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6. MAI 2018

06.05.2018 | Tageskommentar

Wiens Staatsopernsänger schwärmen für große Rollen aus: Norbert Ernst singt den „Lohengrin“ in Marseille. Samuel Youn, der König, Adrian Eröd, der Heerrufer, Thomas Gazehli, Telramund und Barbara Havemann als Elsa mit Lohengrin – Norbert Ernst dazwischen. Foto Christian Dresse

Waldemar Kamer berichtet: …Bei einem solch hochkarätigen Cast kann man sich nur wundern über die mittelmäßige Inszenierung von Louis Désiré und die stümperhafte Ausstattung von Diego Mendez Casariego – doch auch das hat in Marseille Tradition…

Alle Aufmerksamkeit ging auf das szenische Rollendebüt des in Wien geborenen/bekannten Norbert Ernst (der Lohengrin 2016 schon konzertant in Montpellier gesungen hat). Seine Gralserzählung war wunderbar elegant phrasiert und mühelos gesungen, aber von einem Rollenprofil war er – zumindest in der Premiere –  noch weit entfernt. Niemand wurde über Nacht ein Lohengrin…

Das Publikum hustete viel, aber hörte doch genau zu...

Zum Bericht von Waldemar Kamer

Das „fehlende Rollenprofil“ laste ich aber in erster Linie dem Regisseur an. Gewiss, Norbert Ernst schaut nicht aus wie Klaus Florian Vogt oder Jonas Kaufmann (bitte prügeln sie mich nicht wegen der Reihenfolge, das soll keine Wertung sein), aber in einer sechswöchigen Probenzeit lässt sich da schon etwas machen. Und – gar so vielschichtig und damit darstellerisch schwierig ist der Lohengrin wiederum nicht!

Nur zur Klarstellung: Auch französische Zeitungen berichten über einen überzeugenden Erfolg des Wiener Tenors, der sich andernorts das Rüstzeug für Wiener Auftritte in dieser „Preisklasse“ holen muss und wird.

Wiener Staatsoper: Fulminanter Einstieg eines neuen „Barbiere“

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Boris Pinkhasovich. Foto: Youtube

Mit Superlativen gehe ich sehr sparsam um, aber gestern wurde ich sogar in der U6 wegen des Debüts des Russen angesprochen. Zuvor hatte ich vereits die Kritik von Elena Habermann gelesen (nicht nur gelesen, sogar eingestellt:

Eine absolute Entdeckung ist der junge russische Bariton Boris Pinkhasovich als Figaro. Ein Name den man sich merken sollte. Eine prachtvolle Stimme, groß und dennoch geschmeidig, er phrasiert wunderschön und kann auch als Darsteller voll überzeugen. Er fügte sich vollkommen in das Regiekonzept. Als Conte Almaviva konnte Jinxu Xiahou schöne Stimme zeigen, die schon viel an Metall dazu gewonnen hat. Er singt alles wirklich perfekt  und zeigt sich wie die meisten Kollegen dieser Aufführung im Belcantostil zu Hause. Schwierigkeiten hatte er nur mit dem Erklimmen der Leiter und über das Balkongeländer. Almaviva ist wohl kein begabter Sportler!…

Zum Bericht von Elena Habermann

In der Staatsoper ist Herr Xiahou auch nicht als Sportler, sondern als Sänger engagiert. Die Leiter hat bei dieser Vorstellung auch noch ein anderes Problem bewirkt. Lesen Sie den Bericht.

