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7. JUNI 2021 – Montag

07.06.2021 | Tageskommentar

Emotionen im Wiener Musikverein: Christian Thielemann umarmt nach dem „Heldenleben“ den Konzertmeister der Sächsischen Staatkapelle. Foto: Klaus Billand

Christian Thielemann beehrte wieder einmal mit seiner „Wunderharfe“, wie Richard Wagner sie zu nennen pflegte, also der Sächsischen Staatskapelle Dresden, die Wiener im herrlichen Goldenen Saal des Musikvereins. Gestern Vormittag spielten sie zunächst das von Denis Matsuev perfekt und mit größtem Engagement vorgetragene Konzert für Klavier und Orchester a-Moll, op. 16 des in Wien schon zu seinen Lebzeiten äußerst beliebten norwegischen Komponisten Edvard Grieg. Er soll nach Meinung von Hartmut Krones im Programmheft einer der wenigen skandinavischen Komponisten des 19. Jahrhunderts gewesen sein, die über eine lediglich nationale Bedeutung hinausgekommen sind. Der Bergener schuf das Klavierkonzert im Sommer 1868, in dem auch Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ ihre Uraufführung erlebten…

Ist das tatsächlich die volle behördlich mögliche Saalbelegung? Für eine 50% Auslastung schaut es etwas ausgedünnt aus!

…Dann aber wurde es gigantisch! Thielemann spielte nun in Wien endlich das, was er schon in Dresden wollte und weshalb es dort aufgrund von damaligen Hygiene-Überlegungen eine handfeste Auseinandersetzung mit dem Opernintendanten gab – Ein Heldenleben. Tondichtung für großes Orchester, op. 40, von Richard Strauss. Und es wurde eine Manifestation der exzellenten Dirigier- und Musizierkunst von Christian Thielemann und seiner Staatskapelle…

Zum Bericht von Klaus Billand

Sächsische Staatskapelle: Warme Worte für Christian Thielemann
Die Entscheidung der Staatsministerin für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, Frau Barbara Klepsch, den Vertrag von Christian Thielemann über 2024 hinaus nicht zu verlängern, traf uns als Orchestermitglieder unerwartet. Die Neubesetzung dieser wichtigen Position wird alle Kapellmusiker*innen in den nächsten Monaten intensiv beschäftigen. Unsere Entscheidung werden wir zum gegebenen Zeitpunkt verkünden.
Klassik-begeistert

BERLIN/ Komische Oper: Der „ZIGEUNERBARON“. Kurzbericht über die gestrige Premiere online

Dominik Köninger (Graf Homonay). Foto: Monika Rittershaus

In Berlin in die Oper zu gehen ist mühsam. Neben den doppelt gemoppelten oder getrippelten Maßnahmen (GGG plus Abstände plus während des gesamten Besuchs „FFP2“-Maske plus ausgefüllter Zettel mit den wichtigsten personenbezogenen Daten des Besuchers) gibt es ein 1h45 langes Programm ohne Pause, ohne Bewirtung (bei fast 30 Grad Außentemperatur), obwohl allerorts anderswo in Berlin längst alle die Außengastronomie besuchen ohne GGG, ohne Abstand ohne Maske.

Drin gibt es eine der besten Operetten aus der Goldenen Ära der Wiener Operette. Eine gute Wahl nach einer langen Serie von genuin Berliner Operetten…

Weiterlesen hier (Dr. Ingobert Waltenberger)

München
Leider nur Vision x.0 – Miroslav Srnkas Weltraum-Oper „Singularity“ in München uraufgeführt
Neue Musikzeitung/nmz.de

Miroslav Srnka am Münchner Cuvilliés-Theater: Die Module spielen verrückt
Diese armen Computerabhängigen: Miroslav Srnkas Oper „Singularity“ über das Leben im virtuellen Raum in einer Münchner Uraufführung.
Sueddeutsche Zeitung

München
Premierenkritik aus München: Chips im Kopf, Leere im Herzen
Der Grazer Dirigent Patrick Hahn (25) hob mit dem Klangforum Wien im Cuvilliés-Theater München Miroslav Srnkas neue Oper aus der Taufe.
Kleine Zeitung

Die Produktion ist heute als Stream zu erleben!

