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6. MAI 2020 – Mittwoch

06.05.2020 | Tageskommentar

 

SO STEHT ES UM KULTURELLE VERANSTALTUNGEN MIT PUBLIKUM: STIEFKIND UNSERER REGIERUNG

Sitzplan. Aber sowohl im Wirtshaus wie auch im Flugzeug gibt es keine Alterslimits! Wieso also dieser Wahnwitz bei den Theatern? 

Man erkläre mir bitte den Unterschied! Natürlich halten die 10 Quadratmeter nicht, beim nächsten Auftritt unserer „Maskenweisen“ wird diese Verordnung relativiert – und darauf warten vermutlich die Salzburger Festspiele, um dann halt irgendwas zu machen – zumindest einen Festakt!

„Jedermann“ vor maskiertem Mini-Publikum?
Fast alle Sommerfestivals wurden infolge der Corona-Krise abgesagt. Nur die Salzburger Festspiele, die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern, warten mit der Hiobsbotschaft. Hat Intendant Markus Hinterhäuser etwas in der Hinterhand?
Frankfurter Rundschau

Gefühlvolle Botschaften“ für potentielle Gäste
Verbindliche Aussagen zu den Festspielen lässt sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer derzeit natürlich nicht entlocken. So war es auch in einem Pressegespräch zum Thema Sommertourismus heute Dienstag (5.5.). Dass es Festspiele – in welcher Form auch immer – geben werde, hat Haslauer unlängst angedeutet.
DrehpunktKultur

Ich fürchte aber, dass die Probleme unserer Kulturveranstalter nicht gelöst wären, wenn man sämtliche Barrieren abbauen würde. Den Leuten wurde Angst gemacht, und speziell die Risikogruppe – und zu der zählen eben die Theaterbesucher – würde nicht kommen. Ich verstehe die absagenden Veranstalter vollkommen, für heuer ist der Zug abgefahren. Nur die Salzburger Festspiele können es sich leisten, ein finanzielles Risiko einzugehen! Nun sind Psychoanalytiker gefragt, die den Menschen jene Ängste nehmen müssen, die denen von Politikern, die es angeblich nur gut mit den Menschen meinen, eingeredet wurden. Das wird nicht leicht werden und der Operndirektor ist in den kommenden (hoffentlich nur) Monaten nicht zu beneiden. „Bogdan, allein im Haus“?

Jüngere Menschen nehmen die salbungsvollen Auftritte ohnehin nur sehr bedingt ernst, die sind nicht so leicht einzuschüchtern! Foto gestern 17 h Stadtpark Wien.

Das Theater an der Wien stellt den neuen Spielplan vor:

Renate Wagner hat den Spielplan für uns aufgelistet. Merken Sie sich den Link, damit Sie bei Bedarf darauf zugreifen können:

Spielplan Theater an der Wien 2020/2021

Nun einige Analysen/ Bemerkungen der Tageszeitungen:

Wien/ Theater an der Wien
„Signale der Hoffnung“ im Theater an der Wien 2020/21
Intendant Geyer präsentierte 13 Premieren für 2020/’21, Regiedebüt von Alfred Dorfer.
Kurier

„Der ,Figaro“ passt perfekt zu Alfred Dorfer“

Roland Geyer präsentiert am heutigen Dienstag seine vorletzte Saison am Theater an der Wien. Mit der „Presse“ sprach er über die Abgrenzung zu Roščić‘ Staatsopernprogramm, ein „Tristan-Experiment“ und das Worst-Case-Szenario.
https://www.diepresse.com/5809140/der-figaro-passt-perfekt-zu-alfred-dorfer

Roland Geyer: „Die Zeichen stehen gut“
Der Chef des Theaters an der Wien stellt seine nächste Opernsaison vor – und glaubt an die Pläne.
Wiener Zeitung

Theater an der Wien: Vor Abendrot – Die Saison 2020/21
Das Opernhaus der Stadt Wien präsentiert in seiner fünfzehnten Saison 13 Premieren, davon 11 Neuproduktionen
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200505_OTS0125/theater

Notfalls zwei Wochen Opernquarantäne
Roland Geyer, Intendant des Theaters an der Wien, über die kommende „wackelige“ Saison und ihre Umsetzungsprobleme
Der Standard

In Zeiten wie diesen kommt man auf die seltsamsten Ideen. Warum hat man diese Wissenschaftler nicht auf Kurzarbeit geschickt!

