Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

5. OKTOBER 2021 – Dienstag

05.10.2021 | Tageskommentar

DIE WIENER STAATSOPER IM OKTOBER. »L’incoronazione di Poppea«: Kate Lindsey, Slávka Zámečníková, Ensemble © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Aussendung der Wiener Staatsoper: Hiermit dürfen wir Ihnen eine Übersicht über das Programm der Wiener Staatsoper im Oktober 2021 schicken, das ganz besonders im Zeichen junger Künstler*innen und für junges Publikum steht. Neben der Uraufführung der Wanderoper für Kinder Die Entführung ins Zauberreich (Link zur Presseaussendung hier) möchten wir Sie ganz besonders auf das Jubiläumswochenende der Opernschule der Wiener Staatsoper hinweisen, die ihr 20jähriges Bestehen mit mehreren Konzerten und internationalen Gästen feiert, sowie auf das Jugendstück Der letzte Tag, das die Mitglieder des partizipativen Projektes »Opernlabor« zur Uraufführung brachten und nun wieder an zwei Terminen spielen.

Außerdem stehen u. a. Wiederaufnahmen erfolgreicher Premierenproduktionen der letzten Saison, wie L’incoronazione di Poppea oder Faust auf dem Programm, und auch das Repertoire bringt zahlreiche spannende Haus- und Rollendebüts mit sich.

Das Wiener Staatsballett ist mit den beiden abwechslungsreichen mehrteiligen Abenden A Suite of Dances und Tänze Bilder Sinfonien zu erleben.

L’incoronazione di Poppea (Claudio Monteverdi)

Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado
Inszenierung & Bühne Jan Lauwers
u. a. mit Kate Lindsey (Nerone), Slávka Zámečníková (Poppea), Xavier Sabata (Ottone), Christina Bock (Ottavia), Willard White (Seneca), Vera-Lotte Boecker (Virtù/Drusilla)

6., 9., 11., und 13. Oktober

Nach dem Sensationserfolg im Mai 2021 kommt Monteverdis L’incoronazione di Poppea in der Premierenbesetzung auf die Bühne der Wiener Staatsoper zurück. Es dirigiert wieder der ausgewiesene Barockspezialist Pablo Heras-Casado, in den Hauptpartien sind erneut u. a. Slávka Zámečníková und Kate Lindsey zu erleben.
→ weitere Informationen

Wiener Staatsoper: Hier noch ein Ausblick auf eine kommende Produktion: BESETZUNGSÄNDERUNG IN DON CARLO

Ekaterina Gubanova. Foto: E. Karnaushenko

Ekaterina Gubanova übernimmt in der Wiederaufnahme von Don Carlo (ab 16. Dezember) die Partie der Eboli anstelle von Anita Rachvelishvili, die auf Grund ihrer Schwangerschaft ihre geplanten Auftritte absagen musste.

WIEN / Staatsoper: OTELLO von Giuseppe Verdi
Aufführung  am 3. Oktober 2021

…uch dank des Staatsopernorchesters und des herrlichen Chores wurde es ein großer, von Publikum begeistert gefeierter Abend.
Zum Bericht von Karlheinz Schöberl

Elisabeth Kulman: „Es schnürt mir den Hals zu“
Weltstar Elisabeth Kulman sagt mit 48 dem klassischen Gesang Adieu – und nun auch ihrem Wiener Abschiedskonzert? Über ein „krankes“ Musikbusiness und die 2-G-Regel.

hr letzter Liederabend am 27. Oktober im Wiener Musikverein steht auf Messers Schneide – „undenkbar“ ist es für Elisabeth Kulman zu singen, wenn ein Teil des Publikums ausgeladen wird.
https://www.diepresse.com/6042126/elisabeth-kulman-es-schnurt-mir-den-hals-zu

GRAZ/Musikverein für Steiermark: LA FEMME C’EST MOI

Elisabeth Kulman präsentiert unter dem Motto La femme c’est moi am 14.10.2021 eine Multi­-Genre­-Music­-Show! Es erwartet Sie ein Abend zwischen Oper, Chanson, Kabarett, Pop und Jazz.