HEUTE KOSTENLOSER METROPOLITAN OPERA STREAM:

Sunday, June 6 (durch Zeitverschiebung Montag 7.6. ganztägig)
Philip Glass’Akhnaten

 

ZUM TRAILER/ Video etwa 4 Minuten

Starring Dísella Lárusdóttir, J’Nai Bridges, Anthony Roth Costanzo, Aaron Blake, Will Liverman, Richard Bernstein, and Zachary James, conducted by Karen Kamensek. Production by Phelim McDermott. From November 23, 2019.

www.metopera.org

Leoš Janáček: Das schlaue Füchslein, Luzerner Theater, Dernière: 06.06.2021

(8. Vorstellung • Premiere am 28.04.2021)

Das schlaue Füchslein. Foto: Ingo Höhn

Zum Bericht von Jan Krobot

BYTOM/ Katowice/Schlesische Oper: LA RONDINE von G. Puccini. Szenische Neudeutung durch Bruno Berger-Gorski

Iwona Sobotka, Andrzeij Lampert. Foto: Schlesische Oper Bytom

Als leidenschaftlicher „Ruggero“ erfüllte der New-Comer Puccini-Star-Tenor Andrzeij Lampert restlos alle stimmlichen Erwartungen der weit angereisten Opern-Fans und überzeugt in seiner unglaublich packenden und glaubwürdigen Darstellung als junger italienischer Liebhaber. Der ehemalige Teeny-Pop/ Rock-Star reüssiert seit 2010 auch als Opernsänger und wurde 2020 in Salzburg zu Recht als bester österreichischer Nachwuchssänger ausgezeichnet. Er lockt mit seiner natürlichen Darstellung und charismatisch-leuchtenden Stimme auch junges- meist weibliches – Publikum in die Oper.

…Ein begeistertes Publikum feierte als erste Opern-Premiere nach langer Corona-Pause die selten aufgeführte Puccini-Oper “La Rondine“ an der Schlesischen Oper Bytom als Co-Produktion mit dem Südthüringischen Staatstheater Meiningen in der gelungenen Inszenierung von Bruno Berger-Gorski. „Meiningen holt Puccini aus der Kitschfalle“ war der Titel der Würzburger Kritik und das kann für die Neu—Einstudierung mit dem polnischen Ensemble in Bytom nur unterstrichen werden. Der Regisseur lässt uns hinter den glitzernden Vorhang der scheinbar heilen Operettenwelt schauen…

Zur Besprechung von Gunhild Kranz

HUI HE IN LISSABON ALS ELVIRA/ „Ernani“

 

Bern
Sternstunde im Berner Stadttheater: Eine «Jenůfa» zum Niederknien
https://www.thunertagblatt.ch/eine-jenufa-zum-niederknien-276631216480

Budapest
Ungarische Staatsoper: Vielfalt und Kontinuität
Infolge der Corona-Krise musste auch die Opernwelt gewaltig zurückschalten.
https://www.budapester.hu/budapest/vielfalt-und-kontinuitaet/

Großartige Neuaufnahme der beiden Brahms-Klavierkonzerte: Man kann diese Musik sogar ohne Dirigent aufführen
https://rp-online.de/kultur/musik/andras-schiff-spielt-die-brahms-klavierkonzerte_aid-58734957

Staatsoper Hamburg, Internationales Opernstudio. Konzert im Großen Saal, 4. Juni 2021
Aus dem Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper gingen zahlreiche, mittlerweile auch international bekannte Sängerinnen und Sänger hervor, darunter die Sopranistinnen Christiane Karg, Olga Peretyatko und Aleksandra Kurzak. Aktuell sind es fünf Sänger (2 x Bass, 1x Bariton, 2x Tenor) und drei Sängerinnen (2x Sopran, 1x Mezzosopran), die hier über die Dauer von zwei Jahren ihre erste Bühnenerfahrung sammeln. Pandemie-bedingt konnten sie bisher kaum vor Publikum auftreten. Deshalb wurde ihnen gestern die Gelegenheit geboten, sich im Rahmen eines Konzerts im Großen Saal der Staatsoper mit verschiedenen Arien unter Klavierbegleitung (Robert Jacob) vorzustellen.
Dr. Ralf Wegner
https://klassik-begeistert.de/staatsoper-hamburg-internationales-opernstudio-konzert-im-grossen-saal-4-juni-2021/