Oper von Klaus Lang wird in Bayreuth uraufgeführt
Erstmals nach Richard Wagners „Parsifal“ im Jahr 1882 gibt es bei den Bayreuther Festspielen heuer wieder eine Uraufführung: Die Oper „der verschwundene hochzeiter“ des österreichischen Komponisten Klaus Lang wird im Rahmen des Begleitprogramms „Diskurs Bayreuth“ uraufgeführt – jedoch nicht im Festspielhaus selbst, sondern in der Kulturbühne „Reichshof“, einem historischen Kinosaal in der Stadt.
Salzburger Nachrichten

Opern-Schauplatz Genf: Hier wird dem Cold Genius warm ums Herz
Das Genfer Grand Théâtre bereitet sich auf die Rückkehr in sein renoviertes Stammhaus vor – zuvor aber gelingt dem Haus, noch in seinem Ausweichquartier, eine brillante Produktion von Henry Purcells «King Arthur».
https://www.nzz.ch/feuilleton/hier-wird-dem-cold-genius-warm-ld.1383193

OPER FRANKFURT: SOPRANISTIN NICOLE CABELL BESTREITET SIEBTEN LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2017/18

Der siebte Liederabend der Spielzeit 2017/18 wird bestritten von der US-amerikanischen Sopranistin Nicole Cabell 

am Dienstag, dem 8. Mai 2018, um 20.00 Uhr im Frankfurter Opernhaus.


Nicole Cabell. Copyright: Devon Cass

Gold und Samt und Seide – purer Luxus liegt in der Stimme von Nicole Cabell: so nobel im Timbre, so ungemein reich an Farben, so makellos in der Phrasierung, so glamourös und glaubhaft in der Erscheinung; das überzeugte nicht nur die hochkarätige Jury in Cardiff, die ihr 2005 den Titel „BBC Cardiff Singer of the World“ verlieh. Seitdem hat die gebürtige Kalifornierin eine umwerfende Karriere hingelegt, die sie zur absoluten Königsklasse der lyrischen Sopranistinnen zählen lässt. Partien wie Mozarts Gräfin, Donna Elvira und Pamina, Puccinis Mimì und Musetta, Verdis Violetta Valéry, Donizettis Adina, Bizets Leïla sowie Bellinis und Gounods Julia zählen u.a. zu ihrem Repertoire. Überwiegend ist Nicole Cabell auf dem nordamerikanischen Kontinent an Häusern wie der Metropolitan Opera in New York, der Chicago Lyric Opera oder der San Francisco Opera zu erleben.

Nachtrag/ Tristan mit Jonas Kaufmann in der Carnegie-Hall New York
A Longed-For Tristan
Nylund/ Kaufmann


Camilla Nylund, Jonas Kaufmann, Andris Nelsons. Copyright: Chris Lee

New York reviews of books

FESTIVAL RETZ/ NÖ: „OFFENE GRENZEN (23.6. bis 29.7.)

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von 23. Juni bis zum 29. Juli 2018 werden die idyllische Weinstadt Retz und das benachbarte mährische Znojmo erneut Schauplatz des mittlerweile auch international hochangesehenen Festivals der „Offenen Grenzen“ sein. Vier Wochen lang steht die gesamte Region im Zeichen der Musik und der Literatur. So dürfen sich die Zuseherinnen und Zuseher auf einen Veranstaltungsreigen mit mehr als 40 Aufführungen höchster Qualität an historischen Spielstätten dies- und jenseits der österreichisch-tschechischen Grenze freuen.

estival Retz „Offene Grenzen“ 2018                                  
Hauptplatz 30  A- 2070 Retz                                                                             
Tel.: +43-(0)2942 – 22 23 – 52
Fax: +43-(0)2942 – 22 23 – 11
www.festivalretz.at          

DAS MERKER-HEFT MAI 2018 GEHT DEMNÄCHST IN DEN VERSAND

Das Merker-Heft MAI  2018 wird zur Monatsmitte an die Abonnenten verschickt. Werden auch Sie Abonnent und damit Mitglied des Merker- Vereins.
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Abobestellungen bitte unter info@der-neue-merker.at und Bestellen

München: Gärtnerplatztheater: „Spielzeitpremiere“ Don Giovanni am 19. Mai


Don Giovanni“ in Herbert Föttingers Inszenierung. Copyright: Thomas Dashuber

Weitere Informationen finden Sie HIER,

Über den Begriff „Spielzeitpremiere“ musste ich nachdenken – dann habe ich es kapiert: So nennt man neuerdings eine „Wiederaufnahme“

Günther Groissböck im  „Orpheus-Interview“

Der neue „Orpheus“ ist soeben erschienen. Darin enthalten ist ein Interview mit dem österreichischen Bassisten Günther Groissböck. Aus rechtlichen Gründen dürfen wir keine Auszüge daraus verwenden.


