holte aus seiner Geburtsstadt Dresden den Rosenkavalier nach Wien, engagierte Maria Jeritza und Lotte Lehmann und galt als „Manager“ der k.u.k. Hofoper, der trotz der Notlage infolge des 1. Weltkrieges für ein glanzvolles Kapitel im Haus am Ring verantwortlich zeichnete.

Dabei begann der Gründer der Komischen Oper in Berlin – Geburtsjahrgang 1866 – als Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant in der deutschen Provinz und prägte das Kulturleben von Berlin, ehe er über eine Agentur als Nachfolger von Felix von Weingartner und Gustav Mahler engagiert wurde.

Immerhin gehen die Wiener Erstaufführung des Parsifal und die umjubelte Premiere von Janáceks Jenufa im Februar 1918 auf sein Konto. Und auch Pelléas et Mélisande wurde in seiner Regie erstmals in der Metropole Wien gegeben. Er war mit der Sängerin Della Rogers in zweiter Ehe verheiratet und hatte anscheinend mehrere Söhne.

Den Vortrag hält Peter Dusek. 

Mit Hans Gregor kam ein Managertyp an die Wiener Staatsoper, noch dazu wurde er nicht von einem Österreichischen Kulturminister „nach langer und gewissenhafter Recherche inklusive Überprüfung der politischen Gesinnung erkoren“, sondern von einer Agentur vermittelt.

Wien/ Staatsoper: SIMON BOCCANEGRA (6.5.)

Thomas Hampson, Marina Rebeka. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht von Elena Habermann

Mehr darüber morgen, nach Vorliegen weiterer, auch Zeitungs-Berichte.

Graz: Premiere Ballett „Ein Sommernachtstraum“

Oper  Graz: Ein Sommernachtstraum“. Copyright: Oper Graz/Werner Kmetitsch

Grazer Oper ließ den Traum einer Sommernacht erstehen
Wenn das Ballett der Grazer Oper eine „Sommernacht, geträumt“ zeigt, dann bleibt nichts, wie es war. Nach Musik von Mendelssohn und anderen wandern die Menschen durch den Wald ihrer Ängste, Sehnsüchte und Verirrungen, um am Ende in einer ungeschönten Realität anzukommen. Ballettchef Jörg Weinöhl schuf eine Choreografie, die am Samstag voller Musikalität und Melancholie überzeugte
Salzburger Nachrichten

Wien/ Volksoper: „Hoffmanns Erzählungen“ – ein Publikumsrenner

Endlich einmal ein prall gefüllter Zuschauerraum in der Volksoper.

Elena Habermann besuchte die Vorstellung: …Die Volksoper hat aber mit dieser Produktion wirklich Glück! Eine sehr gute Regiearbeit von Renaud Doucet  in der fabelhaften Ausstattung von Andre Barbe

In der Titelrolle erstmals Vincent Schirrmacher. Er hat für diese Rolle derzeit sicher genau die richtige Stimme. Höhensicher wie immer schmachtete er sich durch den Hoffmann und bemühte mehr als fast alle anderen um die Textverständlichkeit. Genau bei ihm merkte man auch, wie viel besser es in französisch klingen könnte. Auf einmal kommt die „dolcezza“  der Musik zur Geltung. Eine sehr schöne Umsetzung der schweren und überaus langen Rolle mit viel Ensemblestellen, die neu dabei sind. Ob diese tatsächlich von Offenbach sind?

Die vier Bösewichte – Teufel singt Josef Wagner alle in Deutsch. Er stellt sich gleich zu Beginn bei dem kurzen Vorspiel als Teufel vor und schwört Hoffmann und Offenbach zu vernichten. Es gelang ihm wieder nicht, Pech gehabt. Er singt den Teufel etwas zu wenig charmant bei Giulietta, die Diamantarie wäre sicher im französischen Original besser gewesen und böte für den Sänger mehr Möglichkeit…

Zum Bericht von Elena Habermann

Zürich: Verwirrung im Darkroom
In Mozarts Liebeskomödie «La finta giardiniera» am Theater Winterthur tasten die Sängerinnen nach dem Objekt ihrer Begierde
https://www.nzz.ch/feuilleton/verwirrung-im-darkroom-ld.1383595

Berlin/ Komische Oper: Mazel tov, Mame!
Jiddischer Liederabend: Intendant Barrie Kosky setzt sich in der Komischen Oper höchstselbst ans Klavier
https://www.tagesspiegel.de/kultur/komische-oper-mazel-tov-mame/21249584.html

