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5. DEZEMBER 2020 – Samstag

05.12.2020 | Tageskommentar

 

Auf den Bauhäusler Walter Gropius und den Theatermann Erwin Piscator geht das Konzept eines „Endless Theatre“ zurück. Architekt Friedrich Kiesler hat es 1925 aufgegriffen. Hier ein Grundriss seines Totaltheaters. Foto: Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung, Wien

Auszug aus „Der Standard“: Der zweite Lockdown trifft Theater, Tanz, Performance und alles, was dazugehört, anders und härter als der erste. Die Zwangspause im Frühjahr setzte nach einem kurzen Schock Energien frei. Künstler und die Institutionen entfachten ein Strohfeuer vorrangig digitaler Kommunikation, Sonntagsreden zum Wert der Kultur wurden auch werktags gehalten. Die Politik wärmte unbürokratisch Töpfe, aus denen Erste Hilfe geschöpft wurde. Man war kaltgestellt, genoss aber so etwas wie die Systemrelevanz der Herzen…

Inzwischen macht sich Ernüchterung breit. Abgesehen davon, dass viele dieser Versuche im Theater den Charme des progressiven Kaplans teilen, der in den 1970er-Jahren schon mal zur E-Gitarre griff, um mit der Zeit zu gehen, muss das Konzept eines „digitalen Raumes“ überdacht werden. Vielleicht ist er keiner, sondern die Metapher für ökonomische Beziehungen, die sich in einer technischen Struktur abgebildet haben…

Was, wenn das Theaterpublikum nicht wiederkommt?
Es ist an der Zeit, das bürgerliche Konzept von Theater und seiner baulichen Hüllen neu zu überdenken
Der Standard

Ja, was ist dann wirklich? Die angedeutete Stimmung im zweiten Lockdown kann ich nur bestätigen – auch anhand unserer täglichen Google-Analyse, die zu meiner Pflichtlektüre gehört, gehören muss. Die Menschen sind nicht mehr in Aufbruchstimmung, sie resignieren langsam. Eine ganz gefährliche Entwicklung. Stimmungslose Streams ohne Publikum, so gut sie auch gemeint sein mögen, verstärken den Eindruck der Trostlosigkeit.

Dazu kommen noch völlig unnötige persönliche Scharmützel. Der Albertina-Direktor legt gegen den Staatsopern-Direktor nach. Ist das Solidarität unter Nachbarn?  Ehrlich, bevor ich solche Freunde wie den Herrn Schröder habe, habe ich lieber nur beste Feinde! Oder eben Menschen, die mir vollkommen wurscht sind!

Museum ja, Oper nein – „nicht unfair“
Für Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder macht es Sinn, dass Museen öffnen, die Theater aber geschlossen bleiben, sagt er im „Heute“-Gespräch.
https://www.heute.at/s/museum-ja-oper-nein-nicht-unfair-100115964

Theater braucht es nicht trotz Corona, sondern gerade wegen Corona, meint Manfred Mugrauer.

…Während der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Anfang November Kultur als »Lebenselixier einer Gesellschaft, die gemeinsam durch eine Krise geht« bezeichnete, ist sie heimischen Regierungs­mitgliedern nicht einmal ein Lippenbe­kenntnis wert. Finanzminister Gernot Blü­mel, immerhin früherer Kulturminister, war allein um den Wintertourismus und das Weihnachtsgeschäft besorgt, und nicht um die kulturellen Kollateralschäden des Lockdowns. Man muss auch mehr als akri­bisch recherchieren, um Statements von Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer zur aktuellen Misere ausfindig zu machen. Als engagierte Kämpferin für ein Offenbleiben der Kulturhäuser hat sie sich nicht hervor­getan. Zur Theatersperre fiel ihr nicht mehr ein als die banale Beschwichtigung, dass auch die aktuelle Situation »endlich« sei. ..
http://volksstimme.at/index.php/blog/item/460-lockdown-die-vorhaenge-auf.html

Endlich ist übrigens auch jedes politisches Mandat, das sei der Staatssekretärin ins Stammbuch geschrieben! Unendlich sind übrigens Arroganz und Ignoranz. Und noch etwas, aber das wäre zu beleidigend!

