Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

6. NOVEMBER 2021 – Samstag

06.11.2021 | Tageskommentar

 

Elina Garanca fühlt sich dazu aufgerufen, in der Impfdebatte ihre Stimme zu erheben.

Über Schuhe hat sie schon philosophiert, bei Dirndln gilt sie überhaupt ale Expertin. Nun will sie alle Ungeimpften aussperren. Ob das besonders klug ist? Künstler – und auch Sportler, mögen sich aus Debatten, von denen sie nichts verstehen, möglichst raushalten. Net bös sein, Frau Garanca, aber im Vergleich zu Tennis-Star Novak Djokovic machen Sie sich aus wie eine Hartz 4-Empfängerin – was den weltweiten Bekanntheitsgrad  und wohl auch was die Gagen/ Preisgelder ausmachen.  Beglücken Sie Ihre Fangemeinde mit Ihrem Gesang, aber geben Sie keine Tipps. Das gilt übrigens auch für Künstler, die eine gegenteilige Meinung als die Ihre vertreten. Kluge Menschen positionieren sich nich frühzeitig, die Pandemie hält noch viele Überraschungen bereit.

Opernstar Garanča: „Ungeimpfte gehören ausgeschlossen“
Die lettische Opernsängerin Elina Garanča äußerte sich mit einem klaren „Ja“ zum Opernball 2022 – aber nur für Geimpfte.
Heute.at

Göttweig
„Klassik unter Sternen“ mit leichter Muse
Die weltbekannte Mezzosopranistin Elina Garanca hat am Donnerstag erste Inhalte zum nächstjährigen Konzert „Klassik unter Sternen“ im Stift Göttweig bekanntgeben. Es soll am 6. Juli 2022 stattfinden und Gesangsstücke aus Operetten und Musicals beinhalten.
https://noe.orf.at/stories/3128635/

Und auch heute noch Ungeimpfte werden vielleicht dabei sein wollen!

Was ist nun, Frau Garanca? Reicht Ihnen die Zweifach-Impfung. Oder dürfen es bereits drei Stiche sein?

Zu einer Forumsreaktion über dieses heute aufgeworfene Thema wäre zu sagen, dass der erwähnte Bass erstens niemand „ausschließen“ wollte (eher das Gegenteil ist der Fall) und ihm von mir in persönlichen Gesprächen stets Zurückhaltung empfohlen wurde. Ob sich das der Diskutant bei Frau Garanca, die keinesfalls „vor den Bus geworfen wird“, auch getraut, lasse ich dahingestellt. Hündische Verehrung erwarte ich von meinen Hunden, Menschen gegenüber kann ich diese nicht aufbringen!

 

Bei meinen Recherchen stieß ich auf die Ärztegemeinschft Dr. Mirakel & Dr. Dulcamara. Beide waren auf ihre Art erfolgreich. Mirakel, der ausgebildete Mediziner, wollte seine Patientin umbringen (Bing0, ist gelungen), Dulcamara arbeitete mit dem Psychotrick und bringt Nemorino und Adina zusammen.

Operative Medizin mit den Drs. Mirakel und Dulcamara
Dr. Mirakel in Hoffmanns Erzählungen (Jaques Offenbach) wirkt keineswegs mirakulös, sondern sehr maliziös und treibt Hoffmanns Angebetete Antonia in den Tod. Vorher versucht er sich noch in Telemedizin.
https://www.hypertoniezentrum.de/post/operative-medizin-mit-den-drs-mirakel-und-dulcamara

ADRIANA LECOUVREUR – Wiener Staatsoper, 5.11.2021

Schlussapplaus. Foto: Helena Ludwig

Es war ein schöner Abend. Die Freude begann schon, als der Vorhang aufging und man ein schönes Bühnenbild und schöne Kostüme sah, so wie das Libretto es vorgibt. Zugleich ist die Inszenierung von David McVicar so flexibel, dass man die Besetzung beliebig wechseln kann.