Virtuell in der Oper: Das Theater Wuppertal wagt ein Experiment mit Francesca Caccinis „La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina“
Neue Musikzeitung/nmz.de

THEATER HEIDELBERG – MUSIKTHEATERPREMIEREN 2018/2019

Aufeinander zugehen, miteinander reden, voneinander lernen, einander respektieren– diese eigentlich selbstverständlichen Umgangsformen gewinnen an Bedeutung in einer Zeit, die zunehmend geprägt ist von Aggression und Ausgrenzung. (Holger Schultze/ Intendant)

Das 2012 wiedereröffnete Theater Heidelberg

Die Premieren MUSIKTHEATER finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages / Aktuelles“

Wiesbadener Maifestspiele Wodka, Gurken, Pelzmützen
Kirill Serebrennikovs „Who Is Happy in Russia“ bei den Wiesbadener Maifestspielen
Frankfurter Rundschau

WIEN Diese Ausstellung sollten sie nicht versäumen – ein 12 Meter langes Kunstbuffet sorgt tatsächlich für Überraschungen!

„Das Streben des Künstlers nach einem „Gesamtkunstwerk“, das alle Sinne weckt, soll mit dem Kunstbuffet und der bildnerischen Arbeiten auf sehr elementare Weise erreicht werden.“
Nochmals zur Erinnerung die Einladung zum „Augenschmaus“ mit Kunstbuffet am
Dienstag, 8. Mai 2018/18.30 Uhr in der Domenig-Galerie (ehemalige Ankerbrot Fabrik in Wien 10.

Diese Woche wird es ernst mit dem Song-Contest in Lissabon

 

Gestern (6. Mai) am Abend stand der Bürgermeisterempfang in Lissabon auf dem Programm. Dann wurde der 63. Eurovision Song Contest in der portugiesischen Hauptstadt offiziell eröffnet. Alle Künstler gingen davor über den zu „All aboard“ – dem maritimen Motto des ESC 2018 – passenden Blauen Teppich. Als Location dafür wurde das direkt am Tejo gelegene MAAT-Museum gewählt.

Der Eurovision Song Contest, gegründet 1956 unter dem französischen Namen Grand Prix Eurovision de la Chanson) ist ein internationaler Musikwettbewerb von Komponisten und Songwritern. Die Grundidee war, dass alle teilnehmenden Nation für sie typische Songs oder Lieder  (früher hat man Schlager dazu gesagt) in der jeweiligen Landessprache im Rahmen eines Wettbewerbs vorstellen sollen. Aber bereits beim ersten Contest ging es international zu – gewonnen hat die Schweiz – und die ist bekanntlich dreisprachig.

Heute ist ein Riesen-Event daraus geworden, Songs, Musiker werden oft ziemlich wahllos im Legionärssystem eingekauft und Weltanschauung (Conchita Wurst) und internationale Politik (Ukraine) sind oft entscheidender als das ursprünglich so wichtige Lied.  Auch haben sich Seilschaften gebildet, die sich gegenseitig die Punkte zuschieben. Künstlerisch ist der Bewerb schon lange nicht mehr ernst zu nehmen.

Ba der Bewerb jedoch medial ungeheuer aufgebauscht wird, kommen auch wir um eine Berichterstattung nicht umhin.

Dazu passend:

„Deutschland sucht den Superstar“: Mit gerade einmal 16 Jahren: Marie Wegener gewinnt DSDS 2018
Promi-Flash

Was wurde aus den bisherigen DSDS-Siegern?
Zum Video

KÖLN: Verderben viele Köche den Brei? Im „maca ronni“ nicht!


Die drei Spitzenköche Roberto. Massimo und Pino
. Foto: Andrea Matzker

Absoluter Höhepunkt und Glücksfall für das Restaurant allerdings sind die drei italienischen Spitzenköche. Roberto Di Modica ist allen Kölnern bekannt als jahrelanger Chef des Restaurants La Stella, Massimo Sciacca kommt von einem Luxusrestaurant an der Elfenbeinküste und Pino Bruno war vormals Chefkoch im Hasen, im Playboy und anderen Kölner Feinschmeckerlokalen. (Quelle/Restaurant-Kritiker: Dr. Egon Schlesinger)

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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