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6. MÄRZ 2021- Samstag

06.03.2021 | Tageskommentar

 

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Wiener Staatsoper: Einführungsmatinee als Video zur Premiere LA TRAVIATA (Sonntag, 7. März)

Vorab das Einführungs-Video der Wiener Staatsoper. Morgen, Sonntag, haben wir noch mehr in Info anzubieten.

Die ursprünglich vor Publikum geplante Einführungsmatinee konnte Corona-bedingt nicht stattfinden. Wir haben das Gespräch zwischen Direktor Bogdan Roscic, dem Regisseur Simon Stone, Giacomo Sagripanti, Pretty Yende, Juan Diégo Florez und Igor Golovatenko daher für Sie aufgezeichnet.

ZUM VIDEO – Einführungsgespräch

In dem etwas mehr als einstündigen Video erfahren Sie, welches ganz persönliche Erlebnis Simon Stone mit der Wiener Staatsoper verbindet, wie er seinen Job als Regisseur und Erzähler sieht, wie er La traviata und die Rolle der Violetta in die heutige Zeit versetzt und warum sich im zweiten Akt ein Traktor auf der Bühne befindet.

Nachhilfe für einen Traviata – Regisseur, der meint: Stone: »Man kann sagen, dass es heute keine aristokratische Schicht und kein Klassenproblem mehr gibt.

 https://www.jetzt.de/politik/working-class-julia-friedrichs-buch-ueber-arbeit-die-nicht-zum-leben-reicht?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

„Das Vermögen der unteren Hälfte wächst nicht“
Julia Friedrichs Buch „Working Class“ erklärt, warum unsere Arbeit heute oft nicht mehr zum Leben reicht.

TTT

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„La traviata“ Inszenierung Simon Stone in Paris – Eindrücke (in Paris sangen Pretty Yende und Benjamin Bernheim)

 

Video etwa 5 Minuten

https://www.youtube.com/watch?v=XNkGMXU8s-k

Pretty Yende & Benjamin Bernheim (statt Florez)

Interview von Simon Stone über seine „Wiener Traviata“

Violetta als Influencerin
Stones „Traviata“ an derWiener  Staatsoper
https://oe1.orf.at/artikel/682129/Stones-Traviata-an-der-Staatsoper

Interview Alice Harnoncourt: „Weil es mich emotional so durchgeschüttelt hat“
Vor fast 70 Jahren hat Alice Harnoncourt mit ihrem Ehemann Nikolaus Harnoncourt den Concentus Musicus Wien gegründet. Dessen gefeierte zweite Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion erscheint nun in einer Neu-Auflage.
https://www.concerti.de/interviews/alice-harnoncourt/

Salzburger Landestheater streamt neu inszenierte „Zauberflöte“
Christiane Lutz wandelt mit ihrer Inszenierung auf klassischen Wegen und lässt damit genug Platz für die Wirkung des Ensembles
OE24.at

„Die Zauberflöte“ am Salzburger Landestheater: Drei Engel für Tamino Bezahlartikel
Ein damenhafter Guerillatrupp agiert im Untergrund einer endzeitlichen „Zauberflöte“ am Salzburger Landestheater. Am Freitag um 17 Uhr ist die Premiere als Stream zu erleben.
Salzburger Nachrichten

Die Zeit der gratis angebotenen Streams wird sich vermutlich nach Corona (das ist, wenn die Regierungen sagen, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind und wir uns selbst helfen sollen) ändern. Das Salzburger Landestheater will für seiner Zauberflöte-Stream einen Beitrag, gestern hat sogar die Londoner Covent Garden Opera einen „Figaro-Stream“ aus 2015 (!) um 3 Pfund Sterling angeboten.  Die Theater denken bereits an eine Kommerzialisierung der Streams. Ich halte das für logisch, denn vieles wird sich ändern.

Der Wiener  Operndirektor hat von Anfang an gesagt, dass die Wiener Streams nur für Österreicher gratis sein werden, Besucher aus dem Ausland werden dafür in zukunft  zahlen müssen. Ich denke, dass er das auch so durchziehen wird, denn immerhin füttern die österreichischen Steuerzahler sein Haus mit allem, was dranhängt, durch die Krisenzeit! Genausogut würde ich verstehen, wenn ich für Streams aus dem Ausland zahlen müsste! Das „Streamverständnis“ wird sich ändern müssen!