Auch musikalisch konnte man rundum zufrieden sein…

…Das zahlreich erschienene Publikum – das Haus war fast ausverkauft – spendete sowohl während als auch am Ende der Vorstellung viel Applaus mit Bravo-Rufen.

Zum Bericht von Heinrich Schramm-Schiessl

BRÜNN/Janacek Theater: GRIECHISCHE PASSION Kurzbericht 5. November 2021

 

 Gestern Abend präsentierte das 1965 errichtete und vor einigen Jahre renovierte, also nun in neuem Glanz erstrahlende Janacek-Theater in Brno, die „Griechische Passion“ von Bohuslav Martinu. Die Premiere war wegen Covid 19 mehrfach verschoben worden, geriet nun aber zu einem großartigen Erfolg! In der Inszenierung von Jirí Herman nehmen äußerst beeindruckende Bühnenbilder von Dragan Stojčevski mit zeitgenössischen Kostümen von Alexandra Gruskoná in einer spannenden Lichtregie den Betrachter und Zuhörer ein, dem zudem die glutvolle Musik Martinus von dem blendend und mit viel Herz und Verve spielenden Orchester des Janacek Theaters unter der kompetenten und ruhigen Leitung von Robert Kruzík dargeboten wird. Die zudem perfekte Personenregie macht das Stück auch ganz ohne Videos – man atmet richtig auf – somit zu einem nachhaltigen Erlebnis. Endlich mal wieder Oper und nicht Opernkino!

Peter Berger als Gast ist ein einnehmender Manolios und damit Christus mit kraftvollem, etwas gutturalem Tenor, Pavla Vykopalová eine engagierte Katerina mit leuchtendem Sopran, Jan Štáva ein souveräner Priester Grigoris mit prägnantem Bass und David Szendiuch als Gast ein ebenso bemerkenswerter Fotis und Führer der völlig in Schwarz auftretenden und sehr homogen wirkenden griechichen Flüchtlingen. Einen enormen Eindruck macht der riesige Chor, der zudem sehr phantasievoll choreografiert wird.

Am 7. November 2021 gibt es die erste Reprise. Den nahen Wiener Opernfreunden sei empfohlen herzukommen. Nur 1,5 Stunden mit dem Railjet!

(Ausführliche Rezension in Kürze)

Klaus Billand aus Brünn

Uraufführung „Les Éclairs“ von Philippe Hersant in Paris: Behäbiger Blitzeinschlag an der Seine
Vermutlich wird über Elon Musk schon zu seinen Lebzeiten eine Oper geschrieben werden. Im Fall des berühmten Ingenieurs, Erfinders und Namensgebers für Musks Elektro-Autos, Nikola Tesla, setzte die künstlerische Auseinandersetzung erst nach seinem Tode ein. Diverse Künstler haben sich mit ihm und seiner eigenwilligen Biografie auseinandergesetzt, jetzt widmet sich der Komponist Philippe Hersant dieser Figur in seiner neuesten Oper. Uraufgeführt wurde „Les Éclairs“ am 2. November an der Pariser Opéra Comique.
BR-Klassik.de

Grafenegg
Grafenegg Festival feiert im Sommer Georg Friedrich Haas
„Wir ruhen uns nicht auf den Lorbeeren aus, sondern blicken in die Zukunft“ – Rudolf Buchbinder zeigte sich als Chef des Grafenegg-Festivals wohlgemut ob der Edition des Klassikfestivals 2022.
https://amp.kleinezeitung.at/6056653

Rudolf Buchbinder: „Es ist ein Muss, in Grafenegg aufzutreten“
Intendant Rudolf Buchbinder holt auch 2022 die Topstars der Klassik nach Grafenegg.
Kurier.at

Klagenfurt
Zeitlos: Fassbaender inszenierte „Figaro“ in Klagenfurt
Salzburger Nachrichten

INSTAG(K)RAMEREIEN gefunden von Fritz Krammer

Asmik Grigorian arbeitet mit ihrem Lehrer – ein Video

 

ZU INSTAGRAM – mit Video

Und das war die berühmte 3 G Faust Vorstellung, heute haben wir 3 G aus anderen Gründen

3 G hatten wir schon 1963: Güden Gedda Ghiaurov

https://archiv.wiener-staatsoper.at/performances/12195#title

HESSISCHES STAATSTHEATER WIESBADEN: PREMIERE „TRISTAN UND ISOLDE am SONNTAG, 7.11.

