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6. MÄRZ 2022 – Sonntag

06.03.2022 | Tageskommentar

BAYERISCHE STAATSOPER: HEUTE PREMIERE „PETER GRIMES“. In der Titelrolle: Stuart Skelton. Copyright: Bayerische Staatsoper/Wilfried Hösl

Oper in drei Akten und einem Prolog von Benjamin Britten (1945) (ab 14 Jahren)

Dirigent: Edward Gardner
Inszenierung: Stefan Herheim

Peter Grimes: Stuart Skelton
Ellen Orford: Rachel Willis Sorensen
Balstrode: Ian Paterson

Einführungen zu PETER GRIMES am 10., 13.3.22 und 9., 12.7.22, jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn im 1. Rang im Vorraum zur Königsloge. Zu beachten: Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min, Mindestabstand in Eigenverantwortung der Besucher:innen

Livestream: Sonntag, 6.3.22; 18.00 aus dem Nationaltheater. Zu sehen auf staatsoper.tv. (ab 14 Jahren)

Foto: Wilfried Hösl

Premiere am 06. März 2022
Sonntag, 06. März 2022, 18.00 Uhr, Nationaltheater.„Peter Grimes“ feiert Premiere
Stefan Herheim setzt Benjamin Brittens meistgespielte Oper „Peter Grimes“ an der Bayerischen Staatsoper neu in Szene, womit der Regisseur gleichzeitig auch sein Hausdebüt gibt. Stuart Skelton ist in der Titelrolle zu erleben, am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Edward Gardner.
https://www.br-klassik.de/index.html

Oper „Peter Grimes“ im Nationaltheater: „Gottesdienst an der Menschlichkeit“
Der Regisseur über seine Inszenierung von Benjamin Brittens Oper „Peter Grimes“, die ab Sonntag im Nationaltheater zu sehen ist.
MünchnerAbendzeitung

Alle gegen einen
Seit der erfolgreichen Uraufführung 1945 in London gehört „Peter Grimes“ zu Brittens zentralen Werken. Die Bayerische Staatsoper bringt jetzt eine Neuproduktion der Oper. Stuart Skelton singt die Titelpartie, Edward Gardner dirigiert und der Regisseur Stefan Herheim gibt sein Hausdebüt.
BR-Klassik.de

Wiener Staatsoper: L’ELISIR D’AMORE am 4.3.2022 – 260. Vorstellung in dieser Inszenierung

Juan Diego Flórez (Nemorino), Nina Minasyan (Adina) und Sergey Kaydalov (Bemonte). Foto: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn.

…Die junge armenische Sopranistin Nina Minasyan hat an großen Bühnen schon als Königin der Nacht und Lucia brilliert und wurde bereits als Nachfolgerin von Größen wie Edita Gruberova proklamiert. Als Adina ist sie eine anmutige, aber auch schelmische junge Frau, die ihre Reize auf die Männerwelt auskostet und dabei ihr grausames Spiel mit dem insgeheim von ihr geliebten Nemorino gefährlich überdreht, aber gerade noch rechtzeitig einlenkt.  Eine stimmtechnisch mit dem Belcanto bestens vertraute Sängerin mit ausgeprägter Mittellage, die mit Leichtigkeit Höhen erklimmt und sich schwerelos in Koloraturen vom Pianissimo bis zum Fortissimo und zurück steigern kann. Dass sie zudem auch eine zierliche, strahlend schöne junge Frau ist, kommt der Wirkung ihrer Stimme und ihres Spiels natürlich auch zugute.

Überstrahlt wird Minasyan an diesem Abend, wen wundert’s, nur von einem: Juan Diego Flórez. Er ist und bleibt der beste Nemorino, den man sich vorstellen kann. Fast hat es den Eindruck, dass Flórez an diesem Opernabend mit besonderer Liebe bei der darstellerischen Gestaltung ans Werk geht: Wenn er die bauchige Flasche mit dem vermeintlichen Liebestrank innig ans Herz drückt und küsst, wenn er seine Hand, nachdem sie von Belcore wohl zu fest gedrückt worden war, in der Gießkanne zum Abkühlen eintaucht, wenn er weinselig über die Bühne torkelt oder wenn er seinem Schmerz und seinen Gefühlen mit beredter Mimik und Gestik Ausdruck verleiht…