Heute um 20,04 h ORF 2 / „Seitenblicke“ *von der Bühne in die Küche

Das Verleger-Ehepaar Johannes Ifkovits und Evelyn Rillé haben sich berühmte Opernstars vor die Kameras geholt und das Kochtalent in ihnen festgehalten – Ein Seitenblick auf das Buch „Die Oper kocht“.

Wiener Symphoniker/ Wohnzimmer-Konzerte: Finale mit Andrés Orozco-Estrada

 

Vier Monate Kultur-Lockdown liegen mittlerweile hinter uns – eine Zeit, die die Wiener Symphoniker nicht ungenutzt gelassen haben. Seit Mitte November sendet das Wiener Traditionsorchester hochkarätig besetzte Streaming-Konzerte aus dem Großen Saal des Wiener Konzerthauses: Vier Staffeln und 12 Folgen der moderierten Wohnzimmer-Konzerte wurden bislang ausgestrahlt. Bei den Dirigentinnen und Dirigenten ist nicht nur ein Durchschnittsalter von erfrischenden Mitte 30 und ein Frauenanteil von einem knappen Drittel zu verzeichnen – auch gleich fünf Debüts wurden in den vergangenen Monaten am Pult der Wiener Symphoniker gefeiert. Der Erfolg gibt dem Orchester Recht: Die Wohnzimmer-Konzerte, längst ein Fixtermin am Freitagabend, wurden bislang knapp eine halbe Million Mal aufgerufen.

Freitag, 12. März 2021, 20.15 Uhr
ANDRÉS OROZCO-ESTRADA, Dirigent
CHRISTIANE KARG, Sopran
AXEL BRÜGGEMANN, Moderation
WIENER SYMPHONIKER

Gustav Mahler „Adagietto“ aus der Symphonie Nr. 5 cis-moll
Richard Strauss „Vier letzte Lieder“ für Sopran und Orchester op. 150

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Placido Domingo in St. Petersburg (3.3.) – Beifall nach Simon Boccanegra mitValery  Gergiev, Tatjana Serjan.u.a.

 

ZU INSTAGRAM mit Kurzvideo

Placido Domingo scheint gut im Geschäft zu sein, für die meisten anderen Freiberuflichen ist die Zeit dürre.

Barrie Kosky: Ein Künstlererwachen zwischen Bergen von Exkrementen
In „On Ecstasy“ erzählt Barrie Kosky mit lässigem Witz von seiner frühen Begeisterung für Operetten. Die Lektüre ist ein großes Glück.
Tagesspiegel.de

Nadja Michael: Vom Gesang zum Handwerk
Opernsängerin Nadja Michael muss im Lockdown auf die große Bühne verzichten und baut jetzt Dachgeschosse aus.

Nadja Michael. Foto: Wikipedia

Das geht ja nun schon fast ein Jahr. Alle großen Projekte sind abgesagt worden. Ich arbeite normalerweise viel in Amerika. Im letzten Sommer hätte ich im Opernhaus in San Francisco als Brünnhilde auf der Bühne stehen sollen. Dass das ins Wasser gefallen ist, hat mir schon Herzschmerzen bereitet. Nun stellen die Amerikaner bereits die Saison 2021/22 infrage.

Trotzdem war ich in den ersten Monaten gar nicht so unzufrieden, weil ich endlich mal zur Ruhe gekommen bin. Mit 52 Jahren blicke ich auf ein rastloses Leben zurück.

Tagesspiegel.de

Wass ist sonst noch los bei Naja Michael? Die beiden Töchter (19 und 18) sind bereits „aus dem Haus“, sie hat ihren Dachboden ausgebaut und dazu ihr handwerliches Geschick benützt. Familiär ist sie ja durch Vater und Bruder diesbezüglich vorbelastet. Nun hilft sie auch Freunden beim Ausbau von Dachgeschossen mit Rat (und Tat)!