Bamberger Symphoniker: Wissenschaftler messen Aerosolausstoß
Wissenschaftler untersuchen bei den Bamberger Symphonikern durch die Messungen von Luftströmen, wie viele Aerosole Posaune, Klarinette oder auch Horn ausstoßen. Die Schwebstoffe gelten gerade in Zeiten von Corona als besonders risikoreich.
BR.Klassik.de

Würde man dem Folge leisten, könnten wir sämtliche Orchester auflösen und unsere Frau Lunacek würde zur großen Visionärin. Nur mehr Streichquartett!

Höhere Gewalt: Streit um Gagen-Entgang für Sänger und Schauspieler
Im Theater- und Opernbetrieb ist das Personal oft frei beschäftigt. Nun gibt es Kritik an Gastverträgen, die Klauseln zu höherer Gewalt beinhalten
Der Standard

Ich bin kein Jurist, wäre aber durchaus talentiert gewesen. Aber es ist besser, dass dieser Kelch an mir vorbeigegangen ist. Dass „Höhere Gewalt“ alle Instanzen durchwandern und letztlich obsiegen würde, kann man mir nicht einreden. Anscheinend wissen das mittlerweile auch die Entscheidungsträger und lassen es auf keinen Prozess ankommen. Man wird sich einigen, das ist nur gut, fair und vor allem vernünftig!

Piotr Beczala: „Opernregie ist wie essen“
Gespräch mit Piotr Beczala über seine ersten Verismo-Erkundungen, die Corona-Quarantäne und Inszenierungen, die bloß satt machen.
Münchner Merkur

Besonders bemerkenswert sind aber nachstehende Sätze:

Beczala: Das war ein bisschen abenteuerlich. Ich wurde einen Tag vor der Generalprobe von „Werther“ arbeitslos. Da meine Frau und ich leicht erkältet waren, durften wir nicht fliegen. Als wir einigermaßen okay waren, waren alle Flüge weg. Plötzlich hieß es, dass es eine Verbindung ab Chicago gebe. Also sind wir Hals über Kopf hin, saßen fast elf Stunden am Flughafen, sind dann nach Warschau und fast 400 Kilometer mit dem Taxi in unser polnisches Haus. In New York waren wir in freiwilliger Quarantäne, in Polen zwei Wochen in Pflichtquarantäne. Die Polizei kam jeden Tag, um zu kontrollieren, ob wir zu Hause sind. Ich finde es fragwürdig, nicht nur in Polen, dass Verfassungsrechte durch die Hintertür außer Kraft gesetzt werden. Und was mich noch stört, ebenfalls nicht nur in Polen: Es gibt Experten, die von der Regierung berufen werden, und alle anderen mit abweichenden Meinungen sollen die Klappe halten.(Zitat Ende!)

Bravo für diese mutigen Worte!

STADTTHEATER BADEN BEI WIEN: PROGRAMM 2020/2021

„Anatevka“. Foto: Lalo Jodlbauer

 Als ich an die Konzeption der Saison 2020/21 heranging, konnte ich nicht ahnen, wie brandaktuell das Motto der Saison sein würde: ARM UND REICH. Die Brisanz des Themas ist überbordend. Viele Menschen werden ihre Arbeit verlieren. Es wird Monate, ja Jahre dauern, bis wir die gesamte Tragweite dieses Weltenbrandes ermessen werden können.  Deswegen finde ich es gut und richtig, dass auch die Bühne Baden als Unterhaltungstheater sich mit diesem Thema auseinandersetzt“, so Michael Lakner, Künstlerische Leiter der Bühne Baden.

Nähere Informationen zur Stückauswahl und Besetzung  finden Sie in dem unten angeführten Link

 https://celum.noeku.at/pinaccess/showpin.do?pinCode=qKZuiMTmIBN5

Gerade ist mit dem AURIO Musikverlag ein Verlag an den Start gegangen, der Inspirationen im Abonnement anbietet: vier Mal im Jahr verschickt er eine Notenedition für verschiedene Instrumente.