Uwe Eric Laufenberg in der Wiener Staatsoper vor der Strauss-Büste – mit Renate Wagner. Foto: Barbara Zeininger

Wie kein anderes Werk der Opernliteratur führt »Tristan und Isolde« die Liebe zwischen zwei Menschen in ihrer ekstatischsten Form vor. Wie kein Komponist vor ihm, folgt Richard Wagner hier dem »Triebleben der Klänge« (um eine Formulierung Arnold Schönbergs aufzunehmen) und beschwört einen permanenten Rausch. In der Inszenierung von Intendant Uwe Eric Laufenberg wird aber auch erfahrbar, dass eine derartig unbedingt sich abkapselnde Liebe wie die zwischen Tristan und Isolde grundsätzlich nicht mit der Gesellschaft in Einklang zu bringen ist. Die musikalische Leitung hat Michael Güttler übernommen.

Michael Güttler

Barbara Haveman
und Marco Jentzsch werden die Titelpartien singen

Vincenzo Bellini: I Capuleti e I Montecchi • Theater Orchester Biel Solothurn, Nebia Biel • Premiere: 05.11.2021

Antikes Theater, das die Grenzen des persönlichen Leidens und die Extreme der menschlichen Psyche auslotet
Mit Bellinis Frühwerk ist dem TOBS wieder ein grosser Wurf gelungen. Hochkarätige Sänger, ein phantastisches Orchester und eine gleichermassen musikalische wie durchdachte Regie: hier stimmt einfach alles!

Foto © Suzanne Schwiertz

Zum Premierenbericht von Jan Krobot

MARIA JOSÉ SIRI: „Abigaille ist für mich eigentlich eine Belcanto-Partie“

Maria José Siri. Copyright: Amati e Bacciardi

Die urugayische Sopranistin Maria José Siri ist ein gern gesehener Gast an der Wiener Staatsoper, wohin sie am Montag als Abigaille in Nabucco zurückgekehrt ist. Die in Verona lebende Sängerin gab im Jahr 2013 als Tosca ihr Debüt im Haus am Ring und war dort anschließend als Maddalena in Andrea Chénier, erneut als Tosca, als Leonora in Il trovatore und in der Titelrolle von Madama Butterfly zu erleben. Die Abigaille ist die jüngste Verdi-Rolle der Künstlerin, die mittlerweile über zehn Partien des Komponisten aus Busseto im Repertoire hat. Mag. Isolde Cupak  sprach mit Maria José Siri über die drei Jahre seit ihrem letzten Auftritt in Wien, die heikle Rolle der Abigaille, die Wiener Produktion von Nabucco, anstehende Projekte, neue Rollen und mehr…

Mehr in unseren Interviews und in den „Infos des Tages“

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Filmstart:  5. November 2021
AMMONITE
GB  / 2020 
Drehbuch und Regie: Francis Lee
Mit: Kate Winslet, Saoirse Ronan, James McArdle, Fiona Shaw u.a.

 Es hat in den letzten Jahren mehrere Filme gegeben, die – meist in historischem Ambiente – die Geschichten lesbischer Beziehungen erzählt haben. Der beste von allen ist nun endlich in unseren Kinos. „Ammonite“ stellt eine historische Figur in den Mittelpunkt, die bekannte britische Fossiliensammlerin Mary Anning  (1799-1847), die eine bedeutende Paläontologin war. Darum geht es allerdings nicht, sondern um sie als Mensch, als Frau. Wie weit die erzählte Geschichte einen wahren Hintergrund hat, weiß man nicht – Regisseur und Drehbuchautor Francis Lee hat ihr jedenfalls hohe Glaubwürdigkeit gegeben.

