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6. JUNI 2022 – Montag – Pfingstmontag

06.06.2022 | Tageskommentar

Villa Verdi (Sant' Agata) - Aktuell für 2022 - Lohnt es sich? (Mit fotos)
Giuseppe Verdi’s house in Italy up for sale, ending quarrel among heirs
Composer lived in Villa Verdi near Busseto for 50 years and it has been run as a museum while owners argued

Villa Verdi, die 1848 im Weiler Sant’Agata di Villanova erbaut wurde

Villa Verdi was built in 1848 in the hamlet of Sant’Agata di Villanova.
A country house lived in by Giuseppe Verdi for 50 years is being put up for sale, ending a long-running squabble among the Italian composer’s heirs.

The Guardian.com

Sie brauchen aber gar nicht wegen des Kaufpreises nachfragen, der italienische Staat hat das Vorkaufsrecht – und den werden Sie schwerlich überbieten können (pardon, ich kenne natürlich Ihre Finanzen nicht)

WIEN/ Staatsoper: Schlussapplaus-Fotos nach DON GIOVANNI (3.6.)

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ZU INSTAGRAM mit insgesamt 10 Fotos

Salzburger Pfingstfestspiele: Nicht alle sind von Villazons „Barbiere“ begeistert

Dabei hatten wir gar keinen Rezensenten entsandt! Auch Christoph Irrgeher von der Wiener Zeitung“ emfindet das Erlebte irgendwie albern:

Salzburg: Hauptsache Gummiente
Ein verspielter Abend im doppelten Sinn: „Il barbiere di Siviglia“ in Salzburg.

…Nach der Pause ermatten dann auch noch die Klamauk-Kräfte, das Happy End wird letztlich als Standbild eleganter Frackträger aus verflossenen Zeiten gereicht. Fragen drängen sich auf. Ist das alles ein Spiel im Spiel oder doch nicht, ulkt sich dieser „Barbier“ durch die Gegenwart, ein Western-Mexiko oder die Goldenen Zwanziger? Die einzige Gewissheit: Es werden regelmäßig Gummienten geworfen.

Auch das Gesangsniveau bleibt unterhalb der Festspielerwartungen. Gut: Nicola Alaimo gibt, feist, fröhlich und forsch, den Figaro als Bär von einem Machatschek. Dass er seine Töne wie Wurfgeschoße herausschleudert, ist indes gewöhnungsbedürftig. Ildebrando D’Arcangelo ist daneben als Basilio gebucht, muss allerdings den Dracula machen und orgelt entsprechend plakativ. Festivalchefin Cecilia Bartoli (Rosina) schlägt dafür ein weiteres Mal Kapital aus ihrer heiteren Quirligkeit und ihrem leichtgängigen Mezzo, wiewohl sich ihr Vibrato nicht mehr ganz problemlos mit Rossinis Koloraturanforderungen vereinbaren lässt. Edgardo Rocha (Almaviva) bewältigt diese Ziergesänge beizeiten nicht ganz makellos, punktet aber mit seinem kernigen Jünglingstimbre, Alessandro Corbelli keppelt gewinnend als Bartolo.

Und die Musiciens du Prince – Monaco? Steuern einen anfangs dünnen Originalklang bei, der offenbar über Lautsprecher verstärkt wird. Immerhin: Dirigent Gianluca Capuano lässt es an silbriger Dynamik nicht fehlen, und ganz am Ende, wenn Villázon die Bühne betritt, darf der ganze Saal bei einer Reprise mitklatschen. Wirkt dann alles wie im Musikantenstadl mit einer entsprechend gestimmten Hörerschaft – bis auf einen einsamen Buhrufer und eine stille Minderheit, von der nicht jeder bis zum Ende durchgehalten hat.

WienerZeitung

Der Vampir von Sevilla

Rolando Villazóns Inszenierung von Rossinis „Barbiere di Sevilla“ bei den Pfingstfestspielen war ein Riesenerfolg. Einwände seien trotzdem gestattet.
KleineZeitung.at

Volksoper: „KONTRAPUNKTE“ – das Wiener Staatsballett mit großem Elan auf Spurensuche (4.6.2022)


Foto: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

‚Kontrapunkte‘ steht über den neuen dreiteiligen Abend des Wiener Staatsballetts in der Volksoper. Ein etwas vager Titel und keine neuen Stücke. Doch ein interessantes Programm für Kenner: Es führt den Zuseher zurück in frühere Tage des modernen – vielleicht besser: heute noch aktuellen – Bühnentanzes. Kontrapunkte: Die jeweils spezifische Handschrift der drei hier präsentierten innovativen Choreographen. Doch mit teils durchaus ähnlichen Konformitäten. Etwa: Leere Bühne; psychische Statements oder Ästhetik pur anstatt einer spannenden Erzählung; musikalisch reduziert auf Kammermusik oder Elektronik; für kleinere Ensembles geschaffene und auf Abstraktion hinzielende Choreographien…