Zum Bericht von Manfred A. Schmidt

Staatsopernbesuch in Wien seit gestern unproblematisch

Andri Joel Harison, Anna Nekhames. Foto: Renate Cupak

Andri Joël Harison: Uraufführung aus Die Weisen einer LiebendenSeligkeit, Tagträume, Liebesglück

Ich besuchte gestern auf Einladung des Komponisten und Pianisten Harison die begeistert aufgenommene Uraufführung seiner Lieder, die im Rahmen eines Konzert des Opernstudios im Mahler-Saal stattfand. Das Procedere vor dem Konzert verlief unproblematisch, nur Karten und Maskenkontrolle. Es gibt also keine Ausrede mehr, verschaffen Sie sich und der Staatsoper wieder Normalität

TTT Vinylschätze 11 – Tempi passati:  Beethoven, Die 4 Leonoren- /Fidelio-Ouvertüren, George Szell, Cleveland Orchester, 1963 bis 1968

 

 George Szell,  „Mit dem Herzen denken, mit dem Gehirn fühlen! Der Komponist hat immer recht!“

Leonoren Ouvertüre 1    https://www.youtube.com/watch?v=GyXko2QdeSQ     9.14 Min.

Leonoren Ouvertüre 2    https://www.youtube.com/watch?v=QEFOJQM3BNU     14.05 Min.

Leonoren Ouvertüre 3    https://www.youtube.com/watch?v=pYmMqY9nS8I     13.52 Min.

Fidelio Ouvertüre 4       https://www.youtube.com/watch?v=leUylCEOzZM     6.12 Min.            

https://onlinemerker.com/begleittext-zu-ttt-vinylschaetze-11-am-6-maerz-2022/

Berliner Musikstudierende spielen zugunsten ukrainischer Kriegsflüchtlinge
Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien Claudia Roth

Berliner Musikstudierende haben sich zusammengeschlossen und spielen am 12. März 2022 um 18 Uhr ein hochschulübergreifendes Benefizkonzert zugunsten ukrainischer Kriegsflüchtlinge im Konzertsaal der Universität der Künste Berlin. Musiker*innen verschiedener Nationalitäten, u.a. auch mit ukrainischem und russischem Hintergrund, werden ein international geprägtes Programm aufführen.

Bühnen Bern: Benefizkonzert zugunsten der humanitären Hilfe für die Ukraine

Am Mittwoch, 16. März. 2022 findet um 19.30 Uhr im Casino Bern ein Benefizkonzert des Berner Symphonieorchesters zugunsten humanitärer Hilfe für die Ukraine statt.

Der Ehrendirigent und ehemalige Chefdirigent des Berner Symphonieorchesters Mario Venzago wird zu diesem Anlass Beethovens 9. Symphonie dirigieren.

Sämtliche Ticketerträge werden vollumfänglich in die humanitäre Hilfe fliessen, da sich alle Mitwirkenden und Institutionen ehrenamtlich engagieren. Neben den regulären Tickets besteht die Möglichkeit auf der Mittelgalerie Solidaritätstickets zu 500.- CHF zu erwerben.

Benefizkonzerte für die Ukraine finden jetzt viele statt. Ich veröffentliche, ohne dass ich mich da exponiere, ich lebe die Neutralität, für die wir Österreicher uns verpflichtet haben.

Auch bei uns in der Online-Galereie soll als erste Veranstaltung nach der langen Pandemiepause und als erster Einsatz des Lauberger-Klaviers eine Benefizkonzert für die Ukraine stattfinden, Veranstalter sind ukrainische und russische Künstler. Anderseits, wenn die Netrebko bei uns ein Gratiskonzert geben würde, sage ich sicher nicht nein. Ich glaube aber, dass sie auf diese Idee nicht kommen wird!

Le Ballet de l’Opéra National de Kiev au Théâtre des Champs-Elysées la saison prochaine

Alors que la saison 2022-2023 sera mise en ligne le 24 mars, le Théâtre des Champs-Elysées dévoile qu’il a programmé, en collaboration avec Les Productions Internationales Albert Sarfati, le Ballet de l’Opéra National de Kiev dans Casse-Noisette pour les fêtes de fin d’année.

Le Théâtre des Champs-Elysées mettra tout en œuvre pour que les artistes puissent se produire à Paris et les assure de son soutien indéfectible dans la terrible épreuve qu’ils traversent.

