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7. JULI 2018

07.07.2018 | Tageskommentar

Bildergebnis für stephan märki
Kannibalismus am Stadttheater Bern/Schweiz: Intendant muss gehen – der Liebe wegen.

Es war einmal ein Mann, der liebte eine Frau! Beginnen so Theatermärchen?

Stephan Märki tritt per sofort als Intendant des Konzert Theater Bern zurück. Es ist der letzte Akt einer gegen ihn geführten Kampagne. Das Vorgehen ist neu in der Schweiz und zeigt, dass die Kolportage die inhaltliche Auseinandersetzung abgelöst hat.

Zeitgleich verlässt auch Sophie-Thérèse Krempl das Haus. Sie leitete den Bereich Kommunikation und Sonderprojekte. In seiner Stellungnahme teilte Märki mit, dass ihn mit seiner leitenden Mitarbeiterin mehr als eine berufliche Beziehung verbinde. Dieser Umstand mache ihn erpressbar. Der Stiftungsratspräsident bedauert den Rücktritt und zeigt sich von der Entwicklung «persönlich sehr getroffen»…

Auszug aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

Was hat Stephan Märki verbrochen? Er unterhielt bzw. unterhält eine Liebesbeziehung zu einer leitenden Angestellten des Theaters. Nein, nicht etwa zu einer Finanzchefin, sondern zur Leiterin Kommunikation und Sonderprojekte. Wo liegt da „Gefahr im Verzug?

Die Liebe eines Mannes zu einer Frau – das ist in den Theatern offenbar ein No go – nicht nur in der Schweiz. Unklar ist, warum er damit erpressbar sein soll.

Aber informieren Sie sich selbst

Kannibalismus am Theater Bern – die Verluderung der Kulturszene hat die Schweiz erreicht
Stephan Märki tritt per sofort als Intendant des Konzert Theater Bern zurück. Es ist der letzte Akt einer gegen ihn geführten Kampagne. Das Vorgehen ist neu in der Schweiz und zeigt, dass die Kolportage die inhaltliche Auseinandersetzung abgelöst hat
Neue Zürcher Zeitung

Stephan Märki verlässt Konzert/ Theater Bern der Liebe wegen
Luzerner Zeitung

Göttweig: Wenig Garanca, viel Werbung, eine Stunde im Stau wegen 2 Kilometer – das war Garanca & Friends 2018

Auszug aus einem Leserbrief an „Klassik begeistert“: ...Soloauftritte waren sehr sparsam, wir hätten mehr erwartet, auch ein paar nette Worte der Protagonistin.
Das Ave Maria war stimmungsvoll, hatte aber wegen des Beifallsverbotes den schalen Beigeschmack: es ist aus, es gibt nichts mehr.

Kommentar einiger Besucher: Einmal und nie wieder oder: ich komme nur mehr, wenn ich eine VIP-Karte geschenkt bekomme, ich kenne eh den Hameseder.

K.S.

ZUM KOMMENTAR

So lange sich aber Besucher um die Karten für „Garanca schauen“ balgen, sehe ich keinen Grund für eine Änderung. Es sei denn, man will den Kunden Besseres bieten. Aber wenn diese ohnehin zufrieden sind, warum soll man es dann tun?

Wir geben Stimmen Platz, die eben nicht von Zufriedenheit künden!

Aber wir geben auch Stimmen Platz, die geäußerte Meinung „relativieren“. H.S.S. meint dazu:

Der Leserbriefschreiber dürfte – drücken wir es elegant aus – nicht so über die Usancen bei Recitals mit Orchester im allgemeinen und bei „Klassik unter Sternen“ im speziellen informiert sein.

  1. Nur 4x Garanca solo: Es ist bei Recitals mit Orchester leider üblich, daß der Protagonist meist nur 4-5 Stücke singt, dazwischen gibt es Orchesterstücke. Ich habe hier unzählige Male bei solchen Konzerten im Musikverein oder im Konzerthaus schwer gelitten. Meist spielten nämlich schwache Orchester unter schwachen Dirigenten. In Göttweig löst man das Problem so, in dem man auch andere Sänger mitwirken läßt – im Untertitel heißt die Veranstaltung ja auch „Elina Garanca and friends“ – wobei Garanca auch mit diesen Sängern auftritt.