Elisabeth Kulman. Copyright: Marija Kanizaj

LA FEMME C’EST MOI
Do 14.10.2021
UHRZEIT: 19:30 Uhr
ORT: Stefaniensaal

Dresden/ Semperoper
Peter Konwitschny versenkt Bellinis „Norma“
Ein großes Plus der Aufführung war das Dirigat von Gaetano d’Espinosa. Der aus Sizilien stammende Dirigent ist in Dresden kein Unbekannter: ab 2001 gehörte er der Sächsischen Staatskapelle als Geiger an, bevor er zum Beruf des Dirigenten wechselte. Seine Norma-Interpretation geriet ausgesprochen feurig, dabei aber kontrolliert und ausgewogen. So entfaltete sich im Graben deutlich die angestrebte Italianità, die für Bellinis Meisterwerk unverzichtbar ist.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Die Römer sind schuld. An allem
Peter Konwitschny inszeniert Vincenzo Bellinis „Norma“ an der Dresdner Semperoper. Und sucht einen marxistisch-feministischen Zugang.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/peter-konwitschny-1.5429109

Berlin/
Cosi fan tutte: Mehr Sprudel als Sekt
Tolle Stimmen, ermüdende Klein-Klein-Inszenierung. Den stärksten Eindruck hinterlässt Federica Lombardi als Fiordiligi. Ihre beiden virtuosen Arien werden zum umjubelten Höhepunkt des Abends. Ihr Sopran ist in allen Lagen souverän geführt, hat Fülle , Substanz und ein breites Farbenspektrum.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Rigoletto in London mit Lisette Oropesa
Die stimmliche Sensation des Abends war zweifellos die Gilda der amerikanischen Sopranistin Lisette Oropesa. Ihr lyrischer Koloratursopran erklang an diesem Abend von derart makelloser Reinheit und gelebter Leidenschaft, dass das verwöhnte Publikum von Covent Garden zu wahren Beifallsstürmen hingerissen wurde. Sie ist die vielleicht beste Gilda, die ich je weltweit bewundern durfte.
Von Dr. Charles Ritterband
Klassik-begeistert.de

Heidelberg: Gerade sein und Mensch werden: Sophie Scholl von Karola Obermüller. Uraufführung 01.10.2021/Premiere

 Katarina Morfa, Joao Terleira, dahinter Almerija Delic, Johanna Greulich, Philharmonisches Orchester © Susanne Reichardt

Zur Eröffnung der neuen Spielzeit erlebte das Musiktheater Heidelberg eine Uraufführung aus aktuellem Anlaß: 2021 jährt sich zum 100.Mal der Geburtstag von Sophie Scholl, Mitglied der Gruppe „Weiße Rose“ und 1943 von den Nazis zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Komponistin Karola Obermüller und die Autorin und Dramaturgin Ulrike Schumann haben aus diesem Anlass ein Musiktheater ‚Gerade sein und Mensch werden: Sophie Scholl‘ (Titel nach einem Briefzitat der Widerstandskämpferin) verfasst…

Zum Bericht von Friedeon Rosén

Staatsoper Stuttgart: „DER ROSENKAVALIER“ 3.10.2021 (Premiere) – halbszenisch in musikalischem Glanz

Beate Ritter (Sophie). Foto: Martin Sigmund

Die Ankündigung, diese in ihrer musikalisch (Richard Strauss) wie textlich (Hugo von Hofmannsthal) ebenbürtig genialen und mit ihren vielen lebhaften Spielsituationen geradezu nach szenischer Umsetzung schreienden Komödie für Musik nur konzertant wiederzugeben, wo  es doch im Repertoire seit 2012 die brillante Inszenierung von Stefan Herheim gibt, verwunderte zuerst. Aber diese (wer sie gesehen hat, versteht es) fordert erstens mit ihren vielen wie ein Uhrwerk sitzen müssenden Verwandlungen die Technik enorm, und zweitens wären der immense Kostümaufwand und die vielen Umzugsaktionen  in der erforderlich gewesenen Vorbereitungsphase in der ersten Jahreshälfte aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht möglich gewesen…

Zum Bericht von Udo Klebes

HERBSTTAGE BLINDENMARKT: Ein Operetten-Fest und mehr.

„Wiener Blut! Eig’ner Saft, voller Kraft, voller Glut“
Die 32. Herbsttage Blindenmarkt widmen sich mit „Wiener Blut“ von Johann Strauß einem besonders unwiderstehlichen Klassiker der goldenen Ära der Operette!