Wolfgang Dosch (Lehrgang Klassische Operette  MUK) lädt in das Haus Hofmannsthal ein:

sehr gerne wollen wie Sie/Dich einladen zu einem einzigartigen szenischen Konzert mit Musik der Wienerin Hilde Löwe, die sich als  Komponistin das männliche Pseudonym Henry Love gab und die berühmt wurde mit „DAS ALTE LIED“ nach dem Text von niemand Geringerem als Fritz Löhner-Beda.

Schwerpunkt wird die halbszenische Aufführung ihrer (unvollendet gebliebenen) Operette

DER FENSTERPUTZER VON MONTE CARLO“ sein.

Sonntag, 20. März 2022, 16 Uhr, Haus Hofmannsthal, 1030 Reisnerstrasse 37

Mitwirkende: Miko Abe, Paul Yechan Bahk, Cosima Büsing, Karen Danger, Christoph Gerhardus, Celina Hubmann,Yejin Kang, Constantin Müller, (Lehrgang Klassische Operette, MUK)

Gabriel Wanka, Choreografie
László Gyükér, Klavier
Wolfgang Dosch, Inszenierung, Moderation

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Wir freuen uns auf Ihren/Deinen Besuch bei einem einzigartigen Programm

Swarovski wegen Outfit beschimpft – RTL greift ein
Das Outfit von Victoria Swarovski sorgte für Gesprächsstoff im Netz. Manche Kommentare gingen unter die Gürtellinie.
Heute.at

ESC-Star Malik Harris vertritt Deutschland beim Song-Contest
Trotz seines berühmten Vaters: „Ich habe mir alles selbst erarbeitet“
Bunte.de

Buchbesprechung:

 

Thomas Fassbender:  WLADIMIR W. PUTIN
Eine politische Biographie
566 Seiten, Landt Verlag, 2022 

Man hält diese neue Biographie über Wladimir Putin in der Hand, während dieser einen erschreckend brutalen Angriffskrieg auf die Ukraine führt. Das Buch von Autor Thomas Fassbender  ist gerade eben erschienen, und das Nachwort , im November 2021 in Berlin verfasst, ging davon aus, dass Putin 2022, in dem Jahr, da er 70 wird, daran denken würde, die Weichen für seine Nachfolge zu stellen. Schlimmer hätte man sich nicht irren können.

Dennoch möchte man dem Autor, der auch viele einsichtige Analysen bietet (auch im Nachwort), Kompetenz nicht absprechen. Er ist ein Deutscher, der sich in seinem Leben nicht nur oberflächlich auf Russland eingelassen hat. Der gebürtige Hamburger, Dr. phil. (er sagt allerdings nicht, in welcher Sparte), Kaufmann und Journalist, zog mit Mitte 30 für einen internationalen Konzern nach Moskau. Hier hat er Geschäfte aller Art gemacht und auch gegründete (Weberei an der Wolga, Fuhrparkunternehmen in Moskau) und bis zu seiner Rückkehr nach Deutschland 2015 die Ära Putin von innen, aus der Nähe erlebt.

Dennoch stützt er sich bei seiner Biographie stark auf die schon existierende und auch schon ausufernde Putin-Literatur und sucht zwischen dieser und eigenem Wissen nach „Narrativen“, die Geschichte dieses seltsamen Mannes zu erzählen. Dabei wird von Anfang an klar, dass Putin – der Mann aus der KGB-Schule, der Mann, den der Kalte Krieg für alle Zeit geprägt hat – lebenslang auf Verwirrung seiner Umwelt (seiner Gegner) gesetzt hat, grundsätzlich widersprüchliche Signale ausgesendet hat, sein „Poker-Face“ kultivierte. Jeder Versuch, ihn zu „verstehen“, muss angesichts der Masken scheitern, die er sich aufgesetzt hat – vom höflichen Politiker, der  zu einer österreichischen Hochzeit kommt, bis zum knallharten Diktator, der nun, in Zeiten seines Krieges, auf keinerlei „staatsmännisches“ Image mehr achtet. Das Motto des Caligula fällt einem ein, mögen sie ihn hassen, wenn sie ihn nur fürchten…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Jonas Kaufmann Breaks Silence on the Russian Invasion of Ukraine
operawire.com