Groissböck stellt demnächst seine neue CD-vor. Wir werden berichten.

In New York wird die legendäre Rockefeller-Sammlung versteigert
Dieser Tage wird in New York Kunst aus der Rockefeller-Kollektion angeboten. Im Angebot finden sich Werke von Malern wie Monet, Picasso, Matisse, de Kooning
https://www.nzz.ch/feuilleton/rockefeller-sammlung-ld.1382857

Schade, mittlerweile wandle ich auf Gurlitts Spuren. Ich habe bereits ein ganzes Zimmer voller Kunstwerke angelegt. Für meinen Enkel muss ich die noch katalogisieren.

Die Rockefeller-Stiftung bleibt für mich aber tabu. Wie heißt es doch in „Arabella“? „Mein Bankier ist grad verreist“!

Die schrecklich nette Familie von Meghan Markle
Am 19. Mai gibts Emotionen pur: Prinz Harry heiratet seine Meghan Markle. Die Hochzeit des Jahres verspricht viel royalen Glanz und Romantik. Im Countdown zum Grossereignis beleuchtet SI online spannende Aspekte rund um die grosse Liebe – und verlost jeden Tag einen tollen Preis. Im Teil 6: Alles zur Familie von Meghan Markle – und wer aus der Familie kaum bei der Hochzeit dabei sein wird
Schweizer Illustrierte        
    

Der Halbbruder von Meghan Markle hat Prinz Harry vor dieser Hochzeit gewarnt,  der Vater ist Bankrotteur. Die Aufregung verstehe ich trotzdem nicht. Im Vergleich zu Richard Lugners „Ex-Schwiegerfamilie“ sind die Markles durchaus herzeigbar! 

Mir genügt, dass Harrys Bruder in der Thronfolge vor ihm steht! 

Warten auf ein Fußball-Wunder! Der Hamburger Sportverein steht vor dem Abstieg

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Es ist praktisch unmöglich, aber dennoch klammert sich der HSV an einen Funken Hoffnung. In der letzten Runde müsste der HSV gegen Mönchengladbach gewinnen und gleichzeitig Wolfsburg gegen den Absteiger Köln verlieren. Und auch dann stünde erst die Relegation bevor.

Hamburg ist eine der reichsten Städte Europas. Es wäre keine Schande für Hamburg, wenn der HSV in den Keller müsste – aber eine Schande für die Verantwortlichen, weil sie die gerade in Hamburg gebotenen Möglichkeiten nicht genutzt haben. Der Anspruch der Hansestadt darf nicht die Bundesliga sein, mit den Möglichkeiten müsste die europäische Fußballbühne nicht der Wunsch, sondern eine Verpflichtung sein!

Österreich: Austria in der kommenden Saison weg vom europäischen Fußballgeschäft.

So ähnlich sieht es bei der Austria, den Lieblingsverein von Bürgermeister Häupl und Ex-Kanzler Kern aus. Gestern wurde eine eventuelle Teilnahme an europäischen Bewerben durch ein 0:0 gegen Admira Wacker endgültig zu Grabe getragen.

Austria-Trainer Letsch beweist Humor: „Wir müssen nun analysieren, damit wir es im nächsten Jahr besser machen“. Glaubt der Spaßvogel wirklich, dass er im nächsten Jahr noch bei der Austria ist?

Admira-Wacker ist nun „europareif“. Als Insider weiß ich, dass die meisten Spieler lukrativere Angebote vorziehen werden. Ein Europacupfighter ohne Fußballer? Gut, Trainer Baumeister war ein Europaklasse-Spieler – aber der wird kaum mehr einlaufen! „Na servas“, kann ich da nur sagen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

 

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