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5. NOVEMBER 2018

05.11.2018 | Tageskommentar

Aribert Reimann: Der „Faust“ für sein Lebenswerk!

Ehrung für Aribert Reimann: „Faust“ für das Lebenswerk
Der Berliner Komponist Aribert Reimann erhält den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ für sein Lebenswerk.
Tagesspiegel
Theaterpreis „Faust“ : Aribert Reimann für Lebenswerk geehrt
Er gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten, mit besonderer Nähe zu seinem Publikum. Jetzt hat Aribert Reimann in Regensburg zusammen mit neun anderen Preisträgern den „Faust“ erhalten.
Frankfurter Allgemeine
Theaterpreis „Faust“ Aribert Reimann für Lebenswerk geehrt
Berliner Zeitung

Wiener Staatsoper: Die Premierenserie LES TROYENS erlebte gestern ihre Derniere

Brandon Jovanovich, Joyce DiDonato. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Werden wir die Trojaner in absehbarer Zeit wieder an der Wiener Staatsoper erleben? Die Produktion ist schon sehr aufwändig und insgesamt schwierig zu besetzen.

Johannes Marksteiner besuchte die Derniere:

Die Neuinszenierung von Berlioz‘ mächtiger Oper hat in der Staatsoper für großes Aufsehen gesorgt. Das Leading-Team (David McVicar – Regie, Es Devlin – Bühne, Kostüme – Moritz Junge und Licht – Wolfgang Goebbel) hat meisterhafte Arbeit geleistet. Schon der erste Akt bietet viel für das Auge, die Mauern Trojas, die sich nach vermeintlichem Abzug der Griechen öffnen und Platz für das berühmte Pferd (zumindest der Kopf ist zu sehen) freigeben, aber auch der Hof der Königin Didon lässt keinen Wunsch des konservativen Betrachters offen…

…Mit dem musikalischen Teil der Aufführung konnte man mehr als zufrieden sein. Joyce DiDonato war eine außergewöhnliche Didon, sie setzte ihre glasklare, kräftige Stimme ohne Rücksicht auf Verluste ein, da fehlte es aber auch nicht an zarter Lyrik im Liebesduett. Sie spielte die Zerrissene mit großer Leidenschaft und tollem Temperament – ein Ereignis. Brandon Jovanovich hat das richtige Stimmmaterial für den Enee, kraftvoll, leicht metallisch und sicher in der Höhe. Den zwischen Liebe und Pflicht schwankenden Krieger spielte er passabel, Gesang liegt ihm mehr als Schauspiel. Ausgezeichnet war auch Anna Caterina Antonacci als Cassandre…

Zum Bericht von Johannes Marksteiner

Baden: FIDELIO in der Operettenmetropole – das Publikum zieht nicht ganz mit

Marzelline (Sieglinde Feldhofer), die Tochter des Gefängnisdirektors Rocco, mit dem Justizwachebeamten Jaquino (Ricardo Frenzel Baudisch) Copyright: Christian Husar)

Ausverkauft war das  Stadttheater nicht. Trotzdem sollte sich der Intendant nicht beirren lassen. Ein Opernhaus soll und wird Baden zwar nie werden, aber eine oder zwei Produktionen müssen möglich sein.

Zum Bericht von Udo Pacolt

LINZ/ Musiktheater des Landestheaters: „TITO“- Inszenierung nicht unumstritten!

Ein übler Mozart-Mix in Linz
„Zwei Opern zum Preis von einer“ – so wirbt man in Linz für die Bearbeitung von Mozarts „Tito“ durch Manfred Trojahn. Doch der Abend enttäuscht auf mehrfache Art.
Die Presse
„La clemenza di Tito“ in Linz: Ein Aggressor als Vergebungskaiser
Mozarts Oper in der Regie von François de Carpentries am Landestheater Linz – derstandard.at/2000090627696/La-clemenza-di-Tito-in-Linz-Ein-Aggressor-als-Vergebungskaiser
Der Standard
Goldrichtige Entscheidung für „neue“ Mozart-Oper