WIEN / Staatsoper / Staatsballett / STREAM via ARTE Concert
MAHLER, LIVE
Live Übertragung: 4. Dezember 2020

Die Bedingungen, unter denen die neue Direktion der Staatsoper antreten musste, waren die denkbar härtesten und ungünstigsten. Vor allem für den neuen Ballettchef Martin Schläpfer, der versäumt hat, sich als Person gleich mit der ersten Premiere ins Zentrum zu stellen: Man erinnert sich, er brachte in der Volksoper zuerst einen Abend mit „holländischen“ Klassikern, sehr wirksam, aber nicht sehr aussagekräftig.

„MAHLER, LIVE“ hätte schon im November Premiere haben sollen und wurde jetzt in das Streaming / Fernseh-Notprogramm der Staatsoper aufgenommen, was zweifellos eine hervorragende Idee ist, um die Arbeit von Künstlern nicht verloren gehen zu lassen. Und schließlich wird es Zeit, dass sich der Choreograph, der von der Rheinoper Düsseldorf / Duisburg kommt und von manchen schon als „Gottseibeiuns“ betrachtet wurde, endlich selbst präsentiert. Er tat es mit einer Uraufführung für Wien und für das Ensemble, mit dem er erstmals zusammen arbeitete…

Foto: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

...Und dann endlich die dringend erwartete Begegnung mit Martin Schläpfer, der sich schon früher mit Mahler (er choreographierte dessen „Siebente“) auseinander gesetzt hat und sich diesmal der „Vierten“ zuwandte, die ja nun wirklich ein hintergründiges Werk ist. Hier scheinen vor allem die hellen Blechbläser immer solistisch zu jubilieren, aber die Musik schrammt dennoch vielfach an die Atonalität an. Es ist etwas Verstörendes in diesem nicht wirklich heiterenWerk, das den Choreographen offenbar besonders gereizt hat. So geht er über weite Strecken mit der Musik, ist sogar ungemein musikalisch, wenn er sowohl Solisten wie Paare und das Ensemble vielfach als exakte Einheit einsetzt – und verweigert sich an anderer Stelle der Musik, zu der er manchmal im Rhythmus mit den Füßen klopfen oder mit den Armen schwingen lässt, wiederum völlig. Da wird dann auch ein Bewegungskanon offenbar, der Verkrümmungen zeigt oder der Paare in Disharmonie schickt.

Jene Kenner des Wiener Staatsballetts, die zu jedem Gesicht auch den Namen wissen, werden erkennen, wem hier und da eine solistische Aufgabe zugedacht ist, aber es ging Schläpfer wohl zu seinem persönlichen Einstand darum, mit allen (oder so vielen wie möglich) zu arbeiten, keine Stars heraus zu stellen, sondern ein überzeugendes Kollektiv zu schaffen, was ihm – mit bemerkenswerter Präzision übrigens – gelungen ist…

Wer weiß, wie begeistert das Publikum reagiert hätte? Im leeren Haus dankten alle, als hätten sie „live“ Menschen vor sich, und konnten doch nur die Zuschauer meinen, die vor ihren Geräten saßen. Aber einmal wird die Normalität wieder kommen… sie muss, muss, muss.

