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7. MÄRZ 2021 – Sonntag

07.03.2021 | Tageskommentar

Pretty Yende. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

WIENER STAATSOPER: HEUTE PREMIERE „LA TRAVIATA“ (ab 18 h als kostenloser Stream, ab 20,15 h  in ORF 3 – Fernsehen

Im Rahmen der Matinee gibt es zusätzlich einen Auszug des »La traviata-Hörleitfadens« von Pianist und Solorepetitor Jendrik Springer. Springer, musikalischer Assistent von Musikdirektor Philippe Jordan, führt am Klavier durch das Werk und erklärt einzelne musikalische Sequenzen. Den vollständigen »Hörleitfaden« finden Sie hier. Eine große Empfehlung für echte Opern-Fans und Musikbegeisterte!

Elektronisches Programmheft

Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Sie, liebes Publikum, der Wiener Staatsoper auch in Corona-Zeiten via Stream und Fernsehen eng verbunden bleiben. Als kleines Dankeschön möchten wir Ihnen heute unser Programmheft online gratis zur Verfügung stellen. Sie finden hier spannende und informative Texte und Fotos zum Werk.

La traviata-Premiere

Zu sehen ist die Premiere kommenden Sonntag, 7. März, ab 18.00 Uhr live auf play.wiener-staatsoper.at sowie ab 20.15 Uhr im ORF III-Hauptabendprogramm im Rahmen von »Wir spielen für Österreich« und auf myfidelio.at. ORF III startet bereits um 20.00 Uhr mit den »Kulissengesprächen mit Barbara Rett«.

Radio Ö1 sendet die Premierenproduktion von La traviata am 20. März 2021 ab 19.30 Uhr.

Dermaßen umfassend wurde in der Vergangenheit nicht über eine Opernpremiere informiert, wer sich über das übliche Maß hinaus informieren wollte, musste eine Karte für die Einführungsmatinee kaufen. Diese, nebst Programmheft und „Hörleitfaden“, wird heute „ins Haus geliefert“.

Die Staatsoper macht, was sie kann, der ORF macht mehr, als von ihm erwartet werden kann. Es handelt sich zudem um eine der populärsten Opern überhaupt und der mit heutigem Tag abgelösten Inszenierung weint kein Opernfreund eine Träne nach. Die Ausgangssituation ist also günstig wie nie, dennoch möchte ich die Einschaltquote von ORF III gar nicht wissen, sonst gerate ich in Versuchung zu vergleichen – und das kann ernüchternd sein.

Der Online-Merker ist zwar nicht vor Ort, aber via Stream bzw. TV vertreten.

Die Operninsider kennen die Produktion bereits, für diese hält sich die Spannung in Grenzen. Das ist wie bei einem Fußballspiel, dessen Ergebnis man bereits kennt. Ob die Premiere ein Erfolg wird, lässt sich wegen fehlender Publikumsreaktion auch nicht feststellen, die ausgewählte und vor Ort zugelassene Journalistenschar weiß, was sich einem Gastgeber gegenüber gehört – und will zur nächsten Premiere wieder eingeladen werden.

Musikalische Leitung Giacomo Sagripanti
Inszenierung Simon Stone

Violetta Valéry Pretty Yende
Flora Bervoix Margaret Plummer
Annina Donna Ellen
Alfredo Germont Juan Diego Flórez
Georgio Germont Igor Golovatenko
Gaston Robert Bartneck
Baron Douphol Attila Mokus
Marquis von Obigny Erik Van Heyningen
Doktor Grenvil Ilja Kazakov

Eine Koproduktion mit der Opéra national de Paris.

Mit etwas mehr Spannung sehe ich dem Münchner „Rosenkavalier, den Barrie Kosky „bearbeitet“, entgegen.

In zwei Wochen lädt München zu einem Großereignis sein ein, das durch die gegebenen Umstände fast schon unerträglich verzwergt werden muss!

