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6. NOVEMBER 2018

06.11.2018 | Tageskommentar


Heute: Madama Butterfly an der Wiener Staatsoper: Lianna Haroutounian feiert ihr Hausdebüt

Am heutigen Dienstag, 6. November 2018 wird an der Wiener Staatsoper Puccinis Madama Butterfly wiederaufgenommen. Als Cio-Cio-San stellt sich die armenische Sopranistin Lianna Haroutounian dem Staatsopernpublikum vor, ihre Rollendebüts im Haus am Ring geben Elena Maximova als Suzuki und Peter Kellner als Onkel Bonze. Teodor Ilincai singt den Pinkerton und Gabriel Bermúdez den Sharpless.

Am Dirigentenpult: Jonathan Darlington

Die heutige  „Butterfly“ ist unter Wiens Opernfreunden wenig bekannt, sogar viele unserer Kritiker kennen sie (noch) nicht. Sollten sie aber, denn als Kritiker muss man „den Markt“ kennen. Zuletzt sang sie Leonora in Il trovatore (ROH, Covent Garden), Amelia in Simon Boccanegra (Met), Mimì (Opera Australia), Elisabetta (Staatsoper Berlin und Deutsche Oper Berlin), Desdemona und Aida (Teatro Real in Madrid), Cio-Cio-San (San Francisco Opera, Seattle Opera, Hamburgische Staatsoper), Tosca (Palau de les Arts Valencia).

Bereits im Dezember (1./3./7.)steht die nächste „Butterfly-Serie“ in Wien auf dem Programm. Den Pinkterton kennt man bei uns auch noch nicht so recht, er heißt Andrea Carè und sieht sehr gut aus. Auch seine Sänger-Bio ist sehr vorzeigbar. Bitte vormerken: Wir haben Andrea Carè zu einem Künstlergespräch in unsere Galerie eingeladen. Termin 5. Dezember um 19 h !

Oper Zürich: COSÌ FAN TUTTE – „Ferninsnzenierung“ hat funktioniert!

Ruzan Mantashyan, Anna Goryachova. Copyright: Monika Rittershaus

Im Vorfeld hatte man vernommen, dass Intendant Andreas Homoki, trotz der Situation, dass Kirill Serebrennikov in Moskau unter Hausarrest gestellt ist, zu seinem Versprechen gestanden ist und eine Lösung mit dessen Co-Regisseur Evgeny Kulagin gefunden hat, die geplante Produktion mittels Anwalt und Socialmedia auf die Beine zu stellen. Und wie man am Premierenabend feststellen konnte: es hat prima geklappt.

Und was stellt Kirill Serebrennikov auf die Bühne? Es wäre Augenwischerei, wenn man erwartet hätte, dass der russische Regisseur ein Rokoko-Tändelspiel hätte ablaufen lassen. Nein, er versetzt die Handlung in die heutige Zeit, in das heutige Russland, das die westlichen Attribute des Kapitalismus und des Schicki-Micki-Lebensstils zum Lebensinhalt erklärt hat…

Zum Bericht von Dr. John H. Mueller

Spiegel der Gegenwart
Der Regisseur Kirill Serebrennikov steht in Moskau wegen angeblicher Unterschlagung unter Hausarrest. Von dort aus inszenierte er jetzt Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Così fan tutte“ für Zürich.
Sueddeutsche Zeitung
Eine Unterwerfung
Kirill Serebrennikov hat – trotz Hausarrests in Russland – in Zürich einen Opernabend inszeniert.
Wiener Zeitung

Berlin/ Staatsoper Andreas Schager: Lied-Recital an der Berliner Staatsoper
Der gefeierte Wagner-Tenor Andreas Schager, der zur Zeit Lohengrin an der Wiener Staatsoper singt, gibt eines seiner seltenen Lied-Recitals. Auf dem Programm stehen Lieder von Wagner, Beethoven und Strauss. Ein durchaus gelungenes Recital, der zeigt, dass Schager einen sehr besonderen Zugang zum Liedrepertoire hat. Mit an Bord ist auch Schagers Gattin, die Geigerin Lidia Baich, die einige Violin-Piècen zum Besten gibt.

