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6. JUNI 2020 – Samstag

06.06.2020 | Tageskommentar

Helga Rabl-Stadler bleibt noch ein weiteres Jahr Salzburger Festspielpräsidentin. Foto: Bernhard Müller/ Salzburger Festspiele

Diese „Auslaufrunde“ hat sie sich ehrlich verdient, das sage sogar ich, der mit den Festspielen ein Problem hat. Eigentlich ist es gar nicht von besonderer Bedeutung, welches Programm sie nun aus dem Hut zaubert, der Verdienst liegt darin, dass sie beharrlich für ihre Sache gekämpft hat. Natürlich bin ich gespannt, was Salzburg heuer bietet, liegen doch zweieinhalb Monate „Durststrecke“ vor dem Online-Merker. Worüber sollen wir berichten, wenn uns unser Grundthema entzogen wird? In Nostalgie verfallen? Das ist so gar nicht Ding. Diese hinter uns liegenden drei Monate waren ganz schwierig – und die vor uns liegenden werden eher noch schwieriger sein. Das Sommerloch war schon zu Normalzeiten ein echtes Problem – und jetzt noch diese Situation mit einem Minimalangebot an Veranstaltungen. Egal, wir werden es schaffen, denn wer das nicht schafft, hat in diesem Bereich ohnehin nichts verloren!

Jedenfalls erhoffe ich von der verlängerten Festspielpräsidentin, dass sie uns ein Programm anbietet, mit dem wir halbwegs über die Runden kommen. Ich bin übrigens fest davon überzeugt, dass im September überall die Normalität eingezogen ist (außer an der Met, deren verlängerte Schließung auch durchaus einsichtige wirtschaftliche Gründe hat). Sollte ich mich in der Annahme irren, dann habe selbst ich ein Problem, das nicht so leicht zu lösen sein wird.
In jedem Fall: Helga Rabl-Stadler hat sich ihre Verlängerung und einen würdigen Abschied verdient!

Salzburger Festspiele: Rabl-Stadler bleibt bis 2021 Präsidentin
Festspielpräsidentin verlängert um ein Jahr.
Kurier

Never Change A Winning President
Helga Rabl-Stadler bleibt den Festspielen erhalten. Das ist gut so, nicht nur wegen der Ausdehnung der Jubiläums-Feiern bis 2021.
https://www.diepresse.com/5822797/never-change-a-winning-president

Das Haus am Ring öffnet wieder!

Wiener Staatsoper

Nach vielen Wochen der coronavirusbedingten Schließung freut sich das Haus am Ring, schon bald wieder für sein Publikum öffnen zu dürfen: In insgesamt 14 Konzerten für maximal 100 Besucherinnen und Besucher wird wieder Musik in der Wiener Staatsoper erklingen.
Alle Konzerte werden als Livestream auf https://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=YS72y_3lT3LX&tid=2-NZGt1-JVetp&link=n4iv – weltweit und kostenlos – übertragen. Die Konzerte beginnen jeweils um 19.30 Uhr, das Galakonzert um 19.00 Uhr.
Das Programm für alle Veranstaltungen, die Besetzungen der Ensemble-Konzerte, des Kammermusik-Abends und des Galakonzertes werden in Kürze auf www.wiener-staatsoper.at veröffentlicht.

8. Juni: Liederabend Günther Groissböck, Bass | Alexandra Goloubitskaia, Klavier

9. Juni: Ensemblekonzert (Werke von Wolfgang Amadeus Mozart)

10. Juni: Kammermusik der Wiener Philharmoniker

11. Juni: Liederabend Tomasz Konieczny, Bassbariton | Lech Napierala, Klavier

12. Juni: Ensemblekonzert (Werke des Belcanto)

15. Juni: Liederabend Camilla Nylund, Sopran | Helmut Deutsch, Klavier

16. Juni: Ensemblekonzert (Französisches Repertoire)

18. Juni: Liederabend Michael Schade, Tenor | Jendrik Springer, Klavier

19. Juni: Ensemblekonzert (Deutsches Repertoire)

20. Juni: Liederabend Juan Diego Flórez, Tenor | Cécile Restier, Klavier

22. Juni: Ensemblekonzert (Slawisches Repertoire)

24. Juni: Ensemblekonzert (Werke von Giacomo Puccini und des Verismo)

25. Juni: Liederabend Krassimira Stoyanova, Sopran | Ludmil Angelov, Klavier

27. Juni: Galakonzert des jungen Ensembles
Solistinnen und Solisten und Orchester der Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper: „Sie wollen alle“
Das Haus am Ring veranstaltet ab Montag eine Konzertserie. Das Ensemble des scheidenden Direktors Dominique Meyer lässt dabei seine Kräfte spielen – und eine Riege an Gaststars.
Wiener Zeitung

