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5. FEBRUAR 2020 – Mittwoch

05.02.2020 | Tageskommentar

„Der Rosenkavalier“ in Berlin / Staatsoper. André Heller inszeniert. Premiere ist am Sonntag. Foto: Ruth Walz/Staatsoper

André Heller versucht sich in Berlin an Richard Strauss‘ „Rosenkavalier“. Der „Presse“ erzählte er, wie er sich eine adäquate Umsetzung der Oper denkt. Den Textdichter Hugo von Hofmannsthal zählt er zu seinen „Heiligen“.

Der Artikel in der „Presse“ ist ein Bezahlartikel, wie bereits sehr viele. Wir begnügen uns mit freiwilligen Spenden – an diese Möglichkeit sei erinnert! Der „Ochs“ (ganz rechts) ist übrigens Günther Groissböck, der diese Rolle von René Pape „geerbt“ hat.

André Heller: „Hofmannsthal ist mir Tröster und Wegweiser“ – Bezahlartikel
André Heller versucht sich in Berlin an Richard Strauss‘ „Rosenkavalier“. Der „Presse“ erzählte er, wie er sich eine adäquate Umsetzung der Oper denkt. Den Textdichter Hugo von Hofmannsthal zählt er zu seinen „Heiligen“.
Die Presse

Salzburger Osterfestspiele: Generationenwechsel in der Karajan-Stiftung
Die Witwe des Maestro übergab Vorstandsagenden an ihre Töchter Isabel und Arabel
Wiener Zeitung

Der Stiftungsvorstand besteht nun aus Arabel Karajan, Isabel Karajan und den bisherigen Vorstandsmitgliedern Karl-Ludwig Vavrovsky und Matthias Röder. Diese Stiftung fördert neben den Osterfestspielen auch die Forschung auf dem Gebiet der psychologischen und physiologischen Grundlagen des Musikerlebens und die Verbreitung und Vertiefung des Verständnisses für Ernste Musik.

Wenn ich es richtig interpretiere, hat diese Karajan-Stiftung rein rechtlich mit den Osterfestspielen und damit an den Vorgängen rund um diese nichts zu tun – und wie es scheint auch wenig Einfluss.

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

CAVALLERIA RUSTICANA/ PAGLIACCI. Am 6. und 8. Februar 2020 in Chicago unter Muti. Fotos von den Proben

Luca Salsi, Riccardo Muti, Anita Rachvelishvili, Piero Pretti

ZU INSTAGRAM/ weitere Fotos

Generelle Infos: https://order.cso.org/9950

Luca Salsi: Man beachte die köstliche Mimik

 

Luca Salsi Video – die letzten Takte, köstliche Mimik !!!

ZUM VIDEO

Interview dazu mit Anita Rachvelishvili

Untenstehenden Link benützen

ZUM INTERVIEW

Wien/ Staatsoper: „Otello, 7. Aufführung der aktuellen Produktion“
Im Juni 2019 hat die Wiener Staatsoper dem Publikum eine Neuproduktion des Verdi’schen „Otello“ präsentiert. Jetzt steht das Werk wieder auf dem Spielplan. Nachfolgende Eindrücke beziehen sich auf die Vorstellung am 3.2.
http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/aothello10.htm

Hamburg/ Elbphilharmonie
Ein sagenhaft bewegendes Konzert in der Elbphilharmonie – auch auf Youtube zu erleben:
. „Ich war dabei, als…“ Es gibt diese Konzertmomente, bei denen man sofort weiß, dass man sich noch lange erinnern, anderen noch lange davon erzählen wird. Am Montagabend in der Elbphilharmonie kulminierten gegen 21.30 Uhr die vorangegangenen 90 Minuten in so einen Moment, als Komponist Arvo Pärt (84), ein feingliedriger Mann mit sanftem Blick, sich ein wenig zögerlich von seinem Platz erhob und durch die im Stehen applaudierende Menge auf die Bühne ging.
Elbphilharmonie: Wenn ein Konzert Besucher zu Tränen rührt
https://www.abendblatt.de/kultur-live/kritiken/article228329869/Elbphilharmonie-Wenn-ein-Konzert-Besucher-zu-Traenen-ruehrt.html
https://www.youtube.com/embed/4fQHtxWbQaY