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

DER ROSENKAVALIER 🌹🕞
Online premiere on 21 March, 3.30 pm (CET) at #staatsoperTV in cooperation with @arteconcertfr and #brklassik.
A new and opulent production by Barrie Kosky, conducted by Vladimir Jurowski.
As always, the Livestream is free of charge.

Marlis Petersen, Samantha Hankey. Foto Instagram/: Bayerische Staatsoper/Wilfried Hösl

ZU INSTAGRAM


Marlis Petersen: Von der Sophie zur Marschallin

ZU „DER ROSENKAVALIER“ PREVIEW“

München
Das ist der Öffnungsplan der Münchner Theater
Auch die Bühnen von Stadt und Staat haben einen Öffnungsplan, wenn bloß die Inzidenzzahlen nicht schwanken würden.
Münchner Abendzeitung

Berlin: Ein Jahr ohne Theater Ich wollt‘, ich wär‘ immun
Erinnerung an die letzte Vor-Corona-Premiere: Ein Jahr danach fällt auf, dass Streaming und Vereinzelung schon vorher auf den Theaterbühnen angelegt waren.
Tagesspiegel.de

Frankfurt: Theater-Insel oder Opern-Brücke

„Bühne an Fluß“. Vorschlag für eine „Opernbrücke

Auch Unternehmer und Architekten bringen sich in die Standortdebatte für die Städtischen Bühnen ein: Sie wollen das Theater und die Oper über dem Main bauen.
Frankfurter Allgemeine

München: Ex-Kunstminister Wolfgang Heubisch: Wo bleibt Söders Machtwort?
Der frühere bayerische Kunstminister Wolfgang Heubisch über die Notwendigkeit weiterer Konzertsäle in München.
Münchner Abendzeitung

Als Politiker sollte man das Gefühl für den richtigen Zeitpunkt haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Herr Heubisch das nicht hat. Jetzt warten wir doch ab, wie sich das Publikumsinteresse nach Corona in „Normalzeiten“ – so es die wieder geben wird – entwickelt – und dann befinden wir über Notwendigkeiten!

Der „Ring des Nibelungen“ kommt in die English National Opera – als Co-Produktion mit der Met
Nach wie vor befindet sich Großbritannien in einem strengen Lockdown – das gesamte Kulturleben liegt darnieder, doch im zweiten Teil dieses Jahres wird vor allem London aus seinem Dornröschenschlaf erwachen. Und darauf darf man sich freuen – namentlich die English National Opera, berühmt für ihre stets hoch originellen Inszenierungen (die in „Klassik begeistert“ mehrfach gewürdigt wurden), lässt mit ihren Plänen aufhorchen: Ab Herbst plant die ENO, erstmals seit 15 Jahren, Richard Wagners Ring-Zyklus auf die Bühne des London Coliseum zu bringen – mit über 2000 Plätzen das größte Theater der Metropole an der Themse. Die Produktion ist als Coproduktion mit der New Yorker Met geplant und soll sich über fünf Jahre erstrecken.
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de

Streams
Ring ’Round the Pandemic from San Francisco Opera
Then, on Saturday, March 6, begins free streaming of the company’s 2018 production of the Ring itself. The festival (see details below) is accessible at a $99 charge for all, or $15 for individual events. The four operas stream free, each from Saturday 10 a.m. to Sunday midnight only.
https://www.sfcv.org/music-news/ring-round-the-pandemic-from-san-francisco-opera

Philipp Comploi: Neuer Obmann der Jeunesse

Der international bestens vernetzte Musiker übernimmt interimistisch auch die Agenden des Generalsekretärs.

Philipp Comploi. Credit: Marija Kanizaj

Die Jeunesse – Musikalische Jugend Österreichs freut sich, die Bestellung von Philipp Comploi, M.A. zum neuen Obmann und zum interimistischen Generalsekretär der Jeunesse bekannt zu geben.

