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7. AUGUST 2021 – Samstag

07.08.2021 | Tageskommentar

DON GIOVANNI aus Salzburg heute zeitgleich in ORF 2 und auf Arte Concert (22,04 h). Anna Lucia Richter, Davide Luciano. Foto: Salzburger Festspiele/Ruth Walz

Keine Moral, kein Gesetz – in Mozarts berühmter Oper „Don Giovanni“ stellt ein Mann sein Lustprinzip über alles. ARTE zeigt die Neuinszenierung von den Salzburger Festspielen – bildstark inszeniert vom italienischen Theatermacher Romeo Castellucci, musikalisch umgesetzt vom charismatischen Dirigenten Teodor Currentzis. „Don Giovanni“ gehört bis heute zu Mozarts erfolgreichsten Werken bis heute. 1787 in Prag…
Live-Stream am 7. August 2021, 22:04 Uhr

DON GIOVANNI wird zeitgleich auch vom ORF übertragen. Deshalb bietet sich für uns die Chance, der Moderatorin Annette Gerlach zu entgehen

Abend

Salzburg
50 000 Kristalle für Anna Netrebko
Auszug aus „DrehpunktKultur“: Hier wird nicht geflunkert mit Swarowski-Kristallen. Die knallharten Fakten sprechen für sich. 50.000 Kristalle werden Anna Netrebko umglänzen, wenn sie ab dem 21. August als Tosca auf der Bühne des Großen Festspielhauses steht. Vierzigtausend auf dem Kleid, neuntausend auf der Handtasche. Die restlichen tausend sind auf weitere Accessoires verteilt.

Bis die alle angenäht oder angeklebt sind, braucht’s seine Zeit. Hundert Werkstatt-Stunden, so erzählt Jan Meier, der Kostümchef der Festspiele, habe allein die Herstellung des Kleides für den zweiten Akt gebraucht. Das ist jener Traum aus tief weinrotem Satin mit schwarzer Spitze, auf den die 40.000 Kristalle appliziert sind.

Dafür ging es, so verrät Jan Meier, bei der Anprobe ganz schnell. Schlappe 41 Minuten für die drei Kleider. Als Amateur in Maßkleid-Anfertigung wundert einen das gar nicht so sehr. Die Netrebko ist ja so gut wie jedes Jahr da. Mit ein wenig Lebens-, Proportions- und Schneidererfahrung sollte man ein solches Kleid hinkriegen, ohne dass es dann irgendwo katastrophal zwickt oder spannt. Aber wahrscheinlich liegen die Dinge in der Kostümschneiderwahrheit viel komplizierter…

DrehpunktKultur

Was kostet so ein Swarowsky-Kristall?

Gar nicht so teuer, der Ring kostet weniger als die Hälfte einer Opernkarte für Tosca“

 

Harmonia Ring Übergroßer Kristall, Weiss, Metallmix

200,00 EUR
Kritik – Mozarts „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen. Weniger ist mehr
Im letzten Jahr war es geradezu sensationell, dass die Salzburger Festspiele nicht nur stattfanden, sondern auch szenische Opern zeigten. Mozarts „Così fan tutte“ wegen Corona in einer geschickt gekürzten Fassung ohne Pause. Regie führte Christoph Loy, am Pult der Wiener Philharmoniker stand damals erstmals bei einer Salzburger Premiere eine Frau: Nämlich Joana Mallwitz, die sonst Generalmusikdirektorin in Nürnberg ist. Nach der umstrittenen Don-Giovanni-Premiere gab es nun gestern Abend mit der Wiederaufnahme der Così-Produktion des letzten Jahres die zweite Mozart-Oper in Salzburg.
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-salzburger-festspiele-2021-cosi-fan-tutte-christoph-loy-joana-mallwitz-100.html
SALZBURG/ Festspiele: „Il trionfo del tempo e del disinganno“ 
 
Regula Mühlemann. Foto: Salzburger Festspiele/ Monika Rittershaus

alzburg
In der Höhe hinreißend
In Salzburg wird Händels Oratorium „Il trionfo del tempo e del disinganno“ wieder aufgeführt – in einer absolut stimmigen Inszenierung.
Sueddeutsche Zeitung

Salzburger Festspiele: Robert Carsens gläubige Oratorium-Version
Robert Carsen bringt Georg Friedrich Händels „Il trionfo del tempo e del disinganno“ als virtuosen Disput darüber, wie viel Genussrausch der Mensch verträgt
Der Standard.at

Ihm geht es um Glaubwürdigkeit: Regisseur Jossi Wieler wird 70

Jossi Wieler. Foto: Salzburger Festspiele/ Anne Zeuner

Seinen Geburtstag verbringt er bei den Salzburger Festspielen, wo er Hugo von Hofmannsthals Schauspiel „Das Bergwerk von Falun“ inszeniert. Jossi Wieler sieht sich als kreativer „Bremser“ des Theaterbetriebs und nimmt sich Zeit für Gründlichkeit.
BR-Klassik.de