Astor Piazzolla 1921 – 1992) zum 100. Geburtstag: „Meine Musik riecht nach Tango“

Astor Piazzollas Musik fand Eingang in die Popmusik, die Folklore, den Jazz und die Klassik. Er schuf eine eigene Form des kammermusikalischen Tangos, den „Tango nuevo“. Am 11. März jährt sich sein Geburtstag zum 100. Mal. Astor Piazzollas unverkennbarer eigener Stil, sein „Tango Nuevo“, ist weltbekannt
DeutschlandfunkKultur

Unübersehbar #42 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 5.3. bis zum 11.3.2021
Neue Musikzeitung/nmz.de

Streams
Benjamin Bernheim, Ermonela Jaho Set to Headline Opéra de Paris’ “Faust’ Stream
https://operawire.com/benjamin-bernheim-ermonela-jaho-set-to-headline-opera-de-paris-faust-stream/

Greek National Opera Presents DON GIOVANNI
Eileen Bozok collaborated with Fulgamesas co-director, Dick Byrd on the production’s scenery.
https://www.broadwayworld.com/greece/article/Greek-National-Opera-Presents-DON

Das Musikfest Stuttgart 2021 – »Geschmacksache«!

das Programm des Musikfests Stuttgart 2021 zum Thema »Geschmacksache« haben Akademieleiter Hans-Christoph Rademann, die Geschäftsführende Intendantin Katrin Zagrosek und Chefdramaturg Henning Bey im Pressegespräch vorgestellt.

»Geschmacksache« ist das Thema des diesjährigen Musikfests Stuttgart vom 12.-26. Juni. Musik unterschiedlicher Stile aus nahezu allen Epochen trifft auf Kulinarik, verblüfft in ungewöhnlichen Bearbeitungen und Crossover-Programmen und überrascht in eigenwilligen Konzertformaten. Über Geschmack, der ein Inbegriff für Stil und Stilbeherrschung wurde, sinnierten schon die Zeitgenossen J.S. Bachs. Das Musikfest Stuttgart lädt Jung und Alt, Musikliebhaber und solche, die es noch werden, ein, Geschmack in allen seinen kulturellen Facetten zu entdecken. Dafür hat die Internationale Bachakademie Stuttgart international renommierte KünstlerInnen und Ensembles eingeladen sowie in Kooperation mit zahlreichen Stuttgarter Kulturinstitutionen ein Festival konzipiert, das weit über die Landeshauptstadt hinausstrahlt. Der Vorverkauf startet heute. Auf www.musikfest.de informiert die Internationale Bachakademie Stuttgart tagesaktuell über das Programm und ggf. auftretende pandemiebedingte Änderungen.

Das digitale Pressegespräch kann unter diesem Link angeschaut werden: https://youtu.be/nskbjYDKjpY

München
Regisseur Dieter Wedel wegen Vergewaltigung angeklagt
Vor drei Jahren nahm die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen auf.
Wiener Zeitung

Ich kenne mich da (zum Glück) nicht aus, das war vor 25 Jahren – eigentlich müsste die Sache längst verjährt sein.

Peter Ustinov, das Universalgenie

Kaiser Nero machte ihn vor 70 Jahren berühmt: Sir Peter Ustinov, der Weltschauspieler, hätte 2021 seinen 100. Geburtstag gefeiert.
Wiener zeitung

Buchbesprechung

 

Thomas Zauner : AUF NAPOLEONS SPUREN
Eine Reise durch Europa
408 Seiten, Verlag C.H.Beck, 2021

Vieles wird uns heuer noch im Umfeld des Napoleon-Gedenkens (er starb vor 200 Jahren) begegnen. Er selbst ist als Thema weitestgehend ausgereizt, was nicht heißt, dass nicht noch viele weitere Bücher über ihn geschrieben werden. Neue Gesichtspunkte bezüglich des Umfeldes gibt es immer, wie der freiberufliche Historiker (Schwerpunkt: Napoleon) und Journalist Thomas Schuler zeigt. Und das ganz real – Umfeld im Sinn von Schauplätzen.

„Auf Napoleons Spuren“ hat der Autor „eine Reise durch Europa“ unternommen, und das nicht vom Schreibtisch aus, sondern selbst unterwegs – vom Großen St. Bernhard-Paß in der Schweiz bis zum Schlachtfeld von Waterloo, wo dann die Feldherren-Karriere, die Europa fast zwei Jahrzehnte durchwühlt hat, endete. Ein Foto aus den Schweizer Alpen beweist – der Autor ist selbst hier gewandert, das Wort „Ich“ kommt permanent vor, der Journalist in ihm recherchiert vor Ort, der Historiker befragt Quellen und interpretiert Geschehen – sowohl in Bezug auf Napoleon wie auch im Bezug auf die Orte, die er streift.