Stuttgart: Auf der Suche nach der russischen Identität: „Boris Godunow“ in Stuttgart
https://www.dw.com/de/auf-der-suche-nach-der-russischen-identit%C3%A4t

Oper Stuttgart: Kommen Zeiten, kommen Räte
Stuttgart erweitert Mussorgskis „Boris Godunow“ um eine „Secondhand-Zeit“.
Sueddeutsche Zeitung

Antwerpen: Pakt mit dem Teufel
Ersan Mondtag feiert sein Debüt als Opernregisseur. In Antwerpen verknüpft er Franz Schrekers „Schmied von Gent“ mit belgischer Kolonialgeschichte. Gerade hat Barrie Kosky an der Komischen Oper in Berlin ­Jaromír Weinbergers Operette „Frühlingsstürme“ ausgegraben und zu neuem Leben erweckt, da folgt an der Flämischen Oper in Antwerpen Franz Schrekers „Schmied von Gent“, inszeniert von Ersan Mondtag. So unterschiedlich die Operette und die große Zauberoper von Schreker auch sein mögen, eins haben sie gemeinsam: Kaum hatten diese Werke ihre Uraufführung hinter sich, da schlugen die Nationalsozialisten zu.
https://taz.de/Inszenierung-Franz-Schrekers-Zauberoper/!5661921/

Posers Klassikwelt 7: Wagner? Fürchterlich!
Mitte der 1980er Jahre weilte der Autor als Jurastudent in West-Berlin. Die erste Studentenbude fand er in einer zotteligen Wohngemeinschaft in der Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin-Charlottenburg, unweit der Deutschen Oper Berlin (DOB). Dort lernte er in der reichlich vorhandenen Freizeit die italienische Oper, vorzugsweise Werke von Puccini und Verdi, kennen und lieben. Sein unangefochtener Star war damals Luciano Pavarotti. Die DOB besuchte er meistens mit einem Freund, der immer wieder davon anfing, wie “genial” die Musik von Wagner doch sei. Der Autor lehnte kategorisch mit den Worten “Wagner? Fürchterlich!” ab: Wagners Musik sei zu schwer, die Sänger bläkten zu laut; außerdem war Wagner zu antisemitisch eingestellt, so dass man ihn schon deshalb nicht hören sollte.
https://klassik-begeistert.de/posers-klassikwelt-7-klassik-begeistert-de/

Tiroler Landestheater: Premiere RIGOLETTO am kommenden Sonntag

MUSIKALISCHE LEITUNG Seokwon Hong
REGIE Dale Albright

 

GRAZ/ MUSIKVEREIN FÜR STEIERMARK: GASTSPIEL BALLETTAKADEMIE DER WIENER STAATSOPER NUN AM 26.5 (Ersatztermin für 16.1.)

Die für 16. Jänner 2020 geplante Kinderproduktion der Ballettakademie der Wiener Staatsoper musste leider verschoben werden.

Erfreulicherweise können wir nun einen Ersatztermin bekannt geben: Das Konzert findet am 26.05.2020 statt. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie an der Konzertkasse unter 0316/82 24 55.

Nach Kritik an Al-Sisi-Ehrung Maffay bringt Semperopernball zum Einlenken

 

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Maffay-bringt-Semperopernball-zum-Einlenken

Das ist ein unfassbares Kasperltheater um den Semperopernball. Dem Wiener Opernball genügt ein Lugner für Peinlichkeiten, die Semperoper setzt mit Hans-Joachim Frey noch einen drauf! Dem Herrn Al Sisi wird es egal sein. Dass Herr Frey aber derart nachgibt, habe ich nicht vermutet. Der ist fürwahr in dieser Art von Theater ein glaubhafter Hauptdarsteller!

