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7. JÄNNER 2022 – Freitag

07.01.2022 | Tageskommentar


Wiener Staatsoper: Es geht heute weiter mit dem Ballett „ONEGIN“

Verfügbare KARTEN

Ich versuche medial mitzuhelfen, das Werkl wieder anzukurbeln. Das hilft auch unserer Quote. Deshalb die vermehrten Hinweise auf das Staatsopernprogramm und die Kartenverfügbarkeit. Wir können mit unserem Google-Programm die Entwicklung genau verfolgen.

Wiener Staatsoper: LA BOHÈME – erste Vorstellung im neuen Jahr

Nicole Car, Saimir Pirgu. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

 

Zeffirellis klassische La Bohème-Inszenierung aus dem Jahr 1963 ist ein gut gepflegtes Museumsstück im Repertoire der Wiener Staatsoper. Vermutlich haben sich viele daran schon sattgesehen. Nur noch große Namen locken einen aus der Reserve. Von der ursprünglich angekündigten Besetzung für die eben angelaufenen Aufführungsserie ist zwar nicht mehr viel übriggeblieben, aber einige der Einspringer lassen dennoch auf einen gelungenen Opernabend hoffen…

Nicole Car, in Wien u.a. bereits als Tatjana und Margarete zu erleben, gibt als Mimi ihr bisher gelungenstes Staatsopern-Rollendebüt und bestätigt den guten Ruf, den sie sich in dieser Partie an der Royal Opera Covent Garden, Paris Opéra und an der MET erworben hat. Sie singt unaufdringlich und fein, trägt nicht groß auf, und passt so ausgezeichnet zur entzückend ehrlichen und rührend einfachen Näherin, die dennoch zu leidenschaftlichen Gefühlsausbrüchen in der Lage ist…

Freundlicher Beifall im gut besuchten Opernhaus, der allerdings nicht allzu lang andauert. Möglicher Grund: Die verordnete Sperrstunde ist bereits überzogen.

Zum Bericht von Manfred A. Schmid

Weiterer Bericht – von Lukas Link

Saimir Pirgu. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

...Zuerst sei einmal die Dirigentin Eun Sun Kim genannt, die mit dieser Puccini-Oper erst vor wenigen Wochen ihr Debüt an der New Yorker MET gegeben hat, und nun mit ihrem ersten Auftritt an der WSO ein weiteres wichtiges Debüt absolviert hat.

Das Dirigat von Kim ist dynamisch und recht forsch, im Puccini-Klang so recht schwelgen will sie nicht. Der Café-Momus-Akt kommt ihrem Tempo sehr entgegen. Der Trubel auf der Bühne findet im Orchestergraben einen adäquaten Partner…

...Von den Sängern hinterlässt der Rodolfo von Saimir Pirgu eindeutig den besten Eindruck. Pirgu hat sich seit seinem Wien-Debüt, welches immerhin schon vor 18 Jahren stattfand (damals erst 22-jährig als Nemorino), enorm weiterentwickelt. Die Stimme ist deutlich kräftiger geworden, vor allem registriert man eine gehörige Portion Metall in der Stimme. Seine Spitzentöne, von denen es beim Rodolfo ja einige gibt, sitzen perfekt und man muss sich bei Pirgu keine Sorgen machen, dass diese nicht effektvoll erklingen…

Zum Bericht von Lukas Link

Dirigentin mit Graz-Bezug: Oksana Lyniv rückt zur ersten Musikdirektorin in Italien auf
Die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv, zuletzt Chefdirigentin der Oper Graz und erste Frau, rückt zur ersten Musikdirektorin eines italienischen Opernhauses auf. Die 43-Jährige übernimmt ab dem 14. Jänner die Rolle der Musikdirektorin des Teatro Comunale in Bologna.
KleineZeitung.at

Komische Oper Berlin: Orfeo ed Euridice von Christoph Willibald Gluck

 

Premiere am 23. Januar um 18 h

Damiano Michieletto inszeniert

Der aufstrebende Countertenor Carlo Vistoli und Ensemblemitglied Nadja Mchantaf in einer der größten, schmerzlich-schönen und tragischen Liebesgeschichten der Oper: Die Macht der Musik überwindet den Tod im Namen der Liebe. Nach seinem Erfolg mit Jules Massenets Märchenoper Cendrillon kehrt der italienische Regisseur Damiano Michieletto mit einem Klassiker des Opernrepertoires an die Komische Oper Berlin zurück…