Zum Bericht von Meinhard Rüdenauer

Ein Ballettfreund verrät Internas:

Übrigens: Rebecca Horner, die ursprünglich in der Keersmaeker-Fuge hätte tanzen sollen, saß in der Generalprobe im Publikum, und ich habe mit ihr gesprochen: Sie hat sich eine Schulter verletzt, aber sie hofft, die letzten 2 Vorstellungen zu tanzen. Das wird dann ihr Abschied sein, sie geht ans NDT – zunächst für 1 Jahr, aber es kann durchaus sein, dass sie dann doch länger dort bleibt. Wieder eine, die weggeht. Warum? Vielleicht weil sie unter Schläpfer zu wenige schöne Rollen bekommt?

Wien
Staatsballett für seine „Kontrapunkte” ekstatisch gefeiert
Am Samstagabend wurden die Tänzer und Tänzerinnen des Wiener Staatsballetts zu hinreißenden Saiteninstrumenten. Ein Trio moderner, klassischer Ballette traf sich in der Volksoper zu einer imposanten Mischung aus „Kontrapunkten”. Technisch liegen die Wurzeln im klassischen Ballett, und doch würde den Abend niemand mit „Schwanensee” verwechseln. Das Premierenpublikum dankte ekstatisch.
https://apa.at/news/staatsballett-fuer-seine-kontrapunkte-ekstatisch-gefeiert/

Stuttgarter Ballett – „CREATIONS VII – IX“ 2.6. (Premiere 29.5.) – Gespiegelte Welten

Das in der schlicht „Kreationen“ betitelten Serie jetzt vorgestellte neue Programm mit Schöpfungen hauseigener Choreographen dürfte ein Resultat der langen Lockdown-Phasen sein, während derer die Künstler Zeit hatten über ihr Dasein nachzudenken. Die Präsentationen sind sehr unterschiedlicher Natur, in allen drei Fällen vom Ansatz her ambitiös, im Ergebnis jedoch von weit auseinander liegender Effizienz und tänzerischem Anspruch.

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Ensemble in „Self deceipt“.  Copyright: Stuttgarter Ballett

Zum Bericht von Udo Klebes

„Rusalka“ von Antonin Dvorak am 4. 6. 2022 in der Staatsoper/STUTTGART

In einer geheimnisvollen Parallelwelt

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Foto: Matthias Baus

Die im Jahre 1901 in Prag uraufgeführte Oper „Rusalka“ von Antonin Dvorak lebt ganz vom böhmischen Musikantentum und seiner Einfallsfrische. Aber auch die Tiefe der Spätromantik bleibt immer spürbar. In der Regie von Bastian Kraft und im fantasievollen Bühnenbild von Peter Baur (Kostüme: Jelena Miletic; Video: Sophie Lux) kann sich das Geschehen in einer Art Parallelwelt voll entfalten, den handelnden Personen werden imaginäre Gestalten zur Seite gestellt.  Körper und Stimme werden hier auseinandergerissen, die Hexe bekommt Rusalkas Stimme…

Zum Bericht von Alexander Walther

Rusalka auch in Bratislava
Hou, hou, hou – Rusalka lockt nach Bratislava!
Wer sich in der Nähe Bratislavas befindet, hat am Samstag, den 11. Juni 2022 die einmalige Chance, beseelt das Opernhaus zu verlassen. Denn so sagte schon Schiller „…und was aus dem Herzen kommt, geht zum Herzen.“
Von Maria Steinhilber
Klassik-begeistert.de

Philharmonie Berlin: der junge Geiger Timothy Chooi begeistert beim DSO
Der kanadische Geiger Timothy Chooi reüssiert beim Deutschen Symphonie-Orchester mit einem leidenschaftlich persönlich gespielten Sibelius-Konzert. Am Dirigentenpult debütiert der junge Deutsche Felix Mildenberger, der einen rundum positiven Eindruck hinterlässt, auch bei Poulencs schnippischen Les Biches.
konzertkritikopernkritikberlin/a.schlatz

SOFIA: ARIADNE AUF NAXOS – NI am 14. Mai 2022

 Erfrischender Richard Strauss in Sofia

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Foto: Setoslav Nikolov

Klaus Billand hat aus seinem Kurzbericht von der Premiere am 14.5. nun einen in gewohnter Ausführlichkeit gemacht

Zum Bericht von Klaus Billand

„Unser Kooperationspartner DER OPERNFREUND ist kollabiert und vorübergehend nicht mehr erreichbar.

