Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

7. APRIL 2020 – Dienstag

07.04.2020 | Tageskommentar

Bis Ende Juni alle Veranstaltungen in Österreich abgesagt

Ich habe eigentlich schon mit einem Hochfahren „unserer Branche“ so Mitte Mai gerechnet, allein, die Weisen aus dem Kanzleramt haben da etwas dagegen. Sogar die nächste Saison, von der wir noch gar nichts wissen, ist in Mitleidenschaft gezogen. Für September müsste im Juni bereits geprobt werden – aber selbst das ist in der gegenwärtigen Lage nicht möglich.

Österreich
Der Kulturfrühling 2020 ist abgeblasen
Salzburger Pfingstfestspiele, Wiener Festwochen, Nova Rock, all das und viel mehr muss abgesagt werden. Die klassischen Konzerthäuser und Theater werden großteils erst im September wieder beginnen.
https://www.diepresse.com/5796561/der-kulturfruhling-2020-ist-abgeblasen

Österreich/ Wien
Wegen Corona: Saison für Staatsoper, Burgtheater und Co zu Ende
Bis Ende Juni gibt es keine Veranstaltungen – das bedeutet das Ende der Saison. Heuer auch keine Festwochen und Salzburger Pfingstfestspiele.
Kurier

Renate Wagner, die gewohnt ist, jeden Abend eine Vorstellung zu besuchen, hält es trotz interessantem Streamprogramm nur mehr schwer vor dem Bildschirm.

Da „der Teufel in der Not sogar die Fliegen frisst“, fragt sie sogar nach dem Kinoprogramm:

Was ist mit den Kinos? Hier könnte man Abstand verordnen (was Liebespaaren in inniger Umarmung beim Liebesfilm auch nicht gefallen würde)!

Kinos werden wohl auch nicht aufsperren dürfen, denn es gibt ja das Fernsehen!

Auch Ausstellungen hat unsere Redakteurin gerne und gewissenhaft besucht:

Was ist mit Ausstellungen? Auch hier könnte man die Frequenz etwas steuern, soferne der Ansturm in gewohnter Form einsetzt – was ich gar nicht glaube. Der Tourismus ist Österreichs wichtigster Wirtschaftszweig und gerade der Tourismus wird einbrechen!

Ich kann mich irren – und diesbezüglich irre ich mich gerne!

Also, ich rechne. Und deswegen rechne ich nicht mit dem vorzeitigen Öffnen der Ausstellungen. Es rechnet sich ganz einfach nicht!

Aber niemand fragt, was der Online-Merker nun (eigentlich) fünf (!) Monate macht. Ich muss halbwegs die Quote halten, sonst macht mir die Sache keinen Spaß! Müssen tu ich übrigens überhaupt nichts, daran klammere ich mich im Moment! 

Ein Corona-Programm will ich nicht erstellen, in die Politik soll/ darf ich nicht abschweifen. Dabei ist jetzt klar zu erkennen, wie hilflos die Kultur gegen die Politik ist! Die Kultur ist vollkommen abhängig von ihr, das wird uns gerade jetzt überdeutlich demonstiert. Aber was musste ich mir schon oft anhören? „Politik und Kultur haben nichts miteinander zu tun“! Kultur wird ganz einfach verboten, unfreiwillig in die Zwangspause geschickt. Die Kultur ist am Hintern der Politik angesiedelt und wird nur dann hervorgeholt, wenn man mit ihr durch Sonntagsreden brillieren kann. Unsere Politiker, besonders einer, werden die Salzburger Festspiele besonders vermissen, weil sie nicht Bedeutungsschweres von sich geben können.

Apropos „Hintern“. Ich werde den heutigen Kommentar mit der Geschichte des Klopapiers beenden. Weit haben wir es gebracht!

Es ist zum „aus der Haut fahren“!

 

Eva Blimlinger: „Ich sehe die Salzburger Festspiele nicht“
Die grüne Kultursprecherin meint, dass es „vor September keine großen Geschichten“ geben werde. Daher auch keine Festspiele.
Kurier

Wer ist Eva Blimlinger?  Nationalratsabgeordnete der Grünen und „Schattenministerin für Kultur“. Mit Salzburg hat sie noch eine Rechnung offen. Ihre Meinung ist angesichts des Mangels an Entscheidungsträgern, die schon einmal freiwillig einen Kulturtempel betreten haben, anscheinend von Gewicht! Gewichtiger als die der Festspielpräsidentin? Wir werden sehen!