Erstmals steht ein Künstler an der Spitze von Österreichs traditionsreichem Musikveranstalter. Comploi, der als Musiker international bestens vernetzt und der Jeunesse seit seiner Studienzeit und ab 2011 als Mitglied des Jeunesse-Vorstands intensiv verbunden ist, wurde in der Generalversammlung vom 4. März 2021 einstimmig in diese Agenden gewählt. Die Neubesetzung an der Spitze des Jeunesse-Vorstands folgt der bisherigen Obfrau Mag. Katharina Regner, die in das Kuratorium wechselt. Zusätzlich übernimmt Philipp Comploi interimistisch die Funktion des Generalsekretärs.

Mehr darüber in unseren „Ifos des Tages“

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 30
Die Preisfrage der letzten Ausgabe befasste sich mit einem Komponisten, der ein sehr hohes Lebensalter erreichte und dessen Werk in engem Zusammenhang mit der Ausbildung der nationalen Identität seines Heimatlandes steht. Dieses Land ist Finnland – und entsprechend suchten wir nach Jean Sibelius, der 1957 in seinem 92. Lebensjahr verstarb. Gewusst haben das unter anderem Carmen Gepert aus Templin und Christiane Holländer aus Molfsee. Die Überraschungs-CDs gehen Ihnen auf dem Postweg zu – wir gratulieren!
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-30/

Beethoven und Strauss: Sinfonisches am Klavier mit Opernexperte Stefan Mickisch

Am Samstag fand in Bayern das Reqiem für Stefan Mickisch statt, in den nächsten Tagen wird er in seiner „Wahlheimat“ Wien seine letzte Ruhestätte finden. Stephan Knies war wohl der letzte, der mit Mickisch ein Interview über dessen neueste CD-Einspielungen geführt hat und stellt uns diese vor

Klavier-Aufnahmen mit Orchestermusik boomen im Lockdown. Da passt es, dass der kürzlich tragisch früh verstorbene Stefan Mickisch zuletzt noch Live-Mitschnitte von sechs pianistischen Vortragsabenden zu sinfonischer Musik veröffentlicht hat. Der anerkannt konkurrenzlose „Werkerklärer“, bekannt geworden mit seinen Opern-Einführungen in Bayreuth und auf der ganzen Welt, beschließt also hier sein Vermächtnis von unglaublichen 140 CDs. Zwei der neuen Doppel-Alben befassen sich mit Beethoven (die ganzen Bühnenmusiken zu Egmont und Die Geschöpfe des Prometheus sowie „Tonarten und Sternzeichen“), die vier anderen mit Tondichtungen von Richard Strauss. Don Juan und Till Eulenspiegel, Tod und Verklärung, Ein Heldenleben, Also sprach Zarathustra und als Dreingabe die Vier letzten Lieder werden jeweils zuerst vorgestellt mit einem kenntnisreichen, launig-unterhaltenden rund viertelstündigen Vortrag. Es folgen sorgsam ausgewählte Musikbeispiele am Klavier, mal offensichtlich wie die einzelnen Eulenspiegel-Streiche, mal staunen machend wie die Erläuterung einer harmonischen Wendung in den Liedern. Der dritte Abschnitt ist dann der Vortrag des ganzen Werkes am Klavier – nur das Heldenleben ist zu lang dafür, und der Zarathustra wird zweigeteilt. Hier blitzt die ganze Leidenschaft Mickischs für „seine“ Musik auf, die Partituren sind durchhörbar, farbenfroh und klangsatt. An manchen Stellen (die unendlichen Wiederholungen in der zweiten Hälfte von Tod und Verklärung!) vermisst man das Orchester, Till Eulenspiegel oder auch Zarathustra sind pianistisches Feuerwerk und zugleich vollwertiger Musikgenuss auch ohne 120 Instrumentalisten. Die Beethoven-Einführungen widmen sich weniger beliebten Werken des im letzten Jahr verhinderten Jubilars; die Bühnenmusiken sind, solange sie keine Schauspiel respektive Ballett kommentieren, eben Stückwerk. Mickisch hat sich aber die Mühe gemacht, den ganzen philosophischen Hintergrund der als „Gelegenheitswerke“ einschubladierten Auftragsarbeiten zu erarbeiten – und plötzlich erleben wir Beethoven doch wieder als großen Geist. Die „Tonarten und Sternzeichen bei Beethoven“ bleiben derweil wohl etwas für spezielle Fans. Wer nur eine der Doppel-CDs aus dem Wiener Konzerthaus hören will, findet Esprit und Brillanz beim Album Don Juan/Eulenspiegel oder große, in pianistische Überwältigung gepackte Philosophie im Zarathustra