Der Wagner- und Strausstenor als Kunstliedinterpret. Man macht sich seine Gedanken, während Schager singt- meint der Blogger Anton Schlatz in Berlin.
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2018/11/05/andreas-schager-lied-recital/

Legendärer Chorleiter gestorben

Berlin
Im Gedenken an Walter Hagen-Groll
Ein Nachruf
https://www.deutscheoperberlin.de/de_DE/im-gedenken-an-walter-hagen-groll
Walter Hagen-Groll ist tot
https://www.kulturradio.de/nachrichten/2018/11/Walter-Hagen-Groll-ist-tot.html

Heinrich Schramm-Schiessl ergänzt: Walter Hagen-Groll hatte auch für das österreichische Kulturleben eine große Bedeutung. Von 1962-1988 war er Chorleiter der Salzburger Festspiele und ab 1970 auch der Osterfestspiele. Von 1984-1986 bekleidete er zudem das Amt des Chordirektors der Wr. Staatsoper. Warum er dies nur so kurz war, konnte nie ganz geklärt werden.

Ab September 1986 war er Leiter der Chordirigentenklasse des Salzburger Mozarteums.

Auch in Österreich erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, so u.a. das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg und die Clemens-Krauss.-Medaille der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor.

Facebook-Stöbereien

Fritz Krammer stöbert für uns bei Promis in Facebook:

Firma Domingo auf dem Flug von Madrid nach New York (Sonntag, 4.11.). Foto: Facebook

Man sollte nicht ungerecht sein, dieser Clan muss erst einmal erhalten sein! Allerdings scheinen die Domingos zu außerordentlichen Leistungen befähigt: Ein Enkel hatvon PD hat soeben eine führende Position an der Oper von San Jose bekommen  

Anna Netrebko mit Sohn Thiago auf der Rax (Niederösterreich). Foto: Facebook

So zottelig würde ich nicht auf der Rax herumlaufen. Wenn sie ein kurzsichtiger Jäger vor die Flinte bekommt, könnte es böse enden!

HEUTE VORTRAG IN STRALSUND (Mecklenburg/Vorpommern) am Freitag in EICHGRABEN/ Wienerwald

 

HEUTE: Stralsund erinnert – 80 Jahre Reichsprogromnacht

Veranstaltungsprogramm im Oktober und November 2018:

Am 9. November 2018 jährt sich die Reichspogromnacht zum 80. Mal. Auch in Stralsund brannte in dieser verhängnisvollen Nacht die Synagoge, in der Folge wurden jüdische Familien verfolgt, enteignet, deportiert und ermordet.

Die Erinnerung an diese Schreckenszeit wachzuhalten, ist Anliegen der Hansestadt Stralsund und der hier engagierten Vereine, Initiativen und Institutionen. Auf verschiedene Weise, in Vorträgen, Lesungen, Konzerten und Filmen, nähern sie sich diesem dunklen Kapitel unserer Geschichte.

Vortrag: „TANZ CHOREOGRAFIE REGIE Margarethe Wallmann – die erste Opernregisseurin, mit Stralsunder Wurzeln“

Dienstag, 6. November 2018, 19 Uhr | Stadtbibliothek, Badenstraße 13 präsentiert von Dr. Ulrike Messer-Krol Fotocollagen von Erwin Messer

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 6. – 12. NOVEMBER 2018

 

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

7.11. LA CENERENTOLA (Live aus Florenz) RAI 3-20 Uhr
8.11. ANDREA CHENIER (aus Mailand, Aufnahme v. 7.12.2017) BBC 3-15 Uhr
9.11. MEFISTOFELE (Live aus New York) Met-Stream-1.25 Uhr
10.11. HALKA (aus Warschau, Aufnahme v. 24.8.) RNE Classica Madrid-19 Uhr
DIE FLIEGENDE HOLLÄNDER (aus Bayreuth, Aufnahme v. 30.7.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
DIDONE ABANDONATA (aus Innsbruck, Aufnahme v. 14.8.) ORF Ö1-19.30 Uhr
THE SILVER TASSIE (Live aus London) BBC 3-20 Uhr
11.11. L’OLIMPIADE (Live aus Herne) WDR 3-20.04 Uhr

HEUTE PREMIERE IM THEATER AN DER WIEN: IM SCHATTEN DER VENUS (Spielort“ Hölle“ im Souterrain des Theaters)

Martin Thoma, Elena Schreiber, Christoph Wagner-Trenkwitz. Copyright: Barbara Zeininger

Seit 2010 begeistern  die historischen Kabarettprogramme im Theater und Kabarett „Die Hölle“ im Souterrain des Theaters an der Wien Publikum und Presse.

Georg Wacks zeichnet für das Programm verantwortlich. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit mit dem L.E.O – Theater in der Ungargasse.

NEU: Wien Burgtheater: Alle Ermittlungen gegen Ex-Direktor Hartmann eingestellt!

Jetzt wird es richtig teuer! Danke, Herr Ex-Minister Ostermayer, das haben Sie fein gemacht!