Das macht das Buch bunt bis kunterbunt, man erfährt Faktisches und das, was man als „Schmankerln“ bezeichnen kann, etwa die Unmasse von Nahrungsmitteln, die Napoleons Armee am Weg zu den Schlachtfeldern Oberitaliens in einer einwöchigen Pause im Hospitz am St. Bernhard bei den Augustiner-Mönchen verzehren: „3498 Pfund Käse, 1758 Pfund Fleisch, 400 Pfund Brot, 400 Pfund Reis, 3478 Pfund Salz und 21724 Flaschen Wein.“ Auch das ist Wissen, das letztendlich nötig ist, Geschichte besteht nicht aus gedanklichen Strategie-Spielen, sondern aus Leben, wie es täglich gemeistert werden musste…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Corona-Protest in Paris: Künstler besetzen Theater
Aus Protest gegen die Schließungen drängen Kulturschaffende auf Öffnungsperspektive
Der Standard.at

Rock/ Pop

Armenien nimmt nicht am Song Contest teil
Wegen des Konflikts um Berg-Karabach zieht das Land seine Teilnahme zurück. Es bleiben 40 Nationen im Bewerb.
https://kurier.at/kultur/medien/armenien-nimmt-nicht-am-song-contest-teil/401209339

Mit Armenien bin ich aus privaten Gründen in ständigem Kontakt. Das kleine Land hat derzeit ganz andere Sorgen als diese von mehreren Interessen gesteuerte musikalische Politshow!

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

China, Russland und Indien impfen die Welt: Der Westen hat mit viel Geld Impfstoffe eingekauft und impft zuerst die eigene Bevölkerung. Derweil beliefern China, Russland und Indien die finanzschwachen Länder weltweit. China hat Vakzine in knapp 40 Länder geliefert, Russland in über 14, Indien in mehr als 35.
Zum Bericht

Draghi stoppt Export von AstraZeneca-Impfdosen: Der neue italienische Regierungschef untersagte Lieferungen des Impfstoffs nach Australien, in Anwendung einer EU-Ausnahmeregelung. Die Australier reagierten ausserordentlich «cool».
Zum Bericht

Zitat Ende

EU-Impfpässe: WHO äußert „ernste Bedenken“ gegen digitalen grünen Pass
Es sei unsicher, wie lang eine Immunität anhalte. Auch könne ein Impfstoff „nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern“, heißt es von Seiten der Weltgesundheitsorganisation.
Kleine Zeitung

WHO lehnt geplanten Impfpass ab
Die WHO hat ernste Bedenken gegen den von der EU geplanten Corona-Impfpass. So sei unsicher, wie lange die Immunität nach einer Impfung anhalte, sagte WHO-Regionaldirektor Kluge. Das ist nicht seine einzige Sorge.
Tagesschau.de

Wem soll man nun glauben? Ich vertraue dem eigenen Gefühl, das lügt mich zumindest nicht bewusst an!

Almosen aus dem Heiligen Land
Benjamin Netanjahu gibt den Pilgern Mette Frederiksen und Sebastian Kurz Ezzes.

Benjamin Netanjahu, der Impf-Champion aller Klassen, hält Hof in Jerusalem. Er gibt einer dänisch-österreichischen Delegation Ezzes, die ins Heilige Land gepilgert ist, um die wundersame Impf-Vermehrung zu beobachten und die Kunde unter den Bedürftigen, den Mühseligen und Beladenen in Europa zu verbreiten. Netanjahu: Ich habe es euch von Anfang an gesagt: Hört auf mich und nicht auf die Nebochanten, die in Brüssel das Sagen haben.
https://www.diepresse.com/5946490/almosen-aus-dem-heiligen-land

Frederiksen und Kurz wollen natürlich bei dieser Gelegenheit vom „Meister aller Klassen“ wissen, wie man Probleme mit der Opposition im eigenen Land löst und erbitten einen Wundertrank – oder was Netanjahu selbst für diesen Zweck verwendet.  Netanjahu ist großzügig, hat die Spendierhosen an und verschenkt einige Tropfen eines unbesiegbar machenden Wässerchens:

 

Nehmet ein wenig von dem Stoff, der Lahme zum Laufen bringt, und gehet hin in Frieden. Halleluja!

Jetzt dürfen wir uns in Österreich wieder vieles erhoffen! Halleluja!

Selbiges wünscht auch Ihnen

A.C.

 

 

 

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