 

Die Idee für AURIO hatte der Pianist und Komponist Sebastian Bund, als er bei der Recherche für ein Konzertprogramm merkte, wie aufwändig die Suche nach originellen Stücken ist. Und hat man dann etwas gefunden, gibt es oft das Notenmaterial nicht oder nur in erbärmlicher Qualität. Aus dieser Erkenntnis heraus gründete er der AURIO Musikverlag: hier können Musikerinnen und Musiker – vom Laien bis zum Profi – wunderbar aufbereitete Noten für ihr Instrument im Abonnement bestellen und bekommen vier Mal im Jahr eine Edition mit fünf bis sechs StückenSolostücken, aber auch Kammermusik mit fertig eingerichteten Stimmen. Jeweils ein bekannter Solist steuert als Kurator ein Stück bei. Die Editionen erscheinen zweisprachig als schön gedruckte Printausgabe (edel gesetzt, wunderbares Papier, sinnvolle Bindung) und als PDF (lesbar auf allen Geräten). Das gesamte Angebot finden Sie unter www.aurio-verlag.de.

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Roberto Alagna tanzt „Schwanensee“ mit seiner Tochter

 

ZU INSTAGRAM mit Video

W.A. MOZART : KANON „BONA NOX“ KV 561

Mit Stefan Tanzer, Stefan Tanzer, Stefan Tanzer und Stefan Tanzer

 

ZU YOUTUBE

Stefan Tanzer in seiner Vierfachrolle!

Live ab 6. Mai: Die MuTh-Viertelstunde – jeden Mittwoch um 17:45 Uhr

 Wien, im April 2020. Zeit für neue Ideen, Zeit zum Nachdenken, Zeit für Muße ­– im Rahmen von #ClosedButActive wird die MuTh-Viertelstunde ins Leben gerufen.

Live auf https: //muth.at ; Facebook;  Youtube (vorläufig zeitversetzt)
Moderation: Elke Hesse, MuTh
Gäste: Künstlerinnen und Künstler der MuTh Saison 2020/21
Regie: Otto Jankovich / Technik: Heimo Korak

Termine: Jeden Mittwoch; ab 6. Mai 2020 um 17:45 Uhr, Live-Übertragung aus dem MuTh

Ort: https://muth.at

Krise und politisches Kalkül? Keine Spur davon. Niederösterreich feiert den Muttertag mit einem „Perchtenlauf“

Sonntag ist Muttertag. DIE NÖ-Landeshauptfrau legt nahe, die Mutter nicht zu besuchen und ihr statt dessen eine Karte mit dem Foto von ihr zu schicken.

Ich sehe schon die strahlenden Augen der Mütter vor mir: Eine Postkarte mit dem Konterfei der Landeshauptfrau ist doch weit mehr als der Besuch von Kindern und Enkel!

 

Postkarten sollen Besuche zum Muttertag ersetzen
Statt persönlichen Besuchen empfiehlt die Volkspartei heuer Postkarten zum Muttertag, stellt diese mit einem Motiv von Landeschefin Johanna Mikl-Leitner auch gratis zur Verfügung.
https://www.heute.at/s/postkarten-sollen-besuche-zum-muttertag-ersetzen-44010986

Coronavirus: Ausländische Jagdpächter dürfen einreisen
Bis Ende Mai bleiben die strengen Einreisebestimmungen nach Österreich aufrecht. Erleichterungen gibt es etwa für Pflegepersonal oder für ausländische Jagdpächter. In Tirol gibt es 300 Reviere, die an Ausländer verpachtet sind. Sie müssen bei der Einreise kein Attest vorweisen.
https://tirol.orf.at/stories/3047105/

USA
Mann steckt Geld zum Desinfizieren in Mikrowelle

Die Angst, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, lässt manche Menschen sehr unüberlegte Dinge tun: Ein Bankkunde in den USA wollte seine Geldscheine offenbar desinfizieren, indem er sie in die Mikrowelle steckte. Eine schlechte Idee, wie sich herausstellte…
https://www.krone.at/2148605

Wie man es macht, macht man es falsch. Hätte er das Geld gewaschen, wäre er wegen Geldwäsche drangewesen!

Hui und Pfui
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist ganz ein Böser: Hat er doch erst dieser Tage, während Österreichs Politiker nach der Öffnung der Grenzen zu Deutschland gieren, seinen Landsleuten Urlaub empfohlen. In Bayern.
DrehpunktKultur

So geht es nicht, lieber Herr Nachbar! Die Touristen und deren Geld gehören uns Ösis! Corona hin, Corona her!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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