Der Texthineinhorcher
Jossi Wieler ist 70
Frankfurter Allgemeine

Salzburg: Mystische Zumutungen
Nur wenige Zuhörer ergriffen die Flucht: Die magischen Zeitkünste des Komponisten Morton Feldman bei den Salzburger Festspielen.
Sueddeutsche Zeitung

„100 Jahre Salzburger Festspiele“ im Kino:Am 21. und 22. August kommen bei Verdis „Aida“ mit Anna Netrebko in der Titelrolle und Riccardo Muti am Dirigentenpult große Gefühle auf die Leinwand bei „Salzburg im Kino“

 

Sie ist die Primadonna assoluta der Oper, er der gefeierte Verdi-Spezialist am Dirigentenpult: Star-Sopranistin Anna Netrebko und Dirigent Riccardo Muti, der gerade seinen 80. Geburtstag gefeiert hat. Seit vielen Jahren begeistern beide das Publikum der Salzburger Festspiele, im Jahr 2017 zusammen bei Anna Netrebkos Rollendebüt als Titelfigur in Verdis „Aida“. Am 21. und 22. August kommt diese Produktion, in eindrucksvollen Bildern inszeniert von Shirin Neshat, bei „Salzburg im Kino“ auf die Leinwände in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mehr darüber – und auch über das weitere Programm  – in unseren INFOS DES TAGES

Großbritannien
Einigung im Brexit-Streit um Künstlervisa: Kurzfristige Gastspiele wieder möglich
Mehr als ein halbes Jahr nach dem Brexit hat sich Großbritannien offenbar mit Deutschland und 18 weiteren EU-Staaten auf visafreie Reisen für Künstler geeinigt. Für kurzfristrige Konzerte seien Visum und Arbeitserlaubnis nicht mehr nötig. Das teilte das Kulturministerium in London in der Nacht zum Donnerstag mit.
BR-Klassik.de

Die „ideale Publikumsgruppe“
Wenn man’s genau nimmt, dann laufen heuer sowieso ausschließlich Freunde der Salzburger Festspiele herum. Wer sonst nähme freiwillig die Gesichtsmasken-Tortur auf sich für Oper, Schauspiel oder Konzert? Wir reden hier aber von noch besseren Festspiel-Freunden.
http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/15311-die-ideale-publikumsgruppe

Bregenz
Bregenzer Festspiele: Vollimmunisierte Frau Corona-positiv
Oberösterreichische Nachrichten

Heute bei Radio WQXR New York Nilsson erste Elektra 1965 in Stockholm. Besetzung ist im Link
https://www.wqxr.org/story/strauss-elektra-royal-swedish-opera-stockholm/

KAMMEROPER SCHLOSS RHEINSBERG: Weitere „Fidelio“-Debüts auf der Bühne am Kavalierhaus – Maria Keller dirigiert zwei Vorstellungen

Nach der erfolgreichen Premiere von Beethovens Oper „Fidelio“ am 4.8.2021 stehen in den nächsten Aufführungen der Kammeroper Schloss Rheinsberg weitere Debüts bevor. Bei den Vorstellungen am 11. und 12. August übernimmt Maria Keller die musikalische Leitung der Produktion am Pult der Brandenburger Symphoniker.

Maria Keller mit dem Konzertmeister der Brandenburger Symphoniker Andreas Preißer (Fotos: Uwe Hauth)

Ausführlicher – auch die Alternativbesetzungen – in unseren „Infos des Tages“

Wien/ Schönbrunn
Lasche Kontrollen“: Corona-Fiasko? Schönbrunn-Konzert sorgt für Wirbel
https://www.krone.at/2479339

Gar so super, als einer Agenturmeldung (die leider auch ich übernommen habe) zu entnehmen war, ist es beim Schönbrunn-Konzert angeblich doch nicht zugegangen.

Aber auch diesmal sind wir auf Zeitungsberichte (und gestern sogar den Teletext) angewiesen.

ORF
Wird ORF-Wahl angefochten
Hochspannung nach Wrabetz-Aussage auf oe24.TV: Wird ORF-Wahl angefochten?
https://www.oe24.at/oesterreich/politik/brutal-duell-um-den-orf/487005658

Vor ORF-Wahl sagt Wrabetz die ZiB-Revolution an
Alexander Wrabetz kämpft mit aller Kraft um den Verbleib im ORF-Chefsessel. Im „Heute“-Interview kündigt er eine eigene ZiB für TikTok an.
https://amp.heute.at/s/vor-orf-wahl-sagt-wrabetz-die-zib-revolution-an-100156510

Ich habe eigentlich bis zum gestrigen Tag nicht wirklich verstanden, warum Dr. Wrabetz abgelöst werden soll. Nun aber orte ich charakterliche Defizite. Einen Konkurrenten die Eignung abzusprechen, das tut man nicht!

