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6. MÄRZ 2020 – Freitag

06.03.2020 | Tageskommentar

Wiener Staatsballett – Premiere. Foto: Ashley Taylor

Er hat seine Reize, dieser Abend mit drei Kreationen von Choreographen der mittleren Generation. Drei Tanzfantasien, alle im Dämmerlicht, welche von den überwiegend solistisch geführten Tänzern deren volles Können fordern. „LUKÁCS / LIDBERG / DUATO“ ist der Abend nach den Namen der Choreographen betitelt. Die Qualität der drei Piecen stimmt, doch die Stücke bleiben in ihren Aussagen für einen nicht so ganz eingestimmten, eher neutralen, nach gängiger Darstellung suchenden Betrachter wohl etwas zu verschwommen.  

Zum Premierenbericht von Meinhard Rüdenauer

Manuel Legris bietet ein großes Finale für die letzte Premiere an der Staatsoper, bevor er an die Mailänder Scala wechseln wird.

Lukács / Lidberg / Duato (Première): March 4th, 2020 (Vienna State Ballet)

https://www.attitude-devant.com/blog/2020/3/5/lukcs-lidberg-duato-premire-mach-4th-2020-vienna-state-ballet

Wien/ Staatsoper/ Staatsballett: Wölfe im Koksregen
Der dreiteilige Abend des Wiener Staatsballetts zeigt die Vielseitigkeit der Kompagnie.
Wiener Zeitung

Triple-Abend an der Staatsoper: Pulcinellen und Wiedergängerinnen
Das Staatsopernballett mit Werken von András Lukács, Pontus Lidberg und Nacho Duato
Der Standard

Salzburger Osterfestspiele: Neue Jugendabonnements für alle Personen bis 27 Jahre zu sehr günstigen Preisen
Um jungem Publikum den Zugang zu Oper und „klassischen“ Konzerten zu erleichtern, legen die Osterfestspiele Salzburg vier neue Jugendabonnements zu stark reduzierten Preisen auf, die ab sofort erhältlich sind. Diese Abos umfassen folgende Veranstaltungen:
https://www.osterfestspiele-salzburg.at/news/neue-jugendabonnements-fuer-alle-personen

KONINKLIJKE MUNTSCHOUWBURG / THÉÂTRE ROYAL DE LA MONNAIE

Mozart: Da Ponte Trilogie. Von der Gleichzeitigkeit der Ereignisse

Copyright: Segers

Da ist ja ganz schön etwas los, in diesem Gebäude in der Rue de la République, Nr. 13, in Brüssel! Ein alter Notar wird, nachdem er seine Tochter als Sexsklavin des im Kellergeschoss befindlichen Privatclubs erkannt hat, auf Grund eines Herzschlags tot aufgefunden; ein Botschafter, bereits früher auffällig geworden und deswegen von seinem Posten abberufen, sucht seinen sexuellen Hunger bei einer Mitarbeiterin zu stillen; zwei junge Youtuberinnen, voll von Lebenslust und Neugierde, geraten, von ihren Verlobten auf die Probe gestellt, bezüglich der gesellschaftlich an sie heran getragenen Treuevorstellungen ins Wanken. Manches mag sich auch wieder gerade biegen; Vieles zum Guten wenden, an Ende jedoch wird der Inhaber des Sexclubs sein Treiben in einem fulminanten Finale mit seinem Leben bezahlen…

https://www.deropernfreund.de/bruessel-12.html (Ingo Hamacher/ www.deropernfreund.de)

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Diana Damrau: MASNADIERI in München

Charles Castronovo, Diana Damrau.