Zum Bericht von Renate Wagner

München/ Bayerische Staatsoper: Falstaff (Verdi) – Neuproduktion, Stream vom 2. Dez. 2020
Einlassungen von Tim Theo Tinn
“Tutto nel mondo è burla” “Ma questa messa in scena è una stupida nullità, fronzoli!”
https://onlinemerker.com/muenchen-bayerische-staatsoper-falstaff-verdi-neuproduktion-stream/

„Falstaff“ im Staatsoper-Stream: Ganz ohne Corona ausgebremst
Münchner Abendzeitung

Das trostlose (Corona)Ende musste nach Meinung beider Rezensenten nicht sein. Wir brauchen Hoffnung, nicht Tristesse! Angst wurde uns genug eingejagt, übrigens mit abnehmendem Erfolg- wie jüngste Ergebnisse aus Österreich zeigen. Wir lagen schon einmal weit besser im Ranking!

Mailänder Scala: Jonas Kaufmann muss für die Eröffnungsgala wegen Indisposition absagen

An seiner Stelle singt Piotr Beczala „Nessun dorma“

Wie war das nun gestern in Neapel?  Ich bin beim Versuch, mir ein Einstiegsticket zu kaufen, kläglich gescheitert. Da ich in solchen Sachen ungeschickt bin, gehe ich von eigener Schuld aus.

Eine Leserin weiß da mehr, die ist offensichtler technisch begabter als ich:

Die Übertragung hat geruckelt, war nicht synchron. Dann haben sie nach einer halben Stunde neu gestartet; es war ja am 1. Dez. aufgezeichnet worden und es klappte gut. Musikalisch toll, die beiden Stars wurden ihrem Ruhm absolut gerecht. Man kann es bis 7. Dez (mit Einwahl) sehen, angeblich dann eine Woche auf der Webseite, wohl ohne Barriere.

Info einer anderen Leserin:

Mir ist es zwar gelungen, ein Ticket zu kaufen, aber das war’s dann auch! Keine Benachrichtigung! Ich nehme an, Voraussetzung ist wohl ein Konto bei Facebook, das ist allerdings nicht meine Welt! Liebe Grüße aus Deutschland und bleiben Sie und alle Leser gesund! Ilona T.

Und wenige Minuten später kam eine Erfolgsmeldung: Ich hab’s jetzt tatsächlich auf YouTube gefunden! Noch einmal herzliche Grüße Ilona T.

https://www.youtube.com/watch?v=uOxIxtVObys

 

Fritz Krammer sah diese Cavalleria auch: Der Abend startete pünktlich. In Neapel schon etwas Positives. Lissner hat einen kurzen Beitrag in grässlichem Italienisch aufgesagt. Die gebotene Kameratechnik war mehr als fragwürdig, ruckelte störend. Nach 10 Minuten eine Unterbrechung, Hinweis auf Neustart in 2-3 Minuten. Soviel zu LIVE.

Es wurde eine ordentliche Repertoireaufführung in Konzertversion, gezeigt. Mit einem Dirigenten der sich durch den Abend ruderte, kein Freund der Frau Garanca, bot sie doch eine sehr achtbare Leistung, wagte sich vorsichtig ins Brustregister. Die großen Santuzzas Simionato, Cossotto, Bumbry, Obratzowa machte sie nicht vergessen. Kaufmann: während dieses Magnetband Event aus Neapel gesendet wurde, wurde zeitgleich seine Indispositionsabsage für den 7.12.2020 vom Pressebüro der Scala an die Medien verteilt. Die Überraschung des Abend war die 79 jährige Elena Zilio als Mama Lucia. Sie ist  aber immer eine starke Persönlichkeit.

Ich streamte mich dieser Tage durch Bergamo (Marin Faliero), Firenze (Otello), teilweise München ( Falstaff), Gärtnerplatz Hänsel und Gretel komplett. Abende, die ohne Publikum enden müssen, sind traurig. Speziell das sehr stimmungsvolle Otello-Finale litt darunter.

Köpplinger verteilte sein Corona getestetes Personal im Zuschauerraum und sorgte so für ein etwas natürlicheres Gefühl. Ich hoffe die Wiener Staatsoper kann das auch, es würde der Stimmung gut tun.