Jetzt brechen die Dämme

LINZER LANDESTHEATER: WILLKOMMEN ZURÜCK! Unser Sonderspielplan von 17. Juni bis 5. Juli 2020

Die Freude ist groß, denn nach über drei Monaten hebt sich der Vorhang im Musiktheater und in den Kammerspielen endlich wieder. Unser Sonderspielplan, für jeweils bis zu 100 Besucher*innen pro Abend, soll das Warten auf die kommende Spielzeit 2020/2021, deren Spielplan wir am 19. Juni veröffentlichen werden, verkürzen. Das Schauspiel bringt zweimal vier Abende auf die Bühne der Kammerspiele. Handverlesene Formate mit Werken von Nestroy, Brecht, Vekemans und Henning, gespielt von Katharina Hofmann, Gunda Schanderer, Angela Waidmann, Nebojša Krulanović, Helmuth Häusler, Markus Ransmayr und Christian Higer. Im Musiktheater kann man an zwei Abenden Schuberts Liederzyklus Winterreise mit Bariton Martin Achrainer in der Inszenierung von Hermann Schneider erleben – dieses Mal im Großen Saal des Musiktheaters. In einer Matinee mit Gesprächen und viel Musik werden die Mitglieder des Oberösterreichischen Opernstudios verabschiedet. Für alle ab 13 Jahren gibt es zum Abschluss der Spielzeit am 4. und 5. Juli die Vorpremiere Junger Klassiker – Faust Short Cuts – Goethes Meisterwerk in einer Fassung von Nele Neitzke. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit unserem Publikum!

„Endlich können wir wieder spielen, haben unsere Häuser, hat unsere Kunst wieder eine Bestimmung. Und mehr denn je brauchen wir in Krisenzeiten oder danach unsere Theater als Orte der Reflexion und Zerstreuung – wie anders wollten wir leben!?“

Hermann Schneider, Intendant

WINTERREISE
Liederzyklus von Franz Schubert


Martin Achrainer. Foto: Reinhard Winkler

Mit Martin Achrainer und Tommaso Lepore
20. und 27. Juni 2020, 19.30 Uhr | Großer Saal Musiktheater – Dauer 90 Minuten, keine Pause

Details finden Sie in unseren „Infos des Tages!

Die staatlichen Berliner Theater sind in Corona-Zeiten nicht träge.

Das Berliner Ensemble (BE) und das Deutsche Theater Berlin (DT) starten  jeweils am 10. Juni mit live-Vlorstellungen in frischer Luft vor den Häusern (DT) bzw. im Hof als Hof-Theater das BE.
Die Schaubühne Berlin und das Schlossparktheater werden das nicht können. Beide haben eine Baustelle vor dem Haus und deswegen keinen Platz für das Outdoor-Spielen)

15 VERANSTALTUNGEN AB 10. JUNI KOSTENLOS FÜR DAS PUBLIKUM
Das jeweilige Wochenprogramm wird immer am Freitag der Vorwoche online veröffentlicht. Geplant sind Programme u.a. von Stefanie Reinsperger, die „Baal to go“ zeigen wird, der musikalische Abend „Bonnie ohne Kleid“ von Sina Martens sowie ein Abend von Marc Oliver Schulze und Peter Moltzen zum Thema „Hochstapeleien“. Die Karten für die jeweils aktuelle Woche sind immer ab Montag 12.00 Uhr ausschließlich über den Webshop des Berliner Ensembles erhältlich. Die Karten müssen vorab online reserviert werden, es gibt keine Abendkasse. Der Eintritt ist frei, bei Regen entfallen die Veranstaltungen.

Auch hier gilt: Befragen Sie unsere „Infos des Tages“

Nike Wagner: Nochmal Bayreuth? «Um Gotteswillen!»
Neue Musikzeitung/nmz.de

„Um Gottes Willen“ – das war auch meine erste Reaktion auf diese Spekulation

Bern
Der Australier Nicholas Carter wird neuer Operndirektor in Bern
Neue Zürcher Zeitung

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Die Königin der Tasten feiert heute Geburtstag: Martha Argerich

 

ZU INSTAGRAM mit 8 Fotos

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Eyvazov Talk- Show: Er hatte heute einen der bekanntesten Popsänger Russland mit fast 45.000 Zusehern auf FB

 

Bitte untenstehenden Link anklicken

ZU INSTAGRAM MIT VIDEO (58 Minuten)

PRAG: DIE MARIEN-SÄULE STEHT WIEDER

Liebe Online-Merker! 

Gestern wurde auf dem Prager Altstädter Ring die Mariensäule als Replik wieder errichtet. Sie wurde am 3.11. 1918 zerstört. 