Regisseurin Daniela Fally mit KS Ernst Dieter Suttheimer (Fürst) und Willi Narowetz (Kagler) Foto von Lukas Beck

Herbsttage-Intendant Michael Garschall sorgt in dieser Saison für eine kleine Sensation: Die Starsopranistin Daniela Fally gibt in Blindenmarkt ihr Regie-Debüt! Die begeisterte Strauß-Verehrerin beglückt das Publikum mit ihrer Interpretation von „Wiener Blut“, einem „urwienerischen und schwungvollen Operettenabend“. Daniela Fally zeigt sich begeistert: „Ein fantastisches, österreichisches Sänger-, Tänzer- und Schauspielerensemble – alle hoch erfahren im Genre Operette – garantiert für kurzweilige Unterhaltung und ein unvergessliches Erlebnis!“. Eine sensationelle Bühnenlösung wird zudem die Zuseher*innen in Staunen versetzen. Viel Vergnügen!

Gesamtleitung Michael Garschall
Musikalische Leitung Kurt Dlouhy 
Regie Daniela Fally

Informationen
www.herbsttage.at 
Karten: 07473 / 666 80
Veranstaltungsort: Ybbsfeldhalle Blindenmarkt, Lindenstraße 18, 3372 Blindenmarkt

Termine Wiener Blut:
Premiere 8. 10. 2021, 19:30 Uhr

Weitere Vorstellungen: 9. 10., 19:30 Uhr, 10. 10., 17 Uhr, 16. 10., 15 Uhr + 19:30 Uhr, 17. 10., 17 Uhr, 22. 10., 19:30 Uhr, 23. 10., 15 Uhr + 19:30 Uhr, 24. 10., 17 Uhr, 26. 10., 16 Uhr.
Zusatzvorstellung: 31. 10., 17 Uhr

Frankfurt: Amadigi im Wellness-Center: Ein Fest der Stimmen

Die Oper Frankfurt setzt ihre Tradition der Händel-Aufführungen mit «Amadigi» im Bockenheimer Depot, einem ehemaligen Strassenbahndepot, frühen Industrie-Denkmal und seit 1988 Spielstätte der Bühnen Frankfurt, fort. Das Frankfurter Debut von Regisseur Andrea Bernard ist bestens gelungen…

Zum Bericht von Jan Krobot

Karlsruhe: Live-Premiere: Giacomo Puccinis „GIANNI SCHICCHI“ im Badischen Staatstheater am 3.10.2021
Erbschaftsverwirrungen mit Hintersinn

Foto: Felix Grünschloss

In Karlsruhe zeigt sich, dass man die einzelnen Abende des „Il Trittico“-Zyklus auch gut separat aufführen kann. Gegenüber dem „Mantel“ und „Schwester Angelica“ verblüfft „Gianni Schicchi“ immer wieder mit entwaffnender Inspiration. In der Inszenierung von Anja Kühnhold (Bühne: Sarah Marlene Kirsch; Kostüme: Elisabeth Richter) wird das Geschehen im Florenz des Jahres 1299 sehr deutlich in unsere Zeit übertragen...

Zum Bericht von Alexander Walther

Jubiläum
Robert Wilson wird 80. Wie im Flug
In Berlin saß er im Lockdown, in Paris wird er jetzt gefeiert: Der Theaterzauberer Robert Wilson wird 80. Jahre alt. Eine Gratulation.
Tagesspiegel.de

WIEN / Kunsthistorisches Museum: TIZIANS FRAUENBILD
Schönheit – Liebe – Poesie
Vom 5, Oktober 2021 bis zum 16. Jänner 2022

 

Als Schönheit noch nicht fragwürdig war

„Schönheit“ ist in unserer Welt kein positiv besetzter Begriff mehr, nicht einmal ein wünschenswerter. Weibliche Schönheit (oder auch deren Mangel) darf aus politischer Korrektheit gar nicht mehr angesprochen werden. Dünne Models – schon? Wie fragwürdig. Weibliche Formen – schön? Wie obsolet. Verführerisches Lächeln – schön? Wie verlogen. Das Kunsthistorische Museum ist heutzutage nachgerade mutig, wenn es der Ausstellung von „Tizians Frauenbild“ den Retro-Untertitel „Schönheit – Liebe – Poesie“ verleiht. Und doch, der Besucherzustrom wird zeigen, ob man damit nicht geheime Sehnsüchte erfüllt, wenn man aus der Distanz eines halben Jahrtausend auf zelebrierte Schönheit von einst zurückblickt.