Schön vor langer Zeit hat mir ein Politiker ein Geschichterl über Herrn Wrabetz erzählt, das genau in diese Kerbe passt. Ich habe es ihm nicht geglaubt, wer glaubt schon einem Politiker etwas. Nun aber bin ich geneigt, die Politikerstory zu glauben!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

 In den USA steigt das Risiko massenweiser Zwangsräumungen: Der zentralstaatliche Schutz für Mieter mit Zahlungsrückständen ist ausgelaufen. Mehr als sieben Millionen Betroffene fürchten nun Zwangsräumungen. Ein Hilfsprogramm, das dies verhindern sollte, ist von der Nachfrage überfordert.
Zum Bericht
Keine Entwarnung bei Waldbränden in Griechenland und Türkei: In der Nacht zum Samstag kämpften die Feuerwehrleute in beiden Ländern weiterhin gegen die Flammen. In Griechenland kamen zwei Menschen ums Leben, als die Rettungskräfte versuchten, ein Übergreifen der Feuer auf weitere Städte zu verhindern.
Zu den neusten Entwicklungen
EU sucht Lösung bei illegalen Grenzübertritten von Migranten aus Weissrussland: Angesichts der stark steigenden Migrantenzahlen an der EU-Aussengrenze Litauens wird für den 18. August eine Sondersitzung der EU-Innenminister einberufen. Die EU sei einer ernsten Sicherheitsbedrohung ausgesetzt und werde Zeuge, wie Weissrussland illegale Migration als Waffe einsetze, sagte ein EU-Sprecher.
Zu den neusten Entwicklungen
Giuseppe Conte ist neuer Parteichef der Cinque Stelle: Der Parteigründer Beppe Grillo hatte ihn erst auf den Schild gehoben, dann aber fallenlassen. In einer Online-Abstimmung haben die stimmberechtigten Mitglieder den früheren italienischen Regierungschef nun gewählt. Er war der einzige Kandidat für das Amt.
Zum Bericht
Barça arrangiert sich mit dem Abschied von Lionel Messi: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Denn die Schuldenlage des Klubs ist dramatisch. Allein in der vergangenen Saison wurden 487 Millionen Euro Verlust gemacht (statt 200 Millionen wie ursprünglich angenommen). Der Klub konnte sich einen neuen Vertrag mit dem argentinischen Superstar nicht mehr leisten.
Zum Bericht

Viruslast von Geimpften genauso hoch wie von Ungeimpften
Daten aus den USA deuteten bereits darauf hin: Nun hat auch England beobachtet, dass Geimpfte, die sich mit Delta infizieren, genauso ansteckend sein könnten wie Ungeimpfte.
Der Spiegel.de

Ich bin kein Experte , aber auch unter denen gibt es echte und vorgebliche. Ich habe mich impfen lassen und auch dafür gesorgt, dass meine Familie geimpft ist. Das geschah nicht aus Überzeugung, sondern eher in der Hoffnung „Nützts nichts, so schadet’s hoffentlich wenigstens nicht“

Ich bin aber dagegen, dass Menschen zu medizinischen Eingriffen gezwungen werden können. Ich stand vor mehr als 20 Jahren hart an der Kippe zum Jenseits, mein Körper spielte verrückt und ich habe eigentlich nichts mehr wirklich mitbekommen. Zum Glück legte meine Hausärztin auf Aufforderung eine Liste von Medikamenten vor, die sie mir wenige Stunden vorher verordnet hat. Darunter befand sich Penicillin – ein Medikament, das schon vielen Menschen das Leben gerettet hat. Für mich kann es tödlich sein.

Aber das wusste weder ich noch meine Ärztin. Ich habe das Medikament freiwillig eingenommen. Aber aus eigener Erfahrung stehe ich Zwängen skeptisch gegenüber!

Schockierendes aus Tokio:

 

Tierquäler- Skandal um die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu im olympischen Modernen Fünfkampf. Die sichtlich überforderte Deutsche schlug am Ende ihres Gold-Traums verzweifelt mit der Gerte auf das verängstigte Pferd schlug,  sorgte für Entsetzen nicht nur unter Tiefreunden. Der noch größere Skandal war aber der Auftritt von Bundestrainerin Kim Raisner. „Hau mal richtig drauf! Hau drauf!“, rief sie – im Fernsehen deutlich hörbar – Schleu zu. Die deutsche Trainerin wurde am Samstag vom Weltverband für den weiteren Verlauf der Olympia-Konkurrenz ausgeschlossen, sie erhielt die Schwarze Karte.

Zum besseren Verständnis: Es war nicht das eigene Pferd, sondern ein zugelostes, vom Veranstalter beigestelltes. Das ist in dieser Sportart üblich – und deswegen setzen sich nur hervorragende Reiter durch. Das Pferd hat diese Reiterin ganz einfach nicht akzeptiert, womöglich nicht ernstgenommen. Da sind bei ihr und ihrer Teamchefin alle Sicherungen durchgebrannt! Sind Pferde womöglich Menschenkenner? Wobei ich den Frust der Sportlerin irgendwie mit Abstrichen noch verstehen kann. Das Verhalten der immerhin  „Bundestrainerin“ – als Staatsbediensteten – verstehe ich überhaupt nicht.

Für solche Sportfunktionäre sollten sich die Deutschen kräftigst schämen! Den beiden Schlägerinnen sollte ein Bannmeile um jede Pferdekoppel der Welt auferlegt werden!

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

A.C.

 

 

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