ZU INSTAGRAM – mit weiterem Foto

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JONAS KAUFMANN MIT PRINZ CHARLES bei der Verleihung des Ehrendoktorats

 

ZU INSTAGRAM

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Juan Diego Florez in Zürich nach der Generalprobe La Boheme

Foto: Facebook

„Konzertgänger in Berlin“
Ziegträumend: Meyerbeers „Dinorah“ an der Deutschen Oper
Entzückende Musik zu entdecken: Bevor es am Wochenende zum Abschluss des Giacomo Meyerbeer-Schwerpunkts an der Deutschen Oper Berlin nochmal die beiden Wuchtbrummen Les Huguenots und Le Prophète setzt, gibt es eine wunderbar leichtfüßige konzertante Aufführung des ulkigen Spätwerks Dinorah ou Le Pardon de Ploërmel („Dinorah oder Die Wallfahrt nach Ploërmel“). Und da ist ein völlig anderer Meyerbeer kennenzulernen. Ein kurioses Amalgam aus Pastorale und Spukmärchen ist dieses Spätwerk von 1859, mit ebenso kurioser zentraler Symbol-Ziege.
https://hundert11.net/ziegtraeumend/

Konzert im Alten Rathaus von Wien: Stipendiatenkonzert des Wiener Wagner-Verbandes (3. 3. 2020)

Die belgische Sopranistin Anne-Sophie Sevens wurde am Klavier von Daniel Strahilevitz begleitet (Foto: Michaela Haimerl)

Im Bank Austria-Saal des Alten Rathauses von Wien fand am 3. 3. 2020 ein höchst anspruchsvolles Konzert der Stipendiaten des Richard Wagner-Verbandes Wien statt. Ehrengast war Kammersängerin Olivera Miljaković, eine der berühmtesten und erfolgreichsten Stars der Wiener Staatsoper, die sich nach dem Konzert über die hohe Qualität der Stipendiaten höchst erfreut zeigte.

Zum Bericht von Udo Pacolt

Linz: „MISSA UNIVERSALIS“ – Konzert im Brucknerhaus Linz, Großer Saal, 05. 03.2020

 

Es ist fruchtlos, zu versuchen, treffender zu formulieren als es Norbert Trawöger, künstlerischem Leiter des Orchesters, zu diesem Konzerttermin gelang: „Am 5. März 2020 wendet sich das Bruckner Orchester Linz einem Mythos zu, den man beruhigt als einen der Innovationsanstifter unseres Landstrichs bezeichnen darf… Es geht um die Linzer Rockband Eela Craig, die genau vor 50 Jahren gegründet wurde…

Zum Bericht von Petra und Helmut Huber

Wien: Stephansdom-Orgelpfeifen abzugeben
Spender für die neue Orgel erhalten eine Pfeife der alten.
Wiener Zeitung

Hamburg/ Elbphilharmonie
Beethoven at its best. Andris Nelsons und die Wiener Philharmoniker setzen Maßstäbe in der Elbphilharmonie
„Musiker sind auch nur Menschen. Heute waren sie Götter.“

Der spanische Ausnahmekritiker Luis Gago von der renommierten Tageszeitung „El País“ nach dem Ende der 5. Sinfonie im Gespräch mit klassik-begeistert.de-Herausgeber Andreas Schmidt
Klassik-begeistert

Aber eigentlich haben wir andere Sorgen 

Nein, nicht das Coronavirus direkt, das ist zwar kein harmloser Schnupfen, aber auch keine schreckliche Seuche. Das sagt sogar jener Arzt, der die beiden ersten Verdachtsfälle in Innsbruck behandelt und nun als geheilt entlassen hat. Virologe Günter Weiss ortet teils „irrationale Ängste“ in der Bevölkerung und fordert: „Zurück auf den Boden der Realität“.

Wollen die Entscheidungsträger aber überhaupt zurück in die Normalität – oder kommt ihnen die Massenhysterie gar nicht so ungelegen? Eine flächendeckende Ortung des Telefonnetzes steht nicht nur ernsthaft zur Diskussion, es gibt sie bereits. China über Umwege – wir haben es bereits und billigen es.   Es gibt Grenzen, die sollte man nicht so einfach überschreiten. Ohne breite Diskussion und sozusagen bei „Gefahr im Verzug“ können die Menschen total überwacht werden. Orwell hat es prognostiziert – und das Orwell-Virus ist, einmal freigelassen, sogar sehr gefährlich. An das sollten wir denken.