Too Close to Putin? Institutions Vet Artists, Uncomfortably.
Russia’s invasion of Ukraine has led arts organizations to reconsider who performs, forcing them to confront questions about free speech and policing political views.
The NewYork.times

For Russia’s dancers, opera singers, conductors, a cultural iron curtain slams down
As the West disconnects from Russia over Putin’s assault on Ukraine, a cultural boycott far more stringent than during the Cold War is falling into place
Thetimesofisrael.com

Russian musicians don’t deserve cancellation for Putin’s crimes
America is still buying Russian oil, thereby funding, in part, President Vladimir Putin’s unprovoked, unjustified and uncivilized invasion of Ukraine. Yet at the same time, American organizations are canceling Russian musicians who do not directly denounce Putin, the man who wields power over not just their livelihoods but their lives. 
https://nypost.com/2022/03/04/russian-musicians-dont-deserve-cancellation-for-putins-crimes/

Amerika kauft immer noch russisches Öl und finanziert damit teilweise die nicht provozierte, ungerechtfertigte und unzivilisierte Invasion der Ukraine durch Präsident Wladimir Putin. Gleichzeitig kündigen amerikanische Organisationen russische Musiker, die Putin nicht direkt anprangern, den Mann, der nicht nur die Macht über ihren Lebensunterhalt, sondern über ihr Leben ausübt.

Das gilt auch für Europa!

 ORF  „IM ZENTRUM“: Putins Krieg – Wie gefährdet ist Europa?

Am 6. März um 22.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Der russische Präsident Putin führt seinen Krieg in der Ukraine unbeirrt weiter. Das Leid der Menschen lässt ihn unbeeindruckt, auch die Wirtschaftssanktionen des Westes konnten ihn bisher nicht stoppen. Putin droht, ganz im Gegenteil, den Krieg sogar noch auszuweiten. Innerhalb der EU sind vor allem die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen besorgt, die bis Anfang der 1990er Jahre Teil der Sowjetunion waren. Und die Solidarität der EU mit der Ukraine zeigt sich nirgendwo deutlicher als in den angrenzenden Mitgliedsstaaten – allein in Polen sind in der ersten Kriegswoche knapp 700.000 Flüchtlinge angekommen. Europa steht geschlossen da, trotzdem konnte es dem Angriffskrieg des russischen Präsidenten nicht Einhalt gebieten. Welche Optionen gibt es überhaupt noch? Wie kann die EU den Schutz ihrer Mitgliedsstaaten an der Grenze zu Russland und zur Ukraine gewährleisten? Was bedeutet die momentane Lage für das neutrale Österreich? Und was muss Europa jetzt tun, um sich vom russischen Präsidenten Putin keine neue Weltordnung aufzwingen zu lassen? Darüber diskutieren am Sonntag, dem 6. März 2022, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

Karoline Edtstadler Bundesministerin für EU und Verfassung, ÖVP
Jean Asselborn Außenminister Luxemburg
Róża Thun Mitglied des Europäischen Parlaments, Polen
Andris Teikmanis Chef der lettischen Präsidentschaftskanzlei
Oliver Jens Schmitt Osteuropa-Historiker, Universität Wien

Kommentar
Give peace a chance
Diesen Sonntag wird das Dommuseum alle Einnahmen an kirchliche Soforthilfen für die Ukraine spenden. Am Dienstag werden im Stephansdom bei einem Konzert russischer und ukrainischer Künstler Spenden gesammelt. Am kommenden Donnerstag finden sich Willi Resetarits, Ernst Molden und Co. zum selben Zweck im Konzerthaus ein. Am 28. März veranstaltet das Globe Wien einen Benefiz-Abend mit Michael Niavarani und Co., dessen Erlös „Nachbar in Not“ zugute kommt. Das Wiener Volkstheater sammelt nach jeder Vorstellung Geldbeiträge. Was hier im Großen passiert, ist im Kleinen etwa auch auf der Bilderteilplattform Instagram zu beobachten. Künstler, die dort ihre Arbeiten verkaufen, versteigern besondere Stücke für den guten Zweck oder spenden den Shop-Erlös eines Tages.
WienerZeitung.at

Diesem Wunsch schließe ich mich natürlich an! Ich möchte meine Ruhe haben!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

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