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Sommereggers Klassikwelt 120: Nicolai Gedda

Als der weltberühmte Tenor Nicolai Gedda vor fünf Jahren, am 8. Januar 2017 im hohen Alter von 91 Jahren in seinem Haus bei Lausanne starb, erfuhr die Musikwelt erst etwa einen Monat später davon. So hatte der notorisch scheue Sänger es noch zu seinen Lebzeiten verfügt…

…Durch seine Zurückhaltung in privaten Dingen wissen wir wenig über den Menschen Nicolai Gedda. Er veröffentlichte zwar eine Autobiographie, die aber über die Auflistung seiner Auftritte nicht weit hinausgeht. Seine unzähligen Tonaufnahmen erlauben aber eine umfassende Beschäftigung mit seiner Ausnahme-Stimme. Und das ist wohl auch das Wesentliche!
Klassik-begeistert.de

SEMPEROPER DRESDEN: Aufnahme des Spielbetriebs nach Mitte Januar 2022 geplant

Foto: Semperoper Dresden

Entsprechend der aktualisierten Sächsischen Corona-Schutzverordnung bleibt der Besuch von Kulturveranstaltungen weiterhin untersagt. Dementsprechend ruht der Spielbetrieb in der Semperoper vorerst bis einschließlich Freitag, 14. Januar 2022.  

Über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs und den Vorverkaufsbeginn für die dann stattfindenden Veranstaltungen informiert die Semperoper rechtzeitig, sobald die neue Corona-Schutzverordnung bekannt ist. Diese tritt voraussichtlich am 15. Januar 2022 in Kraft.

München/ Bayerische Staatsoper: GIUDITTA – Vorstellung vom 2.1.

Am 18.12.2021 hatte Franz Léhars „Musikalische Komödie“ „Giuditta“ Premiere an der Bayerischen Staatsoper. Nun ist die Bayerische Staatsoper – abgesehen von der früher alljährlich zu Silvester gespielten „Fledermaus“ – nicht der Ort für die große Operettenseligkeit und so verwundert es nicht, dass das Werk in einer neuen Fassung von Regisseur Christoph Marthaler und seinem Dramaturgen Malte Ubenauf zur Aufführung kam, die nicht in erster Linie darauf abzielt, das Publikum zu unterhalten, wie es sonst der Hauptzweck der Operette ist. Das Werk wurde vielmehr sowohl musikalisch als auch inhaltlich in den Kontext der Entstehungszeit – der Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts – gestellt. Musikalisch geschah dies dadurch, dass die originale Partitur durch Lieder und Orchesterkompositionen etwa von Béla Bartok, Alban Berg, Hans Eisler, Ernst Krenek, Arnold Schönberg, Igor Strawinsky oder Dmitri Schostakowitsch ergänzt wurde. Diese Einschübe harmonierten – für den einen oder anderen Zuschauer vielleicht überraschenderweise – sehr gut mit der Giuditta-Musik und machten deutlich, dass das letzte Bühnenwerk von Léhar selbst zwischen verschiedenen Musiktheater-Genres und musikalischen Stilen schwebt…

…Die eigentliche Handlung wurde um Elemente aus Ödön von Horvarths Stück „Sladek oder Die schwarze Armee“ ergänzt und dadurch das Werk in Zusammenhang mit der aufkeimenden Gefahr durch den Nationalsozialismus gestellt. Diese inhaltliche Ergänzung erwies sich als weniger glücklich, führte sie doch dazu, dass das Werk als Einheit auseinander zu fallen drohte und sich in unzusammenhängende Einzelheiten zu verlieren…

Zum Bericht von Gisela Schmöger

Die Bayerische Staatsoper streamt „Giuditta“ am 26.1.

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 6. – 12. JÄNNER 2022

 

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

8.1. DON CARLO (aus Wien, Aufnahme v. 16.12.2021) Radio 4Hilversum-19 Uhr
FAUST (aus Paris, Aufnahme cv. 12.3.2021) BR 4-19.05 Uhr
FRANCESCA DA RIMINI (aus Berlin, Aufnahme v. 14.3.2021) Deutschlandradio-19.05 Uhr
DON CARLO (aus Wien, Aufnahme v. 16.12.2021) ORF Ö1-19.30 Uhr
FIRE SHUT UP IN MY BONES (aus New York, Aufnahme v. 23.10.2021)-BBC 3- 19.30 Uhr
FIRE SHUT UP IN MY BONES (aus New York, Aufnahme v. 23.10.2021) HR 2-20 Uhr