Köln: Stream „Die tote Stadt“
Dafür habe ich kräftig und gratis geworben (weil ich Ausrine Stundyte ganz einfach mag), das Pressebüro jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass am gestrigen Freitag vier interessante Streams gleichzeitig laufen. 

Ich wollte vom Pressebüro wissen, ob ich mir den Stream – wenn ich ihn kaufe – eventuell zu einem anderen Zeitpunkt anschauen kann. Ich habe keine Antwort bekommen! So geht es meiner Ansicht nach nicht!

Von Sigi Brockmann aus Münster bekam ich einen Kurzbericht aus Köln: Der Stream wurde häufig unterbrochen, ging dann nicht richtig weiter etc. Da ich die Streams von anderen Opernhäusern ohne Schwierigkeiten empfange, kann es nicht nur an meinem Computer gelegen haben. Musikalisch war die Aufführung gelungen auch was das Orchester unter Leitung des Dortmunder GMD Feltz betrifft. Es war vielleicht gegenüber den Sängern manchmal recht laut, aber das liegt zum einen an der Partitur zum anderen vielleicht an der Übertragung. Szenisch wurde daraus eine Art Krimi, da möglicherweise Paul(Burkhard Fritz) seine erste Frau Marie umgebracht hat und Marietta als ihre vielleicht Schwester jetzt den Mord aufklären will, zum Schluß schnitt sich Paul die Kehle durch – es gab viel Blut zu sehen, vielleicht nicht im Sinne der Oper wohl aber der Regisseurin. Das Bühnenbild war auch bedingt durch die Möglichkeiten im Ausweichquartier Staatenhaus ein Rundbau mit Vorhängen zum Schauplatzwechsel und rundherum eine Bar mit Barhockern, auf denen verschiedene Personen herumsassen. Die Kostüme waren ganz ähnlich denen der „Vögel“ aus München.

Angeblich bietet die Oper Köln den Stream noch einmal störungsfrei an.

Hallo Online-Merker, das WQXR Radio New York sendet heute eine absolute Rarität, KRIEG UND FRIEDEN in Bombenbesetzung, siehe Anhang, mit dem Vater Grigorian. Beginn 19 Uhr Wiener Zeit, einfach draufdrücken:

https://www.wqxr.org/story/prokofievs-war-and-peace-love-and-fulfillment/

Gegam Grigorian war ein echter Gigant und einer der besten Tenöre seiner Zeit. Leider ging er nicht so diszipliniert mit seinem Körper um wie andere, weit weniger mit Stimm-Mitteln gesegnete Sänger – und verschwand deswegen in deren Schatten.

GRAFENEGG: Weihnachtskonzert in TV, Radio und als Stream
Silvesterkonzert abgesagt

 

(Grafenegg, 4. Dezember 2020) Das Weihnachtskonzert im Grafenegger Auditorium musste zwar für das Publikum aufgrund der aktuellen Bestimmungen abgesagt werden, wird aber in ORF III, im Radio NÖ sowie als Stream auf Fidelio übertragen. Auf diesem Weg können Klassikbegeisterte das Konzert der Künstlerinnen und Künstler rund um den Barockspezialisten Ton Koopman vom Sofa aus genießen.
Das Weihnachtskonzert mit den Gesangssolistinnen und -solisten Ruby Hughes, Maarten Engeltjes, Nils Giebelhausen und Andreas Wolf sowie dem Tonkünstler-Orchester und dem Arnold Schoenberg Chor wird an folgenden Terminen übertragen:
ORF III: 13. Dezember 2020, 8.20 Uhr
Radio NÖ: 13. Dezember 2020, 20.04 Uhr
myfidelio.at (Termin wird noch bekannt gegeben)

Opernstar Elīna Garanča: „Mache mir Sorgen um meine Kinder und meinen Vater“
Opernsängerin Elīna Garanča im Interview über Frauen, Corona und die schwierige Situation für die Kulturszene.
Kurier

Elina Garanca ist eindeutig Weltmeisterin im Interview-Geben. Die Dame findet immer ein Thema, mit dem sie die Presse interessieren und auch ködern kann! Vielleicht wäre weniger mehr!

