Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

6. FEBRUAR 2020 – Donnerstag

06.02.2020 | Tageskommentar

Wiener Staatsoper: Heute debütiert Christine Goerke als „Elektra“ . Foto: Arielle Doneson

Strauss’ Elektra kehrt am Donnerstag, 6. Februar 2020 zurück auf die Staatsopernbühne. In der Titelpartie gibt die international gefragte amerikanische Sopranistin Christine Goerke ihr Debüt im Haus am Ring, erstmals singen an der Wiener Staatsoper Simone Schneider die Chrysothemis und Michael Volle den Orest. KS Waltraud Meier verkörpert die Klytämnestra und Norbert Ernst den Aegisth.

Reprisen: 9., 12. und 15. Februar. Die Vorstellung am 15. Februar wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt (www.staatsoperlive.com) sowie live auf Radio Ö1 (+ EBU) übertragen.

Wiener Staatsoper: Buh-Rufe auch nach der zweiten „Fidelio 1805“-Vorstellung

Jennifer Davis, Thomas J. Mayer. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Renate Wagner war zum Premierentermin nicht im Lande, deshalb rezensiert sie die zweite Vorstellung:

„Oberg’scheit“ nennen Kinder die albernen Wichtigtuer, die alles besser wissen. Dieses Vokabel könnte man für so manchen Regisseur hernehmen, der es nicht als seine Aufgabe betrachtet, ein Werk im Sinne des Schöpfers zu seiner besten Wirkung zu bringen – sondern sich selbst aufzuplustern, seine Einfälle bewundern zu lassen, seine „Konzeptionen“ zu entwickeln. Was ihm halt so durch die Birne rauscht (wie Gerhard Stadelmaier es so unnachahmlich formuliert hat). Das Ergebnis sieht dann aus wie „FIDELIO URFASSUNG (LEONORE)“ auf der Bühne der Wiener Staatsoper…

Auch nach der zweiten Vorstellung gab es Buh-Rufe, und der Beifall war lapidar kurz. Dabei hatte das Publikum zwischendurch des öfteren seine Gutwilligkeit bewiesen und auch nach Leistungen geklatscht, die es nicht wert waren. Jetzt warten wir doch dringend auf den „echten“ Fidelio, den von Beethoven, von Schenk und mit Schager

Zum Bericht von Renate Wagner

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: „JUDITH“. Vorstellung am 4.2.

 Ein Béla-Bartók-Abend in 2 Teilen: Konzert für Orchester / Herzog Blaubarts Burg 

John Lundgren. Nina Stemme. Foto: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

Karl Masek reiste aus Wien an, noch geschockt vom Wiener „Fidelio“-Erlebnis: ...Also: Umsetzung in die Musiktheater-Realität! Katie Mitchell weiß natürlich, es gab lange  eine gewisse Tradition, den „Blaubart“ entweder mit Strawinsky’s „Ödipus Rex“ oder (wie auch an der  Wiener Staatsoper  in der Inszenierung von Götz Friedrich 1985) mit Arnold Schönbergs „Erwartung“ zu koppeln. Da wollte sie natürlich keine „Fortsetzung einer Tradition“  abliefern! Was verständlich ist! Viel plausibler erschien ihr, inhaltlich-„bildlich“ an  ein anderes Bartók-Werk anzudocken: Dem „Konzert für Orchester“. Mit einer sehr selbstbewussten  Frau als Protagonistin.  Ein von Filmregisseur Grant Gee verantworteter Stummfilm sollte die Folie sein für eine Kriminalkommissarin mit Namen Anna Barlow (auch die ist selbstredend bereits Nina Stemme)…

Zum Bericht von Karl Masek

Stream aus München: 7.2. 18,30 h  und dann ab 9.2. weitere 30 Tage!

Dirigent Nello Santi gestorben

Der Dirigent Nello Santi ist in der vergangenen Nacht in Zürich gestorben! In Wien hat er – laut Staatsopern-Archiv – offenbar das ganze italienische Repertoire dirigiert.
Er war in der italienischen Opernwelt ein wichtiger Dirigent

Kein Dirigent ist dem Zürcher Opernhaus so lange treu geblieben wie Nello Santi. Nun ist er 88-jährig gestorben.
https://www.tagesanzeiger.ch/16053757

STUTTGART: Wiederaufnahme von Christoph Willibald Glucks Glucks „Iphigenie en Tauride“ am 4. Februar 2020
Alt-Griechenland im Altenheim

Foto: Martin Sigmund

Schiller sprach in einem Brief an Goethe „von der heiligen Musik dieses weihevollen Werkes“. In der Inszenierung von Krzysztof Warlikowski erreicht Christoph Willibald Glucks „Iphigenie en Tauride“ eine ungewöhnliche Intensität…