Lausanne
Leichte Muse schwer gemacht: Im weißen Rössl an der Oper Lausanne
Regisseur Gilles Rico verzichtet an der Oper Lausanne darauf, eine ernstzunehmende Handlung auf die Bühne zu bringen. Er inszeniert das Stück als Variétérevue mit einem Hauch von Lido, also kurzen Röckchen. Die Handlung spielt sich nicht selten auf einer Showtreppe ab und über allem schwebt ein leuchtender Lampenkreis. Damit scheint er dem Wesen des Stücks sehr nahe zu kommen, schließlich war es nicht als traditionelle Operette geplant, sondern als Revueoperette, und entsprechend waren die Musiknummern auch sehr disparat, vom Walzerlied bis zum schmissigen Schlager.
bachtrack.com

Ich habe mir die Inszenierung auf arte concert angesehen (in der Mediathek müsste sie noch längere Zeit abrufbar sein), erkannt habe ich das Werk nur an den bekannten Melodien – und auch von denen sind einige gestrichen. Interessant war das Gesehene aber allemal, es ist halt Geschmackssache

FERRARA (Teatro Abbado): IL FARNACE von Antonio Vivaldi


Farnace (Raffaelo Pe) ist wütend.
Copyright: Teatro Abbado/  Ferarra

Es ist zweifellos eine der tragischsten Episoden der gesamten Musikgeschichte. 1738 wurde Antonio Vivaldi beauftragt, für das Teatro Bonacossi in Ferrara eine neue Version seiner Erfolgsoper IL FARNACE zu erstellen. Alles war vorbereitet: die Partituren, das Bühnenbild, die Kostüme, das Orchester, das Ensemble. Da dekretierte Erzbischof Kardinal Tommaso Ruffo, päpstlicher Legat in Ferrara, quasi aus heiterem Himmel, dass Don Antonio eine Gefahr für die öffentliche Moral darstelle, da es Gerüchte gäbe, dass er – obwohl geweihter Priester – „in wilder Ehe“ mit seiner Schülerin und Primadonna, der Sängerin Anna Girò zusammenlebte. Und er verbot ihm kurzerhand die Einreise (andere Quellen behaupten, der Erzbischof hätte aus purer Eifersucht gehandelt, da er selbst ein Verhältnis mit der Girò gehabt hätte). Wie dem auch immer sei: diese Entscheidung war letztlich nichts anderes als Vivaldis Todesurteil.

Denn der „rote Priester“ (wie er wegen seiner Haarfarbe genannt wurde) war ja auch als Impresario seiner eigenen Opern tätig. Daher bedeutete das Nichtzustandekommen des Ferrareser Farnace – nach all den entstandenen Vorkosten – seinen finanziellen Ruin…

Nun wagte das Teatro Abbado in Ferrara eine späte Wiedergutmachung, über die Robert Quitta berichtet

Ja, die Produktion ist dermaßen gelungen, dass man sich ernsthaft überlegt, sie sich im co-produzierenden Teatro di Piacenza (8. und 10. April) noch einmal anzuschauen….

Evviva il prete rosso! Evviva Don Antonio ! Evviva Vivaldi !

Zum Bericht von Robert Quitta

Berlin/Potsdam
Anna Prohaska und Lars Eidinger in „Ophelia“ Die Wasserleiche lebt
ls die Schaubühnen-Produktion des „Hamlet“ vor einer halben Ewigkeit im Ehrenhof des Avignoner Papstpalastes Premiere feierte, scheuchte der rotzlöffelige, hyperaktive Titelheld die Zuschauerschaft reihenweise von den Sitzen. Die Aggression, der Schlamm, die Egomanie – das polarisierte. In Berlin wird der Abend immer noch gezeigt, die 250. Aufführung ist auch schon wieder sieben Jahre her. Ob Athen, Ramallah oder Zagreb: „Hamlet“ war überall. Lars Eidinger als psychopathischer Wüterich immer ganz vorne mit dabei.
Im Potsdamer Nikolaisaal ist alles anders.
Tagesspiegel.de

Wien
Der Bankier, der am Nordbahnhof die Reisenden empfing
Ausstellung im Jüdischen Museum Wien über die von den Nazis verfolgte Bankiersdynastie der Rothschilds, die in Wien bleibende Spuren hinterließ.
Kurier.at