Sie erinnern sich doch?

https://www.sn.at/kultur/kunst/paukenschlag-ostermayer-entlaesst-burg-chef-hartmann-3792379

WIEN / Jüdisches Museum: KABBALAH
Vom 31. Oktober 2018 bis zum 3. März 2019

 

Ach, wie schön ist die Magie

Hätte sich nicht Madonna (berühmter kann man wohl nicht sein) für die „Kabbalah“ begeistert, vielleicht wäre dieser mystische Zweig des Judentums das geblieben, was er war – nämlich ziemlich geheim. Dass man „Kabbalah“ nun nicht als Mode-Erscheinung missversteht, dafür tritt die Ausstellung im Jüdischen Museum Wien an, die in Gemeinschaftsarbeit mit dem Jüdischen Museum in Amsterdam entstanden ist. Darin geht es um den historischen Aspekt ebenso wie um den gegenwärtigen. Und außerdem hat das Haus zeitgenössische Künstler eingeladen, ihre „Kommentare“ zu dem Thema zu erstellen. Das Ergebnis ist vielschichtig, vielfältig, erhellend – und trotzdem geheimnisvoll…

Zum Ausstellungsbericht von Heiner Wesemann

Filme der Woche


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NUR EIN KLEINER GEFALLEN
A Simple Favor / USA / 2018

Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, und doch so typisch für das Amerika von heute, in diesem Fall in einer Kleinstadt in Connecticut, wo viele Leute auch verdammt reich sind. Nicht allerdings Stephanie Smothers (Anna Kendrick, ein bisschen im Underdog-Look), allein erziehende Mutter. Sie rechtfertigt ihre Existenz mehr schlecht als recht als Video-Bloggerin (kurz Vlogg genannt), wo sie mit künstlicher Fröhlichkeit Kochrezepte und andere Banalitäten verscherbelt. Als sie bei der Schule Emily kennen lernt (Blake Lively, wie aus der Hochglanzzeitschrift), die total gestylte Blondine mit großer PR-Karriere in der Modebranche (chic!), die nicht nur auch einen kleinen Sohn, sondern noch einen tollen exotischen Mann dazu hat – wow! Der Gatte ist übrigens Henry Golding, der sich mit den „Crazy Rich Asians“ gleich an die Spitze katapultiert hat und nun dafür sorgt, dass neben Afroamerikanern und Latinos (eigentlich sind es ja eher die Latinas, die man auf der Leinwand sieht…) auch die Asiaten in Hollywoods Besetzungslisten mitzureden haben. Langsam klappt es ja mit der politischen Korrektheit und Ansätzen der Gleichheitsbehandlung…

Rekawinkel/Wienerwald
Grusel in Rekawinkel: Horror Escape Theater eröffnet
Eine verlassene Villa in Rekawinkel ist Schauplatz für eine Premiere in Österreich

Nichts für schwache Nerven ist das Horror-Escape-Theater, das am Halloween-Abend in Rekawinkel eröffnet wurde. Christian Maurer und Manuel Celeda haben in einer verlassene Villa in der Buchberggasse eine gespenstische Welt für Horror-Fans geschaffen. Die Besucher durchschreiten ein Portal zu einer dunklen Welt, die nur durch eine magische Spieluhr, die vorher gefunden werden muss, verlassen werden kann.

Retten kann sich nur, wer Schlösser knackt und Rätsel löst und wer mutig genug ist, dieses Abenteuer zu bestehen.
Niederösterreichische Nachrichten

Das erste „Horror-Escape-Theater“ Österreichs kann ab sofort jedes Wochenende besucht werden. Infos unter www.nightmare.at

Österreich: „Ansturm wie noch nie“: Rund 200 Menschen gehen pro Woche in Privatkonkurs
Mehr als 10.000 Menschen in Österreich haben im ersten Jahr des neuen Privatkonkurses Insolvenz angemeldet. Im Zeitraum von 1. November 2017 bis 31. Oktober 2018 beantragten somit pro Woche rund 195 Menschen Privatkonkurs, zieht der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) Bilanz
https://www.krone.at/1802696

Es war noch nie so leicht, sich zu entschulden – und genau auf das spekulieren viele Leute. Aus meiner Sicht ist die Lockerung des Insolvenzrechtes ein Fehler, zum Glück bin ich aus dem Geschäftsleben raus. Allerdings habe ich schon ein Augenmerk darauf gelegt, nur Kunden zu haben, von deren Zahlungsfähigkeit ich überzeugt war.

Ich wünsche einen schönen Tag. Schauen wir heute, was die US-Amerikaner zusammenwählen!

A.C.

 

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