Zum Bericht von Alexander Walther

OPER GRAZ „Don Giovanni“- der ewige Verführer. Premiere am 8.2.2020

Copyright: Oper Graz

Was ist nur sein Geheimnis? Eröffnet er seinen Geliebten eine verbotene Alternative zu Heirat, Kind und Glaube? Eine verbotene Kammer der Lüste, der sexuellen Ausschweifungen und trunkenen Stunden bei Mondschein? Hunderte Frauen wurden bereits begehrt und aufs Sinnlichste verführt vom größten Womanizer aller Zeiten: vom spanischen Edelmann Don Giovanni. Er liebt sie alle: quer durch alle Gesellschaftsschichten, ungeachtet dessen, ob sie einem anderen angehören oder nicht. Er verlässt sie alle: Für Don Giovanni bleibt alles nur ein Spiel. Doch bei seinem jüngsten Liebes-Abenteuer läuft nicht alles nach Plan … Kaum hat die Oper begonnen, gibt es bereits den ersten Toten und Don Giovanni wird gesucht.
In seiner zweiten Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte gelang Mozart ein musikalisches Meisterwerk, das sich zwischen der leichten, komischen Welt der Opera buffa und der düsteren Welt des Dämonischen bewegt und das Publikum gleichermaßen in leidenschaftliche Sphären entführt.

Premiere Samstag, 8. Februar 2020, 19 Uhr
Musikalische Leitung Andrea Sanguineti | Marcus Merkel Inszenierung Elisabeth Stöppler Bühne Annika Haller Kostüme Su Sigmund Licht Sebastian Alphons 
Mit Alexey Birkus, Dmitrii Lebamba, Katerina Tretyakova, Pavel Petrov, Anna Brull, Neven Crnić, Dariusz Perczak, Eva-Maria Schmid.

INFOS uns KARTEN
 

Programmbekanntgabe des neuen Opernfestivals BAYREUTH BAROQUE im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, 3.-13. September 2020

Am Mittwoch, den 5. Februar 2020, wurde das Programm von BAYREUTH BAROQUE im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth bekanntgegeben. Mit elf Tagen lückenlosem Festivalprogramm verspricht BAYREUTH BAROQUE dem Publikum aus aller Welt kompakten Musikgenuss. Der Schwerpunkt liegt auf der Wiederentdeckung in nachbarocker Zeit nie oder kaum gespielter Bühnenwerke. 2020 stehen Nicola Porporas „Carlo il Calvo“ und Leonardo Vincis „Gismondo, Re di Polonia“ auf dem Programm. Die opernfreien Abende bieten Spitzenkonzerte an wechselnden Orten. Ein Höhepunkt ist das Gala-Konzert von Joyce di Donato und Il Pomo d’oro am 6. September. Zu den Ausführenden gehören Barockstars wie Julia Lezhneva, Franco Fagioli und Jordi Savall sowie die Barockensembles wie Il Pomo d’oro unter Maxim Emelyanychev, Accademia Bizantina unter Ottavio Dantone sowie Armonia Atenea unter Georg Petrou. Das von Max Emanuel Cencic kuratierte Festival findet erstmals vom 3. bis 11. September 2020 statt. Der Kartenvorverkauf beginnt am 6. Februar 2020.

Ausführlicheres lesen Sie in unseren Infos des Tages

Dresden: Ein großartiges Fest auf die Kunst: »Die Meistersinger von Nürnberg begeistern an der Semperoper Dresden
Der Applaus für Christian Thielemann steigert sich von Aufzug zu Aufzug und mündet nach gut fünfeinhalb Stunden in ausgelassenen Beifall und stehende Ovationen. Das Solistenensemble, die Sächsische Staatskapelle und der Sächsische Staatsopernchor übertreffen sich selbst.
Pauline Lehmann berichtet aus der Semperoper Dresden
Klassik-begeistert

„La gazetta“ in Frankfurt : Hemmungsloser Kuppler, von Frauen besiegt
Frankfurter Allgemeine

Dessau: „Die Sache Makropulos“ in Dessau: Triumph für Iordanka Derilova
Neue Musikzeitung/nmz.de

Stuttgart: Es ist kompliziert – „Boris Godunow“ und „Secondhand-Zeit“ von Sergej Newski in Stuttgart
Neue Musikzeitung/nmz.de

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer
 
Elina Garanca in Frida Kahlos Haus in Mexico
 
 
 
Die Veranstalterin/ Agentin Elisa Wagner hat für Garanca einen Liederabend und Gesangs-Meisterklassen in Mexico organisiert!
 
ZU INSTAGRAM
 
METROPOLITAN OPERA  Figaro Mozart Plachetka heute opening night
Adam Plachetka heute an der Met. Foto: Instagram
Zu Instagram
 
Metropolitan Opera New York: Der fliegende Holländer
Evgeny Nikitin as Klingsor in Wagner’s “Parsifal” at the Metropolitan Opera in 2018.Credit…Richard Termine for The New York Times
The Metropolitan Opera’s Fill-In Dutchman: Evgeny Nikitin
https://www.nytimes.com/2020/02/04/arts/music/metropolitan-opera-dutchman.html