Hamburg
Uraufführung von Elfriede Jelineks Corona-Stück „Lärm“: Schweine auf Dienstreise
In „Lärm“ verhandelt Elfriede Jelinek die Corona-Pandemie. Die Hamburger Uraufführung von Karin Beier ist witzig und bildmächtig. Da ginge aber noch mehr
Der Standard.at

Elfriede Jelineks Corona-Stück in Hamburg uraufgeführt
Mit der Uraufführung von Elfriede Jelineks „Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!“ hat das Deutsche Schauspielhaus Hamburg am Samstagabend nach langer Corona-Pause unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen wiedereröffnet. Das 1.200-Plätze-Haus war zu weniger als einem Viertel besetzt und auch in der offenbar dem Kitzloch in Ischgl nachempfundenen Alpen-Disco auf der Bühne blieb den Akteuren reichlich Platz, aber nicht viel Luft: In knapp drei Stunden war viel Text abzuliefern.
http://k.at/news/elfriede-jelineks-corona-stueck-in-hamburg-uraufgefuehrt/401403861

Klaus Billand über Abholzung und Brände im Amazonasgebiet.   Dr. Klaus Billand lebte von 1991-1995 berufsbedingt als UNIDO-Mitarbeiter in Brasilien und nimmt zum Artikel über die Abholzungen (erschienen am 5.6.2021) Stellung.

Wenn mir jemand etwas einreden will, merke ich das sehr schnell. Die Abholzung des Regenwaldes in Brasilien ist ein Lieblingsthema unserer Presse, seit Bolsanaro dort Staatschef ist. Dass die Abholzung unter politisch genehmeren Politikern weitaus zügiger vor sich ging, wird natürlich verschwiegen – auch von der Heiligen Greta! 

Klaus Billand war viele Jahre vor Ort und eigentlich auch zuständig – und kann genau sagen, was Fakt ist. Er kann auch Vergleiche anstellen, die Sie vielleicht wundern werden.

Zuerst besagter Artikel der Neuen Zürcher Zeitung“, zu dem Klaus Billand Stellung bezieht:

  • Abholzung des Amazonaswaldes nimmt weiter zu: Im brasilianischen Amazonasgebiet sind allein im Mai 1180 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden – also etwas mehr als die Gesamtfläche Hongkongs. Das sind 41 Prozent mehr als im Mai des vergangenen Jahres.
    Zum Bericht

    Klaus Billand schreibt: Ich habe von 1991-95 in Brasilien gelebt und im Nordosten von Brasilien in ländlichen Räumen geforscht und dabei auch mit Bauern über die Feldbestellung geredet, es sogar gesehen. Auch war ich immer wieder in allen neun Bundesstaaten Amazoniens.

    Es ist nicht so, dass jedes Feuer im Wald oder am Waldrand ein waldvernichtendes Potential hat. Die Bauern verbrennen zu Beginn der Trockenheit das Stroh, Gebüsch und was von den Ernten bleibt, auf ihren Feldern, wobei die Asche wiederum den Dünger für die kommende Saison bildet. Das heißt auf Portugiesisch „limpar a roça“ und ist ein alljährlich wiederkommender ganz normaler Vorgang. Aus dem Flugzeug sind dann lange vom Wing geformte weiße Qualmstreifen zu sehen, die einen glauben machen können, es brenne der Wald selbst. In der Regenzeit brennt so gut wie nichts in Amazonien. Der größte Bundesstaat, Amazoniens, der Staat Amazonas mit ca. 1,571 Millionen Quadratkilometern (knapp 19 mal Österreich!), ist der ökologisch wohl am besten erhaltene Bundesstaat der Welt. Hier steht bis auf die Gegend um die Hauptstadt Manaus der Wald komplett und ist immer so nass, dass gar nichts brennen kann.

