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6. JUNI 2021 – Sonntag

06.06.2021 | Tageskommentar

München/ Cuvilliestheater: Juliana Zara, Eliza Boom und Andrew Hamilton in „Singularity. Foto: Wilfried Hösl

Morgen, Montag, im Stream zu erleben

– Eine Weltraum-Oper für junge Stimmen“ heißt im Untertitel die Oper „Singularity“, die der tschechische Komponist Miroslav Srnka als Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper für deren Opernstudio schrieb. Das Libretto verfasste der australische Dramatiker Tom Holloway. Am 5. Juni wurde das Stück in englischer Sprache im Cuvilliés-Theater uraufgeführt.

Miroslav Srnka im Interview

 

Oper im Weltall
Im Cuvilliés-Theater hat das neue Werk von Miroslav Srnka und Tom Holloway Premiere. Eine digitale Begegnung vorab
Sueddeutsche Zeitung

WIENER STAATSOPER: VOR DER MACBETH-PREMIERE

Luca Salsi – Macbeth in Wien und im Dezember auch in Mailand

ZU INSTAGRAM  (gefunden von Fritz Krammer)

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ZUM VIDEO Barrie Kosky über Macbeth

 

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Anna Netrebko über Macbeth. ZUM VIDEO

Vom elitären Gestus und Maulhelden

Michael S. Zerban nimmt sich kein Blatt vor dem Mund

Florian Lutz ist designierter Intendant des Staatstheaters Kassel. Bei seiner ersten Spielplanvorstellung wird deutlich, dass die Theater sich als elitäre Zirkel fühlen, die vom Staat bezahlt werden und deshalb das Publikum abhängen können. Die Kulturinstitutionen in Deutschland scheinen zu glauben, sich nicht mehr an sprachliche Regelwerke halten zu müssen. Lutz macht es schon mal vor. Wie lange wird das Publikum sich einen falsch-moralischen Zeigefinger unter die Nase reiben lassen?

Zum Artikel von Michael S. Zerban in „O-Ton“

Wiederaufnahme des Spielbetriebs am Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Aufgrund der aktuell stabilen Inzidenzzahlen unter 100 ist es sehr wahrscheinlich, dass im Zuge der »Stufe 2« des hessischen Plans zur Lockerung der Corona-Maßnahmen das Hessische Staatstheater Wiesbaden mit dem von der Stadt Wiesbaden genehmigten Hygienekonzept ab Samstag, den 19. Juni 2021 seine Spielstätten öffnen kann. Aufgrund der Planungssicherheit wird auch der Spielbetrieb in der Wartburg und im Studio erst zu diesem Zeitpunkt wiederaufgenommen. Da die Inzidenz der Stadt Wiesbaden langsamer sank als andernorts, plant das Hessische Staatstheater Wiesbaden erst jetzt die Öffnung des Hauses.

Im Großen Haus werden maximal 298 Personen Platz finden, im Kleinen Haus maximal 77 Personen. Die Wartburg kann von maximal 52 Personen, das Studio von maximal 31 Personen genutzt werden. Im Foyer werden maximal 66 Personen Platz nehmen können. Es werden feste Plätze verkauft.

Aufgrund der pandemiebedingten Aussetzung des Spielbetriebs ergeben sich Vorstellungsänderungen. Alle ursprünglich geplanten Vorstellungen entfallen, stattdessen gilt ab dem 19. Juni bis zum Ende der Spielzeit 2020.2021 ein geänderter Spielplan. Das Hessische Staatstheater Wiesbaden plant, dem Publikum insgesamt 11 Premieren und eine Wiederaufnahme zu präsentieren.

Wagners Ring mit Klavierbegleitung

So sehr sich Künstler*innen, Beschäftigte und die Theaterleitung darüber freuen, wieder für ihr Publikum spielen zu dürfen, konnte die Beteiligung des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden an der zyklischen Aufführung des »Der Ring des Nibelungen« leider nicht realisiert werden. Daher wurde nach langem und intensivem Diskussionsprozess von der Theaterleitung – mit Zustimmung des Orchestervorstandes – beschlossen, die Wiederaufnahme des »Ring des Nibelungen« von Richard Wagner in zwei zyklischen Aufführungs-Serien ab dem 29. Juni im Großen Haus mit Klavierbegleitung zu spielen.

Der Orchestervorstand bedauert, dass das Wieder-Zusammenspiel des Orchesters derzeit nicht zustande kommt: »Die aktuelle Pandemielage sowie die damit verbundenen Arbeitsschutzbestimmungen lassen es derzeit noch nicht zu, dass das Hessische Staatsorchester Wiesbaden mit großer Besetzung seinen Platz im räumlich beengten Orchestergraben einnimmt, um Wagners ›Ring‹ zu spielen.«

Intendant Uwe Eric Laufenberg stellt fest: »Der ›Ring‹ ist ein so großartiges Werk, für das wir eine derart hervorragende Sängerbesetzung verpflichtet haben, dass es auch ein Erlebnis sein wird, dieses große Werk mit so virtuosen Pianisten wie Alexandra Goloubitskaia und Florian Frannek zu hören.«

(Zitat Ende)

Das ist gewagt und der Notsituation geschuldet,aber Alexandra Goloubiskaia hat dem Yamaha-Elektroklavier in der Online-Merker-Galerie einen fulminanten „Feuerzauber“ entlockt, da würde ich gerne deren Interpretation auf einem Konzertflügel hören. Ein großes Risiko geht Laufenberg also nicht ein!