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 6. – 12. FEBRUAR 2020

6.2. FAUST (aus Maribor, Aufnahme v. 25.5.2019) BBC 3-15 Uhr
7.2. AGRIPPINA (Live aus New York) MET-Stream-1.25 Uhr
JUDITH (Live aus München) Bayern 4-19 Uhr
8.2. LA DAMNATION DE FAUST (Live aus New York) Deutschlandradio, RAI 3, RNE Classica Madrid-19 Uhr
L’ILLE DU REVE (aus München, Aufnahme v. 26.1.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
MACBETH (aus New York, Aufnahme v. 25.9.2019) ORF Ö1-19.30 Uhr
LA DAMNATION DE FAUST (Live zeitvers. aus New York) BBC 3-19.30 Uhr
HALKA (aus Wien, Aufnahme v. 15.12.2019) France Musique-20 Uhr
FERVAAL (aus Montpellier, Aufnahme v. 24.7.2019) HR 2-20.04 Uhr
12.2. LE NOZZE DI FIGARO (Live aus New York) MET-Stream-1.25 Uhr

Berliner Staatsballettkrise: Loyalität sieht anders aus
Warum Sasha Waltz und Johannes Öhman am Berliner Staatsballett gescheitert sind. Eine Spurensuche.
Sueddeutsche Zeitung

Die Berliner Öhman/Waltz-Jubler sind merklich still geblieben. Wahrscheinlich waren sie selbst nicht informiert, wie es beim Staatsballett tatsächlich gelaufen ist. Der Öhman-Abgang war unterste Schublade,  der Mann hat sich mit seiner Partnerin nicht einmal abgesprochen. Im Ballett selbst hat es gegärt – aber das ging an der öffentlichen Wahrnehmung vorbei. Die „Sueddeutsche Zeitung“ hat recherchiert und vor allem Insider befragt: „Schock, Wut, Empörung“. In einem Café unweit der Deutschen Oper schildert eine Abordnung des Ensembles die kollektive Bestürzung: „Trotz aller Proteste am Anfang haben wir den beiden eine Chance gegeben – und jetzt das?!“ Für die meisten Tänzer ist klar, dass Waltz mit Öhman gehen muss, und das so schnell wie möglich. Ein sauberer Schnitt soll her. Ohnehin, berichten die Abgesandten, hätten sie ihre Vorgesetzten seit Monaten kaum zu Gesicht bekommen. Öhman war mutmaßlich in eigener Sache unterwegs, Sasha Waltz hat ihre erste Uraufführung mit dem Staatsballett vorbereitet: weit weg, im Radialsystem, wo sie das choreografische Material entwickelte. Zunächst mit Tänzern ihrer eigenen, freien Company. Was die Stimmung an der Bismarckstraße in den Keller rauschen ließ… (Quelle: Sueddeutsche Zeitung)

Und all das haben die verantwortlichen Politiker nicht bemerkt? Unfassbar!

WIEN/ AKADEMIETHEATER (Burgtheater): Änderung DAS INTERVIEW statt TOSCA

Wegen künstlerischer Differenzen muss die geplante Inszenierung Tosca in der Regie von Kornél Mundruczó abgesagt werden. Anstelle dieser Premiere wird das Burgtheater am 23. Februar 2020 im Akademietheater eine Neuinszenierung von Das Interview nach Theo van Goghs Film in der Regie von Martin Kušej präsentieren. Es spielen Birgit Minichmayr und Oliver Nägele.

1916–2020 – Kirk Douglas ist tot


Kirk Douglas ist tot!

Am Mittwoch ist Douglas im Alter von 103 Jahren gestorben, wie sein Sohn Michael auf Facebook und Instagram „in tiefster Trauer“ mitteilte. Der Schauspieler, schon zu Lebzeiten eine Legende, legte als Sohn weißrussischer Einwanderer eine Bilderbuchkarriere in Hollywood hin – als Produzent, Autor, Regisseur und vor allem als gefeierter Schauspieler. „Spartacus“ war seine wichtigste Rolle.
https://orf.at/stories/3004921/

USA: Beliebt wie nie: Trump im Hoch
49 Prozent der Befragten sind mit dem Führungsstil des US-Präsidenten zufrieden. Das sind die besten Zustimmungswerte Trumps seit seinem Amtsantritt.
Kurier

Deutschland/ Thüringen: CDU und AfD machten FDP-Mann zu Thüringens Ministerpräsidenten
Der FDP-Mann Thomas Kemmerich wurde überraschend zum Regierungschef gewählt. Die Bundes-CDU kritisiert die eigene Landesgruppe und empfiehlt Neuwahlen in Thüringen
Der Standard

Ich beneide schon seit Monaten die Polit-Blogger, als „Kulturnachrichten-Vermittler“ ist man mit dem mickrigen Neuigkeiten ein armer Hund. Was sich derzeit in der Politik tut, gäbe Stoff für drei Kolumnen täglich. Mit AKK hätte ich meine hellste Freude. Ich habe auf das falsche Pferd gesetzt und mühe mich nun jeden Tag ab, ein halbwegs interessantes Programm zu bieten. Das fällt von Tag zu Tag angesichts der Protagonisten in „meiner“ Branche immer schwerer.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

Diese Seite drucken