Leserin Waltraud B. ist nicht meiner Meinung: Weil hochsubventionierte, auf zahlungskräftige Besucher ausgerichtete Festivals (frühzeitig) abgeblasen werden müssen, ist „die Kultur“ noch ange nicht „tot“! Diese Einschätzung entpringt einem in den letzten Jahrzehnten fehlgeleiteten Kulturverständnis. Nur wenn viele hinrennen und es teuer ist, findet „Kultur“ statt… Mitnichten.

Ich komme aus einer Familie, in der es Hausmusik gab; in meiner Schwiegerfamilie auch. Dort wurde auch vorgelesen. Im Internat hab ich mir an den langweiligen Sonntagen, an denen wir Mädchen im „gefährdeten Alter“ von 16 / 17 nicht ausgehen durften (!!!) mit einer Freundin zusammen mit SINGEN die Zeit vertrieben. Malen und zeichnen brauchte auch keine Öffentlichkeit.

Wenns um die Wirtschaft geht, wird auch unzulässig oft auf die Großkonzerne geschaut. Strebt die Metaller-Gewerkschaft einen satten Tarifabschluss an, geht der von der boomenden Autoindustrie aus und nicht vom Bauschlosser auf dem Land……..

Kultur ist MEHR als Osterfestspiele und Bayreuther Festspiele („Bayreuth“ ist NICHT abgesagt, da gibt es mehr als die Wagner-Festspiele; z.B. wunderbare historische Parks!)

Besinne sich jeder Kreative auf den Rahmen, den unsereins in der Jugend (in den ersten Jahrzehnten nach dem 2.Wetkrieg) hatte und es wird sich ein umfassenderer Kulturbegriff wieder einstellen.

Natürlich ist das plötzliche Vakuum für unzählige Beteiligte eine finanzielle Katastrophe, das hat aber rein gar ichts mit KULTUR zu tun. (Zitat Ende)

Corona-Krise: Opernstars melden sich aus der sozialen Isolation
Das Kulturleben steht still in Zeiten von Corona, zumindest in der analogen Welt. Aber digital tut sich einiges. Das zeigt sich, wenn man einen Blick auf die Instagram-Accounts bekannter Opernsänger wirft.
https://www.dw.com/de/corona-krise-opernstars-melden-sich-aus-der

Staatsballett-Stars: Verbannt in die vier Wände
Wie sich Olga Esina, Davide Dato, Rebecca Horner, Jakob Feyferlik und Natascha Mair vom Wiener Staatsballett fit und fröhlich halten
Der Standard

Das Bachfest in Leizig ist auch abgesagt, doch dafür können Österreichs Regierende nichts!

Ursula Wiegand war dort angesagt – und bleibt nun daheim:

Ja, dieses Bachfest Leipzig – das zeigt der Hinweis auf die Rekordzahlen des Vorverkaufs – ist für Musikliebhaber in aller Welt der Höhepunkt des Jahres und für viele weit wichtiger als die soundsovielte Neu-Inszenierung von Wagners Ring. Um Johann Sebastian Bach scharen sich nach wie vor zahlreiche junge Menschen. Mit spürbarer Hingabe und großem Können singen und spielen sie sie seine Motetten, Kantaten und Passionen.

Und alle diejenigen, die sich anfangs und anhaltend aus rein wirtschaftlichen Gründen gegen alle Einschränkungen gewehrt haben, erkennen allmählich, dass die Älteren, die jetzt stark geschützt werden, auch von angenehmer ökonomischer Relevanz sind. Es sind allerorten die gut situierten Grauköpfe, die solch aufwendige Kunst- und Kulturformen wie Oper, klassisches Ballet oder Theater durch ihr Interesse am Leben erhalten. Ihretwegen kommen auch zahlreiche internationale Gäste nach Wien oder Salzburg und geben dort ihr Geld aus. Die Wiener Staatsoper ist bekanntlich ein Besuchermagnet und wird vermutlich, wie deutsche Opernhäuser und Theater, aus genau diesem Grund finanziell erheblich unterstützt, damit die Tickets nicht zu teuer werden. Dass solch ein hochwertiges Kunstangebot auch für den Tourismus wichtig ist, haben selbst Länder wie die (bisher) reichen Vereinigten Arabischen Emirate begriffen, die selbst gar kein Opernpublikum besitzen, jedoch für die anreisenden Musikliebhaber/innen bildschöne Musentempel errichten. (Ursula Wiegand)

Die Alten von Veranstaltungen aussperren? Da kann man gleich zusperren!