Der Dirigent Andris Nelsons im Interview: „Wir sind durstig nach einer Extraportion Kultur“
Es ist wieder soweit: Das BRSO spielt vor Publikum. An drei Tagen dirigiert Andris Nelsons insgesamt fünfmal ein reines Schostakowitsch-Programm. Im Interview erzählt der Dirigent, warum er Schostakowitschs Neunte für das mutigste Werk dieses Komponisten hält – und wie ihm Taekwondo über die Pandemie hinweg half.
BR-Klassik.de

Hampshire/ Grange Festival
Sprachgesang
Beim Grange Festival in Hampshire, einem der britischen Sommerfestspiele, stehen sonore Opernveteranen wie Sir John Tomlinson in Hauptrollen auf der Bühne. Und singen keinen Ton.
Frankfurter Allgemeine

Raum München
Oper in Pöcking:“Rheingold“ aus Pappe
Vereinfachte Version von Wagners Werk hat im Beccult Premiere
Sueddeutsche Zeitung

Musiker in der Krise: Viele haben alles verloren
Die Pianistin Anastassiya Dranchuk will den Neustart nach Corona dafür nutzen, um den Musikbetrieb dauerhaft zu verändern. Ein Porträt.
Berliner Zeitung.de

Kurt Weills erste Sinfonie: Verschwunden und wiederentdeckt
DeutschlandfunkKultur

Leoš Janáček: Jenůfa, Konzert Theater Bern, Stadttheater, Premiere: 04.06.2021

 Das Dorfleben in Böhmen und Mähren

Das Dorfleben in Böhmen und Mähren bildet in dieser Saison die Klammer der Musiktheater-Produktionen von Konzert Theater Bern. Begonnen wurde die Saison mit der Wiederaufnahme von Smetanas «Verkaufter Braut», abgeschlossen mit Janáčeks «Jenufa».

Um den momentan gültigen Vorschriften zu entsprechen hat Matthew Toogood, 1. Kapellmeister und Musikalischer Leiter des Musiktheaters ad interim bei Konzert Theater Bern, basierend auf der Brünner Fassung von 1908 mit freundlicher Erlaubnis des Rechte-Inhabers, der Wiener Universal-Edition, eine reduzierte Orchesterfassung für Konzert Theater Bern geschaffen. In Zusammenhang mit den Corona-Einschränkungen bleibt hier festzustellen: Auch wenn die «reduzierten Fassungen» von den Komponisten so nicht gewollt sind, treten die Charakteristika der Personal-Stile hier manchmal besser zu Tage als mit den originalen Besetzungen. Toogood ist die erarbeitete Orchesterfassung ganz im Sinne des Komponisten gelungen: Die Farben und der typische Janáček-Klang bleiben mit den 16 Orchestermusikern erhalten. Das Berner Symphonieorchester setzt unter Toogoods Leitung die Partitur höchst konzentriert und gespannt um und legt damit einen Grundstein für den grossen Erfolg des Abends…

Zum Premierenbericht von Jan Krobot

Linz: „#FÜNF –C Konzert im Brucknerhaus, Großer Saal, 05. 06.2021

Werke von Richard Strauss, Claude Debussy und György Ligeti.

Nachdem die Nummern 2 – 4 des neuen Bruckner-Orchester-Abonnements vor live-Publikum ausgefallen waren (nur eine Netzpremiere unter Bruno Weil gab es), konnte der Schlußpunkt der Saison an einem gewitterumdräuten Frühsommerabend über die Bühne des 1974 eröffneten Konzerthauses an der Donau gehen. Künstlerischer Leiter Norbert Trawöger und Chefdirigent Markus Poschner erstellten ein Programm, das zusammen so etwas wie eine viersätzige Symphonie ergeben sollte, aus Werken der Jahre 1888 bis 1971. In einem Vorprogramm, genannt „das rote Sofa“, erläuterten die beiden ihre Ideen zu Stücken und Programmablauf vor dem langsam einsickernden Publikum…

Zum Bericht von Petra und Helmut Huber

HALL/ Tirol: DIE SCHÖNE MÜLLERIN“ mit Martin Mitterrutzner (Tenor) und Martin Wesely (Gitarre) 2.6.2021 (Barocker Stadtsaal) – ein intimer Hochgenuß

Musikalischer Botschafter Tirols: Martin Mitterrutzner. Foto: Uwe Arens

Das Hochgefühl nach der langen Corona-Pause Musik wieder live erleben, sie einen Raum in Schwingung bringen und erfüllen zu hören, mag bei den ersten Gelegenheiten ein Stück weit dazu führen, die künstlerische Qualität weniger streng als sonst zu beurteilen. An diesem Abend im stimmungsvollen kammermusikalischen Rahmen des Barocken Stadtsaals im historischen Stadtzentrum von Hall nahe Innsbruck stand jedoch bald fest, in welcher Güteklasse hier ein weit verbreitetes und vielfach interpretiertes Werk geboten wurde…

