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7. JÄNNER 2020 – Dienstag

07.01.2020 | Tageskommentar


Die Feiertage sind vorbei, die Normalität hat uns wieder.  Wir merken es an der Quote, die steigt.

HEUTE an der Wiener Staatsoper: IL BARBIERE DI SIVIGLIA

Foto: Wiener Staatsoper

Dirigent Guillermo García Calvo
Inszenierungskonzept Günther Rennert
Ausstattung Alfred Siercke
 
Graf Almaviva Pavel Kolgatin
Bartolo Paolo Rumetz
Rosina Tara Erraught
Figaro Adam Plachetka
Basilio Jongmin Park
Fiorello Igor Onishchenko
Marcellina Ildikó Raimondi
Offizier Daniel Lökös

WIENER MUSIKVEREIN: Stimmt an die Saiten
Der Klassik-Tempel feierte sein 150-Jahr-Jubiläum mit einer Wiederholung des Eröffnungskonzerts.
Wiener Zeitung

Musikverein feiert 150 Jahre – Abschied von Leiter Thomas Angyan
Der Musikverein feiert am Montag 150. Geburtstag. Zugleich gleitet der Leiter der Institution dem Finale seiner 32-jährigen Amtszeit entgegen. Ein Gespräch
Der Standard

Berlin
Staatsoper Berlin: Die Verlobung im Kloster von Prokofjew
Mit viel Witz wird Prokofjews Lustspiel-Rarität „Die Verlobung im Kloster“ von Regisseur Dimitri Tscherniakow auf die Bühne gebracht. So flott sich das Libretto präsentiert, so witzsprühend gibt sich die Musik. Die Sängerleistungen sind erstaunlich, angefangen bei Violeta Urmana, die so mezzoprall wie patent rüberkommt, über Nina Minasyan als temperamentvolle Luisa, den sympathischen Tenor Bogdan Volcov oder den erstaunlichen Bariton Andrey Zhilikhovsky bis hin zu Anna Gorjatschowas Clara und Goran Jurićs urkomischen Mendoza. Dabei kennt man in Deutschland kaum die Namen dieser osteuropäischen Sänger. Sehens- und hörenswert!
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2020/01/05/

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PIOTR BECZALA UND ANNE SOPHIE MUTTER IM WIENER MUSIKVEREIN

 

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ANNA NETREBKO DANKT PETER GELB FÜR EINE NEUE LIEBLINGSROLLE

 

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Brauchen wir wirklich über 30 Rundfunk Orchester in der BRD ?

Wegen des „Oma-Gate“ des WDR kamen die kulturellen Leistungen der Sender wieder verstärkt in die Diskussion.

Peter Bilsing vom „Opernfreund“ listet 30 (!) Orchester der „Öffentlich-Rechtlichen“ auf und fragt, ob wir diese 30 Klangkörper wirklich brauchen: Heute schrieb mir jemand, dass ja die Öffentlich Rechtlichen doch viel für die Kultur tun – z.B große Orchester unterhalten… ABER

Brauchen wir wirklich über 30 Rundfunk-Orchester in der BRD ?

Das „Oma-Gate“ des WDR lässt diese Frage wieder hochkochen.

Die Liste der 30 Klangkörper finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

Ich bin zwar nicht gefragt und genau genommen geht mich das Thema als Österreicher  gar nichts an. Aber wenn mir „Der Opernfreund“ schon diese Liste schickt, bringe ich doch meine persönliche und somit subjektive Meinung ein: Gebraucht werden die Orchester zur Erfüllung des Kulturauftrags der Sender in dieser Anzahl eher nicht, aber jeder dieser Sender braucht Klangkörper und wie soll das mit Gastspielen funktionieren?

Leserin Helga S. rügt mich und korrigiert die Liste: Bevor Sie und Herr Bilsing solche Listen veröffentlichen, sollten Sie besser recherchieren. Viele der Orchester gibt es nicht mehr, z. B. wurde das SWR-Sinfonierorchester Baden-Baden-Freiburg mit Stuttgart zusammengelegt, Kaiserslautern mit Saarbrücken. Andere sind jetzt unter anderem Namen, bei Ihnen aber unter zwei geführt, z. B. heißt das RIAS-Tanzorchester jetzt RIAS-Big Band, usw., usw…..

Außerdem: Deutschland bildet unzählige Musiker aus und diese wollen auch beschäftigt sein. So gesehen erbringen diese Sender schon eine Leistung. Die wirkliche Leistung erbringen allerdings die Seher mit ihren Beiträgen. Also, lieber Peter, stelle nicht diese Frage, oder willst Du hoch ausgebildete Musiker zum „Arbeitsamt“ schicken? Genau das wäre nämlich die Alternative, die keiner will – weil sie im Grunde genommen auch nicht billiger ist!

Heinrich Schramm-Schiessl trägt auch seine Meinung zum Thema bei: Eine Anmerkung zu diesem Thema: Natürlich hast damit recht, daß es bei Auflösung mehrerer Orchester mehr arbeitlose Musiker geben wird. Aber es gibt noch einen zweiten, in meinen Augen auch zu berücksichtigen Aspekt: Ich bin grundsätzlich gegen jede von außen diktierte Auflösung kultureller Institutionen, denn damit öffnet man eine Büchse der Pandora. Wenn man einmal damit anfängt, wird irgendwann jede Kulturinstitution in Frage gestellt.