In Nordkorea hat man den einzigen Verdachtsfall ja in der landesüblichen Methode behandelt: Er wurde erschossen. Es stellt sich daher die Frage: Was ist für eine Demokratie angemessen und was überzogen?

Kampf gegen das Coronavirus: Sollen Kontaktpersonen von Infizierten über Handydaten ermittelt werden?
Wissenschaftler und Tech-Firmen denken über drastische Maßnahmen nach: Der Abgleich mobiler Bewegungsdaten könnte gegen die schnelle Ausbreitung helfen.
Tagesspiegel

Meinung: Und Orwell nickt aus dem Grab
Das Coronavirus führt derzeit zu allerlei Überlegungen rund um die Begrenzung des Ausbruchs. Dabei ist ruhiges, sachliches Handeln das Gebot der Stunde. Weder das Herunterspielen („nur ein besserer Schnupfen“) noch Panikmache („Quarantäne für alle“) sind hilfreich. Das deutsche Robert-Koch-Instituts (RKI) lässt nun mit einer interessanten Äußerung aufhorchen. Sie wollen, um mögliche Kontaktpersonen von Infizierten aufzuspüren, die Kontaktdaten aller Mobiltelefone auslesen. Und so feststellen, wer sich zur selben Zeit am selben Ort befunden hat. Das könnte helfen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.
Wiener Zeitung

So lasset uns nicht mehr die Hände reichen
Im Kampf gegen das Coronavirus erlahmt in Italien das soziale Leben, und Frankreich stellt das Händeschütteln ein. Hier ein vorsorglicher Abgesang.
Die Presse

Ist dieses Video zumutbar?

Ich spiele Corona nicht hinunter, dafür verstehe ich zuwenig davon. Das habe ich jedoch mit Zeitungsmachern gemein, die nicht mehr als ich wissen, aber dennoch die Menschen in die Hysterie treiben. Das Coronavirus ist keine Verschwörung und auch nicht künstlich erzeugt, aber es lässt sich auch trefflich für völlig medizinferne Themen nutzen – ist somit ungemein praktisch!

Da gibt es derzeit noch ein anderes Thema, aber vermischen wir nicht. Wer immer will und wem es nützt, hat die Menschen „auf Leinwand“. Das ist gespenstisch.

CORONAVIRUS – DIE SIMPSONS SAGTEN ES VORAUS

 

ZUM VIDEO

Apropos Politik: Eine Verabschiedung auf klassisch!

Hart hat es einen Mandatar einer Bürgerliste in der Gemeine Wienerwald (Bezirk Mödling) getroffen, der zumindest einige klassische Zitate zuordnen kann. Da gehört er unter Politikern zu einer Minderheit!

Der gute Mann hat sich auch 25 Jahre für die Bürger engagiert, musste – wie auch ich – bei Nachbarschaftsstreitigkeiten vermitteln, hat Bürgern den Weg zu den zuständigen Stellen gewiesen, Rechtsberatung organisiert – und was halt so die Aufgaben eines Gemeindepolitikers sind.

Bei der Wahl 2020 ist es ihm nicht so gut wie mir ergangen – er verfehlte sein Mandat um 6 Stimmen. Von seinen „Nicht-Wählern“ verabschiedete er sich klassisch, per Zeitungsinserat in den Niederösterreichischen Nachrichten – mit einem bekannten Goethe Zitat.

„Vor Ihro Kayserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respect. Er aber, sags ihm, er kann mich im Arsch lecken.“
Referenz: https://beruhmte-zitate.de/autoren/gotz-von-berlichingen/

Halbseitig in den Niederösterreichischen Nachrichten verabschiedete er sich von den „Undankbaren“ – auf eigene Kosten!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

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