Zum Bericht von Udo Klebes

WIENER FESTWOCHEN / Theater an der Wien: DIE GEWEHRE DER FRAU KATHRIN ANGERER
von René Pollesch
Uraufführung
Premiere: 5.Juni 2021

Kathrin Angerer. Foto: Festwochen

Ab Herbst ist René Pollesch, in Wien als Dramatiker / Regisseur bekannt (meist befand sich „unsere“ Sophie Rois in seinem Ensemble), Intendant der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Seine erste Premiere dort fand im Voraus bei den Wiener Festwochen statt. Mit seinem Stück „Die Gewehre der Frau Kathrin Angerer“ bekam die Berliner Schauspielerin Kathrin Angerer die Ehre, nach Ilse Ritter und Kirsten Dene („Ritter, Dene, Voss“ von Thomas Bernhard) Titelheldin eines zeitgenössischen Theaterstücks zu sein, Dass der Titel bewusst (und auch als solcher zitiert) an Bert Brechts „Die Gewehre der Frau Carrar“ erinnert, ist für den Abend selbst von sekundärer Bedeutung…

…Vielleicht sind es auch die Musik- und Tanzeinlagen, die den Abend (er dauerte dann doch fast zwei Stunden und nicht die angekündigten 90 Minuten) so unterhaltend machten, abgesehen davon, dass hochkarätiges Blödeln (wenn man es so kann, wie es hier vorgegeben und ausgeführt wird) auch ein besonderes Vergnügen für sich ist. Man kann von einem stürmischen Premierenerfolg im nicht einmal halb besetzten Haus sprechen.

Zum Bericht von Renate Wagner

Dramatiker Ferdinand Schmalz: „Corona verschärfte Missstände“
Ein Gespräch über die Auswirkungen der Pandemie und die Bestimmung des Theaters.
Wiener Zeitung

Berlin/ Berliner Ensemble
Thomas Köck hat Wagners „Ring“ zum Theaterstück verwandelt
Wagners Ring läuft seit fast 150 Jahren in Dauerschleife durch internationale Opernhäuser. Den als Gesamtkunstwerk geltenden Vierteiler gibt es nicht nur in vielen musikalischen wie dramaturgischen Varianten, der Ring wird auch gern in andere Kunstformen transformiert. Loriot schuf eine Parodie, es gibt Ballettversionen, Mundartvarianten und eine Inszenierung mit Playmobilfiguren. Der österreichische Autor Thomas Köck hat den Ring nun in ein Theaterstück verwandelt.
https://www.vol.at/thomas-koeck-hat-wagners-ring-zum-theaterstueck-verwandelt/7010125

Berlin/ Schaubühne
Neustart an Schaubühne mit Joachim Meyerhoff als Subutex
In Berlin gibt es nach der Coronazwangspause wieder Theater zu sehen – auch wieder ganz klassisch im Saal. Am Freitagabend feierte etwa die Schaubühne die Premiere von „Das Leben des Vernon Subutex 1“ mit dem einstigen Burgtheater-Ensemblemitglied und Autor Joachim Meyerhoff mit strähnigen langen Haaren und Brille in der Titelrolle.
Salzburger Nachrichten

Film/ TV: „Domina“: Die wahre Macht geht vom Schlafzimmer aus
Sky inszeniert in der Serie „Domina“ den Aufstieg Livia Drusillas im antiken Rom.

Livia Drussila (Wikipedia)

Rom, kurz nachdem Julius Caesar hinterhältig mit über 20 Messerstichen ermordet wurde. Das Land versinkt zunehmend im blutigen Chaos, da Caesars Haupterbe Gaius Octavius gnadenlos gegen die „Königsmörder“ vorgeht: Wer auf seiner „Liste“ steht, wird verfolgt und exekutiert. Dieser Jagd fällt beinahe auch Livia Drusilla zum Opfer. Aber der von ihrem Vater (Liam Cunningham) mit Tiberius Claudius Nero zwangsverheirateten Teenagerin gelingt mit Kind im Arm die Flucht. So beginnt die erste Folge von „Domina“, einem achtteiligen Epos über den eindrucksvollen Aufstieg von Livia Drusilla, die im Alten Rom das Sagen hatte.
https://kurier.at/kultur/domina-die-wahre-macht-geht-vom-schlafzimmer-aus/401401923

Der Pharmagründer aus Hildesheim und sein Impfdebakel
Der Deutschlibanese Fuad El-Hibri ist nach einer globalen Unternehmerkarriere zur zentralen Figur im Impfstoffdrama aufgestiegen. Leider ohne Ruhm: Weil ein Werk seiner Emergent Biosolutions nach Pfusch lahmgelegt ist, fehlt der ersehnte Johnson&Johnson-Impfstoff – auch in Deutschland.
Managermagazin

Ich wünsche einen schönen Sonntag

A.C

 

 

 

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