Bayerische Staatsoper: Nikolaus Bachler zur erneuten Verlängerung des eingestellten Spielbetriebs

Nach dem Beschluss des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst zur Verlängerung der Einstellung des Spielbetriebs bis Ende Januar 2021 äußert sich Nikolaus Bachler, Intendant der Bayerischen Staatsoper, folgendermaßen: „Die neuerliche Verlängerung fällt natürlich schwer, doch unser Publikum und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdienen eine klarere Perspektive. Alle zwei Wochen seine Pläne über den Haufen zu werfen ist zermürbend. Die Entscheidung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst wurde mit den Intendanten der Staatstheater abgestimmt und ist gleichzeitig der Start einer hoffentlich fruchtbaren Zusammenarbeit bei der Erarbeitung eines Wiedereröffnungskonzepts im Februar, zu dem der eben erschienene Abschlussbericht rund um das Pilotprojekt „500 Besucher“ wichtige Fakten liefern wird.“

Die Bayerische Staatsoper wird auch im Januar die im November eingeführte Serie an Montagsstücken fortführen und jeden Montag live aus dem Nationaltheater streamen.

25. BMW Advents-Benefizkonzert

Am Montag, den 14. Dezember 2020, veranstaltet die BMW Niederlassung München ihr 25. Advents-Benefizkonzert zugunsten benachteiligter Kinder und Jugendlicher – in diesem Jahr als Live-Übertragung auf STAATSOPER.TV. Die gesammelten Spenden kommen der Stiftung Artists for Kids, einem Kinder- und Jugendhilfeprojekt von Bernd Eichinger und Thomas Peter Friedl zu Gute. Das Programm unterstüzt benachteiligte und in Not geratene Münchner Kinder, Jugendliche und Familien. Tenor Jonas Kaufmann singt eine Auswahl an Weihnachtsliedern und Solo-Trompeter Johannes Moritz spielt das Trompetenkonzert D-Dur von Giuseppe Tartini. Die Ensemblemitglieder der Bayerischen Staatsoper Mirjam Mesak, Corinna Scheurle, Caspar Singh und Milan Siljanov präsentieren im Rahmen des Abends den ersten Teil von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium

BAYERISCHE STAATSOPER: Abschlussbericht Pilotprojekt

Copyright: Bayerische Staatsoper

Die Bayerische Staatsoper hat am 3. Dezember 2020 den Abschlussbericht zum Pilotprojekt „Probeweiser Betrieb der Bayerischen Staatsoper mit erhöhter Zuschaueranzahl“ an den Bayerischen Ministerpräsidenten sowie die zuständigen Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst sowie Gesundheit und Pflege übergeben. Der Bericht liefert umfangreiche Erkenntnisse rund um die Erhöhung der Zuschauerzahl von 200 auf 500 im Nationaltheater ab dem 1. September 2020 bis 25. Oktober 2020. Unter den gegebenen Bedingungen des Pilotprojekts (7-Tage-Inzidenz überwiegend zwischen 35 und 100 je 100.000 Einwohner) konnte keine erhöhte Infektionswahrscheinlichkeit für das Publikum festgestellt werden.
Die Pilotphase wurde von einem Ärzteteam des Klinikums rechts der Isar (MRI), der TUM und Vertretern des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) begleitet sowie fachlich bewertet. Ferner flossen wissenschaftliche Hinweise des Lehrstuhls für Gebäudetechnologie der TUM zum Bereich Lüftung mit ein…