Es ist ein interessanter Versuch, Mozarts 1791 entstandenes Werk „La clemenza di Tito“ – eine Oper in zwei Akten nach einem zur Zeit Mozarts schon rund 47 Jahre alten Libretto – in einer für uns zeitgemäßen Form darzubieten. Der dröhnende Schlussbeifall im Linzer Musiktheater beweist: eine goldrichtige Entscheidung!
https://www.krone.at/1801944

Genf: „Boris Godunow“ in Genf : Packend, ganz ohne politische Lektionen
Matthias Hartmann hat in Genf die Urfassung von Modest Mussorgskis Oper „Boris Godunow“ inszeniert und jede allzu platte Aktualisierung vermieden. Dank dieser Klugheit gelingt auch musikalisch Großes.
Frankfurter Allgemeine

Wien/ Theater in der Wien/ Spielort „Hölle“ (die ist natürlich im Keller) : „Im Schatten der Venus“

Eine Produktion der Armin Berg Gesellschaft im Auftrag des Theater an der Wien in Zusammenarbeit mit dem Letzten Erfreulichen Operntheater LEO.

Christoph Wagner-Trenkwitz. Copyright: Barbara Zeininger

Premiere: Dienstag, 6. November 2018, 20:00 Uhr

Aufführungen: 7. / 8. / 10. / 11. / 27. / 29. November 2018, 20:00 Uhr

1. / 3. / 4. Dezember 2018, 20.00 Uhr

Den meisten Österreichern ist Christoph Wagner-Trenkwitz aus den Opernball-Übertragungen bekannt – dort ist er gemeinsam mit seinem Co. einer der raren Lichtblicke in der ansonsten journalistischen Tristesse.

Was er eigentlich wirklich anstrebt, weiß ich nicht. An sich wäre er ja als Chefdramaturg der Volksoper der logische Robert Meyer-Nachfolger, aber an der VOP dürfte ein Auslandsösterreicher zum Zug kommen!

AKTUELL IN UNSERER WEBSITE: DIE GEBURTSTAGE NOVEMBER 2018 SIND ONLINE (JUBILÄEN)

5.11. Biserka CVEJIĆ wird heute 95

 

 Als sie ein Jahr alt war, zogen ihre Eltern nach Lüttich. 1946 kam sie nach Jugoslawien zurück, wo sie zuerst als Dolmetscherin arbeitete. Ihre Stimme wurde durch José Riavez entdeckt und ausgebildet. Bereits während des Studiums sprang sie 1950 an der Oper von Belgrad für eine erkrankte Sängerin als Maddalena im »Rigoletto« ein. 1954 erfolgte ihr offizielles Debüt unter dem Namen Biserka Tzveych an der Oper von Belgrad als Charlotte im »Werther« von Massenet. Sie ist auch später noch unter diesem Namen aufgetreten…

…Seit 1961 auch Mitglied der Metropolitan Oper New York (Antrittsrolle ebenfalls Amneris). Dort war sie 1961 und dann 1963-67 im Engagement und sang in 53 Vorstellungen außerdem noch die Principessa di Bouillon in »Adriana Lecouvreur« von Cilea, die Ulrica, die Eboli, die Azucena, die Giulietta in »Hoffmanns Erzählungen«, die Dalila in »Samson et Dalila« von Saint-Saens und die Laura in »La Gioconda« von Ponchielli…

In unseren Geburtstagen werden nur runde und halbrunde Geburtstage berücksichtigt – und auch diese nur ab dem 60er. Unlängst urgierte eine Dame den 47. Geburtstag ihres Lieblingstenors. Gute Frau, der Mann ist erstens noch zu jung für unsere Jubiläen (darüben sollten sich Sie und ihr Lieblingstenor freuen)  und er feiert zweitens keinen „Runden“.

Jüngere Leser tun sich da etwas schwer, die kennen oft die früheren Met-Stars gar nicht!

Deutscher Theaterpreis DER FAUST für Tobias Kratzer

Der Regisseur Tobias Kratzer wurde am Samstagabend, 3.11., für seine Inszenierung von Richard Wagners Götterdämmerung am STAATSTHEATER KARLSRUHE in Regensburg mit dem wichtigsten deutschen Theaterpreis, DER FAUST, geehrt. Die Oper hatte am 15.10.2017 Premiere im GROSSEN HAUS.