Weit mehr darüber in unseren Infos des Tages“

Rock/ Pop: Klangarchitekt David Gilmour wird 75
Auf der Bühne wirkt er mitunter etwas teilnahmslos, fast desinteressiert. Doch das täuscht. Wenn David Gilmour in die Saiten greift, sorgt das bei seinen Fans immer noch für Gänsehaut. Mit Pink Floyd hat der britische Gitarrist und Sänger Musikgeschichte geschrieben. Mittlerweile hat er jedoch keine Lust mehr, über seine legendäre Band zu sprechen.
https://www.puls24.at/news/entertainment/klangarchitekt-david-gilmour-wird-75/228718

Ballett/ Tanz

Paris: Patrick Dupond stirbt im Alter von 61 Jahren

Der ehemalige Solotänzer der Pariser Oper, Patrick Dupond, verstarb Freitag. Laut seiner Partnerin litt er an einer «verheerenden Krankheit».
https://www.nau.ch/people/welt/patrick-dupond-stirbt-im-alter-von-61-jahren-65882829

Sonostream.tv . New This Week on Sonostream.tv!

GEORGE BALANCHINE’S THE NUTCRACKER®
Music by Peter Ilyich Tchaikovsky
Choreography by George Balanchine
New York City Ballet Production 2011

 

In our newest program on Sonostream.tv, experience the wonder of New York City Ballet’s iconic holiday classic on the big screen. In George Balanchine’s The Nutcracker™, Tchaikovsky’s beloved melodies transport the young and young at heart to a magical world where mischievous mice besiege a battalion of toy soldiers, and an onstage blizzard leads to an enchanted Land of Sweets. Balanchine’s stunning choreography shines amidst awe-inspiring set pieces, ornate costumes, and grand one-of-a-kind visual effects, like the one-ton Christmas tree that grows to an astonishing 40 feet.

A purchase of the film for €5.99 provides access for 30 days.
The program can be casted to a smart tv using Android or Apple Airplay.

Watch the New York City Ballet – The Nutcracker

HEUTE:   ORF „IM ZENTRUM“: Wettlauf um die Impfung – Warum geht das nicht schneller?

 Am 7. März um 22.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Wann werde ich geimpft? Das ist zurzeit wohl die am häufigsten gestellte Frage in Österreich. Die Impfung ist die wirksamste Waffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Gleichzeitig wird es noch Monate dauern, bis alle, die es wollen, geimpft sind. Einige Unternehmer wollen auf eigene Faust Impfstoff besorgen. Kann das Tempo bei der Zulassung und bei der Beschaffung von Impfstoffen seriös beschleunigt werden? Soll Österreich in Zukunft weniger auf die EU und mehr auf Eigenständigkeit setzen? Und ist es gerecht, wenn ein Pass Geimpften Vorteile verschafft?

Diskussion am Sonntag, dem 7. März 2021, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“

Niederösterreich
Corona-Hotspot Wiener Neustadt: Ausreise-Tests, keine Abriegelung
https://www.krone.at/2359222

Die Maßnahmen (stichprobenartige Kontrollen) werden voraussichtlich erst in 5 Tagen starten. Fünf Tage hat das Gesundheitsministerium für die Verordnung gebraucht, der Bürgermeister braucht nun eben so lange für deren Umsetzung! Das ist nur recht und billig – meint er!

Vurschrift is Vurschrift und Österreich bleibt Österreich!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

 

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