Prag
Neueröffnung der Prager Staatsoper: „Wir müssen international denken – auch in der Oper
DeutschlandfunkKultur

Badisches Staatstheater Karlsruhe: TRISTAN UND ISOLDE. Wiederaufnahme

Annemarie Kremer, Stefan Vinke. Foto: Arno Kohlem

Zu Ostern anno 2016 legte Christopher Alden mit seiner Neuinszenierung „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner dem Badischen Staatstheater ein besonderes „Osterei“ auf die Bühne, ich berichtete über die Premiere (Merker 04/2016) sowie die 3. Folgeaufführung. Wenn ich so bedenke was mir danach für Regietheater-Absurditäten,  Verstümmelungen des Werkes gleich widerfuhren, kann ich trotz teils abstruser Personenregie diese Produktion mit dem ästhetischen Bühnen-Ambiente, den zeitlosen Kostümen (Paul Steinberg, Sue Willmington) optisch durchaus akzeptieren, zudem war ich auf  das neue Titelpaar  meiner Lieblingsoper sehr neugierig…

Zum Bericht von Gerhard Hoffmann

CD: Immortal Performances: »Lohengrin« (Metropolitan Opera, 1940)

Der nächste Höhepunkt im Programm der Wiener Staatsoper ist „Lohengrin. 9./12./16./19.1.2020

Dirigent Valery Gergiev
Regie Andreas Homoki

Heinrich der Vogler, deutscher König Ain Anger
Lohengrin Piotr Beczala
Elsa von Brabant Cornelia Beskow
Friedrich von Telramund, brabantischer Graf Egils Silins
Ortrud, seine Gemahlin Linda Watson
Der Heerrufer des Königs Boaz Daniel

Thomas Prochazka bereitet sich und uns mit einer Aufnahme aus 1940 darauf vor

 

Die 1930-er und 1940-er Jahre gelten vielen Melomanen heute noch als eine Hochblüte der Richard Wagner-Pflege an der Metropolitan Opera, dem größten Opernhaus der U.S.. Das Team von Immortal Performances offeriert aus jenen Tagen sogar drei Mitschnitte des Lohengrin mit Lauritz Melchior in der Titelpartie: 1935 (Lotte Lehmann), 1937/1938 (Kirstin Flagstadt) und 1940 (Elisabeth Rethberg) in unterschiedlicher Qualität und, zum Teil, unvollständig oder ergänzt.

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=93BE9C30-2F16-11EA-9EC6005056A64872

Auch dieser Mitschnitt ist auf dem Label Immortal Performances erschienen: http://immortalperformances.org/documents.php?d=13#10

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Wie das schon so ist bei Tinder-Dates. Die beiden sitzen einander gegenüber, hier in einem reizlosen Coffee Shop in Cleveland, Ohio, und der Kinobesucher weiß schon, das kann nicht klappen. Sie so cool und forsch, Anwältin, er so nett und freundlich und fromm und Schuhverkäufer. Macht nichts, er bringt sie nur noch in seinem Auto nach Hause. Und übrigens – die beiden sind Afroamerikaner.

Kurze Introduktion für einen Film, der in den USA mehr Aufsehen erregt und bessere Kritiken bekommen hat, als das Ergebnis es wert ist. Aber es ist ein Film, der „schwarze Problematik“ aufrührt, und da will sich niemand die Finger verbrennen (die „Rassismus“-Keule wird einfach zu leicht gezückt).

Und der Ausgangspunkt stimmt, passiert immer wieder, ist oft genug schlecht ausgegangen. Dass die beiden von einem harschen Polizisten gestoppt werden – das passiert auch Weißen, und die halten dann auch den Mund, weil sie wissen, dass sie der Willkür ausgesetzt sind. Man versteht allerdings, dass eine intelligente Afroamerikanerin, die solche Szenen der absichtlichen Demütigung zu oft erlebt hat, dabei ausflippt. Sie zieht ihr Smartphone, der gereizte Polizist schießt, ihr Begleiter fällt ihn an, noch ein Schuß löst sich… der Polizist ist tot…

DER TORHÜTER, DER BEIM BERÜHMTESTEN TOR DER FUSSBALLGESCHICHTE HINTER SICH GREIFEN MUSSTE (oder doch nicht?) IST TOT

Hans Tilkowski wurde 84 Jahre alt. Sein Name ist eng verknüpft mit dem legendären Wembley-Tor aus dem WM-Finale 1966.

Auch mit den neuesten technischen Behelfen ist nicht feststellbar, ob der Ball die Torlinie in vollem Umfang überschritten hat. Nur einer hat es angeblich ganz genau gesehen: Trofik Bachramov, Linienrichter aus Aserbaidschan, der „Mann mit dem Radarauge“, signalisiert dem Schweizer Schiedsrichter Tor – und Gottfried Dienst musste sich darauf verlassen, entschied damit das WM-Finale England-Deutschland zugunsten der Briten.

Hans Tilkowski kann natürlich gar nichts gesehen haben, er ist aber fester Bestandteil der umstrittensten Szene der Fußballgeschichte,

Nun ist er 84jährig gestorben! (Bachramov und Dienst sind bereits längst tot)

Nach langer Krankheit: Der Goalie des „Wembley-Tors“ ist tot
Hans Tilkowski wurde 84 Jahre alt. Sein Name ist eng verknüpft mit dem legendären Wembley-Tor aus dem WM-Finale 1966.
Kurier

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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