Die Auszeichnung in der Kategorie Beste Regie Musiktheater begründete die Jury wie folgt: „Kratzers Götterdämmerung am Badischen Staatstheater Karlsruhe zeigt eine seltene konzeptuelle Stimmigkeit und Genauigkeit. Trotz der Schwere Wagners gelingt ihm eine Leichtigkeit der Inszenierung, die die Musik scheinbar tanzen lässt. Seine Regie sprüht vor Ideen, die aber niemals Selbstzweck sind, sondern von spielerischer Leichtigkeit und gleichwohl interpretatorischer Ernsthaftigkeit. Mittels einer hervorragenden Sängerführung gelangt Kratzer so zu einer ungeheuren darstellenden Intensität. Er reflektiert die Sparte Oper auf einer Metaebene ohne dabei selbstreferentiell zu werden und entwickelt eine Figurenhandlung, die uns nachvollziehbare Menschen auf der Bühne zeigt. Tobias Kratzer ist mit dieser Inszenierung eine starke Setzung, ein ein absolut eigenständiges Statement gelungen.“

Götterdämmerung: Katharine Tier (Waltraute, 1. Norn, Flosshilde), Dilara Baştar (2. Norn, Wellgunde), An de Ridder (3. Norn); © Matthias Baus

Die Götterdämmerung ist in Karlsruhe noch am 2.12.18 und zum vorerst letzten Mal am 3.2.19, zu sehen.

Zum zweiten Mal in Folge gewinnt eine Choreografie von tanzmainz den begehrten Deutschen Theaterpreis DER FAUST.
Sharon Eyal und Gai Behars Soul Chain wurde gestern Nacht in einer großen Gala des Deutschen Bühnenvereins in Regensburg ausgezeichnet. Bereits letztes Jahr ging der Preis in dieser Kategorie an tanzmainz – für Fall Seven Times von Guy Nader und Maria Campos.

Immer wenn so ein Preis vergeben wird, geht bei uns der Mailserver über. Man sagt den Österreichern nach, dass sie Titel und Orden lieben. Die Deutschen sind da offenbar nicht anders! Am meisten freuen sich freilich jene, die diese Preise vergeben dürfen, zumal sie dabei ungeheuer wichtig erscheinen!

„Konzertgänger in Berlin“: Schmelzverfallend: Medtner-Festival in Berlin. Berlin drängt zu Medtner
Auf Nikolaj Medtner hat Berlin gewartet. Zumindest der klavieristisch interessierte Teil der Stadt. Der ist, wie sich zeigt, groß genug, dass schon die Eröffnungsveranstaltung in der Schwartzschen Villa heftig überlaufen ist. Da niemand abgewiesen werden soll, drängt man sich so innig, dass bald Temperaturen herrschen wie in der berlinweit berüchtigten Tropenlinie U9, an deren südlicher Endstation die Villa liegt
https://hundert11.net/medtner2018/

Bitte unbedingt vormerken: Der nächste Termin beim „Online-Merker“

 

Bei diesem Künstlergespräch sind die soeben eingelangten ARTZAK-Aquarelle zu sehen und zu zivilen Preisen auch zu kaufen! Artzak ist ein recht gut im Geschäft befindlicher armenischer Künstler, ich habe schon Werke als Wertanlage erworben!

Fußball: Lisa Müller und der Bayern-Trainer !

Ich weiß nicht, meine Herren, wie es Ihnen ergeht, aber wenn ich meiner Frau die Ungerechtigkeiten dieser Welt mir gegenüber beklage, gibt sie der Welt recht.

Nicht so Lisa Müller, die Frau des Bayern-Spielers Thomas Müller. Als der Trainer ihren Thomas erst in der 70. Minute einwechselte, ätze Frau Müller auf Instagram

 

Nun, zum Zeitpunkt der Einwechslung stand es 0:0, viel angestellt hat der Tomas im Spiel auch nicht. Endstand war dann 1:1 – ohne Müller-Tor.

Thomas Müller fand die Aktion  auch nicht eben glücklich, aber er freut sich, dass ihn seine Frau eben so sehr liebt!

Was soll ich mir nun angesichts meiner Situation denken?

Am besten wohl gar nichts.

Ich wünsche einen schönen Start in die Woche!

A.C.

 

 

 

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