Nun werden lesbische Geschichten zumal in der Vergangenheit gewissermaßen als Protest gegen eine lieblose, unterdrückende Männerwelt erzählt, und das passt auch auf die zweite, für das Geschehen nötige Figur: Charlotte Murchison ist die junge, von ihrem Gatten wie ein lästiges Anhängsel behandelte Frau von Roderick Murchison (auch er eine historische Figur, auch er ein berühmter Paläontologe). Aber bis Mary und Charlotte zusammen treffen, zusammen finden, erzählt der Film erst die Lebensumstände von Mary, die in Lyme Regis, einem kleinen Ort in Dorset, an der Südküste von England lebt und sich und ihre kranke Mutter damit durchbringt, dass sie die Fossilienfunde, die sie tagtäglich am Strand sammelt, an Touristen verkauft. Sorgenvoll sitzt sie über ihren Büchern, wo sie jeden Fund einträgt und klassifziert…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus der „Neuen Zeitung“

  • Nach einem spektakulären Unfall in Zürich sind couragierte Retter in die Limmat gesprungen: Ein Auto durchbrach am Freitag die Brüstung der Münsterbrücke und landete im Fluss. Etwa zehn Passanten warfen sich ins kalte Wasser, um den verletzten Fahrer zu befreien. So eine Hilfsbereitschaft ist keine Selbstverständlichkeit.
    Zum Bericht
  • Österreich macht die 2G-Regeln verpflichtend: Nur noch Geimpfte oder Genesene dürfen ab Montag Lokale, Friseure und Veranstaltungen besuchen. Das betrifft auch Tourismusbetriebe wie Seilbahnen. In Österreich steigt die Zahl der Neuinfektionen rasant. Ursprünglich sollte der Teil-Lockdown für Ungeimpfte erst gelten, wenn 500 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt sind. Doch diese Zahl werde schon in wenigen Tagen erreicht, sagte der Gesundheitsminister.
    Zu den neusten Entwicklungen weltweit
  • Internationale Journalisten beklagen die Erosion der Pressefreiheit in Hongkong: Seit Peking der Stadt ein radikales Sicherheitsgesetz aufgezwungen hat, sei von den einstigen Freiheiten immer weniger übrig, kritisiert der Hongkonger Korrespondentenklub. «Viele meiner Quellen sind mittlerweile im Gefängnis», sagt ein Reporter.
  • Zum Bericht
  • Die Schweizer Tennisspielerinnen stehen in Prag im Final: Dank Einzel-Siegen von Jil Teichmann und Belinda Bencic setzten die Schweizerinnen sich gegen Australien durch. Nun greifen sie am Billie Jean King Cup gegen Russland nach dem Titel.
  • Zu den wichtigsten Sportmeldungen
  • Thomas Gottschalk moderiert wieder «Wetten, dass..?»: Heute abend ist der 71-Jährige in Nürnberg noch einmal Gastgeber des medialen Lagerfeuers. Co-Moderatorin ist Michelle Hunziker. Eingeladen sind unter anderem die Männer von Abba, Björn Ulvaeus und Benny Andersson, sowie Helene Fischer und Udo Lindenberg.
  • Zum Bericht

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd!
… Worte, die wohl auf einem alten chinesischen Sprichwort beruhen, zeigen unser Dilemma mit der Wahrheit: Niemand von uns möchte belogen werden. Wurden wir belogen, so sind wir getäuscht oder hereingelegt worden. Wir empfinden diesen Vorgang als würdelos, geschmacklos oder gemein. Es kratzt nicht nur allein erheblich an unserem Selbstwertgefühl, wenn uns jemand belügt oder täuscht, sondern es geht noch viel tiefer unter die Oberfläche unseres Seins: Wir verlieren Vertrauen.
Gefunden von TTT
https://www.gutzitiert.de/zitat_autor_henning_voscherau_thema_wahrheit_zitat_3208.html

ich wünsche einen schönen Samstag

A.C.

 

Diese Seite drucken