„Markus von Liberec“
Markus Lüpertz ist einer der einflussreichsten deutschen Künstler. Im hohen Alter denkt er an eine Rückkehr in seine Heimatstadt
https://www.pragerzeitung.cz/markus-von-liberec/

Sauerei! Ein Schwein macht Karriere auf dem Kunstmarkt
Ein Großformat von „Pigcasso“ aus Südafrika erzielte den höchsten Preis, der bisher für ein animalisches Artefakt gezahlt wurde.
Die Presse.com

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart:  6. Jänner 2022
THE KING’S MAN – THE BEGINNING
The King’s Man  /  USA, GB  /  2020 
Regie: Matthew Vaughn
Mit: Ralph Fiennes, Gemma Arterton, Rhys Ifans, Matthew Goode u.a.

Zu Beginn ist man etwa um die vorige Jahrhundertwende in Afrika, die Briten als Kolonialmacht (Lord Kitchener wird mehrfach erwähnt), und hohe Militärs haben ihre Frauen und Kinder mitgebracht. Eine geradezu bilderbuchschöne Mutter (Alexandra Maria Lara), die für das Rote Kreuz unterwegs ist, erklärt ihrem kleinen Sohn am Beispiel des runden Tisches von König Artus, dass alle Menschen gleich seien, dass aber die Privilegierten unter ihnen – so wie sie notabene – besondere Verpflichtungen hätten… Ein Überfall, Schüsse, die schöne Mrs. Oxford stirbt in den Armen ihres erschütterten Gatten, der kleine Junge ist fassungslos.

Das ist ein dramatisch-tragischer Auftakt für einen Film, in den man mit anderen Erwartungen gegangen ist. Schließlich haben sich die Vorgänger-Streifen  – Kingsman: The Secret Service von 2014, Kingsman: The Golden Circle  von 2017, beide Male mit Colin Firth als „Senior“ und  Taron Egerton als in den Spionage-Job hineinwachsender Frischling – als veritable Komödien erwiesen. Beide Male hatte Matthew Vaughn inszeniert, er tut es wieder, aber es scheint, als wäre er diesmal total aus dem Tritt geraten…

Was also? Nichts Rechtes, um die Wahrheit zu sagen. Der Mix von Blut und Blödelei geht nicht auf. Schade. Ist doch gut besetzt und vermutlich gut gemeint. Was auf der Leinwand nicht unbedingt etwas Gutes garantiert. Übrigens: Wo die Prädikatisierungs-Kommission da ein „wertvoll“ gesehen hat, bleibt ein Rätsel…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

US-Regisseur Peter Bogdanovich (82) gestorben
US-Regisseur Peter Bogdanovich, der durch Filme wie „The Last Picture Show“ (ein perfektes Porträt der US-Provinz in den 1950ern), dem melancholischen Roadmovie „Paper Moon“ mit der jungen Tatum O’Neal oder mit der Komödie „Is’ was Doc“ mit Barbra Streisand und Ryan O’Neal bekannt wurde, ist tot.
Oberösterreichische Nachrichten

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Die internationale Sorge um Kasachstan wächst: Amerika hat sich erneut für eine friedliche Lösung der Krise ausgesprochen, die vor Tagen durch stark gestiegene Gaspreise ausgelöst worden war. Auch aus der EU kommen Mahnungen, die Gewalt müsse ein Ende haben.
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  • Tschechien will unter der neuen liberalkonservativen Regierung die Atomkraft ausbauen: «Wir brauchen dringend Ersatz für die Meiler, die stillgelegt werden müssen», sagte Ministerpräsident Petr Fiala am Donnerstag in Prag. Sonst fehle es an Energie. Seinem Vorgänger Andrej Babis warf er vor, die Entscheidung über den Bau von neuen Reaktoren immer wieder vertagt zu haben.
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  • Sri Lanka bezahlt seine Staatsschulden mit Tee statt Dollar: Sri Lanka wird ab Januar monatlich Tee im Wert von 5 Millionen Dollar nach Iran senden, um Öllieferungen zu bezahlen. Der kuriose Vertrag offenbart, wie schlecht es um Sri Lankas Wirtschaft steht, die wegen der ausbleibenden Touristen zusammengebrochen ist.
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  • Japan und USA wollen ihre Sicherheitsallianz weiter stärken: Die Aussen- und Verteidigungsminister von Japan und Amerika haben sich bei einer Videokonferenz darauf geeinigt, ihr Sicherheitsbündnis auszubauen und auch in Bezug auf das Weltall ihre Zusammenarbeit in der militärischen Forschung zu intensivieren.
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  • Nach dem Djokovic-Vorfall untersucht Australien weitere Fälle: Wer in Zeiten der Corona-Pandemie nach Australien reisen will, muss geimpft sein oder eine medizinische Ausnahmegenehmigung vorzeigen. Als der Tennisspieler Novak Djokovic das nicht konnte, wurde ihm sein Visum verweigert. Nun werden weitere Fälle von Personen untersucht, die zum Australien Open angereist sind.
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Österreich
Maßnahmen fix: Masken im Freien und 2G-Kontrollen
Die Bundesregierung hat mit Ländern und Experten der gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (GECKO) über die zusehends durch die infektiösere Variante Omikron beherrschte Corona-Situation beraten. Die Ergebnisse wurden am Dreikönigstag in einer Pressekonferenz erläutert: Wie bereits vorab vermutet, wird es eine Maskenpflicht (bei weniger als Zwei-Meter-Abstand) auch im Freien und „scharfe 2G-Kontrollen“ im Handel geben (für die allerdings die Betriebe selbst zuständig sind). Änderungen gibt es außerdem bei der Quarantäne und beim Grünen Pass.
https://www.krone.at/2597165