Details zu Bericht finden Sie in unseren „Infos des Tages“

Lieses Klassikwelt 64: Abschiedsabende…
Befänden wir uns nicht im zweiten Lockdown, hätte die Sopranistin Edita Gruberová der Musikwelt in diesen Tagen vermutlich noch zwei Abschiedsabende beschert: Am 27. November und 1. Dezember wollte sie sich in ihrer slowakischen Heimat noch einmal in ihrer Paraderolle in Donizettis Roberto Devereux präsentieren.
Am 23. Dezember feiert die Primadonna aus Bratislava ihren 74. Geburtstag, im September verkündete sie ihren definitiven Zurückzug von der Bühne. Immerhin ein großer gebührender Abschied war ihr vergönnt, als sie im März 2019 in der Bayerischen Staatsoper noch einmal die Elisabetta in Roberto Devereux verkörperte.
Klassik begeistert

Zürich
Fabio Luisi: „Viele Corona-Maßnahmen wirken wie ein Alibi (Bezahlartikel)
Dirigent im Gespräch: Fabio Luisi über seine letzte Premiere an der Zürcher Oper, den Umgang mit der Covid-Krise in Europa und den USA und seine Zukunftspläne.
Durch die Corona-Pandemie dirigieren Sie Ihre letzte Premiere als Generaldirektor der Zürcher Oper – „Simon Boccanegra“ am 6. 12. – unter ungewohnten Umständen. Wird die Inszenierung von Andreas Homoki das reflektieren?

Fabio Luisi: Nein, die Inszenierung wird nicht auf die aktuelle Situation Bezug nehmen, das wäre banal und billig. Dennoch haben die Distanzregeln das Regieteam gezwungen, Umstellungen vorzunehmen, die sich auch im Konzept widerspiegeln werden. So wird der Chor nicht in die Aktion auf der Bühne integriert, sondern als imaginative Präsenz ins Geschehen involviert…
Die Presse

THEATERSCHLIESSUNGEN (wegen Covid) . Ein Beitrag aus Bulgarien

Der Online-Merker ist im gestrigen Tageskommentar  mehrfach auf die Theaterschließungen eingegangen.Dazu schickt uns Klaus Billand einen Beitrag, der auf seiner Website veröffentlicht wurde. Klaus Billand  hofft, dass diese Politik Bulgariens auch bei uns im Westen diskutiert wird. Denn sie ist sicher eine gute Alternative, den Theater- und Opernsektor am Leben zu erhalten.

Kultus-Minister Boil Banov und. K Billand

Gespräch mit Kultus-Minister Boil Banov von Bulgarien in Sofia am 30. November 2020 – Klaus Billand

https://youtu.be/Zxzn0cMFSpc

Sprechtheater/ Salzburger Festspiele
Neue Besetzung für Traditionsshow Lars Eidinger spielt „Der Jedermann“ in Salzburg (Verena Altenberger ist die neue Buhlschaft)
Das Stück von Hugo von Hofmannsthal wird seit 1920 bei den Salzburger Festspielen aufgeführt. Lars Eidinger übernimmt nächstes Jahr die Hauptrolle.
Tagesspiegel

Das First Couple und all die anderen
Normalerweise wird tage-, wochen oder gar monatelang spekuliert über die neue Buhlschaft: Diesmal haben die Festspiele ganz spontan die Katz‘ aus dem Sack gelassen: Die Salzburgerin Verena Altenberger wird’s sein. Die künftige Jedermann-Besetzung.
DrehpunktKultur

Liebe reicht nicht bis in die Unendlichkeit
Im nächsten Jahr die Buhlschaft im Jedermann spielen und damit ihr Festspieldebüt geben wollte. Nach dem grandiosen Film Die beste aller Welten ist die Film-Welt von Verena Altenberger eine noch viel, viel bessere geworden. – Die gebürtige Salzburgerin im Gespräch.
DrehpunktKultur

Neuer Jedermann mit Hipster-Potenzial
Der Standard

Buchbesprechung

Norbert Schloßmacher (Hg.)
BEETHOVEN  – DIE BONNER JAHRE
560 Seiten, Verlag Böhlau, 2020