Tizian: Venus und Amor

Zum Ausstellungsbericht von Heiner Wesemann

Aktuelles aus der „Neuen Zürcher Zeitung“

  • Die Schweiz bietet noch immer Angriffsfläche im Kampf gegen Geldwäscherei: Das Parlament hat es verpasst, von Anwälten und Treuhändern schärfere Pflichten zur Vermeidung von Geldwäscherei einzufordern. Das wird das Land auch dann noch beschäftigen, wenn die aktuellen Enthüllungen der Pandora Papers ad acta gelegt werden.
    Zum Kommentar
  • Opec+ widersetzt sich dem Druck nach erhöhten Fördermengen: Die Entscheidung der Petro-Staaten vom Montag, nicht noch mehr als geplant zu fördern, heizt die Preissprünge an den Energiemärkten weiter an. Nach einem Absturz im vergangenen Jahr steigt der Erdölpreis auf ein Drei-Jahre-Hoch.
    Zum Bericht
  • Österreichs CO2-Steuer wimmelt von Kompromissen: Das Projekt zeigt einmal mehr, dass für Klimaschutz, der sich an abstrakten langfristigen Zielen orientiert, fast alle zu haben sind – die Umsetzung in der Tagespolitik jedoch hürdenreich ist. Die Klimasteuer der türkisgrünen Regierung ist bei weitem nicht so ausgestaltet, wie es die reine Lehre vorsieht.
    Zur Analyse
  • Der Mailänder Bürgermeister bleibt im Amt – seine Kollegin in Rom wurde abgewählt: Die missglückte Kampagne der italienischen Rechten in Mailand hat gezeigt, wie man gegen einen populären Amtsinhaber wie Beppe Sala unmöglich gewinnen kann. In Rom verpasst Bürgermeisterin Virginia Raggi dagegen die Stichwahl.
    Zum Bericht

Facebook, Whatsapp und Instagram waren stundenlang offline

Das ist passiert: Bei einem ungewöhnlich grossen Ausfall sind am Montagabend gleich mehrere Dienste des Facebook-Konzerns auf breiter Front vom Netz gegangen. Betroffen waren grosse Teile Europas, Teile der USA und Asiens. Erst gegen Mitternacht hatten viele Nutzer wieder Zugriff auf Facebook, Whatsapp oder Instagram.
Zum Bericht

Deutschland: In Berlin haben Minderjährige den Bundestag gewählt! Wird die Wahl angefochten?

https://www.berliner-zeitung.de/news/wahl-pannen-in-berlin-offenbar-haben-auch-minderjaehrige-den-bundestag-gewaehlt-li.186903

Die Chancen stünden gar nicht schlecht, nur wer traut sich das? Die Wähler haben sicher keine Freude, wenn sie nochmals wählen müssten – und verteilen womöglich Denkzettel an die Verursacher einer Neuwahl.

Fußball: ÖFB-Team von Absagenflut betroffen
Österreichs Nationalmannschaft geht stark ersatzgeschwächt in die bevorstehenden WM-Qualifikationspartien. Am Montag trudelten die Absagen von Marko Arnautovic, Aleksandar Dragovic, Christoph Baumgartner, Philipp Lienhart und Valentino Lazaro für die Auswärtspartien am Samstag gegen die Färöer und am darauffolgenden Dienstag gegen Dänemark ein. Andreas Ulmer ist wegen eines Infekts fraglich.
https://sport.orf.at/stories/3085269/

Der Teamchef Franco Foda hat verloren und weiß das natürlich auch. Er wird aber nicht selbst kündigen, sondern sich abfertigen lassen. Logisch!

Das sind klare Absetzbewegungen. Traurig, dass da auch Leute dabei sind, denen Foda die Stange gehalten hat. Ich habe im Fußball genug erlebt, zum Glück habe ich die Reissleine gezogen, bevor ich Magengeschwüre bekommen habe. Dankbarkeit ist nicht nur im Fußball keine Kategorie. Auf Grund vieler Erfahrungen zähle ich mich nicht zu den erklärten Menschenfreunden. Die Menscheit und auch ich werden es überleben.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

Diese Seite drucken