Theater, Theater!- Theater? – Musiktheater?

„Dramturgisches Panoptikum von Theaterthemen:

Was TTT so alles liest“

Plädoyer für eine ganz und gar unmögliche Kunst
Wozu noch Oper?!
https://www.rondomagazin.de/artikel.php?artikel_id=327

Lesen Sie noch mehr von diesen Beiträgen in inseren „Infos des Tages“ (Zusammenstellung Tim Theo Tinn)

10 Fragen an Lena Belkina: „Mein Lieblingskomponist ist Gustav Mahler – sein Lied ‚Abschied‘ klingt gerade so aktuell, ich würde es jetzt noch bewusster singen“…

Lena Belkina erwartet demnäcst eine Tochter. Herzlichen Glückwunsch. Foto: Katharina Harris
Andreas Schmidt/ klassik-begeistert.de: Servus Lena, schön, dass es Dir gut geht. Was hast Du vor einem Jahr getan, und wie sieht Dein Alltag heute aus?
Lena Belkina: Vor einem Jahr war gerade das Ende der Produktion von „Die Jungfrau von Orleans“ im Theater an der Wien, wo ich die Titelrolle sang. Ich habe diese Produktion und ihren Erfolg sehr genossen und bin immer noch sehr dankbar dafür, dass ich die Rolle der Johanna in meiner Repertoireliste habe. Heute sieht mein Alltag ganz anderes aus und das nicht nur, weil sich nahezu die gesamte Welt wegen der Corona-Pandemie in Ausnahmezustand befindet. Mein Mann und ich erwarten in den nächsten Tagen die Geburt unserer Tochter, auf die wir uns schon sehr freuen.
Nenne bitte drei Schlagworte, wenn Du das Wort Corona hörst…
Schutz, Haus, Umstellung.
Klassik-begeistert

Auch Lena Belkina besuchte mich schon in unserer Online-Galerie.

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Nessun dorma von 700 Kindern gesungen

 

ZU FACEBOOK

Jubiläum in bewegten Zeiten: 20 Jahre Ludwigs Festspielhaus in Füssen Einzigartige Solidaritätsaktion startet!

Copyright: Festspielhaus Füssen

 Vor 20 Jahren – am 7. April 2000 hob sich mit der Uraufführung des Musicals „Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies“ zum ersten Mal der Vorhang im Füssener „Musical Theater Neuschwanstein“. 1,5 Millionen Besucher sahen die 1506 Vorstellungen, bevor das Stück Ende 2003 aus finanziellen Gründen abgesetzt wurde. Nach bewegten Jahren gelang Theaterleiter Benjamin Sahler 2015 mit der erfolgreichsten Crowdfunding-Kampagne der europäischen Theatergeschichte, die Wiederbelebung des Theaterbetriebs mit dem Stück „Ludwig² – der König kehrt zurück“. 2016 erwarb der gebürtige Allgäuer Manfred Rietzler das Festspielhaus und unterstützt es seither als Mäzen. Das Jubiläumsjahr versprach mit den vier großen Musicalproduktionen LUDWIG², DIE PÄPSTIN, DER RING und der Welturaufführung von ZEPPELIN das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Festspielhauses zu werden. Doch die CoronaPandemie stellt das Festspielhaus vor ungeahnte Schwierigkeiten. Um den Auswirkungen entgegenzutreten, ruft das Theater eine einzigartige Solidaritätsaktion für Ticket-Gutscheine ins Leben.