Österreich
„Deutsche Lösung“: Handel will Kunden nun Bändchen verpassen
https://www.krone.at/2597378

Niemand hat gesagt, was er gesagt hat, und wenn doch, war es nicht so gemeint: Alle distanzieren sich dauernd von sich selbst. Eigene Meinung? Lieber nicht!
Eine Krankheit geht um in Europa – die Selbstdistanzierung. Zur eigenen Meinung stehen wird schwierig, wenn sich gerade die Meinungsstarken von der Inquisition des richtigen Meinens beeindrucken lassen.
Neue Zürcher Zeitung

…eine Epidemie des Geistes und des Charakters….Wie treffend. Auch und besonders in der Kunst- und Kulturbranche!

Die „Neue Zürcher Zeitung“ ist übrigens kein „Schwurblerblatt. Österreichische Zeitungen lese ich zu diesem Thema gar nicht mehr!

Angeblich sollen Familienstreitigkeiten wegen der Corona-Maßnahmen an der Tagesordnung sein, „beste Freundschaften“ zerbrechen an der jeweils anderen Meinung. Um ehrlich zu sein, ich habe mit niemand gestritten. Ein Streit bringt gar nichts, überhaupt, wenn man weiter zusammenarbeiten soll. Ich habe meine Meinung über einige Menschen geändert, spüren lasse ich es diese nicht. Diesbezüglich bin ich Profi. 

Bei mir ist es auch kein Politikum mehr! Zum Politikum wird es aber nun im Fall Novak Djokovic. Sogar die Staatspräsidenten von Serbien und Australien liegen miteinander im Clinch! Die Familie Djokovic vergleicht den Tennis-Star mit Jesus und spricht von einer Kreuzigung!  Verrückt! Aber das sind die Kollateralschäden, die man zu Beginn der Pandemie gar nicht ansprechen durfte.

Traurig ist freilich, dass wir vor einem Jahr noch die Hoffnung „Impfung“ hatten. Heute hat sich diese Hoffnung relativiert. Wir dürfen auf „mildere Verläufe“ hoffen. Ist es das, auf das wir so sehnsüchtig gewartet haben? Uns wurde doch der Sieg versprochen, wenn wir nur alles brav mitmachen! Wer kann „mildere Verläufe überhaupt durch Zahlen beweisen? Es ist eine Behauptung, sonst nichts!

Wie es weitergeht? Wir werden sehen! Vertrauen wäre wichtig, aber ich kenne niemand, den ich in dieser Situation vertrauen kann. Wenn ich all den Blödsinn Revue passieren lasse, den wir bereits gehört haben, streiche ich das Wort Vertrauen aus meinem Vokabular.

Natürlich wird es weitergehen und die Pandemie irgendwann für bendet erklärt werden. Besiegen werden wir das Virus wohl nie, wir können uns nur in einen „Waffenstillstand“ retten. „Besiegt“ haben wir auch viele andere Krankheiten nicht, aber Krankeiten gehören wie der Tod zum Leben – andernfalls würde unser Werkl ja gar nicht funktionieren- seit Jahrtausenden. 

Hoffentlich haben wir uns bis zur „Halbwegs-Lösung“  nicht gegenseitig die Schädel eingeschlagen!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

 

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