Filme der Woche

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Die Franzosen sprechen nicht gerne über die „Dreyfus-Affäre“, schließlich erinnert sie daran, dass der französische Antisemitismus nicht weniger heftig war als der deutsche oder österreichische (und, um das gerechterweise auch zu erwähnen, der englische und amerikanische…). Heute ist es eine erwiesene Tatsache, dass das französische Militär im Jahre 1895 den bequemsten Weg ging, als sie einen deutschen Spion in ihren Reihen ausmachten. Sie manipulierten „Beweise“ so, dass alles auf den einzigen Juden im Corps, den ehrgeizigen Alfred Dreyfus, wies. Man verurteilte ihn, schaffte ihn auf die Teufelinsel, einen Felsen im Atlantik, und kein Mensch scherte sich weiter darum, „dass der Jude da irgendwo auf einer Insel sitzt“.

Bis auf einen Ehrenmann, Oberst Marie-Georges Picquart, der zum neuen Geheimdienstchef befördert wurde und nach und nach Indizien dafür fand, dass nicht Dreyfus, sondern der Offizier Walsin-Esterházy der Verräter war. Bestseller-Autor Robert Harris, der eine wunderbare Hand für historische Stoffe hat, ob er sich mit Cicero beschäftigt, ob mit Dreyfus, hat einen überaus spannenden Roman geschrieben – weniger über die Affäre Dreyfus selbst, wenngleich es signifikante Szenen als Rückblende gibt, als vielmehr über Picards Kampf um Gerechtigkeit.

Da tritt der Antisemitismus, der natürlich nie aus den Überlegungen verschwindet, in den Hintergrund angesichts der Mauer, die die Phalanx der militärischen Verantwortlichen bilden, angesichts der Bereitschaft der Politik, Unrecht zuzulassen (weil man den Fall ein- für alle Male erledigt haben wollte), angesichts der Gleichgültigkeit, menschlichem Elend gegenüber. Picard war im Grunde mit all seinen Vorstößen erfolglos, weil die Mächtigen nicht bereit waren, Unrecht zuzugeben – und wie heute bedurfte es der Medien, um den Fall in die Öffentlichkeit zu tragen…

VON BILD ZU BILD IN DEUTSCHLAND
von
Renate Wagner / Heiner Wesemann

In unserem Alter ist eine Gruppenreise, die einem die Härten des Transports abnimmt, doch eine sehr gute Lösung, zumal, wenn man an den Verkehr auf deutschen Autobahnen und mehr noch in deutschen Städten denkt. Das würde die Kraft aufbrauchen, die man anderswo benötigt. Dass die persönliche Freiheit dafür eingeschränkt ist – man kann bekanntlich nicht alles haben. Aber tatsächlich waren wir hoch zufrieden.

Die Ausstellung in der Alten Pinakothek in München war für das Ehepaar Wagner-Wesemann ein Höhepunkt der Kulturreise

Wenn es eine leise Enttäuschung gibt, dann jene, dass sie hier doch nicht allzu viele der repräsentativen englischen Porträt-Gemälde haben, dagegen sehr viel Religiöses (wobei man lernt, dass Van Dyck gewisse Themen immer wieder malte, den Heiligen Sebastian gibt es hier viermal, immer ähnlich, in Details immer anders). Immerhin drei Selbstbildnisse, davon das eine, junge, wunderbare aus der Akademie in Wien. Um Parallelen zu ziehen, sind auch Werke von Rubens, seinem Lehrer, ausgestellt, man sieht den Einfluß, man erkennt aber auch, wie Van Dyck eigene Wege ging. Man zeigt auch Tizian im Vergleich, an dem er sich bei seinen Italien-Aufenthalten orientierte, es gibt viel Graphik. Im Ganzen sehr schön, weil er eben ein so wunderbarer Maler ist…

Zum Ausstellungbericht von Renate Wagner/ Heiner Wesemann

Die Stunde der Wahrheit naht
Die nächste Wirtschaftskrise kommt bestimmt – und sie wird besonders schwierig zu bekämpfen sein. Es gibt in der Welt der Wirtschaft relativ wenig, worauf absolut Verlass ist – aber dass es früher oder später wieder einmal einen veritablen Crash und eine damit verbundene Rezession geben wird, das ist gewiss. Und zwar, weil der ewige Wechsel zwischen „Boom“ und „Bust“ zu freien Märkten gehört wie Ebbe und Flut zum Atlantischen Ozean.
Wiener Zeitung

Ich wünsche einen schönen Tag
A.C.

 

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