  2. Kein Applaus nach dem abschließenden „Ave Maria“: Das ist bereits eine Göttweiger Tradition, die mittlerweile eigentlich allgemein bekannt sein dürfte und von der Mehrheit der Besucher als besonders stimmungsvoll erachtet wird.

 Obwohl ich Garanca sehr schätze, war ich selbst noch nie in Göttweig. Einfach, weil mir die Karten zu teuer sind. Im Vorverkauf werden nämlich offenbar erst die Karten ab 120.- verkauft. Erst wenn diese alle weg sind, wird auch die Kategorie um 60.- geöffnet. Das unter Beobachtung zu halten, ist mir einfach zu anstrengend.
H.S.S

Wien/„MuTh Augarten „Das Riesenbaby“ – „Eine absurd-groteske Puppenoper in zwei Akten“
http://www.operinwien.at/werkverz/vajda/ariesenb.htm

HEUTE PREMIERE IN KLOSTERNEUBURG: LA TRAVIATA IM STIFTSHOF

07.07.2018 – 03.08.2018
operklosterneuburg – La Traviata

Bildergebnis für operklosterneuburg la traviata
Copyright: Mark Glassner

Im stilvollen Freiluftambiente des barocken Kaiserhofs von Stift Klosterneuburg besuchen jährlich an die 11.000 Zuseherinnen und Zuseher das Opernfestival vor den Toren Wiens. Im Laufe der Jahre haben sich die alljährlichen Produktionen zu einem Fixpunkt der sommerlichen Kulturlandschaft Österreichs entwickelt. Die fabelhafte Akustik des Hofes verlangt keine Verstärkungstechnik. Der Kaiserhof bietet 846 Opernfreunden Platz und beherbergt das mittlerweile zweitgrößte Open-Air-Opernfestival Österreichs.

Tel 02243 / 444-424 oder 444-425
karten@operklosterneuburg.at

Es ist übrigens höhere Diplomatie, sich als zweitgrößtes Event zu bezeichnen, das größte aber nicht zu nennen. So kann sich niemand aufregen, weil jeder Konkurrent glauben darf, das mit „der Größte“ er gemeint ist. Speziell in unserer Branche gibt es wenig Diplomaten – und jene, die Diplomatie gelernt haben, sind diesbezüglich eine glatte Enttäuschung!

Retz/ NÖ: Erhabenes inmitten der Weinreben
Das Festival Retz belebt eine Rarität aus dem Hochbarock
Wiener Zeitung

Morgen/ Sonntag  Stream aus der Bayerischen Staatsoper: „PARSIFAL“

Bei uns steht eine Rezension auch der Vorstellung vom Donnerstag online. Martina Bogner berichtet aus der Bayerischen Staatsoper

Zum Bericht

Zu Christian Gerhaher (Amfortas), unzweifelhaft ein Liebling des Feuilletons, bieten wir einen Satz aus unserem Forum an: Dagegen war ja der D. Fischer-Dieskau – ebenfalls eher kopfgesteuert- ein ausrastender Verismosänger !!!

Nun ist es soweit: Wotan wird von einer Frau gesungen!


Bühnenbildentwurf zu „Die Walküre“. Entwurf und Copyright: Guido Petzold

Mit Richard Wagners Oper »Die Walküre«, dem psychologisch dramatischsten Teil der Tetralogie »Der Ring des Nibelungen«, eröffnet das Theater Magdeburg in der Regie von Jakob Peters-Messer und unter der musikalischen Leitung von GMD Kimbo Ishii am Sa. 8. 9. 2018, 16.00 Uhr im Opernhaus die Spielzeit 2018/2019.