    Hier weiterlesen

    Was mich betrifft, habe ich natürlich beruflich auch Tropenholz verarbeitetet, aber in Mengen, die niemand weh getan haben. Die Klassiker Teak oder Palisander sind zwar auch nicht billig, aber im Vergleich zu anderen Hölzern Billigware:

    Mit Preisen von bis zu 250.000 Euro für das Kilogramm Adlerholz höchster Qualität, gehört es zu den teuersten Hölzern der Welt, wobei die normale Preisspanne etwa bei 16.000 $ liegt. Das aus solchem Holz gewonnene ätherische Öl gehört mit zu den teuersten der Welt. Adlerholz  wächst in Asien


    Schlangenholz. Für diese 6 Scheite müssen Sie mehrere Monate arbeiten. Foto: Wikipedia

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  • Adlerholz habe ich nie verarbeitet, wohl aber Schlangenholz, das nur mit einer diamantbestückten Säge geschnitten werden kann. Aus Schlangenholz werden wertvolle Geigenbögen hergestellt und ein Geigenbauer hat bei mir den Rohschnitt fertigen lassen und nach Bearbeitung  sogar den Holzstaub eingesammelt – so teuer ist dieses Holz. Zwei abgesplitterte Keile habe ich für mich gerettet und bearbeitet, die sind in meinem Büro ausgestellt!

    Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Kopf-an-Kopf-Rennen bei Präsidentenwahl in Peru: Bei Nachwahlbefragungen am Sonntag kam die Rechtspopulistin Keiko Fujimori auf 50,3 Prozent der Stimmen, der Marxist Pedro Castillo auf 49,7 Prozent, wie die Zeitung «El Comercio» berichtete. Erste belastbare Hochrechnungen werden im Laufe des heutigen Montagmorgen erwartet.
    Zum Bericht
  • Hetze und Morddrohungen gegen Israels künftige Regierungsmitglieder: Neben dem designierten Ministerpräsidenten Naftali Bennett erhalten auch andere Politiker zusätzlichen Personenschutz. Der Inlandgeheimdienst hat in jüngster Zeit eine «besorgniserregende Zunahme und Radikalisierung von aggressiven und hetzerischen» Äusserungen beobachtet.
    Zum Bericht
  • Oppositioneller Dmitri Gudkow verlässt Russland: Der prominente russische Oppositionspolitiker hat aus Angst vor einer Inhaftierung seine Heimat verlassen. Gudkow war erst vor einigen Tagen nach 48 Stunden in Haft wieder auf freien Fuss gekommen. Nach eigenen Aussagen reist er in die Ukraine.
    Zum Bericht
  • Havanna-Syndrom breitet sich weiter aus: Die rätselhaften Erkrankungen, die amerikanische Regierungsbeamte zuerst in Kuba und China heimsuchten, scheinen sich über den ganzen Globus hinweg auszubreiten. Die Mehrheit der neuen Attacken soll sich in China und Europa ereignet haben.
    Zum Bericht
  • Boko Haram Anführer hat sich offenbar das Leben genommen: Abubakar Shekau, der langjährige Anführer der Terrororganisation Boko Haram, hat sich Mitte Mai offenbar selbst in die Luft gesprengt. Er soll einen Sprengsatz gezündet haben, nachdem er von Kämpfern der rivalisierenden Gruppe ISWAP verfolgt wurde.
    Zum Bericht
  • Harry und Meghan freuen sich über ihr zweites Kind: Prinz Harry und Herzogin Meghan sind zum zweiten Mal Eltern geworden. Das Mädchen trägt den Namen Lilibet Diana Mountbatten-Windsor. Mutter und Kind seien wohlauf. Die royale Familie hielt sich mit Glückwünschen zumindest in den sozialen Netzwerken zurück.
    Zum Bericht

    Zitat Ende

Klagenfurt
Feministische Botschaft am Klagenfurter Stadtpfarrturm
Künstlerin Katharina Cibulka hat eine Installation am Stadtpfarrturm in Klagenfurt angebracht: „Solange manche Herren glauben Gott zu sein, bin ich Feministin“.
https://www.diepresse.com/5989769/feministische-botschaft-am-klagenfurter-stadtpfarrturm

Thomas-Mann-Preis für Schriftstellerin Nora Bossong
Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.
Wiener Zeitung

Auto-Rennsport
Sergio Perez gewinnt Formel Eins-Rennen in Baku
Max Verstappen führte, aber schied nach Reifenpanne aus.
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/sport/mehr-sport/2107054-Sergio-Perez-gewinnt-Formel-Eins.html

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

 

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