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„Opernfreund“ Peter Bilsing ist derzeit mit seiner Seite in Nöten

Die Redaktion kann überhaupt nichts mehr einsetzen. Bisherige Reparaturversuche durch den Provider STRATO brachten keine Änderung des Desasters. Aktuelle OF-Kritiken gibt es zur Zeit nur auf Facebook. Der Umbau auf eine neue Seite läuft auf Hochtouren“

Besser die Seite ist kollabiert als Peter selbst. So eine Webseite bedarf der ständigen Wartung. Neben der Webseite-Erbauerin, die mir kulante Preise verrrechnet, habe ich noch zusätzlich einen Vertrag mit einer Word-Press-Spezialistin (Word Press ist das Programm zur Bearbeitung), die alle 2-3 Tage einen Blick auf den Online-Merker wirft und notfalls helfend eingreift. Dieses Abo schlägt sich mit etwa 700 Euro jährlich zu Buche.

Morgen trage ich 2000 Euro zu Provider und Server (Bitte an die Mitarbeiter: nicht zu viele Fotos, die kosten Geld und wir sind kein Bilderbuch), aber das sind die Normalkosten pro Jahr.

Der ebenfalls gut genährte Herr auf seinem Sockel am Marktplatz in Halle ist G.F.Händel

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Foto: Ursula Wiegand

Zum Bericht über die Händel-Festspiele von Ursula Wiegand

Wien/ Burgtheater
Trenklers Tratsch: Der Souffleur in der Hand ermöglicht Inklusion
Ziemlich geniale Idee: Mit der App „Prompt“ kann man im Burgtheater das gesprochene Wort mitlesen. Theoretisch in allen Sprachen.
Kurier.at

Moderator und Schauspieler Frank Hoffmann ist tot

Frank Hoffmann – Wien Geschichte Wiki
Der einstige „Trailer“-Moderator wurde 83 Jahre alt. Der gebürtige Deutsche war neben seiner Tätigkeit beim ORF auch als Schauspieler und Regisseur erfolgreich.
DiePresse.com

Deutschland/ Hessen
Absatz eingebrochen: Erdbeerbauern werden ihre Ernte nicht los

Erdbeere 'Sonata', Setzlinge
Esst mehr Erdbeeren!
Die Verbraucher halten sich zurück, die hessischen Erdbeerbauern bleiben auf ihrer Ware sitzen. Zum Teil werden die Beeren schon gar nicht mehr geerntet.
Hessenschau.de

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

 Ungarn wirft sich für den Moskauer Patriarchen Kirill in die Bresche und riskiert damit die Isolation in Europa
Budapest blockiert und akzeptiert das EU-Erdöl-Embargo nach Zugeständnissen zweimal innert weniger Tage. Orban versucht, Wirtschaftsinteressen und die ideologische Nähe zur Russisch-Orthodoxen Kirche offensiv zu vereinen – mit höchst ambivalenten Folgen.
Jetzt lesen‘
Unter Druck der Erdölpreise will Biden dem saudischen «Paria» die Hand reichen
Der amerikanische Präsident wollte Saudiarabien für den Mord an Jamal Khashoggi bestrafen. Gemäss Medienberichten reist Biden nun aber nach Riad, um dort auch Kronprinz Mohammed bin Salman zu treffen, den mutmasslichen Drahtzieher des Verbrechens.
Jetzt lesen

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

König von Paris: Tennis-Star Nadal souverän zum 14. French-Open-Titel
Der spanische Rekordsieger bezwang Casper Ruud im Endspiel deutlich und jubelte über seinen bereits 22. Grand-Slam-Titel.
Kurier.at

Damen-Finale: Swiatek lässt Gauff keine Chance‘
Top-Favoritin Iga Swiatek wird auch im Finale der French Open den hohen Erwartungen gerecht und sichert sich mit einem klaren 6:1, 6:3-Erfolg über Coco Gauff zum zweiten Mal nach 2020 den Titel in Roland Garros. Die polnische Weltranglisten-Erste dominiert von Beginn weg die Partie
Laola.com

Ukraine doch nicht zur Fußball-WM – wie konnte das passieren?

Die Schotten haben der Ukraine noch den Weg freigehalten, gestern aber siegte Wales mit 1:0 und fährt statt der Ukraine nach Katar – es sein denn, die ukrainischen Botschafter beginnen weltweit zu toben und fordern eine Solidaritäts-Wild-Card. 

Dabei haben die Waliser nicht einmal selbst das Tor geschossen. Gareth Bale wollte einen Freistoß solidaritätsgemäß in das Seitenout auf der gegenüberliegenden Seite schießen, aber ein Ukrainer sprang dazwischen und erzielte ein Eigentor! Dumm gelaufen! 

Damit ist die Weltmeisterschaft völlig offen, ein Song-Contest Wunder somit ausgeschlossen – es sei denn, es wird tatsächlich eine Wild-Card erteilt. In dieser heutigen Welt ist alles möglich!

Ich wünsche einen schönen letzten Pfingstfeiertag!

A.C. 

 

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