Erstmals am Theater Magdeburg zu erleben ist Lucia Lucas, Deutschlands einzige Bariton-Sängerin, als Göttervater Wotan; seine Gattin Fricka ist Kammersängerin Undine Dreißig. Der US-amerikanische Tenor Richard Furman (Siegmund) hat sich dem Magdeburger Publikum mit seinem Debut als Prinz in »Rusalka« in der letzten Spielzeit vorgestellt. Sieglinde wird verkörpert von Publikumsliebling Noa Danon (Sopran), die ihr Wagner-Rollendebut feiern wird.

Sie haben richtig gelesen, eine Frau singt den Wotan. Googeln Sie „Lucia Lucas“ und Sie wissen, warum!

Кратък отзив за „Рейнско злато“ в София, 5 юли 2018 г.


Alberich besitzt ein Labor, in dem er auch Gold herstellen könnte. Warum raubt er es dann? Weil es in diesem Fall Wagners „Ring“ nicht geben würde.  Copyright: Svetoslav Nikolov

Wir gehen davon aus, dass Sie natürlich Bulgarisch verstehen. Wenn nicht, ist das auch kein Problem. Klaus Billand hat seine Gedanken zu „Das Rheingold“ in Sofia auch in englischer Sprache verfasst.

Zum Bericht „Das Rheingold“ in Sofia (Klaus Billand)

Weikersdorfer Schlosskonzerte – zweiter Abend. Eine Veranstaltung des „Merker-Kunstsalons“


Anna Ryan (Sopran) und Dirigent Tiziano Duca. Foto: Herta Haider

Zum Bericht von Sieglinde Pfabigan

Fotos von den beiden Konzerten

EU-Politik: Großbritanniens May setzt Brexit-Kompromiss durch
Die britische Premierministerin wehrt die Rebellion der Hardliner ab. EU-Chefunterhändler Michel Barnier signalisiert ein Entgegenkommen.
Die Presse

Diese Briten sind wirklich nicht blöd . Die picken sich doch glatt die Rosinen aus dem EU-Kuchen. Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, dagegen haben auch EU-Skeptiker nichts!

Fußball-WM
2:1 – Belgien gelingt gegen den Topfavoriten Brasilien der große Wurf
Die Belgier kicken in einer engen Partie den großen Favoriten mit 2:1 aus dem Turnier und treffen im Semifinale auf Frankreich –
Der Standard

Deutschlands Blamage relativiert sich, denn nun flog auch Brasilien aus der WM. Über 95 Minuten war Brasilien keineswegs die schlechtere Mannschaft, in der zweiten Spielzeit wurde praktisch nur auf das Tor der Belgier gespielt. Zumindest ein Elfmeter wurde den Brasilos vorenthalten. Schuld daran ist wohl „Kammersänger“ Neymar (bei jeder Gelegenheit beim Schiedsrichter, um diesen „anzusingen“). Der Star hat den Brasilianern durch sein unsympathisches Auftreten (er spielt ständig den „sterbenden Schwan, offenbar die Rolle seines Lebens) bei dieser WM mehr geschadet als genützt!

Haben Sie die wohl kurioseste Szene dieser WM gesehen?  Neymar wird im belgischen Strafraum wieder einmal vom Stadionrasen magisch angezogen, fällt – und der Schiedsrichter will sich die Szene im Video nochmals ansehen – er macht unmissverständlich die Geste zur Kontrolle. Daraufhin blockt Neymar ab und verzichtet auf den  Videobeweis. Das tat er mit gutem Grund, denn der Schiedsrichter hätte eine klassische Neymar-Schwalbe gesehen. Es ist unfassbar, dass Herr Neymar das Spiel zu leiten versucht und der Schiedsrichter ihn gewähren lässt!

Für diese „Schwalbe“ hätte er ihm die Gelbe Karte zeigen müssen – und Neymar wäre im Semifinale gesperrt gewesen. Letztlich kam es  nicht zum Semifinale für Brasilien – und Star Neymar ist nicht nur bei den Schiris unten durch.

Heute geht es weiter. Die Schweden fordern England und die Kroaten Gastgeber Russland. Seriöse Prognosen sind unmöglich, deswegen blamiere ich mich nicht..

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

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