Um den Auswirkungen der aktuellen Krise entgegenzutreten, hat das Festspielhaus eine einzigartige Solidaritätsaktion mit Ticket-Gutscheinen ins Leben gerufen. Die Aktion läuft bereits seit einigen Tagen und der Theaterleiter ist überwältigt von der großen Solidarität der Fans. „Jetzt ist es Zeit zusammenzuhalten, denn nur gemeinsam sind wir stark. Die Unterstützung des Festspielhauses durch unser Publikum ist einmal mehr sensationell! Der Ticketverkauf ist für uns überlebenswichtig. Wir hoffen, dass weiter viele Menschen von unserer Solidaritätsaktion Gebrauch machen, denn es profitieren beide Seiten. Die Zuschauer erhalten einen erheblichen Rabatt auf die Tickets, ohne sich schon jetzt für keine konkrete Vorstellung entscheiden zu müssen. Das Theater kann weiter Einnahmen generieren, um die Grundkosten des Hauses zu erwirtschaften. Darüber hinaus setzen Fans und das Festspielhaus gemeinsam ein starkes Zeichen, wie wichtig der Erhalt dieses weltweit einzigartigen Theaterstandortes ist!“

Die rabattierten Gutscheine für die Musicals LUDWIG², DIE PÄPSTIN, DER RING und ZEPPELIN sind auf der Website www.das-festspielhaus.de/solidaritaetsaktion buchbar. Sie sind 5 Jahre gültig

Österreich: „Signal gegen Verschwendung“Billa und Co. verlangen einen Euro pro Maske
Der Rewe-Konzern hebt in seinen Penny, Billa-, Merkur- und Bipa-Geschäften einen Kostenbeitrag von einem Euro pro Stück ein und sagt: „Das ist erlaubt.“ Bei Spar, Hofer und Lidl sind die Masken weiterhin gratis.
Kleine Zeitung

Ursprünglich war des Kanzlers Wort, dass die von ihm zwangsweise verordneten Masken nichts kosten. Aber was schert „Rewe“ des Kanzlers Wort?

Bei Rewe (Billa, Merkur etc.) kostet eine Maske einen Euro! Angeblich liegt das unter dem Selbstkostenpreis -sagt „Rewe“ treuherzig“

Der Kostenbeitrag soll gegen Verschwendung des kostbaren Guts vorbeugen. Die Leute sollen die Masken mehrmals verwenden und müssen zur Sparsamkeit erzogen werden – meint Rewe.

Ärzte warnen hingegen davor, die Masken mehrmals zu tragen. Aber auch unser Kanzler hat gemeint, dass man die Masken öfters verwenden kann. Der muss es wissen. Er hat es zwar noch nicht probiert – zumindest hat ihn noch niemand dabei gesehen – aber er kann sicher über Wasser gehen! Deshalb: Masken mehrmals verwenden – und sparen (wenn ich sparen will, gehe ich zum Lidl, nicht zu Billa)

Hofer und Lidl bieten Gratismasken! Liebe Naivlinge, Sie bekommen nichts im Leben geschenkt! Diesen Euro finden Sie in Ihrer Rechnung eben unter einem anderen Posten!

Übrigens: Masken liegen auf den Gehsteigen herum, hängen in Gebüschen und sogar auf Bäumen – vermutlich jene von Hofer und Lidl. Merke: Was nichts kostet, ist nichts wert!

Wenn man sparen will – es gibt beidseitig verwendbares Klopapier. Der Erfolg liegt auf der Hand!

 

 

 

Klopapier Beidseitig verwendbar – der Erfolg liegt auf der Hand
Diesmal erreichte mich die Anfrage der charmanten „Zweiaufeins„-Redakteurin als ich gerade auf dem…..Bürostuhl saß, so dass die Anfrage, zum Thema „Blatt“ doch etwas über Toilettenpapier zu erzählen, für mich nicht von der Hand zu weisen war. Also auf ins radioeins-Studio!
https://makkketing.wordpress.com/2019/03/17/beidseitig-verwendbar-der-erfolg

Vorsicht bei Videokonferenzen im Home-Office! Wir sind sie noch nicht gewohnt!

Etwas peinlich wurde es, als… aber sehen Sie selbst. beachten Sie die Dame auf den linken Bildschirmrand in der Mitte

Poor Jennifer – und was bei Home Office/ Videokonferenz vergessen kann
Zum Video

Mit der Zeit werden wir uns wohl auch an Videokonferenzen gewöhnen müssen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

Diese Seite drucken