Copyright: Facebook Mariánský sloup 

Ich bin sprachlos

Diesmal zitiere ich aus unserem Forum, um nicht wieder von „Masken-Fans“ aufgefordert zu werden, nicht ständig gegen die Masken anzuschreiben.

„Christine schreibt: Jetzt bin ich wirklich sehr erstaunt, fast sprachlos! Wieso müssen dann Fus50 000 Menschen bei einer Demonstration, von Abstand keine Spur. Wieso müssen dann Fußballspiele ohne Zuschauer stattfinden oder Freiluftaufführungen wie Mörbisch, St. Margareten, Bregenz und viele andere abgesagt werden? Es gibt ein Recht auf Demonstration, sagt unser Gesundheitsminister. Interessiert sich das Virus dafür aus welchem Grund die Menschen zu Massenveranstaltungen zusammen kommen? Massenveranstaltungen wurden von allen – auch von Skeptikern der verfügten Maßnahmen – als besonders gefährlich eingestuft. Wie viele Personen haben den Bundeskanzler im Kleinen Walsertal begrüßt? Das wurde heftig kritisiert, viele dieser Kritiker werden wohl gestern bei den Demos dabei gewesen sein. Jetzt verstehe ich gar nichts mehr! (Zitat Ende!)

Und die Meinung des „Münchner Merkur“ dazu

Kurz nach Corona-Höhepunkt: In Wien gehen Zehntausende Seit“ an Seit“ auf die Straße
In Wien demonstrieren Zehntausende – trotz Corona-Gefahr. Im Internet kursieren spektakuläre Bilder der Demo.
Münchner Merkur

„Aber alles nicht so wortwörtlich nehmen, immerhin sind wir in Österreich“  meint sinngemäß auch unsere Staatsekretärin:

Österreich: Maskenpflicht gilt nicht für Besuchergruppen
Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer stellt Lockerungsverordnung klar.
Wiener Zeitung

Wenn ich meine Maske vergessen habe, schließe ich mich ganz einfach einer Gruppe an! Ich bin schon zweimal wieder auf dem Weg in den Supermarkt umgekehrt, weil ich die Maske in der Wohnung vergessen habe und grundsätzlich ein rücksichtsvoller Mensch bin. Künftig kann ich mir das wohl sparen!

Geht es noch lächerlicher? Wohl nicht. Wenn unsere Politiker demnächst wieder mit Maske auftreten (oder ist denen das selbst schon zu blöd) spielen sie Maskenball wie im Fasching.

Jetzt macht es, liebe Politiker,  wie der Herr Lauterbach in Deutschland, für den seine Corona-Horrorszenarien ein gutes Geschäft waren, der von Talk zu Talk gegen Bares geeilt ist, weil er eine „von Frau Merkel erwünschte Meinung“ vertreten hat.

Bei „Markus Lanz“„Damit haben wir nicht gerechnet“: Lauterbach gesteht Fehlannahme ein
Kommt eine zweite Welle oder nicht? Hätte man diese Frage noch vor wenigen Wochen gestellt, hätten wohl viele Epidemiologen mit „Ja“ geantwortet. Einer, der davon stets überzeugt war, ist SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Er hatte immer wieder vor einer zweiten Infektionswelle gewarnt. Am Donnerstagabend war Lauterbach in der Talkshow von Markus Lanz zu Gast. Der Moderator wollte von ihm wissen, ob er immer noch mit einer zweiten Welle rechne. Viele seiner Kollegen würden dieses Szenario mittlerweile für unwahrscheinlich halten, so Lanz. Auch Lauterbach gestand, dass sich seine Annahme nicht bestätigt hatte.
www.focus.de

„Damit haben wir nicht gerechnet“! So einfach macht der Herr sich das. Dabei ist sogar das ein Blödsinn, denn natürlich werden auch in Zukunft weiterhin Epidemien ausbrechen, Menschen daran sterben. Das ist der Lauf der Welt, so funktioniert sie seit Jahrtausenden. Aber kein Politiker wird diese Epidemien aufhalten können. Fehlt nur noch, dass demnächst ein Messias“ das ewige Leben verspricht, wenn er denn nur gewählt wird. Da sind wir ganz nah dran, das Kalkül würde vermutlich sogar aufgehen – das hat die Reaktion des Gr0ßteil der Bevölkerung demonstriert.

Jetzt, liebe Politiker, räumt erstmals die Scherben des Porzellans auf, das ihr selbst zerschlagen habt!

„Damit haben wir nicht gerechnet – Schuld haben unsere Berater, diese „Flaschensammlung“. Wir lassen zur Normalität übergleiten“. Das ist es, was ich hören will!

Einen schönen Tag wünscht eigentlich sehr beruhigt

A.C.

 

 

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