Besuchen Sie Renate Wagners BUCHRUBRIK

Das Beethoven-Jahr ist noch nicht vorbei, wenn es auch durch die Corona-Pandemie fast untergegangen ist. Nicht auszudenken, wie man unter „normalen“ Umständen den Meister gefeiert hätte! Immerhin hat es sich die Stadt Bonn nicht nehmen lassen, ihren berühmtesten Sohn (denn ganz „einwienern“ kann man ihn ja doch nicht) ausgiebig zu würdigen – und damit selbst.

Das ist nämlich das Besondere an dem voluminösen Band, der „Beethoven. Die Bonner Jahre“ behandelt – von der Stadt selbst gefördert, mit jeglicher Bonner Unterstützung (auch in der herausragenden Bebilderung) gestaltet, geht es zwar natürlich um Beethoven, aber auch um die Stadt selbst, die damals trotz des „Kleinstadt-Charakters“ in Bezug auf die rund 10.000 Einwohner umfassende Bevölkerung dennoch ein geradezu strahlendes kulturelles Zentrum war.

Und Beethoven hat Kindheit, Jugend und junges Mannesalter hier verbracht, bis er 22 war, und ohne die Prägung und Ausbildung, die er hier erfuhr, hätte er sich in einer so anspruchsvollen Stadt wie Wien nicht dermaßen (und auch dermaßen schnell) durchsetzen können. Es lohnt sich also, den Blick auf dieses Bonn gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu werfen – und sich zu fragen, wie Beethoven hier geprägt wurde. Es gibt viele neue Ansätze und interessante Antworten, und Herausgeber Norbert Schloßmacher, Leiter des Bonner Stadtarchivs, wird seinem Versprechen im Vorwort gerecht, dass hier wahrlich nicht immer derselbe alte Wein in neuen Schläuchen kredenzt wird. Dieses Buch geht weit darüber hinaus, in allen Artikeln wissenschaftlich akribisch genau gearbeitet, aber auch für Laien absolut rezipierbar…

Zur Buchbesprechung von Renate Wagner

Wien
Das Grasser-Urteil und sein Makel
Das Buwog-Urteil ist argumentierbar, die lange Verfahrensdauer ist es nicht
Der Standard

Pannen bei Massentests: IT-Ausfälle in Tirol und Wien


Bei den Corona-Massentests kam es am Freitag zu Pannen. In Tirol und Wien hatte man bereits mit IT-Ausfällen zu kämpfen. In Wien war die Stadthalle betroffen.
Vienna online.at

Die Anschober-Show ist unglaublich. Die Realität schlägt die Parodie um Längen!

Schokolade hemmt die Auswirkungen von Corona

 

Forscher der North Carolina State University haben nachgewiesen, dass bestimmte Lebensmittel die Ausbreitung des Coronavirus hemmen können.

Stellen Sie sich vor, ein Stück dunkle Schokolade oder einen grünen Tee könnte bei der Behandlung von Covid-19 helfen. Genau das legt eine neue Studie der North Carolina State University nahe. Die Biologen haben dabei die Reaktion von entzündungshemmenden Lebensmitteln auf das Coronavirus untersucht.

Das Ergebnis: Chemische Verbindungen in dunkler Schokolade, Kakaopulver, Trauben und grünem Tee können Enzyme des Coronavirus blockieren und seine Ausbreitung hemmen.

https://www.puls24.at/news/chronik/studie-schokolade-hemmt-die-ausbreitung-von-corona/221226

Alles klar, ich bin kein Impfgegner, war es übrigens nie. Wenn es mir ein Arzt meines Vertrauens sagt, folge ich auch dessen Rat. Wohlgemerkt, ein Arzt meines Verauens, kein…! Ein paar Kilo Schokolade hole ich mir gerne ab – und habe damit Covid 19 besiegt!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

 

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